Test zu "The Secret World" in Ausg. 08/12 im Vergleich zu einem Hype á la "Diablo 3"

Spiritogre

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ich habe von mir gesprochen, für meinen Spielspaß und meinen Spielegeschmack. Das ist etwas anders als bei einem Test. Aber war ja klar, dass ihr euch das so hindreht. Ich möchte auch noch einmal daran erinnern, dass es Herr Bathge war, der hier ausfallend geworden ist. Ihr könnt aus meinen Posts mitnehmen, was ihr wollt, aber versucht nicht mich hier zum Buhmann zu machen!

Und was D3 vs GW2 angeht, GW2 bietet so unendlich mehr Inhalt, das sieht man auf einen Blick, da verbietet sich schlicht ein direkter Wertungsvergleich, egal ob man lieber Action-RPGs als MMOs oder Shooter spielt.
 

PeterBathge

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Süß ...

ich habe von mir gesprochen, für meinen Spielspaß und meinen Spielegeschmack. Das ist etwas anders als bei einem Test. Aber war ja klar, dass ihr euch das so hindreht. Ich möchte auch noch einmal daran erinnern, dass es Herr Bathge war, der hier ausfallend geworden ist. Ihr könnt aus meinen Posts mitnehmen, was ihr wollt, aber versucht nicht mich hier zum Buhmann zu machen!

Danke für das Kompliment. Obwohl ich ja "attraktiv" einem "süß" vorgezogen hätte. Egal.

Zum Kern der Sache: Nein, es ist nichts anderes. Es zeigt nur einfach, dass die eigene Meinung eben immer am meisten zählt. Das ist nicht nur bei dir so, tröste dich, das geht allen so. Ergo ist dann auch klar, dass man selbst ein Spiel nur kurz anspielen braucht, um zu wissen, dass es genial wird - aber die Tester sollen doch bitteschön alles ausführlich machen (was wir wie gesagt tun) und selbst dann können sie ja nie eine so fundierte Meinung haben wie man selbst. Aber okay, das hat wohl auch mit dem Medium PC-/Videospiel zu tun. Oder um es platt auszudrücken: Spiele sind Geschmackssache! Deshalb würde ich ja liebend gern komplett auf Wertungen verzichten. Aber ratet mal, wer dann rebellieren würde ... richtig, die Leser. Denn dann hätten die ja keinen Grund mehr, sich jeden Monat aufs Neue aufzuregen.

Ich finde übrigens, dass du im Gegenteil der erste warst, der "ausfallend" wurde. Indem du alle Redakteure als Lügenbolde und Publisher-Gehilfen bezeichnet hast. Dann brauchst du dich nicht wundern, wenn mit scharfer Munition zurückgeschossen wird. So, jetzt ist aber endgültig Schluss für mich in diesem Thread. Genug Zeit verschwendet :)
 

Spiritogre

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Zuerst, ich wurde NICHT ausfallend! Ich habe bloß die derzeitige Situation und die Abhängigkeiten der Spieletest-Branche geschildert. Dabei habe ich gar nicht explizit PC Games erwähnt, sondern es sehr allgemeingültig geschrieben. Du warst es, der dann mit Begriffen wie "Dünnpfiff" und "Fresse halten" sofort ausfallend geworden ist!
Und nie niemals habe ich Redakteure als Lügenbolde bezeichnet! Vielleicht bist du einfach etwas überempfindlich bei dem Thema? Die Frage ist dann natürlich, wieso? Vielleicht doch ein Nerv getroffen, weil ihr nicht so unabhängig seid, wie du uns hier erklären willst?

Muss ich dir jetzt wirklich erklären, wo der Unterschied zwischen einem möglichst objektivem Spieletest und dem persönlichen Geschmack liegt? Sorry, aber das verleitet mich jetzt doch wirklich zu der Frage, ob du nicht vielleicht in der falschen Branche arbeitest, wenn du das nicht verstehst?

Ich will hier auch nicht das leidige Thema Wertungsdiskussion vom Zaun brechen. Ich gebe in meinem Blog z.B. extra keine Wertungen. In einem Spielemagazin möchte ich sie aber schon deshalb nicht missen, damit ich anhand der Zahlen schnell zwei ähnliche Spiele vergleichen kann. Dazu ist es natürlich notwendig, dass beide Spiele, unabhängig vom Publisher, Hersteller, Fanhype oder sonstigen Einflüssen innerhalb des festen Wertungsschemas einer Zeitschrift vergleichbar sind.

Ich greife z.B. eure D3 Wertung nicht wirklich an, allerdings sehe ich den Grund für die Wertung eben ein wenig anders, als du uns hier weißmachen willst. Mir kann keiner erzählen das Diablo 3, hieße es "Slayer" und wäre vom unbekannten russischen Entwickler "Vladimir" und keiner hätte vorher was davon gehört, auch nur annähernd in Richtung 90 Prozent gekommen wäre. Das war allerdings schon immer so, mein Lieblingsbeispiel aus der Geschichte ist da Knights & Merchants, bei objektiver Betrachtungsweise viel besser als das recht zeitgleiche Siedler 3. Aber selbstverständlich hat es nirgendwo auch nur annähernd die Wertungen vom berühmten Siedler eingefahren. Und so etwas kreide ich an und lasse mir das auch nicht verbieten! Dabei kann ich da schon klar zwischen persönlichem Geschmack und der Qualität eines Spieles unterscheiden.
 

Petra_Froehlich

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Hallo zusammen,

interessante Debatte.

Selbstverständlich ist es so, dass große Titel großer Studios mit einer ganz anderen Erwartungshaltung angegangen werden als "normale" Spiele. Das ist ja auch völlig logisch. Der neue Batman-Film muss auch anderen Ansprüchen genügen als "Green Lantern" oder "Captain America". Und wenn Alfons Schuhbeck kocht, ist das Niveau vermutlich (nehme ich mal an ;) ) auch etwas höher als bei der Schnitzelbude um die Ecke. All diese Beispiele haben hohe "production values", es fließt also extrem viel Zeit, Talent und Budget in die Entwicklung und Produktion. Und dann ist es fast zwangsläufig so, dass Max Payne 3 besser aussieht und mehr Freude bereitet als die meisten anderen handelsüblichen Action-Spiele.

Umgekehrt ist die Fallhöhe aber auch höher. Kleinigkeiten fallen ohnehin viel stärker auf und wenn dann sowas passiert wie die anfänglichen Einlogg-Probleme bei Diablo 3 oder das Origin-Drama bei Battlefield 3, dann bricht die Hölle los und die Kommentare in den Foren und auf amazon.de treten in einen Unterbietungswettstreit, was das Niveau anbelangt. Bei Durchschnittsspielen oder Titeln kleinerer Studios ist die Toleranzschwelle viel geringer ("So ein kleines Studio, ist doch klar, dass die das mit ihren 20 Mann Besatzung nicht sofort auf Anhieb kriegen..."). Diese Nachsicht hat der Spieler bei Rockstar, Blizzard, EA, Activision, Ubisoft nicht. Da gibt's ab Sekunde 1 auf die Zwölf.

Wenn ich mir die Diskussionen in der Redaktion vor Augen führe, stelle ich fest: Es war und ist unfassbar viel schwerer für ein Spiel, eine 90+ mit nach Hause zu nehmen, als eine - sagen wir - 83 oder 87. Und das ist auch richtig so.

Petra
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AlexFelden

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Hallo Petra,

vielen Dank für deine Antwort - mein allererster Thread wird gleich zur "Chefsache", hoffentlich kriege ich mein Ego im Laufe des Tages wieder in den Griff.... 8D

Ich kann deine Argumente absolut nachvollziehen. Aber eine Frage bleibt noch offen: Was ist denn mit einem "Überraschungshit" eines kleinen Studios, an den man eben keine durch irgendwelche Pre-Release Hypes aufgeblasenen Erwartungen hat?

Auf die Gefahr hin, wie ein eingeschnappter kleiner Junge zu klingen, der partout sein geliebtes "TSW" verteidigen will:

Natürlich hat "The Secret World" Macken und ist kein perfektes Spiel. Aber wie ich bereits eingangs ausführte, finde ich die in eurem Testbericht erwähnten Mängel nicht schlimm bzw. ist die Darstellung derselben stellenweise auch nicht ganz richtig.

