Spiele müssen kürzer werden, sonst verschwenden sie Lebenszeit

CarloSiebenhuener

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Clover81

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Spiel doch einfach kürzere Spiele. Wenn jemand die Spiele, die er/sie spielt, als verschwendete Lebenszeit ansieht, hat er/sie entweder die falschen Spiele gekauft oder sich gleich das falsche Hobby gesucht. Gerade im Indie-Bereich gibt es viele kurze Perlen, die noch dazu viel weniger kosten. Natürlich haben die meisten davon keine AAA-Grafik, aber irgendwo muss man eben Abstriche machen. Immer schön die Prioritäten (für sich) richtig setzen.

Fun Fact: Als vor vielen Jahren das erste Max Payne rauskam gab es die umgekehrte Debatte. Damals ging es darum, ob es nicht dreist wäre, den vollen Preis für nur acht Stunden Spielzeit zu verlangen. So ändern sich die Zeiten.
 

Yosha86

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@Clover81 Ganz deiner Meinung mir ist z.b RE8 viel zu kurz mit ca 12 Stunden die ich gebraucht habe, wenn man da den normalen Vollpreis zahlen würde Wahnsinn. Ich hätte da gerne ein paar Stunden mehr gehabt für mich kann ein Spiel nie lang genug gehen :).
 

USA911

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Es kommt klar auf das Spiel an, wie es die Länge produziert. Wenn es Nebenaufgaben sind, die man für die Story nicht braucht, kann man Sie ja Beiseite lassen.
Aber unnötig ist es wenn ein Spiel (vorallem mit Ingame-Shop) es recht Grind lastig macht um die Zeit künstlich zustrecken.
 

JohnCarpenter1

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Man muss auch sagen, dass bei Open-World, oder Tomb Raider mit seiner "Hub-Welt" die Immersion leidet, wenn etwa das Ende der Welt bevorsteht und der Spieler Hühner einsammeln darf. Da bin ich der Meinung, weniger ist mehr. Man kann Nebenquest und Sammelaufgaben dezent einbauen (Uncharted Reihe), ohne dass sie sich aufdrängen und überhaupt die Gefahr besteht, dass der Fortschritt / Spielfluss ausgebremst wird.
 

Oximoron12345

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Damals ging es darum, ob es nicht dreist wäre, den vollen Preis für nur acht Stunden Spielzeit zu verlangen.
So würde ich das heute auch noch sehen. Für mich persönlich wären 8 Std. Spielzeit für 60€ schon ein gutes Argument den Titel nicht zu kaufen oder auf einen massiven Rabatt zu warten. Wie Du schon sagtest, es gibt genug gute Indie games für wenig Geld. Natürlich hat da jeder seine eigenen Vorstellungen, ich geb gerne ne Menge Geld für Multiplayer Titel aus, für Spiele die ewig dauern und ich eh nie durschspiele (welch Ironie) und für Kleine Studios die es sich mit dem Produkt auch verdient haben...doch um mich nur n paar Tage damit zu beschäftigen oder n Game am freien Tag mal durchzuspielen ist mir das Geld dann zu schade, dafür hat der Markt dann auch einfach zuviel zu bieten. Abomodelle sind auch einfach nicht mehr zu ignorieren, für das selbe Geld bekommt man schon 3-6 Monate wirklich viel geboten...
 

TheRattlesnake

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Wenn man es genau nimmt dann ist das ganze Hobby verschwendete Lebenszeit.
Wo ist da der Unterschied ob ich ein Spiel 50 Stunden lang spiele oder ob ich 5 Spiele jeweils 10 Stunden lang spiele? Kommt am Ende aufs selbe raus.
Spiele mit weniger als 10 Stunden Spielzeit kaufe ich gar nicht erst zum Vollpreis.
Und sich zu beschweren dass Open World Spiele mit Sammelkram vollgestopft sind ist doch auch Blödsinn. Dann lässt man den Sammelkram halt links liegen und gut ist. Die Hauptsache ist doch dass man während dem spielen gut unterhalten wird. Ist das nicht der Fall dann sollte man was anderes spielen.
 

