Tell Me Why im Test: Life-is-Strange-Macher überzeugen wieder

AlexBernhardt

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Limerick

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Ich beginne heute Abend Part II und muss sagen dass mich die erste Episode bereits in ihren Bann gezogen hat. Dontnod wissen wie man geschichten erzählt und atmosphärische Umgebungen Designed. Dazu noch im GamePass vertreten, einfach top!
 

Nyx-Adreena

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Ich beginne heute Abend Part II und muss sagen dass mich die erste Episode bereits in ihren Bann gezogen hat. Dontnod wissen wie man geschichten erzählt und atmosphärische Umgebungen Designed. Dazu noch im GamePass vertreten, einfach top!
Ging mir ähnlich. Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit der Geschichte um den Tod der Mutter weiter geht, was es mit dem wilden Jäger auf sich hat und wann es richtig übel wird. ;)
Und ich will den Soundtrack kaufen können. Bei Square gab es ja zuletzt immer eine physische Version mit Vinyl-Soundtrack, ob das nun so weiter geführt wird?
 
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Celerex

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Ich freu mich schon sehr auf das Spiel, aber wie auch bei den Life is Strange Spielen oder allen spielen von Telltale Games Titeln werde ich auch Tell Me Why erst angehen, wenn alle Episoden released wurden.
 

Herbboy

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Also übermorgen? :P

Ich hau jedem nem Bambusstab zur Strafe auf 50 mal auf den Hintern, wenn er oder sie heute mit Episode 1 anfängt, morgen mit Episode 2 und am Donnerstag mit Episode 3 und dann beim Spielen Mark Forster trällert "Heute, morgen und übermorgen!" :B
 

Bonkic

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warum landet der bub im knast, wenn er seine mutter in notwehr tötet?
vermutlich muss man dafür das spiel gespielt haben. :-D
 
TE
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AlexBernhardt

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Ach ist das dann wirklich schon komplett? Hab bei Release der ersten Episode mal kurz gegoogelt, aber nicht herausfinden können wann die letzte Episode erscheint.

Im Gegensatz zu Life is Strange mit fünf Episoden ist Tell Me Why nur mit drei Parts ausgestattet, die Geschichte ist dann damit auch zuende erzählt. Leider, ich würde auch gerne noch eine vierte und fünfte Episode begrüßen! Wobei es vermutlich die richtige Entscheidung war. Bevor sies künstlich in die Länge strecken habe ich lieber ein knackig kurzes Abenteuer.
 
C

Celerex

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Im Gegensatz zu Life is Strange mit fünf Episoden ist Tell Me Why nur mit drei Parts ausgestattet, die Geschichte ist dann damit auch zuende erzählt. Leider, ich würde auch gerne noch eine vierte und fünfte Episode begrüßen! Wobei es vermutlich die richtige Entscheidung war. Bevor sies künstlich in die Länge strecken habe ich lieber ein knackig kurzes Abenteuer.

Danke für die Info. Sehe ich aber genauso. Lieber eine kurze, aber gut erzählte Geschichte, als dass man das nochmal um eine oder zwei Episoden künstlich streckt. Dann werde ich aber in Kürze sicher zuschlagen.
 

Luuux

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Ist das Storytelling eher mit den Stärken von LiS1 zu vergleichen oder werden die moralischen Messages mit der Brechstange eingehämmert wie in LiS2? Interessant klingt es jedenfalls vor allem auch durch die untypische Hauptfigur. Nach LiS2 bin ich aber ein wenig vorsichtig, weil dort mMn die Story ziemlich darunter gelitten hat.
 

Wynn

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Ich hau jedem nem Bambusstab zur Strafe auf 50 mal auf den Hintern, wenn er oder sie heute mit Episode 1 anfängt, morgen mit Episode 2 und am Donnerstag mit Episode 3 und dann beim Spielen Mark Forster trällert "Heute, morgen und übermorgen!" :B

Wie wärs damit ?

