P35 Platinum Combo - Erfahrungsbericht

tester18

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Angetestet: P35 Platinum Combo und P35 Diamond

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Überblick

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Vom Design und Ausstattung unterscheiden sich beide Platinen abgesehen von DDRII Unterstützung (Combo only) nur unwesentlich. PCB beider Platinen wird in schwarz gehalten und es kommen nur Feststoffkondensatoren zum Einsatz. Der Parallele- und Serielle - Port auf Back Panel sind sowohl beim Platinum Combo als auch beim Diamond zwei zusätzlichen USB - Ports und 2x eSATA - Ports gewichen. Auch Kühlkonzept der beiden Platinen unterscheidet sich nicht im Geringsten, auf beiden Platinen wird zur Kühlung der North-/Southbridge und den Mosfets die so genannte Circu-Pipe eingesetzt. Alles in allem hinterlassen sowohl das Platinum Combo als auch das Diamond einen sehr guten Eindruck

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Links: I/O Back Panel
Rechts: Circu-Pipe

Kleine aber feine Unterschiede stellt man erst beim nähren betrachten beider Platinen fest, so kommt beim Diamond statt ALC888 (Realtek® HD Audio Chipsatz) ALC888T (T steht für Unterstützung für VoIP Cards), auch zweites Unterschied in der Ausstattung ist auf die Unterstützung von VoIP Card zurück zu führen. So verfügt das Diamond über eine Schnittstelle namens ISLIC1, die Schnittstelle dient zum Anschließen der beigelegten VoIP Karte. Das Platinum Combo ist zwar für die Unterstützung der Karten vorbereitet, jedoch fehlen beim Stecker die Pins und statt ALC888T ist nur ALC888 verbaut.

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Links: P35 Platinum Combo
Rechts: P35 Diamond

Die wesentlichen Unterschiede liegen im Lieferumfang. So findet man im Lieferumfang des Diamonds neben der üblichen Ausstattung, wie Treiber CD, SATA, IDE und Floppy Kabeln, Manual und sämtlichen Brackets, zwei sehr interessante Karten. Eine davon ist bereits oben erwähnte SkyTel VoIP Karte. Bei der zweiten Karte handelt es sich um X-FI Xtreme Audio.

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Links: X-FI Xtreme Audio
Rechts: SkyTel VoIP

Die SkyTel VoIP Karte wird an die oben erwähnte ISLIC1 Schnittstelle angeschlossen und wird anschließend in den untersten PCI Slot (reine mechanische Befestigung) eingesteckt. Bei X-FI Xtreme Audio handelt es sich um eine Karte mit einem PCIe-x1-Interface, somit ist die Karte im Gegensatz zu der SkyTel VoIP in jedem System mit mindestens einem freien PCIe Slot einsetzbar. Wo wir schon bei Einschlüssen bzw. Slots sind beide Platinen bieten einen Menge Anschlussmöglichkeiten (Vollständige übersicht siehe oben) darunter auch 2 PCIe x16 Slots. Beide Platinen sind als CrossFire ready ausgewiesen, SLI wird nach wie vor nur auf NVIDIA eigenen Chipsätzen unterstützt. Volle Performance wird man aber auf keinem Board mit dem P35 Chipsatz erreichen, denn der zweite mechanische x16 Slot elektrisch nur mit 4 Lanes an die Southbridge angebunden ist. In Praxis bedeutet dies je nach eingesetzten Grafikkarten mäßige bis erhebliche Performance Einbusse, so schneidet meine 8800 GTS 320 rund 17.5% (Vergleich Primäre vs Sekundäre Slot) schlechter ab.

Testkomponenten
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Anmerkung:
Mangels DDRIII Speicher konnte ich nur das Platinum Combo in Betrieb nehmen, denn nur dieses kann sowohl mit DDRIII als auch DDRII umgehen. Etliche Tests mit DDRIII sind somit auf der Strecke geblieben.


Inbetriebnahme:

Einbau bereitete keine besonderen Probleme, genau so problemlos gestalte sich auch die erste Inbetriebnahme, dabei waren die Diagnose LEDs besonders hilfreich. Die Diagnose LEDs sind auf der Platine selbst angebracht und lösen somit den alt bewerten D-Bracket2 ab. Mittlerweile sind mit diesem Feature alle P35 Mainboards von MSI ausgestattet.

