"Suchtfaktor" von Spielen

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webcare

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Wobei "Sucht" ja, zumindest laut Duden auch eine Synonym sein kann für folgendes:

Also wenn man eine Schwäche oder Passion hat, bedeutet das ja nicht unbedingt, das man an einer "Sucht" leidet.

Ich find die Idee der Suchtprävention super.
Nur sich da auf eine gängige Formulierung zu stürzten, welche man verschieden Interpretieren kann ist für mich schon beinahe ein wenig fundamentalistisch.

Noch kurz zum Anfangsposting:
Welche Firma bewirbt sein spiel mit Suchtgefahr?


Die Definition von Sucht bei Wikipedia wurde ja schon gepostet. So können wir natürlich auch noch ewig Worte hin und her drehen ;)
Von Berufs Wegen her ist für mich Sucht ein Synonym für Abhängigkeit.

Mir fällts bei Werbebannern immer wieder auf sowohl bei Apps, als auch am PC. Eine Liste habe ich bisher nicht erstellt, aber sollte ich wohl mal tun. Die redaktionelle Verwurstung des Suchtbegriffs ist mit einfacher Internetsuche zahlreich zu finden. Und aus meiner Sicht ist es offensichtlich, dass es dabei eben NICHT um eine Warnung vor tatsächlicher Suchtgefahr geht, sondern die Formulierung "vorsicht, macht süchtig" als Qualitätsprädikat für das jeweilige Spiel zählt.
 
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webcare

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wie jetzt "mit denen ich arbeite" ? Betroffene, die Hilfe suchen, oder einfach nur zB der Webdesigner und der Buchhalter eures Projekts? ^^

Auch da finde ich: wenn Außenstehende ein sehr intensives Hobby vlt. schon als Sucht wahrnehmen und sich Sorgen machen, dann kann das doch nur positiv sein, auch wenn es strenggenommen rein fachlich nicht korrekt ist, damit diejenigen dann nicht wirklich in eine Sucht abgleiten. Denn "nur" intensiv spielen ist ja schließlich ganz klar immer die Stufe vor einer Sucht...

nope, außerhalb von webcare mache ich nach wie vor Suchtprävention. Mit SchülerInnen, Azubis, Eltern, Lehrer und Führungskräften.

Eben, genau das ist nicht der Fall. Die selbst titulierte Sucht wird ganz und gar nicht zum Anlass genommen, sich Sorgen zu machen, sondern genau das Gegenteil ist oft der Fall: Ich bin voll süchtig, höhöhö. Von Sorge keine Spur, eher eine Unbedarftheit. Anlass, was an dem Verhalten zu ändern ist allzu oft auch nicht vorhanden.

Aber nochmal: was jemand wie im privaten Kontext sagt oder meint, ist nicht mein Anliegen, das ist tatsächlich Weltverbesserertum, das selbst mir too much ist. ;)

Ich finde, Hersteller und Medien tragen eine gewisse Verantwortung, der sie oft genug sehr gut nachkommen. Auch in der PC Games und anderen Magazinen habe ich schon sehr gute und differenzierte Artikel zum Thema Mediensucht gelesen. Also das Thema ist präsent und so soll das auch sein.
Nur finde ich es nunmal unangemessen die Qualität eines Produkts anhand seines "Suchtfaktors" zu messen.
Ist meine ganz persönliche Meinung und die muss auch nicht von jedem geteilt werden.
 

MichaelG

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Eine Sucht ist es imho erst dann, wenn man wegen dieser Sache (Gaming) im Real Life Dinge vernachlässigt. Ob nun Familie, Beruf, verwaltungstechnische Dinge (Ämter), wichtige Dinge im Haushalt o.ä. Und wenn man sich selbst nicht unter Kontrolle hat und auch sagen kann "Nein, jetzt zocke ich nicht, weil andere Dinge anstehen" sondern immer dem Drang nach dem Zocken einfach und in jeder Situation nachgibt.

Ich zocke teils auch exzessiv. Gebe ich zu. Durchaus auch mal 4-5 h am Stück, am WE auch mal in manchen Fällen 8 oder 10 h wenn nichts anderes wichtiges ansteht. Aber ich kann auch wochenlang ohne den PC einzuschalten leben und auch aufs Gaming verzichten. Von daher würde ich meinen Status nicht als Sucht bezeichnen.

Eine Sucht zeichnet für mich insbesondere die Unkontrollierbarkeit von sich selbst aus, indem man abhängig ist von gewissen Dingen. Ob nun Drogen, Tabletten, Aufputschmittel, Alkohol oder Gaming, ohne dem ich nun den Tag nicht überstehen kann.
 
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