• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


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  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

    Bitte beachtet dort den Eingangspost, der vorgibt, wie der Thread zu benutzen ist: Danke!

Star Wars The Mandalorian: Rolle von Cara Dune wird nicht neu besetzt

Gina Carano's Äußerungen mögen nach den Gesetzen der USA zulässig gewesen sein....aber Ihre Entlassung war es ebenso. Das sollte hier nicht unterschlagen werden. Die "das-ist-mein-gutes-Recht" Karte gilt für beide Parteien.

Disney ist nicht verpflichtet Leute zu beschäftigen, deren öffentliches Verhalten ihrem Image und indirekt ihrem Geschäft schadet.
Hat doch Spassbremse schon gepostet...
 
Hat doch Spassbremse schon gepostet...
Ich find's wichtig, den Punkt zu widerholen. Oder auch umzudrehen: wer auf Seiten von DIsney eine ethische Verantwortung sieht, Menschen nicht wegen (öffentlich geöußerter) politischer Ansichten rauszuwerfen, der muss auch B sagen und von den Mitarbeitern erwarten, keine Äußerungen zu tätigen die dem Unternehmen (potentiell) Schaden.

Toleranz ist ein Friedensvertrag. Wer seinen Schutz wahrnehmen möchte, muss unterschreiben.
 
Ich habe gegoogelt und gefunden, dass Gina Carano aus sozialen Medien von ihrer Entlassung erfuhr. Weniger kann man wohl nicht miteinander reden...
 
Ich habe gegoogelt und gefunden, dass Gina Carano aus sozialen Medien von ihrer Entlassung erfuhr. Weniger kann man wohl nicht miteinander reden...
Ich würde ohne Besstätigung durch unabhängige Quellen erst mal Nichts glauben was aus dem Mund von privilegierten US-Amerikanern kommt, die sich selbst als ähnlich verfolgt darstellen wie die Opfer des Nationalsozialismus. Grundvertrauen in allen Ehren, aber wer aus einer Position des Privilegs heraus so etwas behauptet, der hat jedes Recht auf Vertrauensvorschuss verspielt.
 
Unabhängig davon, ob der Rauswurf rechtlich, ethisch- moralisch oder sonst wie richtig oder falsch ist und war: Gina Carano ist für mich verdammt heiß gewesen und es ist schlicht schade, dass sie nicht mehr an Bord ist. Fand sie einfach gut.

Aber um weiter ehrlich zu sein, hat ihre allgemeine Attraktivität durch ihre schwurbeligen Aluhuttheorien, welche nicht von sehr viel Intellekt zeugen, stark gelitten.
Da bleibt nur noch Lucy Lawless übrig. XENA Wtf!:X

Einige Ausführungen von den Vorrednern fand ich sachlich und fachlich richtig gut.:top:
 
Nun ja, sie ist bei weiten nicht der einzige Amerikaner der Vergleiche zum Holocaust herbei zog. Gerade unter Trump und seinen kleinen Lagern für illegale Einwanderer hatten doch den ein oder anderen zu vergleichbaren Vergleichen hingerissen.

Der Vergleich an sich ist übertrieben, sicher auch dumm und falsch, aber das Kernproblem ist ja ein anderes. Hier wird die Mentalität erzeugt, dass wenn man nicht das denkt oder sagt, was dem Twitter-Mob gefällt, dann wird man gesellschaftlich kaltgestellt. Das ist in einem Land wie Nordkorea oder der VR China sicher sowas wie ein trauriger Standard, aber eine echte Demokratie muss eigentlich mehr als das aushalten.

Man stelle sich das mal auf ein Vorstellungsgespräch vor. "Ich war Schauspielerin in einer der erfolgreichsten Star Wars Serien aller Zeiten." - "Warum haben Sie aufgehört?" - "Ich hab was blödes über die Zustände in meinen Land auf Twitter geschrieben und wurde gefeuert."

Sorry, nach meiner Sicht der Dinge und Informationslage hat sie keinem was getan, aber in so einen Business hat man besser keine öffentliche Meinung zu irgendwas zu haben, schätze ich.
 
Sorry, nach meiner Sicht der Dinge und Informationslage hat sie keinem was getan, aber in so einen Business hat man besser keine öffentliche Meinung zu irgendwas zu haben, schätze ich.
Korrekt.
Aber nur überflächlich.