MichaelG

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Würde ich so pauschal nicht sagen. Es kommt an, was ein Spiel zu bieten hat. Wenn ein Content sinnfrei gestreckt wird um auf Spielzeit zu kommen ist mir ein kürzeres Spiel lieber. Bei anderen Titel sag ich wiederum WTF ? Schon wieder vorbei ?

Bei ME z.B. darf man nicht vergessen die 150 h sind für 3 Spiele (gut ist eigentlich ein großes Spiel in 3 Teilen). Aber da empfand ich zu keiner Zeit Leerlauf oder ein Gefühl einer sinnfreien Spielzeitstreckung. Bei AC in den letzten Teilen empfinde ich den Content stellenweise echt zu viel. Man wird regelrecht davon erschlagen. Ich habe Odyssee immer noch nicht wieder angefaßt und war noch nicht durch. Valhalla das gleiche. Die kommen aber sicher irgendwann dran. Aber der Umfang schreckt echt ab.

Bei AC Origins als letzter durchgespielter Teil habe ich rund 120 h! incl. der DLC benötigt. Ob dieser Umfang wirklich an allen Stellen notwendig war darüber kann man sich streiten. Aber das Spiel war für sich gesehen top.

Ich gehöre auch zu der Sorte Leuten die Arbeiten muß und deren Freizeit begrenzt(er) ist. Dann teile ich mir große Titel halt auch ein. Das (Zeitgründe) ist auch mit ein Grund dafür, daß ich mich nicht großartig auf MP-Titel einlasse (Warthunder ist da eine Ausnahme). Sonst käme ich zu gar nix mehr.

Und was ist mit Sandboxtiteln ohne Ende ? Stichwort: FS 2020 ? Da gibt es kein Ende. Da fliegt man Lieblingsstrecken mit Lieblingsflugzeugen oder mal eine Landeherausforderung wenn ein neues World Update herausgekommen ist. Und da schon kann man die Herausforderung x mal fliegen um seinen Skill zu verbessern (stablierer Anflug, saubereres Aufsetzen, punktgenaueres Aufsetzen usw.) So ein "Spiel" ist quasi nie zu Ende. Da kann man 1000e Stunden fliegen oder auch 10.000e. Es gibt nicht ein Game over.

Das Problem ist heutzutage imho ein anderes: Es erscheinen einfach zu viele Spiele in einem zu kurzen Zeitraum. Und da könnte das Gefühl aufkommen etwas zu verpassen. Deswegen sagt man vielleicht manchmal meh wieso dauert das Spiel XY immer noch an ? Wann kommt das Ende ? Das ist aber dann imho ein Einstellungsproblem und nicht ein Problem vom Spiel selbst und auch nicht von dessen Qualität.

Mich stört z.B. aktuell bei Warthunder daß Gajin die Battlepässe so eng hintereinander herausbringt und permanent auch die Daumenschrauben ansetzt damit es schwieriger wird. Auf der anderen Seite will ich als Jäger und Sammler aber auch die Vehicle aus dem Paß.

Da ist mein Kompromiß der, daß mein Ziel im Pass das letzte Vehicle bzw. dessen Decal ist. Das Vehicle liegt auf Lvl 75 dessen Decal liegt auf Lvl. 79 im Battlepass. Die Level gehen aber in der Regel doppelt so hoch. Der Battlepass-Titel ist mir Wurst. Alles was nach 79 käme ist reiner Boni. Im BP 2 bin ich auf Stufe 122 gekommen (frühzeitig) und hab dann aufgehört. Was will ich mit einer Warbondflut ? Im Warbondshop gabs nichts weiter für mich. Aber wenn ich alles durchmachen würde käme ich zu keinem anderen Spiel mehr. Und das kann es am Ende eigentlich auch nicht sein. Nichts gegen eine gewisse Spielerbindung. Aber man kann es auch übertreiben.

