• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


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  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

    Bitte beachtet dort den Eingangspost, der vorgibt, wie der Thread zu benutzen ist: Danke!

Windows 10: Laut Verbraucherschützern "eine private Abhöranlage"

Die essentiele Frage ist doch auch ganz klar die :"Würde ich die Daten auch alle so leicht und schnell Preisgeben, wenn ich das Ja ("Ja ich möchte das ihr, pauschal diese und jene Daten I Informationen sammelt")geben müsste." Und nicht wie es jetzt ist andersherum. Denn Psychologisch ist die Hemmschwelle "nein, das möchte ich nicht" zusagen, ganz pauschal schwerer, als ein Ja.
Ebenso würde das "ist ja Standard" gefühl wegfallen.
Und dadurch stimmen viel mehr zu als es andersherum sein würde.
 
Eben. Und selbst wenn doch: was glauben denn alle, was für verschwörerische Dinge die alle vorhaben? ^^ Die Firmen wollen halt einfach nur passendere Werbung generieren anhand der Aktivitäten, die da ggf. automatisiert erfasst werden, ggf. auch Standort, damit sie von den Werbepartnern möglichst viel verlangen können - das ist doch, worum es geht. Sind denn wir Leute so beeinflussbar, dass "gut passende" Werbung gleich zu einem schlechteren Leben führt? ^^ Man muss sich einfach nur bewusst sein, dass Werbung ggf. auf einen abgestimmt wird, und in manchen Fällen kann das ja sogar positiv sein: ich bin durch die Amazon-Algorithmen schon auf einige Dinge hingewiesen worden, von deren Existenz ich nicht mal wusste. Deswegen muss ich die Sachen aber ja erstens nicht kaufen und zweitens erste Recht nicht unbedingt bei Amazon kaufen, aber ich hab lieber nen neuen Horrorstreifen auf BluRay und ein neues Album einer Gothic-Band sowie den Hinweis auf eine Sammleredition eines Rollenspiels auf der Amazon-Startseite als dass ich dort - nur weil es grad viele Leute kaufen - das neue Album von Helene Fischer, ne Romantikschnulze mit Hugh Grant auf DVD sowie IPhone-Hüllen mit Eulen-Muster zu sehen bekomme...

Wenn man manche Dinge so liest könnte man ja echt denken, dass manche glauben, bei MS oder Google oder Facebook säßen Leute vor Monitoren und wedeln sich beim Beobachten einzelner Personen einer von der Palme, weil es sie geil macht, oder als würden die Firmen nach Daten scannen, um dann die Konten leerzuräumen oder so was... oder dass da wirklich genug "Geheimdienstpersonal" vorhanden ist, welches mit den Firmen zusammenarbeitet und uns aktiv überwacht??? Wir sind für die alle nur Nummern und Datensätze, mit denen durch automatisierte Analysen eine möglichst passende Werbung kreiert werden soll, und nebenbei vlt. auch ein passenderes Angebot an OS-Features und Apps, in dem die statistischen Werte auch App- und Hardwareanbietern zur Verfügung stehen (z.B. wäre es für nen App-Anbieter für seine Entscheidung, wie er eine bestimmte App gestaltet, sehr interessant, wie viel Prozent der mutmaßlich unter 30jährigen Android-User mind. Android 4.1 nutzen) - mehr nicht. Irgendwelche echte Menschen bekommen da von uns nix privates zu sehen bzw. wollen es eh nicht sehen. Maximal das, was wir oder andere aktiv bei den Socialmedia-Diensten oder in Foren/Blogs mit Klarnamen von uns geben. Und wenn ein Freund von mir etwas von mir mit Klarnamen erzählt, dann können die Unternehmen da genau so wenig was dafür wie zB der Wirt der Eckkneipe, in der ein Kumpel lauthals ne Story über mich verbreitet.

