Worrel
Spiele-Guru
Man nimmt zwar niemandem etwas Handfestes weg. Und es ist kein direkter Verlust zu erkennen.gehen wir mal davon aus, dass der normale mensch auf der straße unter diebstahl versteht: 'jd anderem etwas wegnehmen'.
ich denke, das ist konsensfähig -oder?
schauen wir uns also an, was bei einer raubkopie passiert: dort nimmt niemand irgendwem irgendwas weg.
das soll "fast das gleiche" sein? schlaf noch mal 'ne nacht drüber.![]()
Trotzdem hat der Raubkopierer (Ja, dieses Wort hat sich dafür eingebürgert, egal, wie sehr es von der Bedeutung stimmt) jetzt etwas in seinem Besitz, was er sich widerrechtlich angeeignet hat.
Und wenn er es nutzt, hat er im Prinzip einen Schaden angerichtet, denn eigentlich hätte er es zum Nutzen kaufen (oder leihen) müssen, was er ja nicht getan hat.
Sprich: jede genutzte Raubkopie kann man mit einem Einkommensschaden beim Hersteller gleichsetzen, weil der Raubkopierer den Leistungsumfang einer Lizenz in Anspruch genommen hat, ohne dafür zu zahlen.
Ob er die entsprechende Lizenz auch zum dafür vorgesehenen Preis erworben hätte, steht auf einem anderen Blatt.