Sie bedient ein Narrativ, welches letztendlich Denjenigen, die sich radikalisieren, das Gefühl gibt, im Recht zu sein. Das Gefühl gibt das richtige zu tun. Etwas das notwendig ist. Und am Ende kommt irgendwann ein Einzeltäter bei raus. (oder ein Mob, der das Kapitol stürmt und genuin davon überzeugt ist, die amerikanische Freiheit zu verteidigen). Und alle wundern wieder herum, wie sich Leute derart radikalisieren können.

Das aber wissen wir allerdings. Weil wir es zulassen, dass genau solche Meinungen, die eine Verknüpfung der US-Konservativen mit Holocaust-verfolgten und der US-Linken mit deren Verfolgern herstellen, unkritisch als "nur eine Meinung" dargestellt werden.

Der Begriff dafür ist "stochastischer Terrorismus".
 
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Zudem wurde sie wohl mehrfach verwarnt und daher wusste sie was ihr drohte.
 
Sie bedient ein Narrativ, welches letztendlich Denjenigen, die sich radikalisieren, das Gefühl gibt, im Recht zu sein. Das Gefühl gibt das richtige zu tun. Etwas das notwendig ist. Und am Ende kommt irgendwann ein Einzeltäter bei raus. (oder ein Mob, der das Kapitol stürmt und genuin davon überzeugt ist, die amerikanische Freiheit zu verteidigen). Und alle wundern wieder herum, wie sich Leute derart radikalisieren können.
Ein solches Narrativ zu bedienen, kann ich aus den gelöschten Tweet heraus nicht erkennen, aber das ist vielleicht auch eine Interpretationsfrage.

Konkret schrieb sie:"Jews were beaten in the streets, not by Nazi soldiers but by their neighbors...even by children. Because history is edited, most people today don't realize that to get to the point where Nazi soldiers could easily round up thousand of Jews, the goverment first made their own neighbors hate them simply for being Jews. How is that any different from hating someone for their political views"

Der Juden-Vergleich ist hier erst mal überflüssig wie unverhältnismäßig. Aber die Kernaussage, wieso man für seine politischen Ansichten gleich von jedem gehasst wird, hatte durchaus eine Berechtigung. Zumindest in diesem Fall kann ich keine Aufstachelei oder ähnliches erkennen.

Klar, es gab noch andere Tweets, in der sie sich klar politisch outet, aber ihr einen Aufruf zur Radikalisierung zu unterstellen, nur weil sie ihre politische Meinung vertitt, finde ich auch etwas daneben. Um noch mal zu betonen. Ich bin sicher kein Fan von ihren Tweets oder ihrer politischen Haltung. Eigentlich ist mir das sogar egal so lange es mich nicht in irgend einer Weise betrifft. Aber sobald in einer Demokratie keine zwei politischen Meinungen mehr nebeneinander existieren können, besorgt mich das in der Gesamtentwicklung mit Blick auf die VR China schon.

Das aber wissen wir allerdings. Weil wir es zulassen, dass genau solche Meinungen, die eine Verknüpfung der US-Konservativen mit Holocaust-verfolgten und der US-Linken mit deren Verfolgern herstellen, unkritisch als "nur eine Meinung" dargestellt werden.

Der Begriff dafür ist "stochastischer Terrorismus".
Auch wenn das manchmal seltsam klingen mag, nicht hinter jeder Aussage steckt ein Genie, dass sich der Bedeutung von Worten bewusst ist. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Leute einfach manchmal nicht drüber nachdenken, was sie da gerade absondern. Das man sich als US-Konservativen wie ein jüdischer Verfolgter in Nazi-Deutschland vorkommt, mag im Affekt von der Person so wahrgenommen werden, hält aber bei längerer Prüfung keinen Vergleich stand. Und das weiß sie auch spätestens 24 Std später, wenn man ihr das verdeutlicht.

Wahrscheinlich hätte man solche Menschen vor 20 Jahren einfach ausgelacht für ihre Naivität oder Dummheit. Heute fordert man ihren Kopf. (im übertragenen Sinne) Das ist etwas, was ich für eine gefährliche Entwicklung halte.
 
Ein solches Narrativ zu bedienen, kann ich aus den gelöschten Tweet heraus nicht erkennen, aber das ist vielleicht auch eine Interpretationsfrage.