Man, du bist wirklich ziemlich kurzsichtig, oder? Ist dir eigentlich klar, was man mit einer Meta-Analyse alles machen kann? An meinem Fachgebiet an der Uni wird gerade daran geforscht. Bestehende empirische(!) Ergebnisse sind zum Beispiel, dass sich anhand des Kommunikations-, Einkaufs- und Bewegungsprofils eines ansonsten völlig anonymen Menschen ablesen lässt, ob dieser an Depressionen leidet oder demnächst leiden wird. Was würdest du denn davon halten, wenn dir beim Bewerbungsgespräch gesagt wird: "Es tut mir leid, aber ein von uns beauftragter Data-Hunter hat uns Daten von Ihnen zur Verfügung gestellt, die Nahe legen, das sie womöglich bald längerfristig wegen psychycher Belastung ausfallen könnten. Wir geben den Job einem weniger qualifizierten, aber unkomplizierten Menschen!"? Und das ist ein Beispiel unter zahllosen Möglichkeiten! Ein Freund von mir hat seinen Doktor in IT-Sicherheit gemacht. Deine, freundlicherweise von dir mit Win10 schon akkumulierten Daten besorgt er in 10 Minuten und sieht dabei noch nebenher fern... Die digitale Privatssphäre zu schützen ist keine Sache von irgendwelchen paranoiden Verschwörungstheoretikern, sondern eine Frage des gesunden Verstandes! Versuch mal bißchen weiter zu denken, als bis zum nächsten Battlefield-Benchmark...
 
Würd mich nicht wundern wenn win10 kostenlos ist weil deren NSA für die Daten zahlt.
Die nehmen sich ja wirklich alles raus samt bitlocker passwort "sichern" auf ihrer cloud, langt vollkommen für ein komplettes Personenprofil samt Aktivitäten und das besser als Google -mit der Wanze im Betriebssystem selbst kann keiner mehr etwas verstecken.

Und zum "nur für Werbung verbessern" -selbst wenn - Was bedeutet Werbung verbessern? Dich besser manipulieren damit du mehr kaufst. Die ideale Werbung hat 100% Käufer. Was ist daran gut daran? Ich sehe keinen Grund irgendjemanden dabei zu helfen dich besser zu manipulieren.
 
@HERBBOY, @WORREL:
1. Es geht doch darum wie Microsoft diese Daten verarbeiten. Anonym oder doch Nutzerbezogen.
2. Ein Betriebssystem ist etwas komplett anderes als eine App, hier kann man einfach ALLES abgreifen.
3. Was passiert wenn Unbefugte diese Daten abgreifen. Viel Spaß beim Aufräumen.
4. Und bitte sagt nicht dass Werbung toll ist. Für Kinder vielleicht, aber für Erwachsene einfach nur nervig.

Warum befürwortet Ihr eigentlich so eine Entwicklung?
Ich kann mal das Beispiel Smartphone in den Raum werfen.
Diese ganzen Apps, die fleißig sammeln oder Benachrichtigungen rauswerfen und das Smartphone immer träger machen.
Für mich ist das immer verschwendete Zeit oder einfach nur nervig. Keine Ahnung wie man so etwas toll finden kann nur um unnötig zugeschnittene Werbung zu kassieren?
 
"dafür gemacht" - häh? Bitte was??? ^^ Smartphones und Smartphone-OS wurden doch nicht speziell für social-media entwickelt und/oder um seine Daten online zu stellen, und etliche Smartphoneuser haben dem ganzen Kram auch rein gar nix am Hut. In meinem Bekanntenkreis haben zB ca 8-9 Leute ein Smartphone, nutzen aber keinen einzigen SocialMedia-Dienst (außer WhatsApp, falls man das dazuzählen will) und laden auch nie irgendwas hoch außer ganz selten mal ein Bild über whatsapp, sondern nutzen ein Smartphone neben Telefonie und SMS/WA wie einen tragbaren PC: mails abrufen, News lesen, Musik hören, Fahrpläne abrufen, vlt auch Wettervorhersage, Preise vergleichen... alles Dinge, für die man an sich kein "Profil" braucht. Bei Deinem Satz kommt es einem aber so vor, als sei es hauptsächlich ne Art Facebook für unterwegs und völlig klar, dass mit nem Smartphone-OS dann auch persönliche Daten und Standorte usw. übermittelt werden und das auch jeder will ^^

Und wegen Windows: man muss sich ja kein Profil anlegen, ist ja keine Pflicht. Und wenn man doch ein Profil anlegen will, weil man zB Cortana praktisch findet, dann kann man sich da auch irgendwas ausdenken, falls man meint, dass man wirklich persönlich und nicht als "Kunde Nr. 4527841791" analysiert wird.

