Die Schuld liegt bei ...
Das Thema ist zwar schon ziehmlich durchgekaut, aber ich geb' dazu auch mal mein Statement ab.
Wie schon Nick1313 geschrieben hat:
[...] Der Sinn dahinter, sich (gerade online) gegenseitig zu messen. Ich wage den Vergleich zum Fußball oder vielen anderen Sportarten. [...]
Das finden ich und sicher viele andere auch. Das ist ja gerade der Sinn dahinter, deswegen heißt es ja auch "Spiel". Nun wollen wir zwar, aber können keineswegs glauben, das alle Gamer dieser Welt so denken wie wir, denn irgendwo gibt es immer Idioten. Leute, die in ihrem Ego-Shooter keine Pixelfiguren, sondern ihren Klassenlehrer oder Mitschüler sehen. Nur denke ich, dass diese
Leute von vornherein sehr kaputt sind und dass dieser Zustand keineswegs durch ein Computerspiel herbeigeführt wurde.
Mal ganz davon abgesehen, dass es
wissenschaftlich noch garnicht nachgewiesen wurde, dass Gewaltspiele die Agressionsbereitschaft steigern, liegt es immer am Menschen, wie er mit dem Medium umgeht. Ich persönlich glaube auch nicht, dass HipHop agressiv macht, diese Musikrichtung wird einfach nur größtenteils vom sozial schwächeren Teil der Bevölkerung gehört (das soll keine Beleidigung sein, es ist nur meine Beobachtung), und dort herrscht eh ein anderes Maß an Gewalt.
Wenn man das ganze Thema mal von außen betrachtet, also als jemand, der nur
von angeblichen "informierten Quellen" hört, "Killerspiele" machen agressiv und sieht dazu noch ein Bild von 'nem Counterstrike Turnier, is' doch klar, wie der auf die Einstellung kommt, wer kann ihm das verübeln, wenn es so rübergebracht wird,
Ist doch klar, dass man in einem Turnier mal emotional wird, also sich freut, wenn man gewonnen hat. Man kann's aber
im Fernsehen auch ganz leicht so darstellen, als ob der betreffende Spieler sich freute, weil er einen anderen Menschen erschossen hat.
Also finde ich, dass hier die
Schuld klar bei den Medien (Presse, Fernsehen) liegt, da jene ihre Beiträge selbstverständlich äußerst spannend gestalten wollen, damit er auch gelesen wird. Und hier kommt das BILD-Prinzip zum Einsatz --> Die Wahrheit leicht verdrehen und zuspitzen, mit glaubhaften Beispielen rüberbringen, dann glauben es selbst die Poliker, auch wenn dazu kein wissenschaftlicher Befund eingegangen ist.
Da brauch nur einer sagen "Osama Bin Laden ist tot, guckt mal hier, wir haben sogar ein Foto!", dann jubelt plötzlich die ganze Welt. Wenn ich eins gelernt habe, dann
nicht sofort alles zu glauben, was in den Nachrichten gesendet wird, sondern erstmal darüber nachzudenken und zu überlegen, wie wahrscheinlich es ist, dass der Beitrag der Wahrheit entspricht und, wem es was für Vorteile bringen würde, wenn der Beitrag 'ne Ente wär', sprich z.B. Stimmensicherung für politische Parteien.
Schau dir das Volk an und beobachte, was es will. Wollen bloß 10% der Bevölkerung den Verbot von Alkohol, wär es politscher Selbstmord, eben diesen vorzuschlagen. Herrscht aber Unruhe im Volk, Amokläufer kommen über das Land wie die Vorboten der Apokalypse, kommt da schnell 'ne CSU daher, die uns mit der ihr gegebenen göttlichen Macht beschützen will. Geschäfte machen mit der Angst der Menschheit nenn' ich das, erinnert mich 'n bischen an Versicherungsvertreter.
Wer mir jetzt ohne Nachzudenken glaubt, die Medien wären komplett daran Schuld, ist kein Stück besser als unsere Opposition. Denn diese glaubt ja sofort alles, woran sie glauben
will. "Computerspiele, früher hatten wir 'nen Reifen und 'nen Stock zum Spielen!", krieg ich alle paar Wochen von zwei Generationen aufwärts zu hören. Solche Leute glauben gern an die Schlechtigkeit von Computerspielen, genauso gern, wie ich daran glaube, im Recht zu sein, denn
wer auf der Welt glaub schon gern an das Unangenehmere?
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Das wär' jetzt der Zeitpunkt gewesen, um zu Religion überzuspringen, aber ich wollte eigentlich nur einen Beitrag und kein Buch schreiben. 
Also immer daran denken: An Information sollte man immer unvoreingenommen rangehen, damit man seine eigene Meinung bilden kann, deswegen wird sie auch so neutral wie nur irgend möglich formuliert, nicht wahr, BILD?