Und wenn man kurze Spiele sucht hilft ein Suchen bei Klassikern oder man holt sich einen Indie-Titel. Die sind von Spieldauer und Umfang meistens überschaubar. (sarkasmusmod on* Oder ein COD wenn man nur den SP spielen will (sarkasmusmod off*).
 
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Neawoulf

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Generell bevorzuge ich auch kürzere Spiele bis maximal 20 Stunden (wobei ich aktuell auch einige längere Sachen spiele). Aber an sich sehe ich weniger das Problem in der Länge der Spiele, sondern darin, wie diese Spieldauer erreicht wird. Gerade Open World Spiele sind so vollgestopft mit lieblosen Nebenaufgaben, die genauso gut aus nem Zufallsgenerator stammen können (Stichwort: Ubisoft Formel). Sowas macht mir keinen Spaß und wenn ich mich mit sowas länger beschäftige, dann verliere ich irgendwann die Lust am Spiel, so dass ich selbst keine Motivation mehr habe die Hauptstory durchzuspielen.

Wenn Nebenaufgaben dagegen mit genauso viel Liebe zum Detail erstellt werden, wie guter Hauptstorycontent und die Welt generell gut gestaltet, ausbalanciert und mit Content gefüllt ist, dann habe ich auch nichts gegen ein Spiel, das mich einige Stunden länger beschäftigt. 100+ Stunden sind mir allerdings generell zu lang.
 

MichaelG

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Ich sage mal Just Cause ist hier ein sehr gutes Beispiel. Die Story dauert nur 12 oder 15? Stunden. Wenn man aber die Insel komplett räumen will ist man das ganze x 10 beschäftigt. Das nervt dann auch wenn man das x-te Camp ausräuchern soll was quasi 1:1 dem Camp entspricht was man 2 oder 3 Camps zu vor schon hatte (weil es nur 3-4 Arten gibt). Dazu diverse Radarstationen (immer das gleiche). So spaßig das Zerstören am Anfang auch ist aber es geht einem nach einer gewissen Spielzeit am Ende nur noch auf die Nüsse. Weil das ganze eigentlich 80% vom Spiel ausmacht und nur 20% tatsächlicher Spielfortschritt sind.
 

LesterPG

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Es kommt auch alles drauf an wie man seine Lebenszeit organisiert.
Einfach so im Biergarten sitzen und ein Bier gluckern, oder selbiges gemütlich während des Spielens süffeln ?

Warum nicht mehrere Dinge gleichzeitig erledigen ?
Es gibt auch genügend Spiele wo man relaxed ohne Panik heruntrkommen kann. ;)

Zudem soll es doch diese technische Neuheit Namens Savegames" geben, viele längere Spiele mit nicht so hohem Spannungsbogen lassen sich so auch 1-2 Wochen fortsetzen.
Die aktiongeladenen spannenden Titel sind zumeist eh immer schnell durch und stellen somit kein Problem dar. :)
 