Ich finde das auch wenig Panikmache, wenn da geschrieben wird "zeichnet Name, Adresse, Geburtstdatum... auf" - dies geschieht nur, wenn man ein entsprechendes MS-Konto eröffnet und die Daten angibt. Genau wie es zb auch bei einer Anmeldung in einem Fitness-Club gewisse private Daten angibt, oder wenn man sich als Kunde bei einem Shop anmeldet usw. - es wird aber bei der Verbraucherzentrale so getan, als geschähe dies "heimlich" und ohne dass was man gegen tun kann... und als ob das bei anderen Diensten, bei denen man sich anmeldet, nicht so sein. Das muss auch nicht sein, hier so platt ne Meldung rauszuhauen.

Kann ich nur unterschreiben.

Hatte s2 s3 s4 iphone 2stk und noch kein einziges social dings drauf gehabt. Für mich ist das eher ein mini lappi das ich immer dabei habe.

Einzige was ich habe ist ein google+ acc. Aber brauche ich halt für PlayStore
 
Man, du bist wirklich ziemlich kurzsichtig, oder? Ist dir eigentlich klar, was man mit einer Meta-Analyse alles machen kann? An meinem Fachgebiet an der Uni wird gerade daran geforscht. Bestehende empirische(!) Ergebnisse sind zum Beispiel, dass sich anhand des Kommunikations-, Einkaufs- und Bewegungsprofils eines ansonsten völlig anonymen Menschen ablesen lässt, ob dieser an Depressionen leidet oder demnächst leiden wird. Was würdest du denn davon halten, wenn dir beim Bewerbungsgespräch gesagt wird: "Es tut mir leid, aber ein von uns beauftragter Data-Hunter hat uns Daten von Ihnen zur Verfügung gestellt, die Nahe legen, das sie womöglich bald längerfristig wegen psychycher Belastung ausfallen könnten. Wir geben den Job einem weniger qualifizierten, aber unkomplizierten Menschen!"?
Das ist mir klar, dass das technisch möglich ist. Aber mal angenommen, man würde es bei mir wirklich schaffen, so ein Psycho-Profil zu erstellen, allein schon obwohl ich gar keine Klarnamen-Profile habe: glaubst du wirklich, dass Firmen (sowohl die Anbieter, als auch die Firmen, bei denen man sich bewirbt) so was im großen Stile machen würden? Das würde nur einen Vertrauensverlust bedeuten, selbst wenn die mich einstellen. Daher könnte mir so eine Firma dann sowieso gestohlen bleiben, wenn die ihre potentiellen Mitarbeiter dermaßen versuchen aushorchen.

Und das alles ist ja auch nix neues, das gibt es auch ohne Win 10. Schon lange schauen viele Firmen auch auf die private Internetseite, oder auf Facebook, oder googlen einen. Aber mehr und mehr haben inzwischen gemerkt, dass sie nicht zB anhand von Facebook-Profilen verlässlich rausfinden können, ob ein Bewerber (un)geeignet sind (außer es sind GANZ eindeutige Verfehlungen zu sehen). Oft genug entpuppen sich die "saubersten" Bewerber auch als die größten Versager und/oder Arschlöcher, die man am liebsten wieder loswerden würde. Daher gehen mehr und mehr Firmen dazu über, diese Quellen zu ignorieren, allein weil es inzwischen auch kaum möglich ist einen zu finden, der NICHT irgendwann mal "einen Scheiss" dort gepostet oder geliked hat. Und ob eine seriöse Firma, bei der man arbeiten möchte, wirklich einer auf zB Google+ basierenden Analyse genug vertraut UND dafür auch noch Geld ausgibt...? Also ehrlich, das ist mir echt zu weit hergeholt.

Natürlich sollte man sich immer aller Dinge bewusst sein - die ganzen kostenlosen Angebote vor allem von mobilen Apps&co sowie Websites kosten halt auch fast immer was in der Währung "Datendollar", aber ich sehe jetzt hier kein spezielles Win10-Problem.