Da muss ich jetzt weiter ausholen. Wenn Sie von "Hass aufgrund politischer Ansichten" spricht, welche Ansichten könnten das denn wohl sein? Welche Werte, die von konservativen US-Amerikanern vertreten werden, rufen regelmäßig Kritik von solchem Ausmaß hervor, dass die Betroffenen sich zensiert fühlen? Geringe Steuern? Small government? Familienwerte? Unwahrscheinlich. Was sie hier mit "political views" meint, das sind eben jene Ansichten, die regelmäßig Kritik hervorrufen. Und in den allermeisten Fällen ist diese Kritik dann auch absolut gerechtfertigt.

Ihr Tweet rückt einerseits eben jene "Ansichten" in den Bereich des akzeptablen "muss man doch noch sagen können dürfen", während sie gleichzeitig die Kritiker mit einem Nazivergleich verunglimpft und die Kritisierten als politisch Verfolgte bezeichnet.

Ein Gedankenkonstrukt welches sofort in sich zusammen fallen würde, wenn sie denn
1. explizit benennen würde, welche "political views" sie denn tatsächlich meint und
2. nennen würde wie die Kritik daran lautet.

Deswegen tut sie es auch nicht.

Denn das Ziel dieses Tweets war nicht, sich aufrichtig an einer Debatte um Werte zu beteiligen, sondern ihrer Seite die moralische und ethische Oberhand zuzusprechen, indem sie Kritik einfach als politische Verfolgung delegitimisiert. Und DAS ist der Punkt an dem es gefährlich wird, weil sich irgendein verwirrter Einzeltäter da draußen bestätigt und ermutigt fühlen könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Scheint du hast meinen Text nicht ansatzweise verstanden, sonst würdest du nicht irgendwas über unangebrachte Vergleiche (ihre private Meinung, die ihren Arbeitgeber einen feuchten Dreck angeht - nur um es in einfacheren Worten zu wiederholen) und "nicht einfach so entlassen", Zaunpfähle und schwere Arme daherschwurbeln.
Genauso wie auch Pedro Pascal nicht ihr Chef ist, als Star der Show ist er nur besser bezahlt und hat sonst nichts zu melden.:rolleyes:
Da er ja auch seine eigene Meinung - die in Opposition zu Caranos steht - vertreten hat, muß er unbedingt gefeuert werden.
Verstehst du es jetzt?
Schön, das du die freie Meinungsäußerung so hoch hälst, aber freie Meinungsäußerung ist nunmal kein Freifahrtschein. Selbst in Deutschland haben unangebrachte Social Media Posts rechtmäßige außerordentliche Kündigungen zur Folge (https://anwalt-kg.de/arbeitsrecht/kuendigung-wegen-facebook-posts-die-gefahren-von-social-media/). Das Problem ist nunmal, das sie öffentlich für Disney wirbt und damit auch im gewissen Maße für den Konzern spricht. Man kann vermuten, das Disney sie mehrmals verwarnt hat, das mit dem öffentlich wirksamen Pedro Pascal Post wurde sicherlich auch vorher von der Disney PR abgesegnet, bevor es verkündet wurde. Ob es offizielle Verwarnungen seitens HR gab müssen weder Disney noch Frau Carano vorweisen, aber wenn mich mein Chef/Senior Kollege zur Seite nimmt, nehme ich das normalerweise schon für ernst.
Es war einfach zu viel!
 
Also erstmal ist ihre Aussage Inhaltlich extemer Unfug. Der Unterschied ist klar. Für den Umstand Jude zu sein oder das was die Nazis als Jude definiert haben, kann keiner was. Für seine politischen Ansichten schon. Es ist eine bewuste Entscheidung und ebenso ist es eine bewuste Entscheidung diese öffentlich zu Kommunizieren.

Zusätzlich dazu ist sie eine Person des öffentlichen Lebens mit entsprechender Reichweite. Und hier kann man sich eben schon fragen ob man als Unternehmen dieser Person diese Reichweite geben will. Letztlich hat Disney hier nur 2 Möglichkeiten:

a) sie weiter beschäftigen. Was, egal wie sehr man sich von ihren Meinung distanziert, immer wie eine Unterstützung wirkt.

b) die Zusammenarbeit beenden. Hier hatte man wohl die Möglichkeit den Vertrag nicht zu verlänger oder eine Exit Option zu nutzen.