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AlexBernhardt

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Ist das Storytelling eher mit den Stärken von LiS1 zu vergleichen oder werden die moralischen Messages mit der Brechstange eingehämmert wie in LiS2? Interessant klingt es jedenfalls vor allem auch durch die untypische Hauptfigur. Nach LiS2 bin ich aber ein wenig vorsichtig, weil dort mMn die Story ziemlich darunter gelitten hat.

Ich habe bisher LiS2 nicht gespielt, weshalb ich da den Vergleich wohl nicht ziehen kann. Nur LiS1 und Before the Storm. Ich würde aber behaupten, dass einem moralische Messages nicht reingedrückt werden. Die Handlungen der (Neben- und Haupt-) Charaktere sind eigentlich immer logisch (meiner Meinung nach aber natürlich nicht immer nachvollziehbar), weshalb dann immer Mal wieder Dilemmata entstehen. Höchstens wenn es um Tylers Geschlecht geht, zeigt Dontnod ziemlich eindeutig wie sie dazu stehen. Ich lehne mich jetzt aber mal weit aus dem Fenster und würde sagen: eher wie LiS1. Angaben aber natürlich ohne Gewähr :D
 

Nyx-Adreena

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Ich fand die politische Aussage bei LiS2 nicht schlimm, aber bei Tell Me Why ist sie schon dezenter. Aufgrund dessen, dass im Vorfeld oft primär über Tyler berichtet wurde, war ich auch unsicher, ob das Spiel thematisch was für mich ist oder ob es zu wenig Mystery bietet, aber nachdem ich durch die ersten beiden Episoden durch bin, kann ich da aus meiner Sicht Entwarnung geben.
Tatsächlich spielt Tylers Geschichte eine Rolle, denn diese soll das ganze Geschehen ja maßgeblich beeinflusst haben. Aber sie ist dafür ganz natürlich und unaufgeregt eingearbeitet. Für mich war das eine ganz schöne Gelegenheit, etwas mehr über das Thema zu erfahren. Und über die Tlingit. ;)
 

haep2

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"Mit einer Transgender-Person als spielbarem Protagonisten wagen sich Dontnod Entertainment in Tell Me Why an ein bisher stark unterrepräsentiertes Thema in der Gamingwelt heran. Laut Entwickler ist es sogar das erste Mal der Fall in einem AAA-Game."

Da haben sie sich aber gleich 2 mal verkalkuliert...
Erstens sind die Dontnod Spiele zwar sehr gut, aber eindeutig nicht AAA, was sich alleine schon im Preis widerspiegelt.
Und zweitens ist ihnen da Last of Us 2 mit Lily/Lev zuvor gekommen. In dem Spiel werden ja generell viele Ausprägungen der LGBTQ - Community aufgegriffen.
 
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AlexBernhardt

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"Mit einer Transgender-Person als spielbarem Protagonisten wagen sich Dontnod Entertainment in Tell Me Why an ein bisher stark unterrepräsentiertes Thema in der Gamingwelt heran. Laut Entwickler ist es sogar das erste Mal der Fall in einem AAA-Game."

Da haben sie sich aber gleich 2 mal verkalkuliert...
Erstens sind die Dontnod Spiele zwar sehr gut, aber eindeutig nicht AAA, was sich alleine schon im Preis widerspiegelt.
Und zweitens ist ihnen da Last of Us 2 mit Lily/Lev zuvor gekommen. In dem Spiel werden ja generell viele Ausprägungen der LGBTQ - Community aufgegriffen.

Ich bin bei The Last of Us Part 2 zwar noch nicht durch, aber ist der Charakter denn spielbar? Darauf haben sie sich nämlich bezogen. Und ja, AAA is jetzt meiner Meinung nach auch etwas überzogen, aber ich kenne jetzt auch nicht das offizielle Maß an Geld und Erfolg, den ein Spiel braucht um sich AAA zu nennen. :D
 

huenni87

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Ich bin bei The Last of Us Part 2 zwar noch nicht durch, aber ist der Charakter denn spielbar? Darauf haben sie sich nämlich bezogen. Und ja, AAA is jetzt meiner Meinung nach auch etwas überzogen, aber ich kenne jetzt auch nicht das offizielle Maß an Geld und Erfolg, den ein Spiel braucht um sich AAA zu nennen. :D

Das ist der Unterschied auf den sie sich berufen. TloU2 hatte einen Transgender Charakter aber nicht spielbar.
 