Und das ist ein Beispiel unter zahllosen Möglichkeiten! Ein Freund von mir hat seinen Doktor in IT-Sicherheit gemacht. Deine, freundlicherweise von dir mit Win10 schon akkumulierten Daten besorgt er in 10 Minuten und sieht dabei noch nebenher fern...
Versteh ich jetzt nicht, was du damit meinst. Dass er sich irgendwo einhackt, oder was? Gegen Kriminelle kann man eh nicht viel tun. Und hacken könnte der auch andere OS. Und ein nicht-Spezialist könnte mich auch beschatten, wenn er unbedingt was über mich wissen will. Soll ich also das Haus nicht mehr verlassen? Mein Bäcker um die Ecke weiß sicher mehr über mich als Google+ ;)


Die digitale Privatssphäre zu schützen ist keine Sache von irgendwelchen paranoiden Verschwörungstheoretikern, sondern eine Frage des gesunden Verstandes! Versuch mal bißchen weiter zu denken, als bis zum nächsten Battlefield-Benchmark...
Das tu ich, ich bin da auch alt genug für, aber meiner Meinung nach ist es einfach nicht realistisch, dass da irgendwelche Firmen wirklich meine privaten Daten personenbezogen richtig "missbrauchen" und mehr damit machen, als mich als reinen Datensatz zu analysieren um vor allem Werbekunden eine passendere Werbung zu versprechen.

Und in meinem Fall wüsste Dein IT-Kumpel ja nicht mal, wer ich wirklich bin, selbst wenn er an die Daten meines PCs rankommt - u.a. auch, weil er ja faul auf dem Sofa sitzt und nicht an meiner Haustür das Namenschild lesen wird :D ;) Selbst wenn ich mit nem Smartphone rumlaufe und man in Erfahrung bringt, auf welchen Namen die Nummer läuft: wer weiß wenn, wer das Teil wirklich benutzt? Oder meinen PC, selbst wenn ich da meine Daten angegeben hätte: wer weiß denn, ob wirklich nur ich das Ding nutze?



@Gemar: du kriegst so oder so die Werbung. Aber mit den Daten kriegst du halt "passendere" Werbung, du bekommst aber nicht "mehr" Werbung. und wegen Unbefugte: das hat auch nix speziell mit win10 zu tun.
 
Wenn man manche Dinge so liest könnte man ja echt denken, dass manche glauben, bei MS oder Google oder Facebook säßen Leute vor Monitoren und wedeln sich beim Beobachten einzelner Personen einer von der Palme, weil es sie geil macht, oder als würden die Firmen nach Daten scannen, um dann die Konten leerzuräumen oder so was... oder dass da wirklich genug "Geheimdienstpersonal" vorhanden ist, welches mit den Firmen zusammenarbeitet und uns aktiv überwacht??? Wir sind für die alle nur Nummern und Datensätze, mit denen durch automatisierte Analysen eine möglichst passende Werbung kreiert werden soll, und nebenbei vlt. auch ein passenderes Angebot an OS-Features und Apps, in dem die statistischen Werte auch App- und Hardwareanbietern zur Verfügung stehen (z.B. wäre es für nen App-Anbieter für seine Entscheidung, wie er eine bestimmte App gestaltet, sehr interessant, wie viel Prozent der mutmaßlich unter 30jährigen Android-User mind. Android 4.1 nutzen) - mehr nicht. Irgendwelche echte Menschen bekommen da von uns nix privates zu sehen bzw. wollen es eh nicht sehen. Maximal das, was wir oder andere aktiv bei den Socialmedia-Diensten oder in Foren/Blogs mit Klarnamen von uns geben. Und wenn ein Freund von mir etwas von mir mit Klarnamen erzählt, dann können die Unternehmen da genau so wenig was dafür wie zB der Wirt der Eckkneipe, in der ein Kumpel lauthals ne Story über mich verbreitet.

Endlich bringt es mal jemand auf den Punkt, kann dir nur zustimmen.
 