Mir geht es viel mehr darum, dass ein mutiges und durchaus gelungenes Projekt wie "TSW" (und wir scheinen uns ja zumindest alle hier dahingehend einig zu sein, dass man das Prädikat "gelungen" absolut gerechtfertigt vergeben kann) auch in den Einkaufsführer Einzug halten sollte. Stattdessen tummeln sich dort eine Anzahl von MMOs, die man wohl als "Weiterentwicklungen" oder "Modifizierungen" des alten WoW ansehen kann - und die mehrheitlich (Runes of Magic, LotRO, WoW) schon etliche Jahre auf dem Buckel haben.

Wollte ich heute neu in das Genre MMORPG einsteigen und zöge dazu euren Einkaufsführer zu Rate, so fände ich dort keine wirkliche Alternative zu dem üblichen High Fantasy Setting, der üblichen Rassen- und Klassenwahl und den absoluten Standardmechanismen. "SW:ToR" sticht als einziges Spiel ein bisschen heraus.

Für mich als erwachsenen Spieler, der eben gerne nicht nur Dinge "totklickt", sondern der Wert auf eine Story legt, der sich ungern auf eine bestimmte Rolle festlegt, der auch gern mal den "Brägen" etwas bemüht, selbst beim Spielen - für mich gäbe es keinen interessanten Titel in eurem Einkaufsführer, bzw. würde ich wahrscheinlich alles antesten als MMO-Neuling und mich am Ende von dem Genre komplett abwenden, denn ich hätte die Erfahrung gemacht: Eh alles das Gleiche.

Ich fände es daher wirklich wichtig, "TSW" als echte Alternative in den Einkaufsführer aufzunehmen. Mit "Guild Wars 2" steht ein weiterer Gigant vor der Tür, der allerhöchstwahrscheinlich ebenfalls Einzug halten wird in die "heilige Liste" des Einkaufsführers - vielleicht könntet ihr diese einfach erweitern? Warum denn nur fünf Spiele aufführen, wo es doch im Bereich MMO so viele mehr gibt inzwischen - "Everquest 2", um nur ein Beispiel zu nennen, das genauso alt ist we WoW, das aber ein Housing-System entwickelt hat, das seinesgleichen sucht und von vielen Spielern immer noch gespielt wird - allerdings quasi als "Baukastenspiel", denn man kann ganze Gebäudekomplexe in eigenen Instanzen selbst errichten, gleichsam können Dungeons erstellt und anschließend von Spielern besucht werden usw.

Also: Mehr Vielfalt im Einkaufsführer anstatt der Auflistung von Spielen, die sich allzu sehr ähneln - das ist mein Wunsch.
 

Vordack

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Dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum, daher zu allererst einmal an herzliches Hallo an das PC Games Team und die Community.

Willkommen :-D

Speziell sei der Fall Diablo 3 genannt.

... und wieder das Thema daß Wertungen nicht akkurat sind. Hallo? Wie Leute computerspiele empfinden ist so subjektiv, subjektiver gehts gar nicht. Da ist es ganz klar daß in Wertungen auch mal etwas persönlicher Geschmak mit einfliesst.

Das Spiel, dem ich auf keinen Fall eine hohe Qualität absprechen möchte, ...

Dafür ist die Mängelliste aer ziemlich lang.

- Das Spiel war beinahe 2 Wochen lang nach Release nicht spielbar. Punkt. Gar nicht. Nicht ein bisschen. Der Grund ist jedem leidgeprüften Spieler allzu geläufig: Der Online-Zwang und der damit unumgehbare Fehler 37.

Wenn ich mich recht entsinne kam D3 am 15. raus. Am 17. war mein Barbar schon Level 37.

- Die Komplexität des Spiels allgemein. Gut, sicher, "Diablo" war nie ein Monstrum an Tiefgang, aber "Diablo 3" reduziert im Vergleich zu seinem Vorgänger die Spieltiefe noch um das Talentsystem. Runen hin oder her, die Talentpunktverteilung war immer ein erheblicher Motivationsfaktor bei "Diablo 2". "Diablo 3" ist nunmehr ein Spiel, das - nüchtern betrachtet - an Komplexität nicht viel von einem aktuellen Browsergame unterscheidet. Monster totklicken, Item aufsammeln, damit nächstes, dickeres Monster totklicken. Manche werden mir an dieser Stelle Zynismus vorwerfen, aber Hand aufs Herz: Was für Spielmechaniken gibt es im Wesentlichen sonst noch?

Das war Diablo schon immer und wird es hoffentlich auch immer bleiben. Oder andersum, wenn dir das Spielprinzip von Diablo nicht gefällt, wieso holst Du es dir dann?

- Der Schwierigkeitsgrad. Die erste Stufe ist lachhaft einfach, muss aber gespielt werden. Dabei erlebe ich bereits die gesamte Story quasi als Selbstläufer, es fehlt gänzlich die Motivation, einen Abschnitt zu "schaffen", um zu erleben, wie die Handlung wohl weitergeht. Nein, ich muss das Spiel zunächst einmal völlig ohne Anspruch und Herausforderung absolvieren. Das Argument, dieser erste Durchgang sei das "Tutorial" zieht für mich nicht. Denn im Umkehrschluss hieße das, dass "Diablo 3" nicht mehr ist als ein Tutorial in vier verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Und außerdem: Wer, bitteschön, braucht für ein Hack'n Slay ohne Talentsystem eine Anleitung?
Dann gibt es den Inferno-Modus. Hier erhalten Bosse zufallssgenerierte Fähigkeiten. Das sieht dann oftmals so aus, dass sie schlicht und ergreifend nicht zu schlagen sind, oder nur mit ewig langem und langweiligen "Kiten". Spaß macht das nicht. Unterm Strich bleiben also zwei "echte" Schwierigkeitsgrade, frei wählen lässt sich die Schwierigkeit überhaupt nicht.

JA, der erste ist viel zu einfach (für mich). Es gibt aber auch casual Spieler für die der genau richtig ist. Der Inferno Modus ist etwas für Freaks. Der soll Hammerschwer sein. Das ist genau richtig so. Aber bevor ich jetzt länger rumschwafele, das ist das D3 Spielprinzip, siehe also meine Antwort weiter oben.

- Echtgeld-Auktionen. Ja, ich weiß, muss man ja nicht machen. In der Realität aber ist es so, dass viel zu selten wirklich brauchbare Items fallen und man daher schon beinahe gezwungen ist, sich im AH einzudecken.

Es gibt ein Echtgeld AH? Oh, ist mir noch gar nicht aufgefallen. Ich hab bis jetzt nur 2 oder 3 mal das Gold AH benutzt. Ich werde es nie verstehen daß sich Menschen über etwas aufregen daß sie nicht nutzen müssen...

Wie gesagt, genau diese Aspekte werden auch von sehr vielen anderen Spielern angesprochen. Blizzard brauchte zwölf Jahre, um DAS auf die Beine zu stellen? Ich finde das ziemlich enttäuschend.

Liest man allerdings den Testbericht, so ist die Rede davon, wie reibunglos der Spielfluss sei, wie großartig die Atmosphäre etc. pp. Und am Ende prangt die 90er Wertung.

Wieder Meinungen. Das Spiel ist jetzt ca. 2 Monate draussen. In den 2 Monaten habe ich ca. 200 Stunden played. 200/65 sind ca. 3 Stunden am Tag durchschnittlich. Und ich bin erst ca. halb durch. Ich finde Blizzard hat genau das Spiel veröffentlich daß ich all die Jahre spielen wollte.

Aber das ist nur meine Meinung ;)

Leute die Inferno schon erreicht haben (also schon über 100 Stunden Spielzeit haben ca...) verstehe ich soweiso nicht daß sie sich über das Spiel beschweren... So viel Zeit verbringt man mit den wenigsten SP titeln.
 

Spiritogre

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Allerdings muss man zu Diablo 3 auch eindeutig sagen, Inhalt bietet das Spiel für 25 Stunden, solange dauert es, es einmal durchzuspielen, was vielen wie mir z.B. ausreichen würde. Das ist für ein Action-RPG ein Wert, der so einigermaßen in Ordnung geht, auch wenn Titel wie z.B. Sacred 2 mehr als doppelt so lange dauern. Wie man immer und immer wieder das gleiche zocken kann, nur auf höherem Schwierigkeitsgrad, will mir nicht so wirklich in den Kopf, würde ich voll öde finden. Hätte Blizzard statt erhöhter Schwierigkeitsmodi einfach mehr Inhalt eingebaut, sodass man bis zum Endlevel hin immer neue Quests und Gebiete hat, die dann eben schwieriger werden, und erst dann auf den Endgegner trifft und die Story abschließt, das wäre ein völlig anderer Schnack gewesen! Dazu hätte die Grafik auch um einiges besser sein können.