BxBender

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Richtig so!
Eine gewisse Spiellänge mag bei Rollenspielen etc. erwünscht sein, wo man ja auch ein langgezogenes Abenteuer erleben soll, aber selbst da stellt sich die Frage, ob man wirklich mehr als 20-50 Stunden braucht.
Ich war so doof und habe auch einige der 100 Stunden Monster gekauft, die liegen natürlich wie Blei auf der Platte.
Mit Witcher 3 bin ich damals angefangen, habe aber mittlerweile sicherlich dutzende andere kleine Spiele vorgezogen, die dann ja nur mal eben 5, 10 oder 20 Stunden maximal dauern, "damit man die Bibliothek kleiner bekommt" - also eher nicht^^.
Ich mag es auch nicht, wenn ein Adventure Spiel mit 10-20 Stunden prahlt, wenn ich dann lange Laufwege und komische Rätsel lösen muss, wo ich eigentlich nur eine nette Geschichte aufgeteilt auf 2-3 Abende erleben will und mir daher die halbe Zeit viel mehr zusagen würde.
Anstatt also da noch viel Zeit und Muße hineinzustecken, um die Spielzeit künstlich zu strecken, einfach ein rundes knackiges Erlebnis abliefern, und die kürzere Spielzeit dafür auch mal 5 Euro günstiger auszuschildern, die man dann ja vielleicht auch schon selber an Entwicklungszeit eingespart hat.
Das beste Beispiel für so ein Projekt ist We Happy Few, welches ich gerade spiele.
Laut Test sollten glaube ich 20-30 Stunden für das Hauptspiel (3Charaktere) einzuplanen sein, ich habe aber mit zahlreichen Pausen über 40 für den ersten Charakter auf der Uhr.
Das Spiel war wirklich super, aber danach habe ich mir die hochgelobten DLC angestellt.
Und was soll ich sagen? Ich habe am Freitag gleich zwei von denen am Stück durchgesuchtet, da ging es Schlag auf Schlag, ohne Crafting, ohne langes Laufen.
Das mehr war wie ein interaktiver Film, als Lauf und Suchspiel.
So hat man quasi 2 Extreme in einem Spiel.
"Boah, da hinten im Nebel ist noch irgendwo eine Quest" und "schade, schon vorbei?"
Natürlich muss man Entwickler verstehen, die Angst haben, dass Leute keine 30 Euro für ein 5 Stunden Spiel hinlegen wollen, das geht mir ebenso.
Aber ich würde auch keine 60 Euro für ein 100 Stunden Spiel hinlegen wollen, wenn ich es dann 5 Jahre lang nicht oder nur halbherzig spielen werde.
Da sollte man also irgendwie inen Kompromissbereich finden, womit jeder leben und spielen kann. :)
 

MichaelG

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Klar trinke ich mein Bier während des Spiels. Was aber kritischer würde wäre parallel mal ein Buch zu lesen, Nachrichten oder einen Film anzusehen oder zu schlafen. :-D :-D Zu viel Multitasking versaut dann auch die Immersion. ;) Abgesehen dann auch von der ausreichenden Aufnahmefähigkeit von 2 Medien parallel.

Ich denke einfach die schiere Zahl an Spielen ist in den letzten Jahren schlichtweg zu hoch geworden, als daß man hier relaxt folgen könnte. Und wenn dann bei einigen Titeln 40-60% nur aus Spielzeitstreckungen oder Grinding bestehen ist das im Nachgang schon ärgerlich.
 

Thorvarg

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Mit Verlaub, so ein Schwachsinnsartikel. Wer entscheidet eigentlich was für mich Zeitverschwendung ist? Doch ganz sicherlich nicht der Verfasser des Artikels, denn ich als 63-jähriges Spielkind, bin durchaus in der Lage mich und meine Freizeit selbst zu organisieren.
Man stelle sich vor, dass sich ein Autor in einer Autozeitschrift über die heutige hohe Qualität und Langlebigkeit von Autos echauffiert, da man ja dadurch davon abgehalten wird andere (Schrott)Karren zu fahren. Oder,was ist z.B. mit Wälzern (dicken Büchern)? Hält deren Umfang und Qualität den Leser auch davon ab zu leben, bzw. andere Bücher zu lesen? Diese Liste ließe sich noch endlos fortsetzen.
 

LesterPG

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Klar trinke ich mein Bier während des Spiels. Was aber kritischer würde wäre parallel mal ein Buch zu lesen, Nachrichten oder einen Film anzusehen oder zu schlafen. :-D :-D Zu viel Multitasking versaut dann auch die Immersion.
Ich dachte hier an den Redakteur. ;)

Zumal, wenn der Char ein Päuschen macht, darf "die Hand Gottes" die ihn steuert doch auch ein Päuschen machen, oder ? :)

Letztendlich muß jeder selber wissen, wo er Prios setzt, darf sich dann aber auch nicht beklagen.
 

MichaelG

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Wie gesagt gibt es ja auch noch zig Indies deren Spieldauer bis auf wenige Ausnahmen überschaubar bleiben. Das Problem mit der hohen Spieldauer liegt im Prinzip zu 90% eigentlich nur bei den Triple-A-Blockbustern.
 

