Also mir sind ja alle drei Punkte wichtig: Das Gameplay auf jeden Fall, es muss aber zur Atmosphäre und Story passen. Die Story muss dem, was ich in einem Spiel mache, einen Sinn geben. Spiele ohne eine Story (bis auf Rennspiele und diverse Simulationen) haben mich nie interessiert. Für eine richtig gute Story und Atmosphäre nehme ich sogar Gameplay-Schwächen (oder einfach Dinge, die nicht meinem Geschmack entsprechen) in Kauf. Beispiel: Final Fantasy 8. Ich habe die Kämpfe und das Fähigkeitensystem auf den Tod gehasst, aber die Welt, die Atmosphäre, die Story, Musik, Zwischensequenzen ... das alles hat mich damals so in seinen Bann gezogen, dass ich die Kämpfe ertragen habe, obwohl sie mir absolut keinen Spaß gemacht haben. Allerdings hatte das Spiel wenigstens Gameplay ... viel schlimmer als mieses Gameplay finde ich fehlendes Gameplay. Call of Duty ist da auch wieder so ein Beispiel: Man ballert und läuft einen Levelschlauch entlang ... das war's, mehr ist da nicht an Gameplay. Es gibt keine interaktiven Gespräche, es gibt keine alternativen Wege, es gibt keine interessanten Nebenaufgaben und absolut keine Entscheidungsfreiheit. Im Prinzip fast ein Interaktiver Film/Railshooter, der außer gut gemachten Filmsequenzen und einigermaßen netter Grafik/Effekte nichts zu bieten hat ... oh, doch, die Skandalszenen (z. B. Flughafenmassaker) gab es noch. Bis auf Call of Duty 1 und die Pripyat Mission im vierten Teil hat diese Spielereihe für mich nichts zu bieten.
Ich finde allerdings auch, dass zu Syndicate (hab damals nur den Nachfolger, Syndicate Wars, gespielt) kein stumpfer Ego Shooter passen würde. Ein Ego Rollenspiel mit ein paar Strategie- und Taktikelementen würde da schon eher passen. Quasi eine Mischung aus dem Ur-Syndicate und Deus Ex. Aber ein Call of Duty im Cyberpunk Stil ... darauf kann ich gut verzichten.