Luuux

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Ich habe bisher LiS2 nicht gespielt, weshalb ich da den Vergleich wohl nicht ziehen kann. Nur LiS1 und Before the Storm. Ich würde aber behaupten, dass einem moralische Messages nicht reingedrückt werden. Die Handlungen der (Neben- und Haupt-) Charaktere sind eigentlich immer logisch (meiner Meinung nach aber natürlich nicht immer nachvollziehbar), weshalb dann immer Mal wieder Dilemmata entstehen. Höchstens wenn es um Tylers Geschlecht geht, zeigt Dontnod ziemlich eindeutig wie sie dazu stehen. Ich lehne mich jetzt aber mal weit aus dem Fenster und würde sagen: eher wie LiS1. Angaben aber natürlich ohne Gewähr :D


Nur habe ich in meinem Kommentar ja explizit gesagt, dass es bei LiS1 nicht so war... LiS 1 >> LiS 2
Der zweite Teil hat sich nicht wirklich auf die großen Stärken des Erstlings besinnen können.

Ich fand die politische Aussage bei LiS2 nicht schlimm, aber bei Tell Me Why ist sie schon dezenter. Aufgrund dessen, dass im Vorfeld oft primär über Tyler berichtet wurde, war ich auch unsicher, ob das Spiel thematisch was für mich ist oder ob es zu wenig Mystery bietet, aber nachdem ich durch die ersten beiden Episoden durch bin, kann ich da aus meiner Sicht Entwarnung geben.
Tatsächlich spielt Tylers Geschichte eine Rolle, denn diese soll das ganze Geschehen ja maßgeblich beeinflusst haben. Aber sie ist dafür ganz natürlich und unaufgeregt eingearbeitet. Für mich war das eine ganz schöne Gelegenheit, etwas mehr über das Thema zu erfahren. Und über die Tlingit.

(Spoilers für LiS1/LiS2)

Ich fande die politischen Aussagen von LiS2 auch nicht "schlimm". Im Gegenteil. Nur haben mMn Story und Charaktere darunter gelitten, weil es sich so angefühlt hat, als wäre das Spiel irgendwie um diese Messages drumrumgeschrieben worden, ohne wirklich einen Plan zu haben wie. Es hat sich einfach nicht... "organisch" angefühlt. Schwer zu beschreiben. Das Ende von LiS1 Episode 2 war bspw. eine der krassesten Szenen, die ich je in einem Videospiel gesehen habe. Die "Message" war auch dort absolut eindeutig, aber dieser Höhepunkt hat sich organisch ergeben und war storytechnisch komplett nachvollziehbar. Vergleichbare Momente sucht man in LiS2 völlig vergebens. Die "Schockmomente" waren weitestgehend sehr vorhersagbar und wirkten zu bemüht, aber nicht gekonnt. Nach dem Motto "ja also wir brauchen jetzt noch fix irgendwas krasses, um einen Ortswechsel zu rechtfertigen".
LiS2-Spoiler: Oh, man wird dezent auf einen instabiles Möbelstück im Arbeitszimmer hingewiesen? Was da wohl passieren könnte? Ach, und zufällig kommt genau dann auch noch die Polizei vorbei? So was aber auch. Damit hätte ich jetzt üüüüberhaupt nicht gerechnet. So ging das halt gefühlt über den Großteil des Spiels...
 
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DarkSamus666

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Zebes
"Mit einer Transgender-Person als spielbarem Protagonisten wagen sich Dontnod Entertainment in Tell Me Why an ein bisher stark unterrepräsentiertes Thema in der Gamingwelt heran. Laut Entwickler ist es sogar das erste Mal der Fall in einem AAA-Game."