Alles zusammengenommen fragt man sich natürlich schon, was hat Blizzard zehn Jahre lang gemacht? Andere Studios mit weitaus(!) weniger Resourcen kriegen genauso gute wenn nicht bessere Spiele in zwei Jahren gebacken. Ich mochte die Beta, hat mir wirklich Spaß gemacht aber wenn ich z.B. an Torchlight 2 denke, dann ist D3 völlig überteuert, für das, was es einem im Jahr 2012 auftischt. Wäre es hingegen 2005 oder noch 2006 in dieser Form erschienen, dann hätte es völlig anders ausgesehen!
 
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RobertHorn

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Ich bin seit über 15 Jahren Redakteur, habe für TV und Print gearbeitet. Also wenn einer von uns beiden weiß, wie der Hase läuft, dann ich und nicht du, sorry!

Und um zu meiner "Schlussfolgerung" zu kommen, da braucht man nur ein wenig gesunden Menschenverstand und offene Augen, dann ist auch für Branchenfremde offensichtlich, was Sache ist. Dass du als Betroffener da nichts anderes zu sagen kannst ist übrigens genauso offensichtlich ... ^^ (aber dann sollte man lieber gar nichts sagen und vielleicht hinter verschlossenen Türen doch mal über mögliche Änderungen nachdenken).

Entschuldige, aber nur weil du angeblich 15 Jahre Redakteurserfahrung hast, weißt du noch lange nicht, wie es bei uns im Verlag zugeht. Deine Anmaßung unseren Laden besser zu kennen als seit Jahren hier tätige Redakteure zeugt von Arroganz. Außerdem finde ich es traurig ... nein, ich bin es leid, dass wir uns immer wieder anhören müssen, mit dem Strom zu schwimmen, käuflich zu sein, eh nur Werbeartikel zu schreiben, den falschen Blickwinkel zu haben oder sowieso gar keine Ahnung von dem zu testenden Spiel.
Wir machen unsere Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen. Da reibt man sich zwangsläufig an einer der vielen Interessensgruppen.
Hätte unser Tester Diablo 3 eine niedrigere Wertung gegeben, ich wette, das Geschrei wäre noch größer gewesen. Hätte ich The Secret World eine bessere Bewertung gegeben, ich wette, das Geschrei wäre noch größer gewesen.

Über Wertungen und Meinungen lässt sich vortrefflich argumentieren und streiten. Aber bitte ohne hanebüchene Anschuldigungen.

Viele Grüße
Robert Horn
 

RobertHorn

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Welche "Fakten" hat Peter denn geliefert? Er stellt eine Behauptung auf, dass das bei PC Games (unbewusst oder bewusst) nicht so ist. Die FAKTEN in Form der veröffentlichten Previews und auch Tests sprechen aber eine eindeutig andere Sprache! Sonst wären sie nämlich nicht so, wie sie sind. Und auch du willst hoffentlich nicht bestreiten, dass sich 90 Prozent aller Previews wie Werbetexte lesen!?

....

Am schlimmsten ist es dann, wie im Fall Diablo 3, wenn das Spiel nicht vernünftig (und im Live-Betrieb) lange getestet wurde oder Probleme zum Testzeitpunkt nicht bekannt waren.
.

Diablo 3 wurde im Live-Betrieb getestet.
Peter stellt keine Behauptungen auf. Er arbeitet hier. Im Gegensatz zu dir.
 

Spiritogre

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Entschuldige, aber nur weil du angeblich 15 Jahre Redakteurserfahrung hast, weißt du noch lange nicht, wie es bei uns im Verlag zugeht. Deine Anmaßung unseren Laden besser zu kennen als seit Jahren hier tätige Redakteure zeugt von Arroganz.
Es sind sogar weit mehr als 15 Jahre ... aber das ist egal.
Natürlich kenne ich euren Laden nicht. Aber die Spielepresse allgemein hat nun einmal in den vergangenen Jahren bei der Berichterstattung einen Wandel vollzogen, der nicht unbedingt nach völliger Unabhängigleit von den Entwicklern klingt.

Außerdem finde ich es traurig ... nein, ich bin es leid, dass wir uns immer wieder anhören müssen, mit dem Strom zu schwimmen, käuflich zu sein, eh nur Werbeartikel zu schreiben, den falschen Blickwinkel zu haben oder sowieso gar keine Ahnung von dem zu testenden Spiel.
Was insbesondere durch die Werbetexte, die sich Previews schimpfen, verursacht wird. Ich bin ja nun nicht der einzige Leser, der schon lange diesen Eindruck hat.
Dass ihr keine Ahnung vom zu testenden Spiel habt, denke ich, kann man euch allerdings wirklich nicht unterstellen.

Wir machen unsere Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen. Da reibt man sich zwangsläufig an einer der vielen Interessensgruppen.
Deswegen ist es wichtig Profil zu zeigen und Unabhängigkeit zu beweisen.

Hätte unser Tester Diablo 3 eine niedrigere Wertung gegeben, ich wette, das Geschrei wäre noch größer gewesen. Hätte ich The Secret World eine bessere Bewertung gegeben, ich wette, das Geschrei wäre noch größer gewesen.
Aha! Also doch Wertung nach Geschmack des (vermeintlichen) Publikums!

Über Wertungen und Meinungen lässt sich vortrefflich argumentieren und streiten. Aber bitte ohne hanebüchene Anschuldigungen.

Viele Grüße
Robert Horn
Das ist gar nicht nötig ...

Diablo 3 wurde im Live-Betrieb getestet.
Im Live-Betrieb? Vor erscheinen? Vor erscheinen wäre kein Live-Betrieb. Fließen die Verbindungsabbrüche und die Droprate, die einen ab Inferno ins Auktionshaus zwingt (Spieldesign), denn in die Wertung mit ein?

Peter stellt keine Behauptungen auf. Er arbeitet hier. Im Gegensatz zu dir.
Was ändert das an den für alle offensichtlich sichtbaren Fakten?
 

Mothman

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Aha! Also doch Wertung nach Geschmack des (vermeintlichen) Publikums!
Was er dir damit - glaube ich - sagen wollte:
Egal wie er das Spiel findet und bewertet, es gibt immer eine Menge Leute, die das anders sehen.
Er bewertet das Spiel nach SEINEM Empfinden. Es ist aber egal, wie das ausfällt, denn es wird immer Leute geben, die sich beschweren.

Wenn er/sie nun Diablo 3 eine schlechtere Wertung gegeben hätte, würde es ne Menge Leute geben die sich beschweren. Und so wie es ist - also mit der guten Wertung - gibt es ja wohl auch ne Menge Leute, die sich beschweren (sieht man ja an dir).
Also wie soll man da "nach der Meinung des Publikums" bewerten? Würden die PCG das machen, würden sie ja jetzt abwerten, weil es der Mob so fordert. Statt dessen stehen sie aber zu ihrer hohen Wertung. Ist es nicht das, was du einforderst? Die Eier zu haben, seine eigene Meinung zu vertreten. Und nur weil diese Meinung besser ausfällt, als die die du über das Spiel hast, kannst du ja nicht die Kompetenz in frage stellen.
 

RobertHorn

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Es sind sogar weit mehr als 15 Jahre ... aber das ist egal.
Natürlich kenne ich euren Laden nicht. Aber die Spielepresse allgemein hat nun einmal in den vergangenen Jahren bei der Berichterstattung einen Wandel vollzogen, der nicht unbedingt nach völliger Unabhängigleit von den Entwicklern klingt.

Das Wort "klingt" ist ausschlaggebend. Und ich kenne im Gegenzug andere Läden nicht. Aber ich kann zumindest für meine Redaktion sprechen.

Was insbesondere durch die Werbetexte, die sich Previews schimpfen, verursacht wird. Ich bin ja nun nicht der einzige Leser, der schon lange diesen Eindruck hat.
Dass ihr keine Ahnung vom zu testenden Spiel habt, denke ich, kann man euch allerdings wirklich nicht unterstellen.