Und zum "nur für Werbung verbessern" -selbst wenn - Was bedeutet Werbung verbessern? Dich besser manipulieren damit du mehr kaufst. Die ideale Werbung hat 100% Käufer. Was ist daran gut daran? Ich sehe keinen Grund irgendjemanden dabei zu helfen dich besser zu manipulieren.
Damit ist gemeint, dass Werbung kommt, die dich auch interessieren würde. Also z.B. Werbung zu Spielen, die ähnlich sind zu welchen, die dich interessieren. Und du siehst dann weniger Werbung, die nicht zu dir passt. Dadurch profitieren im Grunde beide Seiten. Wenn man vorher Werbung schon ignoriert hat, kann man das natürlich immer noch tun. Es ist ja auch optional.
 
Ich meine nicht, dass das im großen Stil gemacht wird, ich weiß es. Genau aus diesem Grund hat jede größere Uni eigene Fachgebiete und Forschungsaufträge zu diesen Themen. Wirklich jede. Das gehört zu den großen Zukunftsthemen des Informationszeitalters. Vertrauensverlust? Sicher Vertrauen ist ein Schlagwort, dass in der Werbung oft genutzt wird, aber letztendlich bei der Kundenentscheidung (leider) keine große Rolle spielt. Facebook ändert seine Datenschutzrichtlinien? Eine Woche Mini-Shitstorm -> dann vergessen. WhatsApp liest bei Installation alle deine Kontakte aus und sendet den Spaß dann unverschlüsselt(!) auf Server in die Staaten -> wissen die meisten gar nicht (Das ist nach europäischem Recht sogar verboten, macht aber nix, ist ja ein US-Unternehmen!). Bei beiden liegt dein tatsächlicher Name über den Email-Provider bzw. deinen Handyprovider vor und ist mit Leichtigkeit zuzuordnen. SmartTVs senden einen kontinuierlichen Datenstrom zu Drittfirmen, die den TV-Hersteller dafür bezahlen -> wieder Mini-Aufregungswelle, dann vergessen... usw. usw.. Bei der großen Masse geht Bequemlichkeit und der Ergeiz technischer Voreiter zu sein vor Vertrauen! Das ist durch vielfältige Untersuchungen, Befragungen etc. belegt. Wenn nerdige Forscher an der Uni das wissen, was meinste was die Industrie weiß und wonach sie ihr Verhalten ausrichtet? Ethik oder Profitmaximierung? Woher hast du die Info, dass die Firmen aufgehört haben sich solche Daten zu beschaffen? Die Ergebnisse, die mir bekannt sind sagen genau das Gegenteil und stammen von seriösen Journalisten undForschern. Mach dich mal schlau im Web...
Das Zauberwort ist dabei die Metadatenanalyse, dass zusammenführen von vielen Einzeldaten, die allein nicht viel aussagen, aber akkumuliert erstaunliche Erkenntnisse bringen. Ein OS ist dabei der Wunschtraum jedes Datenanalysten, da letztendlich alles was du machst (googlen, einkaufen, chatten, zocken, Pornos gucken ; ) etc. über das OS läuft. Ein Betriebssystem ist ein regelrechter Metadatengenerator. Nur um dir ein par Schlagwörter zu geben, von persönlichen Eigenschaften, von denen du vielleicht nicht willst, dass sie jeder andere erfahren kann: politische Orientierung, Religiösität, sexuelle Ausrichting, Gesundheit, abgefahrene Hobbies, juristische Auseinandersetzungen, Anzahl der Sexualpartner usw. usw.. Im ungünstigsten Fall könnte deinem zukünftigen Chef schon dein favorisierter Fußballverein nicht passen. Oder du bist irgendjemand zu promiskuitiv. Oder bist zu links/liberal/rechts. Oder zockst zu 86% böse Killerspiele. Oder...
Die Vorstellung das nur irgendwelche aserbaidschanischen Hacker deine Daten nutzen um dir beknackten Viagra-Spam zu schicken ist leider (naives) Wunschdenken. Versuch dir einfach mal nen Plot für nen fiktiven Film auszudenken, mit dem Thema 'Datenmissbrauch'. Dir fallen garantiert unzählige funky Varianten ein. Nun, wenn dir das einfällt, was fällt wohl professionellen, fürstlich bezahlten DataHunters ein?
Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Verschwörungstheoretiker, der am Wochenende den Yeti jagt, wenn er nicht gerade von Aliens rektal untersucht wird. Ich glaub nicht, dass sich die NSA für meinen EBAY-Account interessiert. Aber für viele andere könnte das ein oder andere interessant sein, da sich möglicherweise Vorteile daraus ziehen lassen. Daher wird der Spaß auch in zunehmenden Maße betrieben. Es ist nicht die Frage ob man diese Entwicklung stoppen kann, man kriegt den Geist nicht wieder in die Flasche. Deshalb muss jeder selbst lernen damit verantwortungsvoll umzugehen.
 