Da haben sie sich aber gleich 2 mal verkalkuliert...
Erstens sind die Dontnod Spiele zwar sehr gut, aber eindeutig nicht AAA, was sich alleine schon im Preis widerspiegelt.
Und zweitens ist ihnen da Last of Us 2 mit Lily/Lev zuvor gekommen. In dem Spiel werden ja generell viele Ausprägungen der LGBTQ - Community aufgegriffen.

Es gibt ein lesbisches Paar und einen Transgender-Charakter. Also sooo viele Ausprägungen sind es nicht.
Dass Spiele wie LiS oder eben das Getestete nicht AAA sind, sollte klar sein, zumindest wenn der Vergleich bei den Blockbustern liegt. Budget-Spiele und kleine indie-Games sind es aber auch nicht.
 

Nevrion

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Habe ich das richtig verstanden, dass man ausschließlich den Transgender-Charakter spielt und sein "Leidensweg" des Mann/Frau-Seins die Geschichte trägt oder ist da noch mehr Story drin? Auf den ersten Bildern und Szenen hatte ich sogar voreilig auf eine Inzest-Geschichte geschlussfolgert, aber da traut sich der Entwickler wohl noch nicht ran.
Generell habe ich gerade Zweifel ob mich der Transgender-Charakter als alleiniger Protagonist überhaupt tragen würde, denn ganz im ernst - damit kann ich mich eigentlich gar nicht identifizieren. Das war schon das große Manko an Life is Strange 2, bei dem ich auch nach 5 Episoden mit den Protagonisten und seinen stetig falschen Entscheidungen einfach nicht gut klar kam.
 

Herbboy

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Habe ich das richtig verstanden, dass man ausschließlich den Transgender-Charakter spielt und sein "Leidensweg" des Mann/Frau-Seins die Geschichte trägt oder ist da noch mehr Story drin? Auf den ersten Bildern und Szenen hatte ich sogar voreilig auf eine Inzest-Geschichte geschlussfolgert, aber da traut sich der Entwickler wohl noch nicht ran.
Generell habe ich gerade Zweifel ob mich der Transgender-Charakter als alleiniger Protagonist überhaupt tragen würde, denn ganz im ernst - damit kann ich mich eigentlich gar nicht identifizieren. Das war schon das große Manko an Life is Strange 2, bei dem ich auch nach 5 Episoden mit den Protagonisten und seinen stetig falschen Entscheidungen einfach nicht gut klar kam.

Ich bisher noch nicht lange gespielt, aber wenn ich nicht hier auf PCG gelesen hätte, dass ein Charakter Transgender ist, hätte ich das im Spiel bisher gar nicht gemerkt. Ich vermute, dass es eine wichtige Facette des Charakters ist, aber nicht ein Hauptpunkt in der Story, vor allem da er offensichtlich schon als Kind sein "wahres Ich" wahrnahm. Es ist geht nicht um jemanden, der erst als Erwachsener das wahre Geschlecht nach außen hin repräsentiert. Keine Ahnung, wie wichtig das Thema noch wird.


Ich persönlich finde btw nicht, dass man sich bei Games mit dem Charakter "identifizieren" muss. Man muss ihn verstehen, das ja. Vielleicht auch ein wenig wie er/sie sein wollen, wenn man in der gleichen Situation wäre, ihn also als eine Art Vorbild sehen, wenn man die gleiche Basis-Geschichte erleben würde. Aber identifizieren? Dann kann man etliche Games nicht spielen. Vor allem nicht in dem Sinne, dass der Charakter der eigenen Vita sehr ähnlich sein soll - dann könnte man 90% der Games mit Story an sich nicht spielen... ;)

Das Gegenteil ist der Fall: ich spiele gerne Charaktere, die ganz anders als ich sind, und bei Rollenspielen verhalte ich mich anders, als ich "in Echt" bin, falls das Game das zulässt. Und wenn mir alle Optionen, die das Spiel bietet, nicht gefallen, dann hab ich halt Pech gehabt und einen Fehlkauf erlebt. zB mal angenommen ich würde aus versehen ein Rollenspiel kaufen, in dem sich rausstellt, dass man nur die Wahl hat zwischen "Nach außen hin netter Rassist" und "Richtiges Arschloch-Rassist", würde ich halt dann deinstallieren. Natürlich unter der Annahme, dass das Rassist-Sein nicht nur eine Vorgeschichte ist, um einen Wandel anzuleiern. ;)
 