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P35 Platinum Combo: Diagnose LEDs

Nach dem das Board startete und alle nötigen Bioseinstellungen vorgenommen wurden, galt meine größte Sorge meinem RAID Verbund aber auch hier gab es absolut keine Probleme. RAID Volume (von ICH8R) wurde vom ICH9R Raid Bios fehlerfrei erkannt, sodass keine Daten verloren gingen (Datensicherung wäre auf jeden Fall zu empfehlen) und einer Windows Neuinstallation nichts mehr im Wege stand. Installiert wurde Windows XP SP2 mit Integrierten AHCI/RAID Treibern. Für Installation wurden folgende Treiber verwendet:

- Intel Inf. 8.3.1.1009
- Intel Matrix Storage Manager 7.6.0.1011
- Realtek PCIe Gigabit Ethernet 5.670.0530.2007
- Realtek HD Audio R1.78
- NVIDIA ForceWare 163.71
- Creative X-FI Xtreme Audio 1.04.0076

Feintuning

Nach der erfolgreichen Installation und ersten kurzen Stabilitätstests (ein Halbe Stunde Orthos) war es an der Zeit etwas Feintuning zu betreiben. Bei Standardeinstellungen wird der RAM nur als DDR667 erkannt dieser Umstand lässt sich leicht durch Auswahl eines richtigen Teilers beheben, bei der Gelegenheit habe ich auch Timings nachgezogen. Zweiter Optimierungspunkt waren die Stromsparfunktionen. C1E wird bei Standardeinstellungen nicht aktiviert genau so wenig NX-Bit, lediglich EIST wird bei Standardeinstellungen aktiviert. C1E Option kommt erst zum Vorschein (unter CPU Features) wenn im Hauptmenü F4 gedrückt wird.

Letztendlich wollte ich etwas gegen den deutlich erhöhten Lärmpegel unternehmen. Zum Kühlen der CPU kommt dies Mal eine Wasserkühlung zum Einsatz. Die Wasserkühlung besteht aus einem Alphacool NexXxoS XP CPU Kühler, einer HPPS Plus Pumpe und einem Dual-Radi, letzter wird durch zwei 120e PWM Lüfter gekühlt. Die beiden Lüfter sind an den 4-Pin CPU-Fan Anschluss angeschlossen, zusätzlich ist noch ein dritter 120er Lüfter an den 3-Pin Sys-Fan1 Anschluss angeschlossen. Für den CPU-Fan Anschluss wird eine vollständige Regelung auf Biosebene angeboten, diese funktioniert auch ohne weiteres. All zu niedrig lässt sich die Temperaturen so nicht senken dafür bleibt aber diese relativ konstant auch im übertakteten Zustand. Kern Temperatur pendelt sich nach einem Dauer-Stresstest (Orthos über 7 Stunden) bei 43-45°C ein, was zwar kein besonders berauschender Wert für einen Wasserkühlung ist, mehr lässt sich aber aus der Regelung nicht rausholen, den min. Einstellbare Temperatur liegt bei 40°C (ihs Temp). Lärmpegel bleibt dabei angenehm niedrig. Für die Sys-FAN Anschlusse wird keine automatische Regelung angeboten, die Lüfter lassen sich aber auf bis auf 50% der max. Drehzahl drosseln, dies trägt zur Minderung des Lärmpegels erheblich bei.

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P35 Platinum Combo: Lüftersteuerung

Hardware Overclock

Mit Einführung der P35 Platinen hat noch ein neues/altes Feature Einzug gehalten und zwar Hardware Overclocking dabei handelt es sich um zwei Jumper, mittels dieser Jumper ist es möglich FSB ohne Änderung der entsprechenden Bioseinstellungen anzuheben. Dabei sind Folgende Einstellungen möglich: FSB 200, 266 und 333. Interessant sind die Einstellungen demnach bei CPUs mit dem Standard FSB unter 333MHz, also C2Ds der E4x00 und E/Q/X6x00 Serie. Die Einstellungen (Jumpersettings) habe ich selbstverständlich getestet, das Resultat könnt ihr unten sehen.

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P35 Platinum Combo: E/Q6600@3GHz@idle und load

Die Jumpereinstellungen harmonieren mit dem Bios perfekt. Bei Standardeinstellung "FSB200" wird die CPU nicht in den FSB200 Modus gezwungen, sondern wird erwartungsgemäß absolut korrekt erkannt, auch die Einstellung FSB266 bringt selbstverständlich keine Änderung, um so mehr passiert bei Einstellung "FSB333". CPU wird förmlich in den FSB 333 Modus gezwungen, sodass auch nach einem CMOS reset oder beim Laden der Bios - Standardeinstellungen CPU immer mit dem FSB333 erkannt wird. Von einem perfekt funktionierenden System trennen dann einen nur die üblichen Bioseinstellungen, wie Einstellung einer "richtigen" RAM Frequenz, denn auch bei Einstellung FSB333 wird der RAM nur als DDRII 667 erkannt aber auch hier mangelt es nicht an einem richtigen Teiler. Auch in Hinsicht auf Stromsparfunktionen muss man keine Abstriche machen, diese lassen sich ohne weiteres aktivieren. Betrieb wird dadurch in keiner Weise beeinträchtigt, dies habe ich selbstverständlich durch Mehrstündigen Stresstests getestet, sowohl E6600 als auch Q6600 wurden über 8 Stunden mit Hilfe von Orthos auf Trapp gehalten.