Thorvarg

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Wie gesagt gibt es ja auch noch zig Indies deren Spieldauer bis auf wenige Ausnahmen überschaubar bleiben. Das Problem mit der hohen Spieldauer liegt im Prinzip zu 90% eigentlich nur bei den Triple-A-Blockbustern.

Wobei es gar kein Problem ist!
 

MichaelG

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Was man aber auch nicht abstreiten kann, daß in der heutigen Zeit durch den Arbeitsdruck und viel nebenbei, organisatorisches etc. die Freizeit gefühlt gesunken ist. Auch wenn man Familie etc. hat.

Da muß man seine Hobbys und die Nutzung der Freizeit noch besser timen und sich noch genauer überlegen was man in der Zeit macht.
Wobei es gar kein Problem ist!
Ja/Jein. Kommt darauf an. Wenn man dann für eine Mission entsprechend lange benötigt und kaum vorwärts kommt hat man schon ein eher unbefriedigendes Gefühl. ;) Erst Recht wenn man das Gefühl einer künstlich gestreckten Spieldauer hat.

Gut man kann das Spiel dann aufhören und was anderes zocken. Aber meistens fragt man sich dann schon hältst Du nicht doch noch durch ? Die Story ist schon interessant und Du willst wissen wie es ausgeht. Manchmal willst Du auch als Komplettionist auch noch das letzte Achievement holen was aber Zeit erfordert weil teilweise Zufall oder eigener Skill hier für eine längere Dauer sorgen.
 

Schalkmund

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Wenn man ehrlich ist lassen einem selbst die meisten Openworld-Spiele die Wahl ob man stumpf in 30 Stunden durch die Hauptstory rennen will oder die komplette Welt und alle Nebenstorys bzw. -aufgaben in über 100 Stunden mitnehmen will.

Und dann gibt es ja auch noch die Leute die im Grunde keine Zeit haben und jeden Abend nur für ein bis zwei Stunden einfach stumpf in irgendeinem online RPG oder Looter-Shooter denselben Grind zur Entspannung durchziehen.
Es gibt Leute die wollen genau das und spielen seit 16 Jahren WoW. :-D
 

MichaelG

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Oder CS oder was weiß ich. Da liegt aber das Ziel weniger im Grind (gut sicher auch mit) sondern wohl auch eher in dem Willen seinen eigenen Skill zu verbessern und sich via PvP mit anderen zu messen. Wenn dieser MP-Shooter aber hacker- und cheaterverseucht ist versaut das einem dann sicher auch den Spielspaß. ;)

Bei Warthunder wird es dann definitiv nervig wenn man als Random in ein Match geworfen wird wo im Gegnerteam 2 bestimmte russische Squads (OFT) z.B. unterwegs sind. Das sind Pros und keine Randoms. Die fliegen mit Discord/Teamspeakabsprachen. Da kannst Du als Random in einem Team ohne Squad das Match schon fast abhaken. Du bekommst dann so gut wie keinen Fuß auf den Boden. Der schlechteste von denen hat eine KD von 8:2 in einem Match, Der beste macht 23 Kills bei 4 Death. Mein eigener Rekord liegt aktuell bei 19:6 nur zum Vergleich. Im Durchschnitt aber so 5 Kills mindestens, oft auch mal 8-10. Abhängig vom Team und Map.

Die 19:6 hatte ich aber auch nur, weil 80% vom Gegnerteam nicht viel drauf hatte. Aber ab dem 12. Kill hatte ich dann schnell Freunde gefunden und 50% vom Gegnerteam klebten an mir. :-D :-D Da sank dann die Killrate und die meisten Maschinen habe ich dann zu der Zeit verloren. Vorher hatte ich mit 12:2 gar keine so schlechte Rate gehabt. Und meine Mitspieler waren auch nicht die hellsten. Aber halt eben auch Egoisten mit 0 Teamplaygeist.

Ist halt immer ungünstig, da durch den F2P-Status bei Events auch viele Deppen angezogen werden die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben.
 