Nevrion

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Ich bisher noch nicht lange gespielt, aber wenn ich nicht hier auf PCG gelesen hätte, dass ein Charakter Transgender ist, hätte ich das im Spiel bisher gar nicht gemerkt. Ich vermute, dass es eine wichtige Facette des Charakters ist, aber nicht ein Hauptpunkt in der Story, vor allem da er offensichtlich schon als Kind sein "wahres Ich" wahrnahm. Es ist geht nicht um jemanden, der erst als Erwachsener das wahre Geschlecht nach außen hin repräsentiert. Keine Ahnung, wie wichtig das Thema noch wird.


Ich persönlich finde btw nicht, dass man sich bei Games mit dem Charakter "identifizieren" muss. Man muss ihn verstehen, das ja. Vielleicht auch ein wenig wie er/sie sein wollen, wenn man in der gleichen Situation wäre, ihn also als eine Art Vorbild sehen, wenn man die gleiche Basis-Geschichte erleben würde. Aber identifizieren? Dann kann man etliche Games nicht spielen. Vor allem nicht in dem Sinne, dass der Charakter der eigenen Vita sehr ähnlich sein soll - dann könnte man 90% der Games mit Story an sich nicht spielen... ;)

Das Gegenteil ist der Fall: ich spiele gerne Charaktere, die ganz anders als ich sind, und bei Rollenspielen verhalte ich mich anders, als ich "in Echt" bin, falls das Game das zulässt. Und wenn mir alle Optionen, die das Spiel bietet, nicht gefallen, dann hab ich halt Pech gehabt und einen Fehlkauf erlebt. zB mal angenommen ich würde aus versehen ein Rollenspiel kaufen, in dem sich rausstellt, dass man nur die Wahl hat zwischen "Nach außen hin netter Rassist" und "Richtiges Arschloch-Rassist", würde ich halt dann deinstallieren. Natürlich unter der Annahme, dass das Rassist-Sein nicht nur eine Vorgeschichte ist, um einen Wandel anzuleiern. ;)

Mit identizifieren war gemeint, ob ich gefallen am Charakter finden kann. Ich wollte damit nicht implizieren, dass ich mich in irgend einer Form darin verkörpert sehen muss, aber wenn sein Transgender sein alles wäre, was ihn und die Geschichte ausmacht, dann würde mir der Anreiz fehlen, das Spiel zu spielen, weil mich Transgender-Geschichten zu wenig interessieren. Vielleicht war aber "identifizieren" hier eine irreführende Wortwahl meinerseits. Sorry.
 

Herbboy

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Mit identizifieren war gemeint, ob ich gefallen am Charakter finden kann. Ich wollte damit nicht implizieren, dass ich mich in irgend einer Form darin verkörpert sehen muss, aber wenn sein Transgender sein alles wäre, was ihn und die Geschichte ausmacht, dann würde mir der Anreiz fehlen, das Spiel zu spielen, weil mich Transgender-Geschichten zu wenig interessieren. Vielleicht war aber "identifizieren" hier eine irreführende Wortwahl meinerseits. Sorry.
Naja, aber weißt Du das denn vorher? Selbst falls das "Transgender sein" der Kern der Story wäre, weißt du doch nicht, ob es Dir nicht doch sehr gefällt - vor allem wenn du bisher solche Stories nicht verfolgt hast. ;) So eine Story kann ja alles mögliche sein: Drama, Komödie, Krimi, Horror, Romantik... Ich hätte zB Null Bock auf eine Romantik-Story, egal ob Transgender, Homo oder Hetero. Oder auf ein Drama, in dem es nur darum geht "Ach wie schwer ist es, sich zu outen". Aber zB bei einem guten Krimi ist es mir egal, ob der Hauptcharakter Transgender ist und von einem irren Mörder gejagt wird, weil der es auf Transgender abgesehen hat, oder ob der Hauptcharakter eine Collegestudentin ist, weil der Mörder auf junge Mädels steht, keine abbekommt und sie "bestrafen" will. Oder eine Horrorfilm-Variate: Der Transgender wird am neuen Arbeitsplatz gemobbt, man macht dem Spieler (oder bei einem Film dem Zuschauer) sein Martyrium klar, und dann wird er zum Serienmörder und rächt sich in Michael Myers-Manier ;) Aber ein Drama, in dem die Probleme, die man zB bei Behörden, der Arbeit usw. hat, wenn man erst spät sein Geschlecht "wechseln" will, einfach nur gut rüberkommen, würde ich ebenfalls spielen / anschauen.
 