Disney hat sich für b) entschieden und ich finde das ist Gerechtfertig. Das hat auch weniger mit einem angeblichen Twittermob zutun als mit gesundem Menschenverstand. Sie hat sich mehrfach so geäußert und war offenbar nicht lernfähig.

Was mich immer wieder erstaunt ist, dass die "Ihr seid alles Schneeflocken" Fraktion, beständig am Jammern ist wie verfolgt und unterdrückt sie doch eigentlich sind. Wärend sie dauernd ihren Willen bekommen und der Schwachsinn den sie so von sich geben auch noch ernsthaft Diskutiert wird. Bei den Amis kommt Trump mit einem Putschversuch durch weil die "Law and Order" Partei sich nicht gegen ihn stellen will. Und bei uns schafft es AfD aber auch CDU/CSU immer wieder ihren Schwachsinn durch zu drücken und Gleichzeitig die Opferkarte zu spielen.
 
Das Problem ist nunmal, das sie öffentlich für Disney wirbt und damit auch im gewissen Maße für den Konzern spricht. Man kann vermuten, das Disney sie mehrmals verwarnt hat, das mit dem öffentlich wirksamen Pedro Pascal Post wurde sicherlich auch vorher von der Disney PR abgesegnet, bevor es verkündet wurde. Ob es offizielle Verwarnungen seitens HR gab müssen weder Disney noch Frau Carano vorweisen, aber wenn mich mein Chef/Senior Kollege zur Seite nimmt, nehme ich das normalerweise schon für ernst.

Meine Fresse, schon wieder Pedro Pascal, was ist da so faszinierend?
Gerade der Herr Pascal ist die perfekte Vorlage für die Heuchelei/Verlogenheit Disneys.
Pedro Pascal hat die Einrichtungen der Einwanderungsbehörden direkt mit den Konzentrationscamps der Nazis verglichen.
Eine völlige Verharmlosung des Massenmordes an den Juden und vollkommen unangebracht und geschmacklos.
Aber das geht natürlich in Ordnung... .
Ansonsten hätte Pedro Pascal schon längst stempeln gehen müßen.

Zum Glück habe ich keinen Chef, sondern bin mein eigener.
Ein Chef der mich "zur Seite" nimmt wegen meinen privaten Äußerungen und meinen politischen Ansichten, hätte urplötzlich ein paar heftige Probleme.

Disney hat sich für b) entschieden und ich finde das ist Gerechtfertig. Das hat auch weniger mit einem angeblichen Twittermob zutun als mit gesundem Menschenverstand. Sie hat sich mehrfach so geäußert und war offenbar nicht lernfähig.

Natürlich hat das mit einem Twittermob zu tun - bei Pedro Pascal gabs den nicht nach seinem Konzentrationscampvergleich (siehe oben) und deswegen sah sich Disney nicht genötigt irgendetwas tun zu müßen.
Hier wird mit zweierlei Maß gemessen und deswegen ist es vollkommen ungerechtfertigt, Regeln müßen für alle gelten!
 
Meine Fresse, schon wieder Pedro Pascal, was ist da so faszinierend?
Gerade der Herr Pascal ist die perfekte Vorlage für die Heuchelei/Verlogenheit Disneys.
Pedro Pascal hat die Einrichtungen der Einwanderungsbehörden direkt mit den Konzentrationscamps der Nazis verglichen.
Eine völlige Verharmlosung des Massenmordes an den Juden und vollkommen unangebracht und geschmacklos.
Oh ja, Disney sind verlogene Heuchler. Das wissen wir seit sie im Mulan-Remake der lokalen Regierung von Xinjang gedankt haben. Aber....das ändert nichts daran, dass es zwischen Caranos und Pascals Tweet erhebliche Unterschiede gibt, die diese Ungleichbehandlung rechtfertigen.

Stellen wir mal gegenüber:
Gina Carano hat die Position der Verfolgten und Verfolger frei erfunden. Weder ist sind die US-Konservativen einer Verfolgung ausgesetzt noch sind die US-Linken deren Verfolger.

Pedro Pascal dagegen spricht einen Missstand an, der tatsächlich besteht (bzw. bestand). Und dieser Missstand ist das Mindset, welches überhaupt zu den ICE-Camps und der massenhaften Trennung von Eltern und Kindern geführt hat. Die Camps selbst sind ja nur das Symptom. Das Mindset ist das eigentliche Problem. Und dieses Mindset, diese Menschenbild, diese Entmenschlichung von Asylsuchenden....DIE sehe ich tatsächlich ein einer Linie mit dem Mindset von Nazis.

