1. Keine sau weiß ob der Mitarbeiter nicht gefeuert würde weil er Besoffen zur Arbeit gekommen ist und gekündigt würde . Nun könnte es sein ,das er einfach Chris oder die Firme saures vom Mitarbeiter bekommt an schlechten News . Wer weiß ob der Typ lügt oder nicht .
Tatsächlich ist einer der ehemaligen Mitarbeiter, der als erster öffentlich gegen das Projekt gewettert hat, noch zu seiner kurzen, aktiven Zeit bei CIG betrunken im Chat erschienen und hat dort einige dumme Aussagen von sich gegeben. Und auch einige der anderen ehemaligen Mitarbeiter, die später gegen das Projekt agitiert haben, sind nicht immer positiv aufgefallen.
Dennoch sollte man es sich nicht so einfach machen, diese Quellen als Lügner abzutun. Die meisten dieser Quellen sind authentisch und sicherlich auch ehrlich. Und all diese kleinen Dramen hat es tatsächlich gegeben. Wir haben alle mitbekommen, dass Projekte in den ersten beiden Jahren der Produktion ständig zwischen den Studios hin und her verschoben wurden, dass Production Pipelines über mehrere Studios verteilt waren (und ständig neu arrangiert wurden), dass CIG alle Deadlines gerissen hat (teilweise aus guten produktionstechnischen Gründe, aber offenbar - wie Chris Roberts selber zugibt - teilweise auch weil Projektmanagement mit den Ambitionen der Produktion nicht mithalten konnte), dass Personal ständig umverteilt wurde, dass binnen Wochen das Character Creation Team in Manchester gekündigt hat. Höhepunkt war die große Restrukturierung der Produktion, in derem Zuge auch einige alteingesessene Veteranen ihren Hut genommen haben, weil sie nicht mit ihren Aufgabenbereichen umziehen wollten.
Das sind alles Dinge, die geschehen sind, die wir miterlebt haben, und die sich nicht weg diskutieren lassen. Und ich würde nicht sagen, dass diese Dinge normal sind, auch wenn man nachvollziehen kann, warum diese Dinge geschehen sind. Chris Roberts hätte von Anfang an wissen können, dass eine größere Produktion über mehr Studios mit mehr Mitarbeitern als ursprünglich geplant auch ein stringenteres Management und eine strikte Aufgabenteilung erfordert. Stattdessen musste sich die Studios und Teams offenbar über viele Monate in diesem Chaos zurecht finden, bis Erin Roberts seinem Bruder den Kopf gewaschen hat. Das ist alles nicht ideal gelaufen, und das sollte man nicht abtun.
Du hast aber auch mit einem Recht: Es ist durchaus kritisch, einen Artikel auf den Aussagen ehemaliger Mitarbeiter aufzubauen. Schon in den ersten beiden Jahren der Produktion habe hunderte Entwickler an dem Spiel gearbeitet. Natürlich wird nicht jeder gute Erinnerungen an dieses Projekt haben. Das bleibt nicht aus, besonders wenn diese Mitarbeiter zu Zeiten angestellt waren, als es hinter den Kulissen recht chaotisch zuging. Wer sind nun die Leute, die eine Motivation haben könnten, sich in einem solchen Artikel zu Wort zu melden? Natürlich vor allem Leute, die das Projekt nicht gerade glücklich verlassen haben. Das Problem mit solchen Artikeln ist, dass sie unweigerlich einseitig ausfallen, weil die Quellen einseitig motiviert sind. Und der Artikel tut auch nichts, um die Stimmen der vielen (hunderten) anderen Entwicklern, die an dem Projekt gearbeitet haben oder noch arbeiten, zu hören. Im Grunde macht der Artikel nur das Folgende: "Hey, Chris Roberts, ich habe mit einigen ehemaligen Mitarbeitern deines Projekts geredet, und die haben mir einige interessante Dinge erzählt. Nimm mal Stellung dazu!". Und am Ende obliegt es dem Leser zu entscheiden, was er glauben möchte.
Fairerweise muss man aber auch erwähnen, dass dieser Artikel wohl eher eine Dokumentation denn ein Beitrag zur Wahrheitsfindung sein soll, und in einer fairen Dokumentation müssen diese Stimmen gehört werden. Wie erwähnt berichtet der erste Teil dieser Dokumentation von den wilden Anfangsjahren. Warten wir mal ab, was weitere Artikel in dieser Serie über die Entwicklung des Projekts seit der großen Umstrukturierung zu berichten haben.
Ich kann mich nicht daran erinnern das Steve Jobs/Apple sich ihre Sachen durch User mit Versprechungen haben Vorfinanzieren lassen.
Willkommen in der Welt des Crowdfunding. Das Konzept ist generell nicht nach deinem Geschmack? Schade, aber nachvollziehbar. Immerhin kommuniziert CIG sehr offen und ausgiebig die Entwicklung des Projekts, anders als gewisse andere Projekte.
Nun ja, also was da schon bei dieser kleinen Firma mit gerade mal 300 Angestellten alles für Ungereimtheiten erschienen ist, das kann man nicht mehr als kleine Üblichkeit einer wirklich Großen Firma abhacken.
So viel produzieren wirklich große Studios mit wirklich Großen Spielen und mehreren tausend Mitarbeiten in 10 Jahren nicht.
Doch, du hörst und siehst nur nicht viel davon. Es gibt gute Gründe, warum die meisten Unternehmen gerade in dieser Branche sehr darauf bedacht sind, dass keine Details über interne Abläufe o.Ä. nach Außen gelangen, und dass nur PR-Fachkräfte nach Außen kommunizieren. Denn es gibt überall Leute, die es jedem unscheinbaren Detail eine Schlagzeile konstruieren, die dann u.U. auf das Unternehmen zurück fällt. Aber schau dich einfach mal auf Job-Boards um, was die Leute dort über ihre ehemaligen Arbeigeber zu sagen haben. Würde ich meine Arbeitgeber nach diesen Aussagen wählen, dürfte ich mich nirgends bewerben, weil alle Unernehmen die schlimmsten Ausbeuter und mies geführt sind.
An Star Citizen haben über die letzten dreianhalb Jahre übrigens mittlerweile sicherlich über 1000 Leute gearbeitet. Das liegt zum einen an der generell hohen Turnover-Rate in der Games-Branche, zum anderen sind auch externe Studios in das Projekt eingebunden. Und nochmal, dass es in den Anfangsjahren bei CIG teilweise drunter und drüber ging, bestreitet niemand. Ebenso solltest du nicht ignorieren, dass der Artikel nur über Dinge berichtet, die schon lange zurück liegen.