Ist das denn belegt oder nur eine Theorie der Website? Ich meine nämlich, dass man diese Formulierung schon viel viel viel länger verwendet in der Umgangssprache und ganz sicher nicht weil man News aus dem Englischen kopiert hat ^^ Es scheint zwar logisch zu sein, aber es MUSS ja nicht so passiert sein, sondern es kann, wie bei vielen Dingen, einfach sein, dass man Sachen abgekürzt hat und statt "im Jahr" einfach "in" sagt...
Nope, ist aus dem Englischen wie im Artikel genannt, kam irgendwie so vor ca. zehn Jahren auf und eben genau aus dem Grund, den ich geschildert habe. Dann hat es einer gemacht und die anderen haben das aus Unwissenheit nachgemacht. Im übrigen bezeichnend, dass es fast 90 Prozent Newsschreiber ohne journalistische Ausbildung sind, die diesen Fehler machen.
Habe mal das ausgegraben:
"Allerdings wird dieser Anglizismus nicht allgemein akzeptiert. Als standardsprachlich gilt die Jahreszahl ohne Präposition oder die Fügung im Jahre + Jahreszahl"
https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/2525
Ein weiterer Fehler, der aber nicht importiert ist und im Volksmund so gebräuchlich ist wäre "in der Regenstraße 13". Richtig ist "an der Regenstraße 13". Oder wie dir jeder Journalistik-Professor erklären würde, "Rohre liegen in der Straße, Gebäude liegen an der Straße".
Es sind nicht nur News-Schreiber, die eben als Freiberufler sich damit etwas verdienen wollen, weil sie keinen normalen Vollzeit-Job haben. Allerdings haben die eben oft das Problem eben Null Ahnung von Journalismus zu haben. Die Redaktionen gibt ihnen ein paar Grundregeln vor und an die halten sie sich, das war es dann.
Auch Spieleredakteure sollte man nie als Vorbild nehmen, sicher wurde denen vieles erzählt als sie in der Redaktion anfingen, wie Texte zu schreiben sind, etwa das Begriffe wie "man" absolut nichts in Artikeln verloren haben aber auch ihnen fehlt eben eine richtige Ausbildung und Erfahrung in normalen Redaktionen von etwa Tageszeitungen.
Der DJV bringt auch gelegentlich Broschüren raus oder veranstaltet Seminare, wie Journalisten schreiben sollten, die meisten größeren Redaktionen halten sich in der Regel daran.
aber selbst wenn es stimmt: was wäre denn so schlimm daran, wenn es sich einbürgert? Es ist ja nun wahrlich kein typisches "Denglish", wo ein ganz klar englischer Ausdruck ins Deutsche kommt. Sprache verändert sich nun mal, einen Deutschen aus dem Jahr 1600 würden wir kaum richtig verstehen können, bei vielen Dingen würden wir selbst bei einem Hannoveraner aus dem Jahr 1900 komisch schauen, warum es dies und jenes so oder so sagt...
Ja klar, wir können unsere Grammatik und Rechtschreibung auch völlig über Bord werfen und jeder schreibt, redet und drückt sich aus, wie es lustig ist. Mach mal ...
Sprache verändert sich, keine Frage, und das ist auch gut so. Vielleicht ist das "in" vor Jahreszahlen in zehn Jahren auch akzeptiert. Aktuell ist es das aber noch nicht und mindestens berufliche Schreiber sollten sich an die aktuellen Regeln halten.
Davon ab muss man nicht jeden Mist mitmachen. Einbürgern tun sich in der Regel sinnige, welche die Sprache vereinfachen, oder zeitgeschichtlich relevante Dinge und Begriffe.