Und daher hat Disney völlig zurecht entschieden, dass Caranos Tweet ihrem Image schadet, Pedro Pascals aber nicht.

Zum Glück habe ich keinen Chef, sondern bin mein eigener.
Ein Chef der mich "zur Seite" nimmt wegen meinen privaten Äußerungen und meinen politischen Ansichten, hätte urplötzlich ein paar heftige Probleme.
Ich bin allerdings relativ sicher, dass du als Selbstständiger Auftraggeber hast/brauchst und daher ganz ähnlich auf dein Image achten musst.
 
Ich bin allerdings relativ sicher, dass du als Selbstständiger Auftraggeber hast/brauchst und daher ganz ähnlich auf dein Image achten musst.
Wohl ein Grund warum er, wie fast alle hier kein Echtphoto und Namen verwendet, weil dann müßte er darauf achten das seine Meinung nicht irgendwie aneckt und schlimmstenfalls ob berechtigt oder nicht Auswirkungen hat.
 
Da muss ich jetzt weiter ausholen. Wenn Sie von "Hass aufgrund politischer Ansichten" spricht, welche Ansichten könnten das denn wohl sein? Welche Werte, die von konservativen US-Amerikanern vertreten werden, rufen regelmäßig Kritik von solchem Ausmaß hervor, dass die Betroffenen sich zensiert fühlen? Geringe Steuern? Small government? Familienwerte? Unwahrscheinlich. Was sie hier mit "political views" meint, das sind eben jene Ansichten, die regelmäßig Kritik hervorrufen. Und in den allermeisten Fällen ist diese Kritik dann auch absolut gerechtfertigt.
Natürlich darf man für seine politische Sichtweise kritisiert werden und Kritik ist ja auch stets willkommen wie gerechtfertigt. Wenn sich deine daraus implizierte Frage auf "Ich bin für Trump" runter brechen lässt, ist das eine politische Ansicht, die bereits reicht um diese Art von Hass und Disrespekt zu erzeugen.

Ihr Tweet rückt einerseits eben jene "Ansichten" in den Bereich des akzeptablen "muss man doch noch sagen können dürfen", während sie gleichzeitig die Kritiker mit einem Nazivergleich verunglimpft und die Kritisierten als politisch Verfolgte bezeichnet.
Der Vergleich ist mit Sicherheit unangebracht. Sie übertreibt um etwas heraus zu stellen, um eine Dramatik herbei zu künsteln, die mit geringeren Standards nicht zu erreichen wäre. Das ist ungefähr so als würde jemand behaupten, wir leben in einer Diktatur, weil die Regierung wegen Corona so viele Einschränkungen macht, die unsere Grundrechte beschneiden. Klar weiß man normalerweise dass es bis zur Diktatur noch ein langer Weg wäre und der Vergleich übertrieben ist, aber so teilen Leute eben ihren Weltenschmerz mit, weil sie stets versuchen komplizierte Dinge zu versimplifizieren.

Denn das Ziel dieses Tweets war nicht, sich aufrichtig an einer Debatte um Werte zu beteiligen, sondern ihrer Seite die moralische und ethische Oberhand zuzusprechen, indem sie Kritik einfach als politische Verfolgung delegitimisiert. Und DAS ist der Punkt an dem es gefährlich wird, weil sich irgendein verwirrter Einzeltäter da draußen bestätigt und ermutigt fühlen könnte.
Natürlich vertritt sie in ihrem Statement ihre Sicht der Dinge. Das hat wenig mit "politischer Oberhand" zu tun, sondern damit dass sie glaubt was sie sagt. Klar hat sie diesen Tweet nicht weiter erläutert, weil sie ihn ja erst mal löschen musste. Daraus etwas zu konstruieren dass einen Aufruf zum Terror darstellt, halte ich für reichlich abwegig. Nur weil ihr jemand zustimmt, muss er das nicht gleich zum Anlass nehmen bewaffnet irgendwo reinzustürmen und selbst wenn, es gibt so viele Bücher über den vermeintlich perfekten Mord. Sind das dann auch Anleitungen für Einzeltäter wie man jemanden umzubringen hat?