Mourning-Blade

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In der Pfalz
Für das nächste Spiel könnte man als Hauptcharakter eine weiße Frau wählen, die sich als Afroamerkinaerin ausgab und 12 Jahre afroamerikanische Geschichte an einer US- Universität gelehrt hat.
 

RedDragon20

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Und zweitens ist ihnen da Last of Us 2 mit Lily/Lev zuvor gekommen. In dem Spiel werden ja generell viele Ausprägungen der LGBTQ - Community aufgegriffen.
Und das ist, meiner Meinung nach, einer größten Schwächen von TLoU 2. Nicht nur auf Lily/Lev bezogen. Lily/Lev ist zwar ein Transgender-Charakter und das ganze wird zwar relativ subtil dargestellt...aber eben auch nicht weiter behandelt. Wozu ein Transgender-Charakter, der auch noch eine äußerst wichtige Figur in der Story darstellt, wenn man das, was er/sie ist, nicht weiter behandelt? Da man hier viel mehr hätte draus machen können, ist das schon sehr schade. So wirkt das ganze aber eher wie ein Alibi, nach dem Motto "Guckt mal, wir haben einen Transgender. Gut, oder?" Das hat im Grunde überhaupt keine Auswirkungen auf die Story oder eher auf die Beziehung zwischen Abby und Lev. Genauso gut hätte man das typische 08/15-Mädchen hin packen können, dass einfach nur nicht mit ihrer Rolle in der Gesellschaft einverstanden ist. Die Konsequenz daraus wäre die gleiche gewesen. Lev ist da nicht der einzige NPC im Spiel, der davon betroffen ist, zu wenig und zu oberflächlich behandelt zu werden.

Ich hab TMW noch nicht gespielt, aber ich gehe mal davon aus, dass die Entwickler hier sehr viel mehr Fingerspitzengefühl als Naughty Dog beweisen, so wie sie es schon in Life is Strange & Befor the Storm bewiesen haben.
 

MatthiasDammes

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aber eben auch nicht weiter behandelt. Wozu ein Transgender-Charakter, der auch noch eine äußerst wichtige Figur in der Story darstellt, wenn man das, was er/sie ist, nicht weiter behandelt?

Warum muss man das weiter behandeln?
Wieso muss der Charakter anders gehandhabt werden, als jeder normale straighte Nebencharakter?
Warum darf der Charakter nicht einfach existieren, ohne das es eine Sonderbehandlung gibt, nur weil er eine andere sexuelle Orientierung hat?
Man geht doch auch nicht hin und sagt, "Oh, dieser Charakter ist Hetero, lasst uns das mal tiefergehender behandeln".

Es ist in meinen Augen sogar verdammt gut gelöst, weil es zur guten Charakterzeichnung von Abby beiträgt.
Als sie realisiert, das Lev Transgender ist, fragt sie ihn lediglich, ob er möchte, dass sie ihm darüber Fragen stellt.
Er verneint das und damit ist das Thema für Abby gegessen. Es spiel für sie keine Rolle in ihrer Betrachtungsweise von Lev als Charakter, so wie es für jeden vernünftigen Menschen keine Rolle spielen sollte.
Und auch das ist eine Botschaft.
 
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