Warum befürwortet Ihr eigentlich so eine Entwicklung?
Wieso "befürworten"? Ich sehe bloß nicht "die große Gefahr", die jetzt plötzlich durch Win10 da sein soll.

Man, du bist wirklich ziemlich kurzsichtig, oder? Ist dir eigentlich klar, was man mit einer Meta-Analyse alles machen kann? An meinem Fachgebiet an der Uni wird gerade daran geforscht. Bestehende empirische(!) Ergebnisse sind zum Beispiel, dass sich anhand des Kommunikations-, Einkaufs- und Bewegungsprofils eines ansonsten völlig anonymen Menschen ablesen lässt, ob dieser an Depressionen leidet oder demnächst leiden wird.
Daß man das in einigen Fällen nachweisen kann - ok. Daß man das über jedes derart zusammengefügte Profil beurteilen kann, halte ich hingegen für unmöglich.

Dazu gibt es viel zu viele Gründe, warum man etwas postet, kauft oder kommuniziert. Zudem ist ja auch immer noch nicht jeder Teil des Lebens digital erfaßt.

Ein paar Beispiele:
- letztes Wochenende hatte ich ein recht deprimierendes Erlebnis in einer Kneipe. Digital erfaßt wurde davon maximal, daß ich mein Smartphone dabei hatte. Genausogut hätte ich den schönsten Kneipenabend meines Lebens dort verbringen können, die erfaßten Daten wären identisch gewesen.
- Irgendwann habe ich mal ein ~10-zeiliges Gedicht über eine Art Monster geschrieben, welches mir auf der Brust sitzt und mir das Herz rausreißt, bis ich "keine Schmerzen mehr habe" - das war allerdings lediglich ein Traum, den ich in Worte gefaßt hatte - ich habe nie irgendwelche Suizid Gedanken oder was auch immer man da rausdeuten könnte, gehabt.
- Ich habe mir eine Soundtrack CD wegen einem einzigen Lied gekauft und weiß nichtmal genau, wovon der Film handelt. Wenn man jetzt den Film auf der "ist deprimiert" Liste hat: schon falsch, mir ging es nur um das eine Lied.
- Ich lasse mir Bierkästen nach Hause liefern. Interessant für eine Beurteilung bzgl Depressionen wäre jetzt die Frage, wie viel ich von dem Bier selber trinke und wie viel meine Gäste. Jedoch kann ein erhöhter Bierbedarf viele Ursachen haben - von "mehr Besuch" über "Kiste ist runtergefallen, alle Flaschen kaputt"bis hin zu "ist deprimiert und säuft sich tot". Aus den reinen Daten kann man die Ursache jedoch nicht ablesen.
- was bei mir momentan am ehesten deprimierend abläuft, findet rein analog statt, ist also gar nicht nachvollziehbar.

Was ich sagen will: selbst, wenn jemand die Daten zusammenfügt, kann man daraus kein realistisches Bild erzeugen, weil die Gründe für entsprechende Daten vielfältig sind und das Leben auch außerhalb von digitalen Datenerfassungen stattfindet.
(Facebookjunkies natürlich ausgeschlossen ;))
 