Mir kommt es so vor als ob du versuchst eine Freud'sche Tiefenanalyse zu einer Aussage machen, anstatt sie auf das zu begrenzen was sie ist. Im aktuellen Fall geht es sogar weniger darum wie sehr sie recht damit hatte oder wie falsch sie damit lag, sondern eher darum, dass man dies als Anlass nahm sie zu kündigen.
 
Natürlich darf man für seine politische Sichtweise kritisiert werden und Kritik ist ja auch stets willkommen wie gerechtfertigt. Wenn sich deine daraus implizierte Frage auf "Ich bin für Trump" runter brechen lässt, ist das eine politische Ansicht, die bereits reicht um diese Art von Hass und Disrespekt zu erzeugen.
Aber passiert das denn? Werden Trump Anhänger kritisiert einfach nur weil Sie Trump-Anhänger sind? Oder werden Sie kritisiert weil sie als Trump-Anhänger einverstanden sind mit der Unmenschlichkeit für die er steht - ja diese sogar wünschen?
Ich denke doch eher Letzteres.

Der Vergleich ist mit Sicherheit unangebracht. Sie übertreibt um etwas heraus zu stellen, um eine Dramatik herbei zu künsteln, die mit geringeren Standards nicht zu erreichen wäre. Das ist ungefähr so als würde jemand behaupten, wir leben in einer Diktatur, weil die Regierung wegen Corona so viele Einschränkungen macht, die unsere Grundrechte beschneiden. Klar weiß man normalerweise dass es bis zur Diktatur noch ein langer Weg wäre und der Vergleich übertrieben ist, aber so teilen Leute eben ihren Weltenschmerz mit, weil sie stets versuchen komplizierte Dinge zu versimplifizieren.
Nein. Sie geht da über stilistische Übertreibung hinaus. Übertreibung erfordert, dass wenigstens der Kern richtig sein muss. Ist er aber nicht. Die Bedrohung, die Sie da konstruiert, existert schlicht und einfach nicht. Schon in Grundzügen nicht. Trump Anhänger sind keinem Hass ausgesetzt, sondern Kritik. Und diese Kritik ist im Detail begründet - und nicht etwa willkürlich auf Basis von Rasse, wie es z.B. ein wichtiges Merkmal von Nazis wäre.

Natürlich vertritt sie in ihrem Statement ihre Sicht der Dinge. Das hat wenig mit "politischer Oberhand" zu tun, sondern damit dass sie glaubt was sie sagt.
Wenn es Ihr darum ginge, Ihre politischen Ansichten zu vertreten, dann macht sie das denkbar ungeschickt. Denn sie nennt ihre Ansichten ja nicht. Sie belässt es bei einem allgemeinen "political views". Dann verwendet sie aber viele Worte darauf die Kritik an diesen "political views" mit Nazi-Hass zu verknüpfen.

Allein daran sieht man doch, dass es ihr nicht um die Darstellung Ihrer Sicht geht, sondern um die Diffamierung der Kritiker.

Ginge es ihr um die Rehabilitierung ihrer Ansichten, würde sie diese zuerst mal nennen. Und dann erklären, warum die Kritik daran aus ihrer Sicht falsch ist.
 
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Aber passiert das denn? Werden Trump Anhänger kritisiert einfach nur weil Sie Trump-Anhänger sind?
Ja, das kommt durchaus vor. Umgekehrt mit Biden natürlich genauso.

Oder werden Sie kritisiert weil sie als Trump-Anhänger einverstanden sind mit der Unmenschlichkeit für die er steht - ja diese sogar wünschen?
Trump, der Unmensch, ist nun wieder ein Narrativ dass durch verschiedene Medien publiziert wird. Klar ist Trump auch nach meinem Ermessen eine Kartoffel und klar ist der eher rechtskonservativ, aber alles darüber hinaus, entsteht erst mal nur aus dem Blickwinkel des politischen Gegners.

Nein. Sie geht da über stilistische Übertreibung hinaus. Übertreibung erfordert, dass wenigstens der Kern richtig sein muss.
Nein, Übertreibung erfordert nicht, dass der Kern der Aussage richtig sein muss. Kaum zu glauben, aber man kann sich tatsächlich irren, wenn man etwas sagt :) Ich will hier auch gar nicht darüber disktutieren wie weit Kritik in Hass umschlägt und wie man das alles bewerten kann. Auch wenn es uns natürlich leicht fällt, im nachhinein ihren Tweet auf inhaltliche Fehler zu zerlegen, den Vergleich zu entlarfen, im Affekt versucht der Mensch seine Gefühlswert in einfache Worte zu fassen.

