Was hat ein Bildschirm direkt mit den Framerates am Hut?
Achtung nicht FPS mit HZ verwechseln
Gegenfrage:
Dein Rechner erzeugt bei einem alten Titel wie CS 1.6 1500 FPS.
Dein Bildschirm arbeitet mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz.
Wie viele Bilder in der Sekunde kommen effektiv bei deinem Auge an?
Ich versuche die Antwort bildlich darzustellen:
...............|...............|...............|...............|...............|...............|
Jeder "." steht für 1 FPS, das sich zwischen den Bildintervallen des Monitors befindet und von diesem nicht angezeigt wird.
Jeder "|" steht für 1 FPS des Computers und 1 Bildintervall (Hz) des Monitors die zum gleichen Zeitpunkt stattfinden und demzufolge auf dem Monitor für den Menschen sichtbar dargestellt werden.
Diese Linie stellt eine 1/10 Sekunde eines bewegten Bildes bei 960 FPS dar. (pro Bildintervall 16 FPS)
Erklärung: In 1/10 Sekunde wird ein 60 Hz Monitor immer nur 6 Bilder Anzeigen. Völlig egal, ob in diesem Zeitraum der Computer 16, 50, 100 oder 1000 Bilder erzeugt.
Darum kommt beim menschlichen Auge logischerweise nur das an, was der Bildschirm ausgibt und nicht das, was der Computer errechnet.
Und aus diesem Grund bringt es der VR-Technik überhaupt nichts, wenn heute schon alte Titel mit 2000 FPS gerendert werden können, wenn es immer noch keinen Bildschirm gibt, der all diese vom Computer ausgegebenen Bilder tatsächlich anzeigen kann.
Edit: Dieser "Aussortierungsvorgang" der anzuzeigenden Bilder findet natürlich nicht erst im Monitor, sondern bereits im Computer statt.
In den Grafikoptionen gibt man auch schließlich die Bildschirmfrequenz an, damit über die Grafikschnittstelle der Grafikkarte konstant 60 Bilder pro Sekunde fließen.
Völlig egal, ob die Grafikkarte gerade ein CS 1.6 mit 2000 FPS oder ein Cryostasis mit 10 FPS rendert.
Dabei fällt mir gleich der nächste Punkt ein: Meines Wissens gibt es Tag heute keine Grafikschnittstelle, die in der Lage ist, ein Bild von sagen wir mal 640x480 Pixeln und über 1000 Bildern pro Sekunde real zu übertragen. Das Datenaufkommen ist einfach viel zu hoch.