Danke. Unsere Previews als Werbetexte abzustempeln finde ich ungerecht. Lies mal meine Vorschau über Splinter Cell: Blacklist und überlege, ob das Werbung oder Kritik ist. Ich verstehe den Unmut, wenn Vorschau-Artikel sich oft "zu glatt" lesen. Der Grund ist aber niemals Absprache mit Publishern, Angst und bestimmt kein Koffer mit Geld. Ein guter Artikel benötigt Zeit, Recherche und genügend Informationen. Beides (das weißt du ja, wenn du Redakteur bist) ist nicht immer vorhanden.


Deswegen ist es wichtig Profil zu zeigen und Unabhängigkeit zu beweisen.

Absolut richtig und wichtig, ja.

Aha! Also doch Wertung nach Geschmack des (vermeintlichen) Publikums!

Schon wieder. Nein. Wir richten uns nicht nach dem Massengeschmack, ob du es glaubst oder nicht. Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass es fast egal ist, wo die Wertung eines Redakteurs hinführt. Eine Lesergruppe fühlt sich IMMER betrogen/vernachlässigt/verkauft.


Im Live-Betrieb? Vor erscheinen? Vor erscheinen wäre kein Live-Betrieb. Fließen die Verbindungsabbrüche und die Droprate, die einen ab Inferno ins Auktionshaus zwingt (Spieldesign), denn in die Wertung mit ein?

Ja. Im Live-Betrieb. Wenn du den Test gelesen hättest (oder Blizzards Firmenpolitik kennen würdest), dann wüsstest du, dass Blizzard-Spiele nicht im Vorfeld spielbar sind. Wir konnten Diablo 3 also erst spielen, als es der Rest der Welt auch konnte. Nennt sich Live-Betrieb. Und wenn ich mich recht erinnere, gehen die Tester sehr wohl auf Fehler 37 ein.


Was ändert das an den für alle offensichtlich sichtbaren Fakten?
Alles, denn deine Fakten sind Vermutungen.
 

Spiritogre

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Was er dir damit - glaube ich - sagen wollte:
Egal wie er das Spiel findet und bewertet, es gibt immer eine Menge Leute, die das anders sehen.
Er bewertet das Spiel nach SEINEM Empfinden. Es ist aber egal, wie das ausfällt, denn es wird immer Leute geben, die sich beschweren.

Wenn er/sie nun Diablo 3 eine schlechtere Wertung gegeben hätte, würde es ne Menge Leute geben die sich beschweren. Und so wie es ist - also mit der guten Wertung - gibt es ja wohl auch ne Menge Leute, die sich beschweren (sieht man ja an dir).
Also wie soll man da "nach der Meinung des Publikums" bewerten? Würden die PCG das machen, würden sie ja jetzt abwerten, weil es der Mob so fordert. Statt dessen stehen sie aber zu ihrer hohen Wertung. Ist es nicht das, was du einforderst? Die Eier zu haben, seine eigene Meinung zu vertreten. Und nur weil diese Meinung besser ausfällt, als die die du über das Spiel hast, kannst du ja nicht die Kompetenz in frage stellen.

Seufz, du hast meine ganzen Texte nicht gelesen oder nicht verstanden!
Ich beschwere mich nämlich nicht über irgend eine Wertung an sich, ich beschwere mich an der allgemeinen Ausrichtung, dass Hersteller als auch Leser die Artikel unbewusst oder bewusst beeinflussen. Und das merkt man einfach! Da kann sich keiner rausreden!
 

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Welche Artikel meinst du denn, die beeinflusst werden?
Tests? Vorschau?
Eine Vorschau ist eine Vorschau mit einem Eindruck. Da wird ja nichts bewertet, also kann man auch nicht beeinflusst werden.
Ein Test entsteht ja in der Regel noch bevor es genug Spieler-Meinungen gibt. Da kommen dann die Beschwerden erst, wenn der Test schon lange geschrieben wurde. Also da ist es für Beeinflussung schon zu spät.

Und inwiefern beeinflussen die Hersteller die Artikel? Werde doch mal konkreter. Meinst du Bestechung? Oder meinst du die Angst nicht mehr mit Probeversionen versorgt zu werden (ich glaube sowas hattest du schon mal angedeutet, kann mich aber auch irren)?
 

Spiritogre

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Das Wort "klingt" ist ausschlaggebend. Und ich kenne im Gegenzug andere Läden nicht. Aber ich kann zumindest für meine Redaktion sprechen.
Ausschlaggebend ist nun einmal das abgelieferte Produkt.

Danke. Unsere Previews als Werbetexte abzustempeln finde ich ungerecht. Lies mal meine Vorschau über Splinter Cell: Blacklist und überlege, ob das Werbung oder Kritik ist. Ich verstehe den Unmut, wenn Vorschau-Artikel sich oft "zu glatt" lesen. Der Grund ist aber niemals Absprache mit Publishern, Angst und bestimmt kein Koffer mit Geld. Ein guter Artikel benötigt Zeit, Recherche und genügend Informationen. Beides (das weißt du ja, wenn du Redakteur bist) ist nicht immer vorhanden.
Wenn nicht genügend Infos zu einem Spiel vorhanden sind, dann sollte man keine Preview machen sondern maximal eine kleine News.
Und das sich viele Previews wie Werbetexte lesen, dafür kann ich ja nichts. Ohne deinen Blacklist-Artikel gelesen zu haben, wenn er kritisch Dinge hinterfragt, gut so! Weiter so! Mehr davon! :)

Schon wieder. Nein. Wir richten uns nicht nach dem Massengeschmack, ob du es glaubst oder nicht. Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass es fast egal ist, wo die Wertung eines Redakteurs hinführt. Eine Lesergruppe fühlt sich IMMER betrogen/vernachlässigt/verkauft.
Wie kann dann D3 z.B. eine 90er kriegen? ^^
Und natürlich fühlt sich immer irgendwer auf den Schlips getreten. Da muss man dann leider versuchen über den Dingen zu stehen und zu seinen Wertungen.

Ja. Im Live-Betrieb. Wenn du den Test gelesen hättest (oder Blizzards Firmenpolitik kennen würdest), dann wüsstest du, dass Blizzard-Spiele nicht im Vorfeld spielbar sind. Wir konnten Diablo 3 also erst spielen, als es der Rest der Welt auch konnte. Nennt sich Live-Betrieb. Und wenn ich mich recht erinnere, gehen die Tester sehr wohl auf Fehler 37 ein.
Und das führte in Verbindung mit dem Onlinezwang für ein 50 Prozent Singleplayer-Offlinespiel nicht zu einer Abwertung? Ts,...

Alles, denn deine Fakten sind Vermutungen.
Nunja, aber das lesen von Spieletests und Previews, nicht nur von euch, das muss ich noch einmal klar sagen, ich spreche hier von praktisch der gesamten Branche, ist doch recht eindeutig.
 

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Welche Artikel meinst du denn, die beeinflusst werden?
Tests? Vorschau?
Eine Vorschau ist eine Vorschau mit einem Eindruck. Da wird ja nichts bewertet, also kann man auch nicht beeinflusst werden.
Ein Test entsteht ja in der Regel noch bevor es genug Spieler-Meinungen gibt. Da kommen dann die Beschwerden erst, wenn der Test schon lange geschrieben wurde. Also da ist es für Beeinflussung schon zu spät.

Und inwiefern beeinflussen die Hersteller die Artikel? Werde doch mal konkreter. Meinst du Bestechung? Oder meinst du die Angst nicht mehr mit Probeversionen versorgt zu werden (ich glaube sowas hattest du schon mal angedeutet, kann mich aber auch irren)?

Seufz, ja es geht in erster Linie allgemein um Vorschauen, die sich eben häufig, sehr wie von den Publishern selbst verfasste Artikel lesen und nicht wie die einer unabhängigen Instanz. Natürlich gilt, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Diese Entwicklung begann schon vor knapp zehn Jahren, ist also auch nicht so neu. Aber gefühlt wurde es halt immer schlimmer.