Seinen Glauben kann man sich genauso aussuchen, wie seine politischen Ansichten. Es gibt schon Zusammenhänge, aber klar ist auch ihr sicherlich, dass sie über's Ziel hinaus geschossen ist.

Allein daran sieht man doch, dass es ihr nicht um die Darstellung Ihrer Sicht geht, sondern um die Diffamierung der Kritiker.
Ich glaube das ist ein sehr wichtiger Punkt. Der ein oder andere kennt vielleicht noch die Vorgeschichte, bei dem Leute aus dem LG..QT..B? ... ehm ... aus dem (okay, ich google es) ... LGBT Szene, sie immer wieder damit genervt haben, warum sie sich in ihrem Twitter-Profil nicht mit Ihnen solidarisieren wolle in dem sie da ein "gender-flag" reinsetzt. Das wollte sie nicht, weil sie der Ansicht war, dass es eigentlich ihr Twitter Profil ist und sie sich nicht von dritten zu dessen Gestaltung rein reden lassen wollte. Das endete dann in ihrem Beep/bop/boop, was Anlass war iher zu unterstellen dass Sie Leute aus dieser Szene "mocken" bzw. verspotten würde.
In dem Moment war sie bereits auf der roten Liste des Twitter-Mobs und in dem Moment, wirst du gegängelt für einfache Dinge wie politische Ansichten oder weil man eben kein "gender-flag" in sein Twitter Profil rein schreibt. Du kannst es dir vielleicht nicht vorstellen, weil du kein Schauspieler und Person des öffentlichen Lebens bist, aber klar reagiert man dann auf Dauer gereizt und auch mit solchen schlechten Nazi-Vergleichen, nur weil man sich nicht irgendwelchen Trends oder Forderungen unterwirft.
 
Ja, das kommt durchaus vor. Umgekehrt mit Biden natürlich genauso.
Also ich hätte dann doch gerne mal Belege dafür, dass das 1. tatsächlich passiert und 2. in so hoher Zahl, dass es ein gesellschaftliches Problem ist und keine verwirrten Einzeltäter, die im Suff oder Koksrausch rumpöbeln.

Trump, der Unmensch, ist nun wieder ein Narrativ dass durch verschiedene Medien publiziert wird. Klar ist Trump auch nach meinem Ermessen eine Kartoffel und klar ist der eher rechtskonservativ, aber alles darüber hinaus, entsteht erst mal nur aus dem Blickwinkel des politischen Gegners.
Ach weißt du, wer an der Grenze asylsuchende Eltern von ihren Kindern trennt um damit im rechten Lager Punkte zu sammeln, der macht damit deutlich wie es mit ihm um Ethik und Empathie bestellt ist. Trump hat monatelang was von einer gestohlenen Wahl gefaselt - obwohl die Gerichte reihenweise das Gegenteil bestätigen - und hat damit das Vertrauen in die Justiz und die demokratische Institution an sich aufserodiert, ohne ein Problem damit zu haben, in was für eine Welt das führt, wenn große Teile der Bevölkerung ihr Vertrauen in Wahlen und Gerichte verlieren. Für sein persönliches Ego.

Und letztendlich ist ja auch passiert was unweigerlich passieren musste: ein Mob fühlte sich derart im Recht, dass sie es als notwendige Befreieung ihres Landes angesehen haben, ins Kapitol einzubrechen und dabei auch den Tod von Polizisten zu verursachen.

Wenn es darauf einen Blickwinkel gibt, der tatächlich Trump positiv aussehen lässt, dann ist er mit bisher nicht unter gekommen. Eventuell kannst du mir da aushelfen?

Nein, Übertreibung erfordert nicht, dass der Kern der Aussage richtig sein muss.
Eine "Übertreibung" ohne wahren Kern nennt man Lüge.