@Worrel: Du versuchst gerade ganz simple kausale 1:1 Zusammenhänge zu konstruieren, dass funktioniert nicht. Am Beispiel der oft genannten Depression: Wenn das Bewegungsmuster (ganz simple Funkzellenauswertung, sowas machen die Cops täglich) von einem Ausgangsmaß (100%) innerhalb eines, vorher definierten, kurzen Zeitraums um z.B. 60% abnimmt, besteht eine 86%ige Wahrscheinlichkeit, dass die betreffende Person eine Depression bzw. mittelgradige depressive Episode entwickelt hat. Das wurde empirisch, also im tatsächlichen Feldversuch mit einer statistisch relevanten Anzahl von Personen (i.d.R. mehrere Hundert), ermittelt. Wenn das mit anderen einfachen Daten kombiniert wird (=Metadatenanalyse), kann diese 'Ferndiagnose' weiter verfeinert und mit größer Sicherheit (>86%) gemacht werden. Das Depressionsbeispiel ist vielleicht auch nicht das Beste, da es natürlich dazu verleitet zu sagen: "Naja, das trifft ja nicht auf mich zu!". Aber Menschen sind so unglaublich vielschichtig, dass bei jedem Dinge zu finden sind, die sich missbrauchen lassen. Und ob du es glaubst oder nicht, die Erkenntnisse sind da, von Wissenschaft und Wirtschaft anerkannt und gerade die Wirtschaft pumpt Milliarden in die Metadatenanalyse. Was meinste denn, worin Google so investiert? Bunte Bildchen auf der Starseite? Ich will nicht sagen, dass das alles vorrangig irgendwelchen kriminellen Machenschaften dienen soll. Aber wie alles andere, birgt es die Möglichkeit. Und wie alles andere wird jede Möglichkeit auch genutzt, von unterschiedlichen Leuten auf unterschiedliche Weise. Handfeuerwaffen wurden für Armee (Angriff) und Polizei (Verteidigung) entwickelt. Sind das die einzigen Einsatzarten dieser Dinger, die euch bekannt sind? Das mein ich vorsichtigem, verantwortungsvollem Umgang...
 
Der Rückgang um 60% kann aber auch ganz andere Gründe haben. Kurzfristige Prioritätenänderung (z.B. Vorbereitung auf Prüfung, arbeitsbedingte Änderungen). Ich gebe Worrel da Recht. Nur anhand digitaler Daten gesichert auf das Lebensumfeld schließen zu wollen ist Blödsinn. Es sei denn ich teile bei Facebook selbst jeden Toilettengang.
 
@Worrel: Du versuchst gerade ganz simple kausale 1:1 Zusammenhänge zu konstruieren, dass funktioniert nicht.
Das ist dein Problem. :)
Denn du hast geschrieben:
"Bestehende empirische(!) Ergebnisse sind zum Beispiel, dass sich anhand des Kommunikations-, Einkaufs- und Bewegungsprofils eines ansonsten völlig anonymen Menschen ablesen lässt, ob dieser an Depressionen leidet oder demnächst leiden wird."

Sprich: Du behauptest, aus den Daten über eine Person könnte man feststellen, ob diese depressiv ist. Nein, kann man nicht. Man kann feststellen, wie viele Personen von Hundert wahrscheinlich depressiv sind, aber über eine einzelne Personen kann man keine definitive Aussage treffen.

Am Beispiel der oft genannten Depression: Wenn das Bewegungsmuster... von einem Ausgangsmaß (100%) innerhalb eines, vorher definierten, kurzen Zeitraums um z.B. 60% abnimmt, besteht eine 86%ige Wahrscheinlichkeit, dass die betreffende Person eine Depression bzw. mittelgradige depressive Episode entwickelt hat.
Und die restlichen 14% teilen sich Möglichkeiten wie:
- neues Computerspiel
- zu schlechtes oder gutes Wetter (als es letztens 34° war, war mir das viel zu heiss, um rauszugehen)
- Gesundheitsprobleme (Verstauchungen, Migräne, Durchfall, Erkältung, Periode, Sonnenbrand, Zahnschmerzen, ...) bei einem selber oder einem Haushaltsmitglied
- Exessives Lernen oder Vorbereiten (Prüfung etc), Renovieren, Hausputz, Gartenpflege, ...
- keinen Bock aufs Handy und das Ding einfach mal zu Hause gelassen (oder vergessen)
- Urlaub des besten Kumpels, mit dem man sonst um die Häuser zieht
- Events wie LAN Party Wochenende oder HdR Filme Marathon
- auf Abruf bereit stehen, weil jemand anders depressiv ist und deine Hilfe brauchen könnte
- kreative Phase
- Abneigung gegen Stadtkirmes, bzw. deren Produkten (Betrunkene)
- Smartphone kaputt
...