Was die Tests und die Meinungen angeht. Bestes Beispiel ist doch D3. Da muss man also kein Wahrsager sein, um vorab zu wissen, wie populär ein Spiel ist. Der Zusammenbruch dieses Kartenhauses dank Blizzards Politik hat dann die Meinung in großen Teilen geändert, was z.B. die Gamestar dazu veranlasst hat, ihre Wertung um 5 Punkte(!) abzuwerten. Wenn das nicht deutlich zeigt, wie Wertungen von den "Fans" oder "Kritikern" beeinflusst werden, was dann!? Wie ich oben auch schon mal schrieb, glaubst du wirklich ein hässliches kleines Spiel wie Diablo 3 hätte solche Wertungen (90) kassiert, wenn es "Slayer" heißen würde und vom kleinen unbekannten russischen Entwickler "Vladimir" kommen würde und niemad es vorher gekannt hätte? Glaubst du das wirklich?
 

Mothman

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Wieso "seufzt" du denn ständig? :B

Wenn das nicht deutlich zeigt, wie Wertungen von den "Fans" oder "Kritikern" beeinflusst werden, was dann!?
Das habe ich ja auch schon geschrieben: Die PCG wertet aber (zumindest nicht das ich wüsste) nichts ab, sondern steht zu ihrer Wertung. Bin ich hier bei Gamestar?
Schere doch nicht alle über einen Kamm!

Wie ich oben auch schon mal schrieb, glaubst du wirklich ein hässliches kleines Spiel wie Diablo 3 hätte solche Wertungen (90) kassiert, wenn es "Slayer" heißen würde und vom kleinen unbekannten russischen Entwickler "Vladimir" kommen würde und niemad es vorher gekannt hätte? Glaubst du das wirklich?
Möglich. Eventuell sogar eine noch bessere Wertung, weil es dann ein Überraschungshit geworden wäre und niemand hohe Erwartungen gehabt hätte. ;)
Diablo 3 bietet doch etliche Stunden (wesentlich mehr, als viele viele andere Spiele) Spielspaß. Gut, es kann evtl. für viele nicht mit dem Vorgänger mithalten und schwächelt, wenn man es wirklich intensiv (>150 Stunden oder so) spielt. Aber wäre das von einem namenlosen Entwickler gekommen, wäre das ein extrem gutes Debut.
 

Spiritogre

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Wieso "seufzt" du denn ständig? :B
Weil ich mich eigentlich nur wiederhole ...

Das habe ich ja auch schon geschrieben: Die PCG wertet aber (zumindest nicht das ich wüsste) nichts ab, sondern steht zu ihrer Wertung. Bin ich hier bei Gamestar?
Schere doch nicht alle über einen Kamm!
Ich schere nicht über einen Kamm, ich sprach von Anfang an generell vom Spieletest-Markt und nicht explizit von PC Games.
Zur Wertung stehen ist eine Sache, einzugestehen, dass ein Spiel doch keine 90 Wert ist, eine völlig andere ... wobei man im Fall Gamestar eben gleich sagen muss, das sie sich hat vom Hype mitreißen lassen und das Spiel auch nicht ausführlich genug, sprich der ausschlaggebende Inferno-Modus, getestet hat.


Möglich. Eventuell sogar eine noch bessere Wertung, weil es dann ein Überraschungshit geworden wäre und niemand hohe Erwartungen gehabt hätte. ;)
Diablo 3 bietet doch etliche Stunden (wesentlich mehr, als viele viele andere Spiele) Spielspaß. Gut, es kann evtl. für viele nicht mit dem Vorgänger mithalten und schwächelt, wenn man es wirklich intensiv (>150 Stunden oder so) spielt. Aber wäre das von einem namenlosen Entwickler gekommen, wäre das ein extrem gutes Debut.
Haha, ja, das möchte man einem unbekannten Entwickler wünschen. Wird aber wohl nicht passieren. Alleine für die Grafik hätte es schon ordentlich Punkteabzug gegeben, sodass der Titel nicht mehr auf 90 gekommen wäre.
Und wieviel Stunden einige Leute, aus welchen Gründen auch immer, in ein Spiel stecken, das kann nicht ausschlaggebend sein. Es gibt auch Leute, die spielen 70er Titel viele hundert Stunden, wenn sie von ihnen, noch mal, wieso auch immer, begeistert sind.

Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Diablo 3, es ist, im Vergleich zu ähnlichen Titeln, sicherlich ein guter 80er. Nur wie Robert ja indirekt zugegeben hat, hätte man dem Spiel irgendwas im 80er-Bereich gegeben, dann hätte es einen riesen Shitstorm gegeben. Tja, und jetzt im Nachhinein, nachdem festgestellt wurde, dass das Spiel doch nicht so toll ist, gibt es den Shitstorm, weil es kein 80er geworden ist. Was eben Beleg für meine These ist, dass sich Spieletests sehr nach der vermeintlichen allgemeinen Spielermeinung richten.
 
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PeterBathge

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Seufz, ja es geht in erster Linie allgemein um Vorschauen, die sich eben häufig, sehr wie von den Publishern selbst verfasste Artikel lesen und nicht wie die einer unabhängigen Instanz. Natürlich gilt, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Diese Entwicklung begann schon vor knapp zehn Jahren, ist also auch nicht so neu. Aber gefühlt wurde es halt immer schlimmer.

Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Der einzige Grund für diesen Eindruck, der mir einfallen könnte: Früher schickte die Publisher viel öfter Vorabversionen in die Redaktionen. Dann konnten die Journalisten wochenlang reinspielen und sich einen fundierten Eindruch bilden. Heutzutage gibt es das immer seltener. Die meiste Vorschauen basieren auf Events, wo wir eine Präsentation des Spiels gezeigt bekommen oder selbst spielen dürfen - meist dann aber in einem engen Zeitrahmen. Und natürlich tragen die Hersteller Sorge, dass man bei diesen Events möglichst nur die guten Seiten des Spiels zu sehen bekommt. Ergo fällt es schwer, vorab negative Punkte an einem Spiel auszumachen - dennoch erwähnen wir diese wie ich finde sogar sehr häufig, wenn wir auf sie aufmerksam werden. Aktuelle Beispiele: Roberts Splinter Cell-Preview, der Far Cry 3-Artikel von Viktor und mir im aktuellen Heft. Ich erinnere mich auch noch an eine Modern Warfare 3-Vorschau, die ziemlich hart mit dem Spiel ins Gericht ging (auch von Robert).

Ich glaube, es würde der Diskussion gut tun, wenn du unser Heft tatsächlich mal liest und dann anhand von Beispielen aufzeigst, wo wir deiner Meinung nach zu "Publisher-abhängig" schreiben. Ist ja durchaus wertvolle Kritik, wenn sie denn vernünftig rübergebracht wird.

Der Zusammenbruch dieses Kartenhauses dank Blizzards Politik hat dann die Meinung in großen Teilen geändert, was z.B. die Gamestar dazu veranlasst hat, ihre Wertung um 5 Punkte(!) abzuwerten. Wenn das nicht deutlich zeigt, wie Wertungen von den "Fans" oder "Kritikern" beeinflusst werden, was dann!?

Ich stimme dir zu. Aber in dem Punkt, dass meiner Meinung nach die geschätzten Kollegen aus München eingebrochen sind und sich mit der Abwertung den "Fans" anbiedern, die aus reinem Irrsinn ein fantastisches Spiel schlecht reden.
Wie ich oben auch schon mal schrieb, glaubst du wirklich ein hässliches kleines Spiel wie Diablo 3 ...

Äh, was? Diablo 3 ist ein großartiges Spiel, das liebevoll in jahrelanger Kleinstarbeit von Blizzard erstellt wurde, das Potenzial für hunderte unterhaltsame Stunden Spielspaß bietet. Es ist weder hässlich noch klein. Wie alle populären Spiele spaltet es nunmal die Community. Schau dir Call of Duty an. Ein handwerklich exzellentes Spiel, das sich wie geschnitten Brot verkauft - aber ein Teil der Spielerschaft hasst es offensichtlich für diesen Erfolg.

Wie die Kollegen schon gestern im Podcast gesagt haben: Wir stehen zu unserer Wertung. Diablo 3 hat die 91 verdient. Punkt. Deine ganzen Argumente haben wir in anderer Form schon zigmal im Diablo 3-Test-Thread durchgekaut. Da kannst du unsere Antworten nachlesen.
 

PeterBathge

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Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Diablo 3, es ist, im Vergleich zu ähnlichen Titeln, sicherlich ein guter 80er. Nur wie Robert ja indirekt zugegeben hat, hätte man dem Spiel irgendwas im 80er-Bereich gegeben, dann hätte es einen riesen Shitstorm gegeben. Tja, und jetzt im Nachhinein, nachdem festgestellt wurde, dass das Spiel doch nicht so toll ist, gibt es den Shitstorm, weil es kein 80er geworden ist. Was eben Beleg für meine These ist, dass sich Spieletests sehr nach der vermeintlichen allgemeinen Spielermeinung richten.

