Ich wünschte es wäre so. Ich musste feststellen, dass viele 25+, insbesondere die "mein haus, mein garten, mein kind-fraktion" besonders stark vertreten sind. Denn wäre es wie bei Computer-Spielen, die oft von den jüngeren dominiert werden, würde es seine Zeit haben und dann verschwinden, siehe StudiVZ und Konsorten. Leider wächst FB immer weiter. Ich für meinen Teil finde es erschreckend, wie viele ihr halbes Leben online dokumentieren. Whatsapp finde ich aus diesem Grund noch gut vertragbar, es ist ein modernes Sms-ICQ. Facebook zeigt einfach sehr gut, dass Diktatoren zur Totalüberwachung gahrtausendlang auf die falschen Mittel gesetzt haben. Angst und Misstrauen führt dazu, dass Menschen erst recht verstecken (siehe Sovjetunion.) Aber wenn du sie gegenseitig kontrollieren lässt, die Informationsflut über die angeborene Statussucht abwickelst und dir die prekären Informationen von der aufgezeichneten Google-Suche nimmst, hast du einen gläsernen Bürger, nachdem sich selbst die Stasi verzehrt hätte. Die Leute heute werden eher davon geschützt, dass man schon extrem sein muss, um gesellschaftlichen Schaden zu erleiden. Selbst damalige Tabuinteressen, wie 50 Shades of Grey, werden heute öffentlich im Real verkauft. Wer sich dafür interessiert, sollte sich mal von Schrems durchlesen, was Facebook alles sammelt. Es waren glaube ich mehr als 1000 Seiten bedrucktes Papier. Selbst Informationen, die er nie angegeben hat, wurde z.B. durchs Tracking "geschätzt". So konnte die FB-Software genau sagen, auf welcher Uni er war. Nicht umsonst hat auch der FB-Algo eine 80% Chance vorauszusagen, wer mit wem zusammenkommt. Gruselig, aber hinter der Kulisse eigentlich plausibel.