Was sollen denn das für Features sein? Autopatches? Verzichte ich gern drauf, muss ich aufgrund meiner Internetverbindung eh abstellen und manuell machen, wenn ich gerade nichts anderes zu tun habe. Selbst wenn: gabs und gibt es auch ohne Steam. Für GOG ist das nicht wirklich interessant, da die meisten Sppiele fertig gepatcht heruntergeladen werden. Zu Statistiken und Achievements sage ich Mangels Relevanz mal nichts, das einzig wichtige wäre Matchmaking, aber eben nur für Multiplayerspiele. Auch dafür braucht es natürlich kein Steam, aber gerade für finanzschwache Entwickler kann es nützlich sein, kein eigenes derartiges System entwicklen zu müssen. Bezeichnenderweise war mein erstes und einziges Steam-Spiel ein Multiplayerspiel.
Bei GoG sind die Spiele nur deshalb fertig gepatcht, weil sie alt sind. Wenn GoG immer mehr neue Spiele verkauft, wird das auch nicht mehr der Fall sein. Statistiken und Achievements mögen dir egal sein, aber für viele (wie z.B. auch für mich) stellen sie einen Mehrwert dar. Bezüglich Steamworks: es ist viel einfacher ein MP-Matchworking auf Basis von Steamworks zu entwickeln als auf eigene Faust, zumal für unerfahrenere Entwickler, da Steam viel Unterstützung und Standardschnittstellen anbietet und auch Server bereitstellen kann.
Zur eigentlichen Frage, was an GOG besser ist: Mit den Spielen, die ich dort kaufe, kann ich machen, was ich will. Ich brauche weder Drittanbietersoftware zum Herunterladen (heißt, ich kann es über einen Rechner an meinem Institut machen, auf dem ich nur User-Rechte habe, wo aber das Internet schneller ist), noch eine Onlineverbindung zur Installation. Ich kann sie immer noch ohne Abstriche nutzen, wenn es GOG mal nicht mehr geben sollte, wenn die plötzlich ihr Geschäftsmodell umstellen und ich aus Protest meinen Account lösche oder was auch immer.
Was machst du denn so mit deinen Spielen, außer sie zu spielen? Also eigentlich haben Spiele nur den einen Zweck. Aber da du so innig in das napoelonische Besitztum versessen bist, ist dir das vlt noch gar nicht aufgefallen.
Klar, ich könnte von den Spielen leicht mit STRG-C STRG-V illegale Kopien machen und auf dem Schulhof verteilen, aber GOG vertraut mir, darum respektiere ich sie. Außerdem sind die Preise günstig und es wird nicht Dollar 1:1 in Euro umgerechnet wiebei manch anderem Download-Schuppen. Sales gibts natürlich auch, wobei nur die ganz neuen Spiele mehr als 10 $ kosten.
GoG vertraut dir, das mag sein. Aber es ist nicht Steam, die dir nicht vertrauen, es sind die Publisher. Steam bzw. Valve zwingt keinen Publisher zu irgendeiner Art von DRM, das liegt alleine in der Entscheidungsgewalt der Publisher. Es gab sogar schon Indiespiele, die Steam nur als Downloadplattform ganz ohne DRM genutzt haben.
Bei den Preisen, da gebe ich dir recht. Aber auch das geht von den Publishern aus und nicht von Steam. Steam diktiert keine Preise, schon gar nicht für neue Spiele. GoG kann das nur machen, weil sie nur ältere Titel anbieten oder Indie-Spiele, wo in beiden Fällen der Pbulisher bzw. Entwickler kein Problem mehr hat mit der Aushebelung der regional unterschiedlichen Preise.
Übrigens ist das kein "Spielephänomen". Praktisch alle Konsumgüter kosten in verschiedenen Ländern unterschiedlich viel Geld, seien es jetzt Nahrungsmittel, Autos oder ein Kinobesuch. Aber bei Spielen soll das jetzt plötzlich ein besonders negativer Punkt sein?
Ich bin halt nicht der Typ, der für einen Gratis-Kugelschreiber und einen bunten Sticker bereitwillig seine Rechte abtritt...
Blablabla.....
Wir reden hier nicht von Grundrechten oder sonst irgendeinem "wichtigen" Thema - wir sprechen davon, dass man für sein Geld bei einer Transaktion einen ordentlichen Gegenwert erhält. Wenn du ins Kino gehst, ist es scheinbar auch ok, dass du den Film für dein Geld nur einmal sehen kannst. Wenn du einen Film im Internet streamen lässt, ist es auch ok, wenn der Film nur eine Weile verfügbar ist. Für Musik gilt das gleiche. Aber bei Spielen muss man natürlich unbedingt das Spiel besitzen, weil Besitz nun mal so geil ist und weil es schon immer so war und weil man zu verbohrt ist, zu erkennen, dass man trotzdem für sein Geld einen ordentlichen Gegenwert bekommt, wie eben im Kino, auf einem Konzert oder bei was auch immer. Vlt kann ich das jeweilige Spiel in 10 oder 20 Jahren nicht mehr spielen, das mag schon sein. Aber was ist mit all den Jahren davor? Was ist mit dem direkten, unmittelbaren Entertainment. Die meisten Leute kaufen sich Spiele, weil sie sie jetzt gleich, direkt nach dem Kauf oder kurz danach zocken wollen. Vlt holen sie sie in ein paar Jahren auch noch mal raus um sie noch mal zu zocken, aber dann ist das Geld schon längst wieder "reingeholt". Und wenn Steam dann nicht mehr da ist, dann hole ich mir das gleiche Spiel eben nach 5 oder 10 Jahren noch mal auf GoG für 5€ oder so......aber nein, wer sein Recht auf Spielebesitz so einfach aufgibt, der ist natürlich ein Idiot und nimmt es leichtfertig hin, dass seine Spiele irgendwann vlt, VIELLEICHT nicht mehr da sein werden. Aber weißt du was: I don't fucking care. Mein Auto ist in 10 Jahren wahrscheinlich auch schon Schrott und dazu viele andere meiner Besitztümer. Aber Hauptsache ich kann in 10 Jahren noch meine 30€ Videospiele zocken, das ist natürlich die wichtigste Sache von allen....Sorry, aber das ist einfach so lächerlich, diese ganze Diskussion....