Lies dir Roberts Anmerkung und deinen zitierten Absatz nochmal in Ruhe durch und dann wirf bitte mir nochmal vor, ich würde mir deine Worte so zurechtlegen, wie es mir gerade passt. Denn genau das hast DU gerade getan.
 
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Vordack

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@Spiritogre

Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie Du 15 Jahre Redi gewesen sein sollst bei dem was Du hier schreibst. Wenn das so ist dann sollten Dir die Probleme bei einer möglichst Objektiven Bewertung bei einem subjektiven Inhalt bekannt sein.

Die Grafik von D3 ist 1A. Jeder der etwas anderes behauptet sollte sich mal darüber im klaren sein daß Grafik mehr ist als DX12 und möglichst viele Polygone, 3D und AA AF und so weiter. Diablo ist ein Kunstwerk, ähnlich wie es WOW damals war. Es passt alles und es ist Detailverliebt und es ist genauso wie ich es wollte. Du hast bestimmtauch gemeint die Grafik von DN4EVER war unter aller Kanone nicht?

Meine Vermutung, denn zu mehr würde ich bei einem Thema welches ich nicht gelernt haben nicht wagen, ist dass das Spielprinzip vonm Diablo 2 von vielen Spielern über die Jahre vergöttert wurde, was D3 automatisch zu einer Entäuschung macht. Leute die über 100 Stunden D3 zocken und sich dann beschweren haben definitiv zu viel Freizeit oder kein Sinn zur Relation. Das Spielprinzip von D3 ist halt veraltet. Mir bringt es noch höllisch Spaß aber nur, weil ich genau das erwartet habe.
 

Spiritogre

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Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Der einzige Grund für diesen Eindruck, der mir einfallen könnte: Früher schickte die Publisher viel öfter Vorabversionen in die Redaktionen. Dann konnten die Journalisten wochenlang reinspielen und sich einen fundierten Eindruch bilden. Heutzutage gibt es das immer seltener. Die meiste Vorschauen basieren auf Events, wo wir eine Präsentation des Spiels gezeigt bekommen oder selbst spielen dürfen - meist dann aber in einem engen Zeitrahmen. Und natürlich tragen die Hersteller Sorge, dass man bei diesen Events möglichst nur die guten Seiten des Spiels zu sehen bekommt. Ergo fällt es schwer, vorab negative Punkte an einem Spiel auszumachen ...
Genau das ist doch eines der Probleme die ich ankreide! Die Zeitschriften sind für die Publisher nicht mehr wichtig genug, dass ihr sagen könnt: "sorry, wir schauen uns das nur bei uns ohne eure wachen Augen an und machen uns unser eigenes Bild." Wenn ihr das tätet, bzw. alle Testmagazine das täten, dann wäre vielleicht ein kleines Druckmittel da, denn die Previews sind natürlich herrliche Werbung für Publisher, auch wenn sie kritisch sind, schlechte Werbung ist besser als gar keine Werbung.
Aber leider haben die Publisher scheinbar soviel Macht über die gesamte Spieletesterlandschaft, dass sie tun und lassen können, was sie wollen.

Ich glaube, es würde der Diskussion gut tun, wenn du unser Heft tatsächlich mal liest und dann anhand von Beispielen aufzeigst, wo wir deiner Meinung nach zu "Publisher-abhängig" schreiben. Ist ja durchaus wertvolle Kritik, wenn sie denn vernünftig rübergebracht wird.
Was ist z.B. mit dem Test zu SWToR? Klingt wie eine einzige Lobeshymne wo Kritikpunkte auch gleich wieder relativiert werden, löbliche Ausnahme ist da zufällig gerade Robert Horns Meinungskasten, wo immerhin der Hauch von Kritik aufkommt.

Ich stimme dir zu. Aber in dem Punkt, dass meiner Meinung nach die geschätzten Kollegen aus München eingebrochen sind und sich mit der Abwertung den "Fans" anbiedern, die aus reinem Irrsinn ein fantastisches Spiel schlecht reden.

Äh, was? Diablo 3 ist ein großartiges Spiel, das liebevoll in jahrelanger Kleinstarbeit von Blizzard erstellt wurde, das Potenzial für hunderte unterhaltsame Stunden Spielspaß bietet. Es ist weder hässlich noch klein.
War das jetzt Ironie? Ich hoffe ...

Wie alle populären Spiele spaltet es nunmal die Community. Schau dir Call of Duty an. Ein handwerklich exzellentes Spiel, das sich wie geschnitten Brot verkauft - aber ein Teil der Spielerschaft hasst es offensichtlich für diesen Erfolg.
Eben, und diesen Neidern darf man auch auf keinen Fall nachgeben!

Wie die Kollegen schon gestern im Podcast gesagt haben: Wir stehen zu unserer Wertung. Diablo 3 hat die 91 verdient. Punkt. Deine ganzen Argumente haben wir in anderer Form schon zigmal im Diablo 3-Test-Thread durchgekaut. Da kannst du unsere Antworten nachlesen.
Wieviel habt ihr Risen 2 gegeben? Noch so ein Teil, das i.d.R. völlig überbewertet ist. Ähem, ich hoffe du explodierst nicht gleich vor Wut ...
 

Spiritogre

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@ Vordack:
Die braunen Matschtexturen, bzw. einfarbigen Flächen von z.B. Holzbrettern hast du wohl nicht gesehen? Auch besseres AF und AA hätten dem Titel wirklich gut zu Gesicht gestanden. Ich mag keine Pixeltreppen mehr in meinen Spielen sehen, die Zeiten sind lange vorbei.

Und sorry, wir sind im Jahr 2012 nicht im Jahr 2004. Wenn ein Spiel 90 will, dann muss es in ALLEN Bereichen Top sein.
 

PeterBathge

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Genau das ist doch eines der Probleme die ich ankreide! Die Zeitschriften sind für die Publisher nicht mehr wichtig genug, dass ihr sagen könnt: "sorry, wir schauen uns das nur bei uns ohne eure wachen Augen an und machen uns unser eigenes Bild." Wenn ihr das tätet, bzw. alle Testmagazine das täten, dann wäre vielleicht ein kleines Druckmittel da, denn die Previews sind natürlich herrliche Werbung für Publisher, auch wenn sie kritisch sind, schlechte Werbung ist besser als gar keine Werbung.
Aber leider haben die Publisher scheinbar soviel Macht über die gesamte Spieletesterlandschaft, dass sie tun und lassen können, was sie wollen.

Du wirst lachen, wir haben 2011 ein Meeting abgehalten, wo sich die Redaktion darauf verständigt hat, wie die Ausrichtung der PCG in diesem Jahr aussehen soll. Darunter war auch der Punkt: mehr Druck auf Publisher ausüben, auf Hands-on-Zeit bestehen. Wir wollen das also durchaus auch selbst machen! Aber du schreibst es ja selbst: "wenn alle Testmagazine das täten" Tja, es tun nicht alle Testmagazine. Es tut tatsächlich gar kein Testmagazin.
Du magst jetzt sagen: Dann traut euch doch mal was und geht mutig vorneweg. Klar, würden wir gerne machen. Wenn du uns garantierst, dass unsere Heftverkäufte dadurch sprunghaft ansteigen würden. Denn die Vergangenheit hat gezeigt: Die große Mehrheit der Leser juckt all das kein Stück. Wir würden innerhalb eines halben Jahres aufhören zu existieren, weil die Leute über neue Spiele informiert werden wollen. Und diese Informationen gibt es eben nur bei den Publishern - die Zeiten, in denen ein Redakteur einfach mal so Peter Molyneux anrufen konnte, damit der ihm erklärt, wie man dem Haustier in der Black&White-Previewversion das Halsband anlegt, sind vorbei. Das ist traurig, aber auch ganz normal in einer Branche, die immer professioneller und riskanter wird, in die zunehmend gigantische Millionenbeträge investiert werden und in der eine falsche Entscheidung hunderten Menschen den Job kosten kann.

