Doch, kann man.
Ich bin übrigens immer noch der Meinung, dass sich TW3 mit Maus+Tastatur besser steuern lässt als mit dem Pad. Vielleicht einfach mal damit ausprobieren.
In Bethesda-Spielen passiert Überraschendes? WTF? In Bethesda-Spielen ist überhaupt gar nichts überraschend und jede Quest imo gähnend langweilig. Ich stimme dir zu, dass Bethesda seine Spielwelten einfach nur mit Dungeons/Gebäuden vollstopft und man keine 10 Meter weit kommt ohne über irgendeine Gegneransammlung zu stoßen. Problem dabei ist nur, dass es einfach nur belanglose Gegneransammlungen sind in lieblosen generischen Dungeons/Gebäuden, die selbst in sich selbst so inkonsistent sind, dass sich mir teilweise die Fußnägel aufrollen. Bethesda kann auch richtig gute Dungeons machen, nur trüben sie diesen Eindruck gerade mit ihrer Masse von generischen Elementen und Dungeons, die nur minimal spielerische und/oder erzählerische Abwechsung bieten.
Übrigens finde ich den Vergleich zu Gothic 3 lustig, weil Gothic 3 von der Spielwelt her deutlich näher am Modell von TW3 lag als an dem der Bethesda-Spiele. Vielleicht solltest du die Gothic-Spiele mal wieder zocken, denn sind so gar nicht wie die von Bethesda, gerade in Punkto Open World. Bei Witcher 3 steht auch nach wie vor die Main-Story (inkl. ein paar Main-Nebenquests) im Fokus. Es ist kein Sandboxspiel, bei dem es nur um Erkundung geht, die Spielwelt dient vielmehr vor allem dazu, die Glaubwürdigkeit der Story zu unterstreichen und eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Spiele wie Gothic, Witcher, Assassins Creed, RDR und GTA sind da grundverschieden zu einem Spiel wie dem neuen Zelda. Nur ist das neue Zelda halt wirklich kreativ und abwechslungsreich verglichen mit dem üblichen Bethesdaspiel.
Man kann es so sagen: Bethesda bietet Masse, CDPR Klasse. Bei Witcher 3 geht es darum, hochwertigen Content in einer glaubwürdigen, konsistenten, organischen Spielwelt zu erleben. Das hat natürlich auch zur Folge, dass nicht alle 10 Meter irgendein Dungeon in die Spielwelt geklatscht wurde. Bei Bethesda hingegen ist die Open World nur ein künstlicher Spielplatz, bei dem es vorrangig nicht (mehr) um Logik oder Glaubwürdigkeit oder das Vertiefen in eine spannende Geschichte geht, sondern einfach nur darum, den Spieler endlos mit ähnlichem, mittelmäßigen Content und Gegnermassen beschäftigt zu halten. Man kann jetzt in der Tat drüber streiten, was mehr Spaß macht, aber alleine vom Design her ist die Open World von Witcher 3 eigentlich über jeden Zweifel erhaben vor dem Hintergrund der spielerischen Vision des Spiels. Übrigens war das bei Bethesda auch nicht immer so. Spiel mal wieder Morrowind, du wirst überrascht sein, wie viel zu da durch die Gegend rennst, ohne über irgendwelche Dungeons, Quests oder Gegner zu treffen. Ein Morrowind lag imo in Punkto Open World Design viel näher an Witcher 3 als etwa ein Skyrim.