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Thorvarg

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Was ist mit MMOs? Ich kenne Leute, die täglich 8+ Stunden ESO spielen, wobei es auch hier ausschließlich dem Spielenden selber zusteht, zu entscheiden ob seine Lebensqualität dadurch eingeschränkt wird.
Letztendlich läuft doch der ganze Artikel darauf hinaus, das gesamte Computerspielen an den Pranger zu stellen. Der Autor maßt sich an zu wissen und zu publizieren, was für andere Lebensqualität zu sein hat!
 

Bonkic

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ich geb dem autor grundsätzlich in vielem recht: auch mir sind diese open-world-blockbuster à la assassins creed (ab origins), witcher, skyrim etc. pp. in aller regel schlicht viel zu groß. und ich hasse es, wenn mein questlog mit unzähligen nebenquests zugeschissen wird, selbst wenn die noch so toll sein mögen (was ja zudem eher ausnahme als regel ist).

allerdings gibts dafür 'ne ziemlich simple lösung: ich kaufe und spiele sie einfach nicht! (witcher 3 war 'ne pandemie-bedingte ausnahme, ohne corona hätte ich es wohl niemals durchgespielt). dementsprechend kann ich auch wenig "dreistes" daran finden, wenn die spielzeit künstlich gestreckt wird, um mir damit "lebenszeit zu rauben". ob ich das spielchen mitmache, entscheide ich letzten endes dann zum glück immer noch selbst. und alternativen mit überschaubarer spielzeit gibts doch nun weißgott nach wie vor mehr als genug. :)
 

sauerlandboy79

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Die Länge eines Spiels hängt immer von vielen Faktoren ab:
- Welches Genre?
- Womit ist das Spiel seitens der Entwickler gefüllt?
- Wovon "lebt" das Spiel? Story? Gameplay? Besonderes Feature?
- Enthält das Spiel unnötige Wiederholungen?
- Wirkt das Spiel mit zunehmender Spielzeit arg gestreckt?

Umgekehrt gibt es auch genug Spiele die arg kurz ausfallen und wo man nicht um den Gedanken kommt:
"Hmmm... Da wäre eigentlich mehr drin gewesen."

Ist eine ganz individuelle Betrachtung von Spiel zu Spiel. Ich mag kurz-knackige Spiele wenn diese trotz der Kürze eine enorme Wirkung haben, erfreue mich aber auch an Titeln die über zig Stunden zu fesseln wissen. Die perfekte Formel für DIE perfekte Spielzeit gibt es schlicht nicht.
 

MichaelG

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Nein das ist natürlich Blödsinn. Es muß jeder selber entscheiden wieviel Zeit er für etwas in seinem Leben opfern kann oder auch will. Bei 8 h/Tag kann man aber kaum von einem normalen, arbeitstätigen sprechen. Erst Recht nicht von einem Selbständigen. Was jetzt per se kein Vorwurf sein soll. Es gibt sicher auch EU-Rentner, Rentner oder andere, die diese Zeit aufwenden können.
 

MichaelG

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Das Problem eine positive Kolumne bringt nicht so viele Klicks wie eine mit kritischen und streitbaren Standpunkt.

Bestes Beispiel war doch der Vergleich von HL Alyx zu einem vollkommen anderen Titel (entfallen). Das war absolut blödsinnig, hat aber wohl sein Ziel (Klicks) erfüllt.
 

Neawoulf

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Das Problem eine positive Kolumne bringt nicht so viele Klicks wie eine mit kritischen und streitbaren Standpunkt.

Bestes Beispiel war doch der Vergleich von HL Alyx zu einem vollkommen anderen Titel (entfallen). Das war absolut blödsinnig, hat aber wohl sein Ziel (Klicks) erfüllt.
Da stimme ich mal 100%ig zu. Zocken ist mein Hobby, da geht es mir um Spaß und im Grunde nichts anderes. Ich möchte mich da nicht provozieren oder gar in irgendwelche Streitdiskussionen ziehen lassen. Klar kann jeder seine Meinung sagen und das akzeptiere ich auch, aber wenn eine "Meinung" ausschließlich der Provokation und der Generierung von Klicks zu dienen scheint, dann bin ich schnell raus. Ich brauche sowas nicht.