ABER: Bitte dreh mir aus dieser Aussage nicht wieder einen Strick und behaupte, deshalb wären wir nicht journalistisch unabhängig. Beispiel: Max Payne 3 durfte Robert vor Release anspielen, sowohl auf PC als auch Konsole. In der PCG durfte er aber nur über den Level schreiben, den er auf dem PC gespielt hat. Total irrsinnig, aber Teil von Rockstars Pressestrategie. Er hat das aber nicht einfach hingenommen, sondern das öffentlicht gemacht und diese PR-Schikane angeprangert. Und genauso machen wir es immer, wenn uns ein Publisher zu bevormunden versucht. Wir sagen klipp und klar, ob wir ein Spiel gespielt haben oder nicht. Und im Test kommt dann am Ende ohnehin die Wahrheit heraus, dann kann uns kein Publisher mehr irgendetwas vorschreiben, dann schreiben wir völlig unbeeinflusst unsere Meinung nieder. Wenn die manch einem nicht passt oder er sie nicht versteht - tja, es ist eben nicht jeder der gleichen Meinung. Das ist aber noch lange kein Indiz für irgendwelche anrüchigen Hinter-den-Kulissen-Deals.

Was ist z.B. mit dem Test zu SWToR? Klingt wie eine einzige Lobeshymne wo Kritikpunkte auch gleich wieder relativiert werden, löbliche Ausnahme ist da zufällig gerade Robert Horns Meinungskasten, wo immerhin der Hauch von Kritik aufkommt.

Okay, da kann ich leider nichts zu sagen, ich spiele keine Online-Rollenspiele.

War das jetzt Ironie? Ich hoffe ...

Ähm ... nein? Ich finde, Diablo 3 ist ein tolles Spiel. Wieso ist meine Meinung jetzt weniger wert als deine?

Eben, und diesen Neidern darf man auch auf keinen Fall nachgeben!

Na was denn nun? Eben hast du uns noch vorgeworfen, wir würden uns den Publishern anbiedern, jetzt implizierst du, wir würden uns den Fans anbiedern? Hä?

Wieviel habt ihr Risen 2 gegeben? Noch so ein Teil, das i.d.R. völlig überbewertet ist. Ähem, ich hoffe du explodierst nicht gleich vor Wut ...

Ich explodiere nicht, keine Sorge. Bin schließlich im Urlaub :)
Risen 2 hat ne 86 bekommen. Auch zu dieser Wertung habe ich schon lang und breit Stellung bezogen, siehe den Link weiter oben zum Risen 2-Thread. Stehe ich immer noch zu.
 

Spiritogre

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Du wirst lachen, wir haben 2011 ein Meeting abgehalten, ...

... Er hat das aber nicht einfach hingenommen, sondern das öffentlicht gemacht und diese PR-Schikane angeprangert. Und genauso machen wir es immer, wenn uns ein Publisher zu bevormunden versucht. Wir sagen klipp und klar, ob wir ein Spiel gespielt haben oder nicht.
Alles wirklich löblich und so gehört es sich auch.
Die Frage ist, mit euren 60.000 verkauften Exemplaren steht ihr sowieso ziemlich mit dem Rücken zur Wand, vielleicht wäre also ein Umkrempeln noch mal ein Versuch, der auch nicht weiter schaden könnte!?

Und im Test kommt dann am Ende ohnehin die Wahrheit heraus, dann kann uns kein Publisher mehr irgendetwas vorschreiben, dann schreiben wir völlig unbeeinflusst unsere Meinung nieder. Wenn die manch einem nicht passt oder er sie nicht versteht - tja, es ist eben nicht jeder der gleichen Meinung. Das ist aber noch lange kein Indiz für irgendwelche anrüchigen Hinter-den-Kulissen-Deals.
Ich gehe auch nicht davon aus, dass ihr euch da reinreden lässt, auch wenn die Branche allgemein da nicht mehr ganz unbefleckt ist. War da nicht mal was mit einem Ubisoft-Deal vor ein paar Jährchen? Auch die eine oder andere versprochene Titelstory fällt mir so dunkel ein.
Ich bleibe aber dennoch der Ansicht, dass ihr als Tester dennoch die Leser bei der Wertungsfindung im Hinterkopf habt.

Ähm ... nein? Ich finde, Diablo 3 ist ein tolles Spiel. Wieso ist meine Meinung jetzt weniger wert als deine?
Habe ich gesagt, ich finde D3 nicht gut? Lies meine Preview ... ^^

Eine Aussage wie "in jahrelanger liebevoller Kleinarbeit" klingt für mich, insbesondere im Hinblick auf die Balance-Schwächen im Inferno irgendwie wie blanker Hohn! Zumindest aber für Unfähigkeit. Andere Hersteller, mit weitaus weniger Resourcen, stemmen so ein Projekt in zwei Jahren und nicht in zehn ...

Na was denn nun? Eben hast du uns noch vorgeworfen, wir würden uns den Publishern anbiedern, jetzt implizierst du, wir würden uns den Fans anbiedern? Hä?
Schau doch mal in meinen Eingangspost. Previews = Werbetexte für Publisher, Wertungen von "warum auch immer Hypetiteln" mit Blick auf die "Fans" bzw. "Hater". Darum diskutieren wir hier doch so fleißig.

Ich explodiere nicht, keine Sorge. Bin schließlich im Urlaub :)
Risen 2 hat ne 86 bekommen. Auch zu dieser Wertung habe ich schon lang und breit Stellung bezogen, siehe den Link weiter oben zum Risen 2-Thread. Stehe ich immer noch zu.
Muss ich wohl oder übel dann mal reinschauen. Hast du es mit Patch gespielt, der dieses Flackern abschaltete und die Kämpfe erträglich machte?

Dazu kann ich noch anhängen, bei Spielen aus Deutschland sollte jeder Leser sowieso noch fünf Prozent Deutschlandbonus von den Wertungen abziehen ... ^^ aber das ist auch schon immer so gewesen ...

PS: Hoffe, du kannst deinen Urlaub noch genießen!
 
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PeterBathge

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Eine Aussage wie "in jahrelanger liebevoller Kleinarbeit" klingt für mich, insbesondere im Hinblick auf die Balance-Schwächen im Inferno irgendwie wie blanker Hohn! Zumindest aber für Unfähigkeit. Andere Hersteller, mit weitaus weniger Resourcen, stemmen so ein Projekt in zwei Jahren und nicht in zehn ...

Meiner Ansicht nach gibt es da einfach ein Verständnisproblem: Blizzard hat drei Schwierigkeitsgrade geliefert. Normal, Albtraum, Hölle. Genau wie in Diablo 2. Da haben sie die Spieler zehn Jahre bei der Stange gehalten. Inferno kam da noch oben drauf - als oberschwerer, quasi nicht schaffbarer Zusatzmodus. Den hat Blizzard extra schwer gemacht, ja sogar unfair, das stimmt. Was die Leute nicht kapieren: Das ist kein Balancing-Problem, das war Absicht! Siehe hier:
http://www.pcgames.de/Diablo-3-PC-2...gen-am-Schwierigkeitsgrad-Inferno-vor-875763/
. Bis dato war bekannt, dass es im Inferno-Modus jeweils nur einen leichten Anstieg der Gegner-Schwierigkeit von Akt 1 bis Akt 4 geben sollte - alle Monster besäßen die gleiche Stufe, hieß es bisher von Blizzard. Nach der Änderung soll es nun jedoch in Akt 3 und Akt 4 ordentlich zur Sache gehen. Laut Bashiok hat man den Schwierigkeitsgrad deutlich nach oben geschraubt - das Level der Widersacher soll demnach im Verlauf des Spiels steigen.Blizzard will mit der Änderung am Inferno-Modus von Diablo 3 sicherstellen, dass für jeden Spielertyp eine Herausforderung geschaffen wird und sich der Fortschritt im Hack'n'Slay gut anfühlt: "Wir wissen, dass Spieler Ziele brauchen, auf die sie hinarbeiten können. Wir haben Akt 3 und Akt 4 wirklich brutal schwer gemacht - ausschließlich für die besten Elite-Spieler", so Bashiok
Und hier:
Diablo 3: Blizzard im Video über die Albtraum-, Hölle- und Inferno-Modi - Herausforderungen für Profis
Danach geht es, sollte man den Albtraum überlebt haben, in den Hölle-Modus und von dort aus ins Inferno. Hier sei die Herausforderung ungleich höher als in allen bisherigen Modi. Spieler müssten hier die Statistiken immer im Auge behalten und dafür sorgen, dass die Rüstung hält. Ansonsten wird man von einem einzigen Angriff überrumpelt und über den Jordan geschickt – ein sogenannte One-Shot also.
Und hier:
Diablo 3: Video-Interview von der Gamescom - Auktionshaus, Online-Zwang, Inferno und mehr
Jay Wilson, Lead Designer von Diablo 3, sagte im Gespräch [..] Ebenfalls interessant: der Inferno-Schwierigkeitsmodus. "Der ist so schwer, dass du im dritten Schwierigkeitsmodus schon ziemlich lange verweilen musst, um deinen Charakter möglichst gut auszustatten. Erst dann seid ihr bereit, auch im Inferno-Modus zu bestehen."
Schau doch mal in meinen Eingangspost. Previews = Werbetexte für Publisher, Wertungen von "warum auch immer Hypetiteln" mit Blick auf die "Fans" bzw. "Hater". Darum diskutieren wir hier doch so fleißig.
Okay, hab deine ursprüngliche Aussage mit der Zeit etwas aus den Augen verloren :)
Meine Aussage bleibt aber im Kern bestehen: Wir lassen uns von sowas nicht beeinflussen. Es gibt beim CoD-Test keine Überlegung: Oh, wenn wir jetzt keine 90 geben, kriegen wir Beschwerden von den ganzen Spielern. Wie Rob schon sagte: Es beschwert sich ohnehin immer irgendjemand. Also machen wir von vornherein unser eigenes Ding.