Ich finde eine Zahl wie 86% sehr hoch gegriffen, wenn man sich alleine die von mir aufgezählten Möglichkeiten anschaut, die mir innerhalb von ein paar Minuten eingefallen sind. Bei einer solchen Studie würde ich mir erstmal genauere Infos über die Erhebung besorgen, bevor ich deren Ergebnisse verwende.
zB: Wie wurden denn die Versuchspersonen ausgewählt? Man muß bei dieser Fragestellung ja sichergehen, daß auch depressive Leute dabei sind.
oder: Was ist denn genau "ein kurzer Zeitraum"? Fallen dann halbstündige Depressionsphasen durchs Raster (die gibt's doch bestimmt auch?)? Ist eine Woche noch "kurz"?
oder: Was für eine Zielstellung hatten denn die Versuchsorganisatoren? Bekanntlicherweise gibt es ja diverse Möglichkeiten, bewußt und unbewußt das Meßergebnis zu beeinflussen oder gar Daten falsch zu verbinden oder zu deuten.

siehe bspweise: https://www.sein.de/absurde-statistiken-zufall-oder-zusammenhang/ - unter anderem gibt es da einen Graphen, der eine verblüffende Übereinstimmung zeigt zwischen
- der Anzahl der Menschen, die starben, weil sie sich in ihrem Bettlaken verhedderten
und
- Einnahmen aus Ski-Gebieten

:B

Wenn das mit anderen einfachen Daten kombiniert wird (=Metadatenanalyse), kann diese 'Ferndiagnose' weiter verfeinert und mit größer Sicherheit (>86%) gemacht werden. Das Depressionsbeispiel ist vielleicht auch nicht das Beste, da es natürlich dazu verleitet zu sagen: "Naja, das trifft ja nicht auf mich zu!".
Es geht nicht darum, ob es auf mich zutrifft, sondern, ob es eindeutig zutrifft. Das zweifele ich gerade in höchstem Maße an. Was nützt mir ein Riesenhaufen Statistik, wenn derjenige nur gerade Kopfschmerzen und deswegen sein Handy zuhause gelassen hatte und für einen Freund CDs und Filme bestellt hat, die laut Datenbank depressive Inhalte haben? Und die Statistik trotzdem behauptet, er wäre depressiv?
 
Ich hoffe den ganzen Möchtegern-Sicherheitsexperten ist klar, dass Google (Android), Whatsapp und Facebook das seit Jahren mit Euren Smartphones machen. Und da kann man es nicht mal abschalten ! :D

Gerade bei Handys finde ich es gravierender, da gerade die GPS Ortung, Telefonate und Nachrichten sehr persönlich sind.


Und bezüglich Facebook:

Achtet mal drauf, dass nachdem Ihr zum Beispiel in der Stadt Feiern gewesen seit.
Am nächsten Tag bekommt ihr von Facebook Freunde vorgeschlagen, die Ihr im Club gesehen habt, persönlich aber nicht kennt. Wenn Ihr dort beispielsweise alte Freunde wiedergesehen habt, von denen Ihr bei Facebook seit Monaten keinen Poste/Like mehr gesehen habt, tauchen sie nun auf einmal in den Facebooknews auf.

Alles nur, weil per GPS ein ähnlicher Standort beider Handys gemeldet wurde.

Ich dachte anfangs, dass sei alles nur dummer Zufall. Fällt mir allerdings immer häufiger auf :D
 
genau so schaut es aus. wird schon lange bei handys so gemacht.Ist ja klar das der standort abgerufen wird wenn ich die wetter app benutze. haben die das gleiche urteil auch für android ios usw gefällt?
 
Solche Diskussion finde ich irgendwie immer knuffig und bringen mich zum schmunzeln.. wenn euch das Sammeln der Daten stört, könnt ihr recht leicht was dagegen tun und das auf allen Plattformen. Google ist da euer Freund... Alle sammeln eure Daten, wirklich alle... ob jetzt windows, osx, ios, android, facebook, google, twitter, amazon...egal wer, alle wollen eure Daten. Aber man kann wirklich mit einfachen mitteln das umgehen...auch auf nem Handy, natürlich gehört dazu technisches Interesse oder Zeit sich dieses anzueignen,

MS hier den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben ist scheinheilig.. am besten alle gehen offline, dann kann keiner mehr was sammeln.
 
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