Also Dead Space ist mit RE wirklich nicht zu vergleichen. In RE, wenn man sich entschliesst zu schießen, dann trifft man in der Regel auch. Es geht da auch nicht um Reflexe, sondern mehr um die Entscheidung, einen Gegner zu töten, und mit welcher Waffe man das macht.
Der Horror ergibt sich in RE nicht nur aus der Darstellung oder dem Setting, Zombies etc., sondern das Spiel an sich setzt den Spieler stark unter Druck, mit begrenzten Speichermöglichkeiten, begrenztem Inventory, zum Teil ungünstigen Kamerawinkeln und Munition die zum Teil so knapp ist, dass man nicht unbedacht jeden Gegner erschießen kann.
Dead Space erzielt den Horror-Effekt fast nur über audiovisuelle Dinge, denn die Spielmechaniken sind die gleichen wie bei vielen anderen Shootern.
Was gut ist an DS sind z.B. diese Türen, für die man solche Nodes verwenden muss mit denen man auch Waffen oder den Anzug upgraden könnte. Jedes Mal wenn man so eine Tür sieht steht man vor der Frage "aufmachen oder nicht?", aber wenn man es tut hat man auch immer das ungute Gefühl, dass man so langfristig weniger Upgrades bekommt. Ich finde sowas löst viel mehr Emotionen aus im Spieler als jedes noch so kreischende Monster, weil man dadurch in einen Zwiespalt kommt und immer das Gefühl hat, irgendwas verpasst zu haben.
Insgesamt sind aber die Ressourcen leider nicht wirklich knapp, denn es ist so vorgesehn, dass man alle Gegner erschießt (nicht wie bei richtigen Horror Games evtl. umgeht) und folglich gibt es auch genug Munition um das zu tun. Dazu kommen dann noch Fähigkeiten wie dieser Freeze Effekt, da verlieren die Gegner schnell ihren Schrecken.
Was das Thema angeht, frag ich mich echt ob der Action Markt nicht auch irgendwann mal übersättigt ist. Bei den ganzen Actionspielen muss doch die Konkurrenz unglaublich groß sein. Ein richtiges Survival Horrorspiel hätte dagegen fast ungeteilte Aufmerksamkeit.