winhistory am 26.09.2006 17:18 schrieb:
Nen bissel ausführlicher:
Durch ein paar kleinere Schaltungen entsteht aus einem CPU Kern 2 Virtuelle. Da nicht jeder Thread die CPU komplett auslastet, gibt es ein wenig leerlauf. Durch HT wird dieser minileerlauf ausgenutzt und mit einem zweiten thread gefüllt. Bringt je nach Anwendung 0-30 %
Bei den Conroes gibt es das nicht, die haben schon 2 echte Kerne. Hab gehört das die Extreme Editions der Conroes beides haben sollen. 2 echte kerne, mit je 2 virtuellen Kernen. Also nach außen 4 Kerne.
Funktioniert übrigens erst seit XP SP2
für die core-architektur ist kein ht mehr vorgesehen, auch nicht bei den extreme editions.
die extreme variationen des pentium d hatten allerdings ht und somit neben 2 realen noch 2 virtuelle kerne - gebracht hat es wenig.
bezüglich der leistung: der leistungsverlust bei single-thread anwendungen hält sich i.d.r. in grenzen, spätestens seit der einführung von dual core optimierten treibern hat der virtuelle core auch ohne hintergrundanwendungen was zu tun.
der hauptvorteil liegt aber in der reaktionsfähigkeit von systemen: ein ht-system verhält sich dem user gegenüber ähnlich wie ein dual core system.
selbst wenn ein thread die cpu zu 100% auslastet/auslasten würden, kann der virtuelle core weiterhin anweisungen annehmen und diese werden auch ausgeführt - der 100% thread muss dann halt mal kurz pausieren, erhält effektiv vielleicht nur 95% leistung.
in der praxis bringt das vor allem dann vorteile, wenn man z.b. aufwendigere berechnungen laufen hat - man kann z.b. ein video encoden aber gleichzeitig noch problemlos surfen, ohne dass es zu nenneswerten verzögerungen bei der bedienung des browsers kommt.
auch ein anwendungsbeispiel wäre bearbeitung großer bilder oder videos - wärend das programm an aufwendigen effekten rechnet, kann man problemlos im explorer schonmal die nächste datei suchen.
die eigentliche berechnung läuft dadurch natürlich langsamer ab, aber außerhalb von spielen hat der rechner ja quasi nie aufwendige berechnungen mit gleichzeitiger eingabe durch den user zu tun - i.d.r. gibt der user nach längerem hin und her einen befehl und dann gibts arbeit, dann wieder der user,.. . mit ht kann man gleichzeitig am nächsten schritt tüfteln wärend der letzte bearbeitet wird.
der ganz entscheidende vorteil aber: wenn sich eine programm in einer endlosschleife aufhängt und somit die cpu zu 100% auslastet, hat man weiterhin vollen zugriff auf das system. bei non-ht single core systemen kann man in solchen fällen oft nur einen restart machen, mit ht das programm einfach beenden.
im übrigen klappt das ganze auch schon mit xp prof sp1, mit update afaik auch mit der home version. (im prinzip braucht man nur den multi-cpu/core tauglichen xp kernel, den home ursprünglich nicht hatte)
ob es auch ohne sp1 geht, weiß ich nicht - ht kam nach sp1 raus