Muss ich wohl oder übel dann mal reinschauen. Hast du es mit Patch gespielt, der dieses Flackern abschaltete und die Kämpfe erträglich machte?
Nein, das war noch die Version ohne Patch. Über ein paar Prozentpunkte kann man bei Risen 2 meiner Ansicht nach gerne streiten,, aber die Grundaussage, dass es ein gutes, atmosphärisches Spiel ist, gilt meiner Ansicht nach weiterhin. Deshalb bin ich ja auch dafür, Wertungen komplett abzuschaffen - die Infos im Text und der anschließende Meinungskasten sind mehr als ausreichend, um den Leser zu informieren. Und gerade diese abstrakten Zahlen ganz am Ende des Tests sind es ja dann, an denen sich immer wieder Leute aufhängen (egal ob Fans oder Hatzer). Das wirklich Kuriose ist aber, dass die Leute ohne dieses "Aufregungs-Potenzial" offenbar auch nicht leben können. Ein Testmagazin ohne Wertungen dürfte ziemlich sicher den Bach runter gehen. Plattformen wie Metacritic zeigen ja, wie wichtig Wertungen den Spielern weiterhin sind. Schade :(
 

ViktorEippert

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Was ist z.B. mit dem Test zu SWToR? Klingt wie eine einzige Lobeshymne wo Kritikpunkte auch gleich wieder relativiert werden, löbliche Ausnahme ist da zufällig gerade Robert Horns Meinungskasten, wo immerhin der Hauch von Kritik aufkommt.

Und was ist mit den Artikeln, die Peter ansprach? Oder auch manch kritischerem Test? Port Royale 3, MM: Heroes 6 oder The Witcher 2 fallen mir da zum Beispiel auf Anhieb ein. Warum nicht die Sache als Ganzes betrachten und auch mal differenzieren? Das gilt sicherlich auch für andere Publikationen, wobei ich natürlich nur für unsere sprechen kann. Bisher lese ich nur, dass du hier und da anderer Meinung bist als wir (zu D3 z.b.), dich aber darüber beschwerst, dass Magazine im allgemeinen "nicht mehr frei nach Schnauze" werten. Ist es denn wirklich so abwegig, dass wir bei manchen Spielen (denn wie gesagt - es gibt oft genug eben auch kritische Tests + Wertungen) einfach von deren Spielspaß überzeugt sind?
Diverse Postings zuvor sagest du noch, du kennst den Unterschied zwischen objektiver Qualität und subjektiver Wahrnehmung. Das deckt sich aber irgendwie nicht ganz damit, dass du bei manchen Themen (D3, Risen 2, etc) keine anderen Standpunkte anerkennst.
 

golani79

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Die braunen Matschtexturen, bzw. einfarbigen Flächen von z.B. Holzbrettern hast du wohl nicht gesehen? Auch besseres AF und AA hätten dem Titel wirklich gut zu Gesicht gestanden. Ich mag keine Pixeltreppen mehr in meinen Spielen sehen, die Zeiten sind lange vorbei.

Und sorry, wir sind im Jahr 2012 nicht im Jahr 2004. Wenn ein Spiel 90 will, dann muss es in ALLEN Bereichen Top sein.

Ist vielleicht deine Meinung - ich kann durchaus auch mit Spielen leben, die nen anderen Artstyle haben und nicht auf Highpoly und Realismus abzielen.

Und wenn du hier einfarbige Holztexturen und Pixeltreppen siehst, dann würde ich dir empfehlen, nochmal genauer hinzuschauen:
Screenshot002.jpg
 

Spiritogre

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@Peter Bathke:
Ist es denn nicht gerade der Inferno-Modus, der die Spieler über Jahre an den Titel fesseln soll? Hätte Blizzard da nicht eine bessere Balance, z.B. ein höheres Levelcap, brauchbare Items, einbauen sollen?

Was die Wertungen angeht, ein Schritt wäre z.B. nur zehn oder 20 Wertungspunkte zu haben, meinetwegen in fünf Prozent Schritten. Dann würde zumindest das Feilschen um einen oder zwei Punkte wegfallen.
Ansonsten schrieb ich ja auch schon, dass ich selbst z.B. keine Wertungen gebe, weil ich das auch nicht sooo toll finde. Effektiv interessiert ein Titel einen Spieler oder eben nicht.

@Vik86:
Vielleicht hast du es missverstanden? Ich sprach von bestimmten Titeln, die Aufgrund der Fanerwartungen oder des generierten Hypes oder eines sonstigen "Bonusses" zumindest im Hinterkopf des Testers eine bestimmte Wertung erreichen müssen. Die von dir genannten Titel sprechen entweder nur eine recht kleine Zielgruppe an und sind den meisten Spielern eh egal oder schüren im Voraus nicht diese hohe Erwartungshaltung. Von einem CD Project RED erwarten die meisten Spielefans nicht so viel, wie es bei einem Blizzard- oder Bioware-Spiel der Fall ist.

Ich habe auch nie gesagt, dass ihr nicht kritisch testet! Aber viele Tests bestimmter Spiele hinterlassen nun einmal den Eindruck, dass man es sich nicht mit den Fans verscherzen wollte. Siehe eben D3 oder Risen 2 oder Star Wars The old Republic. Alles wie gesagt keine schlechten Spiele, im Gegenteil, sogar wirklich gute Spiele. Die Frage ist eben, hätten sie ohne die Boni auch solch eine Wertung bekommen? Und das bezweifle ich eben.

Wobei 86 für ein gepatchtes Risen unter Umständen durchaus in Ordnung gehen kann. Allerdings auch hier, die Fans, die diese Titel spielen, die können sicher viele Fehler und Macken auch verzeihen. Aber ein Fan wäre unter Umständen auch mit einem 70er Titel hoch zufrieden! Das macht die Wertungsfindung ja so doof!
 

Spiritogre

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Ist vielleicht deine Meinung - ich kann durchaus auch mit Spielen leben, die nen anderen Artstyle haben und nicht auf Highpoly und Realismus abzielen.
Klar, kein Problem. Nur muss die Grafik dann trotzdem vergleichbar zu anderen Spielen gewertet werden, die es viel, viel besser machen!

Und wenn du hier einfarbige Holztexturen und Pixeltreppen siehst, dann würde ich dir empfehlen, nochmal genauer hinzuschauen:Anhang anzeigen 3105
Ich habe das Spiel gespielt. Und wenn du mir so einen hübschen Screenshot vor die Nase knallst hat das genau Null Aussagekraft. Weil es schon im ersten Dungeon die von mir angesprochenen Matschtexturen zu Hauf gibt. Vielleicht kannst du das ignorieren, mir sind sie aber sofort ins Auge gestochen! Achte z.B. einfach mal auf die Holzbalken, die auf den Gängen sind. Das kann man heute einfach nicht mehr abliefern! Dann kann ich nämlich auch gleich meine PS2 wieder auspacken und brauch keine 50 Euro für ein neues Spiel ausgeben.
 
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