Kaum zu glauben, aber man kann sich tatsächlich irren, wenn man etwas sagt :) Ich will hier auch gar nicht darüber disktutieren wie weit Kritik in Hass umschlägt und wie man das alles bewerten kann. Auch wenn es uns natürlich leicht fällt, im nachhinein ihren Tweet auf inhaltliche Fehler zu zerlegen, den Vergleich zu entlarfen, im Affekt versucht der Mensch seine Gefühlswert in einfache Worte zu fassen.
Es gibt immer die Möglichkeit der öffentlichen Richtigstellung. Allerdings sollte man da vorsichtig sein, denn - kurzer Exkurs nach Deutschland - unsere AFD Politiker haben die Methode perfektioniert, zuerst so richtig das Pendel rechts ausschlagen zu lassen, und sich hinterher mit "hab ich nicht so gemeint" zu entschuldigen.

Aber die Frage stellt sich ja nicht, denn ein "sorry, hab ich nicht so gemeint" kam von Gina Carrano ja nicht.

Seinen Glauben kann man sich genauso aussuchen, wie seine politischen Ansichten.
Eben. Und das ist ein wichtiger Untrschied zu den Verfolgten des Naziregimes, die der Regel wegen Dingen verfolgt wurden, die ihnen qua Geburt gegeben waren und die sie auch nicht ändern könnten, selbst wenn sie wollten und es ethisch vertretbar wäre sie darum zu bitten.

Es gibt schon Zusammenhänge, aber klar ist auch ihr sicherlich, dass sie über's Ziel hinaus geschossen ist.


Ich glaube das ist ein sehr wichtiger Punkt. Der ein oder andere kennt vielleicht noch die Vorgeschichte, bei dem Leute aus dem LG..QT..B? ... ehm ... aus dem (okay, ich google es) ... LGBT Szene, sie immer wieder damit genervt haben, warum sie sich in ihrem Twitter-Profil nicht mit Ihnen solidarisieren wolle in dem sie da ein "gender-flag" reinsetzt. Das wollte sie nicht, weil sie der Ansicht war, dass es eigentlich ihr Twitter Profil ist und sie sich nicht von dritten zu dessen Gestaltung rein reden lassen wollte. Das endete dann in ihrem Beep/bop/boop, was Anlass war iher zu unterstellen dass Sie Leute aus dieser Szene "mocken" bzw. verspotten würde.
In dem Moment war sie bereits auf der roten Liste des Twitter-Mobs und in dem Moment, wirst du gegängelt für einfache Dinge wie politische Ansichten oder weil man eben kein "gender-flag" in sein Twitter Profil rein schreibt. Du kannst es dir vielleicht nicht vorstellen, weil du kein Schauspieler und Person des öffentlichen Lebens bist, aber klar reagiert man dann auf Dauer gereizt und auch mit solchen schlechten Nazi-Vergleichen, nur weil man sich nicht irgendwelchen Trends oder Forderungen unterwirft.
Ohne das jetzt überhaupt mitgekommen geschweige denn verfolgt zu haben: das war aber nicht der Grund für ihre Entlassung. Als person in der Öffentlichkeit kriegt man halt immer wieder Quatsch von allen möglichen verwirrten Vollidioten ab.

Das erleben Menschen auf dem linken Teil der Skala ganz genauso.
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Problematisch wird es erst dann wenn es sich nicht mehr nur um verwirrte Idioten handelt, sondern wahlweise entweder eine signifikante Anzahl der Gesamtbevölkerung oder aber gewählte Volksvertreter....oder beides.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wohl ein Grund warum er, wie fast alle hier kein Echtphoto und Namen verwendet, weil dann müßte er darauf achten das seine Meinung nicht irgendwie aneckt und schlimmstenfalls ob berechtigt oder nicht Auswirkungen hat.
Ach ich hatte schon eine Zeichnung von mir hier stehen, auf der mich wirklich jeder der mich kennt, erkennen kann.
Nur mir gefällt der Asterix & Obelix Avatar den ich von mir und meiner Familie habe anfertigen lassen, einfach besser.
Leute die mir völlig unabhängig von meinem Brötchenerwirtschaften in meine privaten Angelegenheiten reinreden würden oder sich davon leiten lassen, können mir sowieso gestohlen bleiben, ich kann es mir glücklicherweise aussuchen.
Bis jetzt habe ich aber noch nicht so jemanden kennenlernen müßen - Glück oder Bubble.
Wer seinen realen Namen postet öffnet sowieso für allerlei Unfug Tür und Tor - allein die Spamwelle mag ich mir gar nicht ausmalen.
 
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