Ja, ich sehe es als Vorteil an. Je nach dem wie alt du bist erinnerst du dich mal so 10-15 Jahre zurück. In dieser Zeit war ein normaler PC den du dir selbst zusammengestellt hast schon wieder veraltet, als du die Komponenten zusammengebaut hast. Man hat jedes 2. jahr locker 300-500 Mark in aktuelle Grafikarten, Prozessoren, Speicher stecken können um auch die neuen Sachen spielen zu können. Ganz ehrlich: das brauch ich nicht wieder, auch wenn die Grafikleistung natürlich schneller voran geschritten ist.
Es ist ein verdammt großer Vorteil nicht ständig aufrüsten zumüssen und ständig viel Geld in den PC buttern zu müssen um spielen zu können. Was meinst du weswegen die Konsolen erst so groß geworden sind

Es war einfacher und lange Zeit einfach einiges günstiger.
Ich bin nicht dagegen, dass sich die Grafik über die Zeit hinweg auch mal weiterentwickeln darf, aber es muss nicht immer alles gleich voll ausgereizt werden. Wenn die Entwicklung langsamer voran geht soll mir und meinem Geldbeutel das ruhig recht sein.
Auch in den 90ern konnte man Rechner einige Jahre für Spiele nutzen. Jedoch kamen im Gegensatz zu heute Spiele, die man nicht mehr auf höchsten Details spielen konnte, wesentlich früher. Bspw. hat ein Intel Pentium von 1995 noch die Mindestvoraussetzungen vom 1999 erschienenen Half-Life erfüllt.
Ok, zugegeben, es ging in den 90ern schon extrem schnell voran. Doch die andere Extreme sehen wir aber heutzutage. Über einen Zeitraum von 6-7 Jahren hat sich fast nichts getan. Wir bauen nur noch schnellere Hardware in unsere Rechner, um höhere Auflösungen, besseres AA, mehr FPS und minimal schönere Effekte zu erreichen.
Dennoch ändert sich nichts daran, dass man mit einem den Konsolen ebenbürtigen PC dieselben Spiele im selben Zeitraum in der selben Qualität spielen kann. Man wird nicht gezwungen, seinen PC aufzurüsten. Das war auch schon in den 90ern so.
Und die
Option, seinen PC aufzurüsten, um den Konsolen weit überlegene Spiele spielen zu können, halte ich
nicht für einen Nachteil. Egal, aus welcher Perspektive ich das betrachte.
Das wäre evtl. dann interessant, wenn es sich auch wirklich lohnt es einzusetzen. Wobei die Physik noch das Wichtigste ist. Eine vernünftige KI sehe ich als Grundvoraussetzung. Dafür benötigt man auch keinen großartigen Fortschritt, sondern nur gute Algorithmen. Die gab es teilweise schon vor 15 Jahren.
Für eine glaubhafte virtuelle Umgebung nützt es mir nichts, eine bahnbrechende Physik bestaunen zu können, die ihren Einfluss auf offensichtlich unecht wirkende Objekte auswirkt. Wenn die Physik realistisch dargestellt wird, erwarte ich auch eine entsprechend realistische Grafik, um "glauben" zu können, was mir mein Bildschirm anzeigt.
Unter der KI stelle ich mir mehr vor als das bisher da gewesene. Unter anderem wäre es eine großartige Entwicklung, wenn in einem Spiel wie GTA jeder NPC über eine eigene, individuell erzeugte Persönlichkeit verfügen würde, die dazu in der Lage ist, mit dem Spieler (auch akustisch) ohne vorgefertigte Dialoge zu kommunizieren.
Meine Frage "wo willst Du hin?" war auch weniger auf die Technik, sondern auf den Realitätsgrad gemünzt. Ist mehr Realität wirklich besser?
Technisch möchte ich, dass eines Tages eine virtuelle Welt von der realen kaum noch zu unterscheiden ist.
Möglicherweise könnte dieser Realismus aber vor allem in Kriegsshootern Grenzen überschreiten. Es wäre natürlich nicht von Vorteil, wenn fast jeder Spieler eines Call of Duty 62 ein Kriegstrauma davon trägt.
Aber die Möglichkeit, jedes Szenario realitätsgetreu darzustellen, kann für nie dagewesene Erlebnisse sorgen.
Meistens ja. Die Mittel sind begrenzt, also wird irgendwo ein Schwerpunkt gesetzt. Da in den Spielemagazinen und im Netz bei den Vorankündigungen die Grafik am meisten zieht, wird er meist dort liegen, dieser Schwerpunkt.