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P35 Platinum Combo: Jumper für Hardware Overclock

An dieser Stelle wird es Zeit das andere Feature zu erwähnen, es versteckt sich hinter dem Biosuntermenü "Power User", hier können bis zu zwei verschiedene Profile mit bevorzugten Einstellungen, z.B ein OC und ein Standard Profil, abgespeichert werden, sodass bei bedarf jeder Zeit unkompliziert und schnell die richtigen Bioseinstellungen geladen werden können.

X-FI Xtreme Audio

Wie ich bereits zuvor erwähnt habe verfügt die X-FI Xtreme Audio über einen PCIe x1 Interface, somit ist diese nicht nur auf dem Diamond einsetzbar, so sah ich das als absolut nicht vertretbar die Karte auf dem Combo nicht einzusetzen. Somit konnte ich auch ohne das Diamond in Genuss von XI-FI Sound kommen.
 
TE
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tester18

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http://217.110.237.67/Test/P35/P35_PL_C/I/X_FI_A.JPG
X-FI

Ich, bisher überzeugter Realtek HD Audio Nutzer, denn so gut wie jedes mein bisheriges System verfügte über einen Realtek Audio Chipsatz, war ich doch angenehm überrascht sowohl von der Benutzerfreundlichkeit des Soundmanagers als auch von der hervorragenden Soundqualität, die sich von der des HD Audio Chipsatzes deutlich abhebt. Die Treiber für die X-FI werden auf einer extra CD mitgeliefert, diese beherbergt auch eine Menge Zusatz Features wie X-Fi Crystalizer, X-Fi CMSS-3D, MIDI-Playback, PCM Stereoausgabe über optische Ausgänge, Line-In-Unterstützung, SPDIF-Passtrough und Aufnahmefunktionen, Dolby Digital und DTS-Signale sowie EAX-Effekte von DirectSound - Spielen.

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X_FI Sound Manager
Benchmarks

Nun kommen wir wohl zum wichtigsten Thema, Benchmarks. Diesmal habe ich einen Vergleich zwischen verschiedenen Platinen ausgelassen und einen kleinen Vergleich zwischen Q6600 und E6600 veranstaltet.

Anmerkung: Aufgrund mangelnden QuadCore Unterstützung wurden einige Benchmarks wie Aquamark usw. ausgelassen.

Es wurden folgende Benchmarks eingesetzt:

- 3DMark06
- PCMark05
- TMPGEnc XPress 4.3.1.222

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P35 Platinum Combo: 3DMark06, PCMark05, TMPGEnc 4.0 XPress E/Q6600@3GHz

Fazit:

Mangels DDR3 Speicher fällt mein kleiner Test nicht ganz rund aus, zumindest nicht so rund wie ich es mir und bestimmt auch einige von euch gewünscht/vorgestellt haben. So konnte ich nur das Platinum Combo auf Herz und Nieren prüfen, wobei die Nieren wohl eher auf der Strecke aus oben genannten Gründen geblieben sind. Diamond blieb dabei voll und ganz auf der Strecke, lediglich X-FI konnte ich unter die Lupe nehmen. Nun wie dem es auch sei, an dem was ich getestet habe, habe ich im Großen und Ganzen keine wesentlichen Kritikpunkte vorzuweisen.
Ein absolut problemloses und stabiles Betrieb, 1a funktionierende Lüfterregelung, umfangreiche Bioseinstellungen + Hardware Overclock, hervorragende und nicht nur optisch ansprechende Kühlung stehen kleinen Schönheitsfehlern, wie ungünstig platzierter Floppy Anschluss und etwas schwer zugänglicher 8-Pin Anschluss, gegenüber. Nach meinem Empfinden fallen die zwei kleinen Schönheitsfehler nicht ins Gewicht. Overlockingtechnisch ist bei dem Board natürlich deutlich mehr als FSB333 drin, leider fehlte mir die Zeit das Board an seine Grenzen zu treiben, halbfertige (wie etwa nicht durch die Stabilitätstests überprüfte) Ergebnisse wollte ich euch nicht liefern.

05.10.2007
 
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