Das stört mich auch generell auf diversen Nachrichtenportalen: Gefühlt haben sich viele Informationenplattformen in den letzten Jahren in eine Richtung entwickelt, die lieber provoziert, als sachlich zu informieren. Empörung verursachen (als ob wir davon nicht schon genug hätten), anstatt objektiv zu berichten. Es gab mal ne Zeit, da wurde sowas generell zwar von der Bildzeitung immer praktiziert, aber inzwischen haben sich diese Provokationspraktiken massiv auch woanders etabliert.

Ich brauche sowas nicht, da vergeht mir die Lust am Lesen. Und gerade der sinnlose HL Alyx Artikel hat mich auch ziemlich geärgert. So ein sinnloser, unpassender und völlig an den Haaren herbeigezogener Vergleich. Aber dadurch, dass ich mich drüber ärgere, hat der Autor leider wohl schon sein Ziel erreicht.
 
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pineappletastic

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Ich sehe nicht, wo das Problem ist. Die Entwickler lassen einem die Wahl, ob man nur die Hauptstory machen möchte oder alles drumherum. Niemand ist gezwungen jeden Grashalm in den alten Ubisoft Spielen abzusuchen, um eine weitere Trophäe zu kassieren. Man kann AC auch zügig durchspielen, wenn man möchte. Geht es rein um die Story, verpasst man doch bei den Spielen nichts. Der Rest ist nice to have und wenn das Spiel gut ist, dann nimmt man das Drumherum auch mit, wenn man möchte.

Horizon verschlingt im Hauptspiel 60-70 Stunden, wenn man die 100% voll machen möchte. Mein erster Run hat 60 Stunden gedauert, mir haben nur ein paar Waffen, Audios und die Tutorials der Waffentypen gefehlt. Da bist du mit Level 48 und allen geskillten Fertigkeitsbäumen dezent überlevelt, wenn man die Hauptquest abschließt. Man kann Horizon wahrscheinlich auch in unter 30 Stunden durchspielen. Bei Horizon hab ich jede Sammelaufgabe gemacht, weil mir die Landschaft gefallen hat und ich die Kletterpassagen unterhaltsam fand. Bei anderen Spielen lass ich es links liegen, wenn es mir keinen spielspaß-fördernden Grund liefert.

Das einzige Problem was ich sehe, ist die Vielzahl an Spielen, die jährlich released werden. So vor 15-20 Jahren war es noch relativ überschaubar, was man spielt. Man konnte sich darauf fokussieren, hat manche Spiele auch fünfmal oder mehr durchgespielt. Heute sieht die Sache etwas anders aus. Alle zwei Wochen ist irgendein Sale, der pile of shame wächst und wächst. Die Medien trimmen einen auf Konsum, gesellschaftliche Entwicklungen lassen sich nicht wegdiskutieren, alles fühlt sich heute so unfassbar gestresst an. Wenn ich mal ein Buch lesen, denke ich mir auch manchmal, verdammt noch 200 Seiten. Früher warste froh, wenn du Wochen mit einem dicken Schinken verbracht hast. Letztlich liegt es am Konsumenten. Denke jeder muss sich da mal hinterfragen.
 

Zanjiin-147

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Gegenentwurf: Spiele müssen wieder länger werden. Und schwerer.

Sorry, aber wer ein Hobby als "verschwendete Lebenszeit" bezeichnet, hat grundlegend ein Problem mit seiner Freizeitgestaltung.
Denn dann ist auch Sport verschwendete Lebenszeit, Zeit mit Freunden verbringen ist verschwendete Lebenszeit, Lesen ist verschwendete Lebenszeit.

Es gibt genügend kurze Spiele. Es gibt genügend lange Spiele.

Aber davon auszugehen, dass das eigene Freizeitverhalten die Ultima Ratio darstellt, ist hochgradig arrogant.
 
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