Der letzte Titel, der wirklich grafisch für offene Münder gesorgt hat, war Crysis. Dass Crysis in punkto Physik und KI zu wenig geboten hat, kann ich nicht bestätigen.
Seither gab es leider höchstens Rückschritte. Ich mache vor allem die Popularität von Call of Duty dafür verantwortlich. In Call of Duty gibt es von glaubhafter Physik und Interaktion mit der Umgebung kaum eine Spur, selbst die Grafik ist von vorgestern. Aber das Spiel verkauft sich wie warme Semmeln und andere Titel ahmen dieses Konzept, in der Hoffnung, einen ähnlichen Erfolg zu erzielen, nach.
Es geht nur noch um Action, Action und nochmals Action. Überall müssen die Fetzen fliegen, im Sekundentakt müssen Gegner abgeknallt werden, sonst langweilt sich der anspruchslose Spieler. Wer achtet da schon auf auf liebevoll gestaltete Details? Wer interessiert sich da noch dafür, was passiert, wenn man in einer Wellblechhütte 10 Benzinfässer abstellt und diese anzündet, nachdem man es geschafft hat, auf dem Dach dieser Hütte einen Pickup, beladen mit vielen kleinen Objekten, abzustellen?
Der Gelegenheitsspieler, der seit dieser Konsolengeneration den Markt dominiert, offenbar nicht.
Was ich damit sagen möchte:
Du hast absolut recht, dass sich ganz besonders in Sachen Physik etwas tun muss.
Dass die Physik in Spielen in den letzten Jahren etwas zu kurz kommt, liegt aber nicht an der (kaum existenten) Grafikentwicklung, sondern am Geschmack der den Markt dominierenden Casual-Gamer.
Wirklich?
Und wo ist das Wohlfühlerlebnis, die Entspannung größer?
Kommt wohl aufs Genre an. Wenn ich mich entspannen und wohl fühlen möchte, starte ich jedenfalls keinen Shooter.
Das sieht aber möglicherweise jeder anders.
Vielleicht doch. Wenn Du den Realismus so sehr schätzt, solltest Du es vielleicht mit der Realität probieren, Nachweislich verursachen realistischere Spiele mehr Streß. Also eigentlich ein falscher Weg.
Das erinnert mich sehr an den berühmten Spruch: "willste gute Grafik, dann schau ausm Fenster".
Ich schätze die virtuelle Realität so sehr, da ich mir wünsche, ohne mich oder andere zu gefährden oder einen Sachschaden anzurichten mit Explosionen, hohen Geschwindigkeiten uvm. zu experimentieren und hinterher das selbe Ergebnis zu erhalten, wie es in der Realität der Fall wäre.
Was den Stress angeht: Hier kommt es wohl auch aufs Genre und die Geschmäcker an. Je mehr ein Battlefield einen stressen könnte, desto mehr könnte einen ein Dead or Alive: Extreme entspannen.
Wie ich schon sagte, tut es das in der Praxis meist doch.
Und bei einer begrenzten Arbeitsleistung Z, die auf Grafik W und Story X, Animation und anfassbare Welt Y aufgeteilt werden muss, bleiben für X und Y um so mehr, wenn W nicht so aufwändig ist. Das sieht man doch jetzt schon. Die Titel, die grafisch sehr gut sind, sind es inhaltlich allermeist nicht.
Ich muss dir schon recht geben, aber:
Der Inhalt entsteht nicht in der Hardware, sondern in den Köpfen der Entwickler.
Crysis hat bewiesen, dass es möglich ist, ein technisches Gesamtpaket bereitzustellen, das sich auf höchstem Niveau befindet. Eine bessere Story hätte die Hardware gewiss keine zusätzlichen Ressourcen gekostet.
Ich bleibe weiterhin bei meiner Aussage, dass das eine das andere nicht ausschließt.
Reine Polemik. Nur weil Dinge weniger realistisch sind, sind sie nicht automatisch hässlicher.
"Hässlich" hat eine sehr subjektive Bedeutung. Ich würde eher von "Detailarm" sprechen.
In unserem Fall ist jedes Objekt, das nicht realistisch ist, in jedem Fall detailärmer.
Damit meine ich, dass die Grafik im 2D-Bereich bei einigen Spielen schon sehr stimmungsfördernd war, man alles mögliche anfassen und benutzen konnte und es ausreichend Animationen hatte. Zwar kein Realismus im Sinne von Fotorealismus (da gab es ja mal im Adventure-Bereich so eine unselige Entwicklung, die aber zum Glück wieder rückläufig ist), aber gute Grafik.
Ich widerspreche dir nicht, weil ich noch immer nicht genau weiß, was du meinst.. Könntest du mir ein Beispiel eines der besagten 2D-Spiele nennen?