AW:
hagren am 03.08.2009 23:34 schrieb:
Ich glaube es wurden schon genug treffliche Gründe genannt- kostenlose Verfügbarkeit nach bestimmter Zeit/üblicherweise, Verhältnislosigkeit zwischen Leistung und Preis, und, vor allem, pure Ausnutzung von fans, die die Spieleschmiede nahezu vergöttern. Ihre Spiele sind gut, der support beispiellos, aber sie lassen sich dies heutzutage auf Grund des Namens auch (zu) gut bezahlen- und das macht den Unterschied zwischen einer menschlichen- und einer geldgierigen Firma aus. Es ist klar, dass sie besteht und produziert, um Geld zu verdienen, aber irgendwo ist auch Schluss- so etwas sollte in einer normalen Welt niemand kommentarlos zulassen bzw. Gut heißen.
Und inwiefern tut dir oder irgendjemand anderen der Stream jetzt weh?
Ohne dieses "Angebot" würde es eventuell keinen Live-Stream geben. Dann würde niemand rumjammern, dass Blizzard die Fans abzockt da man vor Ort da sein muss,wenn man alles vom Event live mitkriegen will.
Man würde sich einfach auf Newsseiten mit etwas Zeitverzögerung informieren.
Ein Livestream ist absolut kein Muss, bei dem es gang und gebe ist,dass er existiert oder kostenlos ist.
Meiner Meinung nach wäre ein kostenloser Stream ei ntoller Service,der das in letzter Zeit etwas angeknackste Image des Konzerns verbessern würde, aber wenn die Führungebene von Activision-Blizzard es auf diese Weise machen will, gibt es keinen Grund sich zu beschweren.
Der Preis mag ungerechtfertig hoch erscheinen, aber letztendlich geht es doc hdarum was die Kunden zahlen wollen. Läuft der Verkauf schlecht wird der Stream halt nächstes Jahr billiger,kostenlos oder ganz abgeschafft.
Solange kein vorher kostenloser Service kostenpflichtig wird, gibt es keinen Grund zur beunruhigung
Zusammengefasst:
Boykottaufrufe udn Empörungschrei sind vollkommen unangebracht, da:
- keine Abzocke vorhanden ist (ein zusätzlicher eig. unnötiger Service für totalle Fans
=>Wayne?)
- Kein Negativtrend, abgesehen vom Firmenimage, zu entdecken ist( es gab nie einen kostenlosen Livestream)
-Es sich noch zeigen wird ob der Service überhaupt weiterverfolgt wird
-Keinerlei Schaden entsteht(niemand hat einen Nachteil wenn er das Angebot ablehnt)
ps: Meiner persönlichen Meinung nach ist dieses Angebot keine sinnvolle Idee. Ich würde niemals Geld für einen Stream ausgeben(für ein Minipet eventuell,aber dann höchstens 5€), selbst wenn ich WoW spielen oder Blizzard mögen würde und kann mir deshalb nicht vorstellen, dass besonders viele das Angebot wahrnehmen. Diejenigen kunden sind dann eher die "Hardcore-Fans", bei denen Blizzard eh schon hoch genug in der Gunst steht.
Einen großen Teil der Spielergemeinschaft vergrault man jedoch mit dieser Aktion(wei man sieht).
Am Ende wird es sich zwar rein rechnerisch für das Unternehmen lohnen, aber ob der Imageverlust nicht besser durch einen kostenlosen Stream ausgeglichen, anstatt hiermit weiter vergrößert werden sollte lässt sich nur vermuten.
edit:
hagren am 03.08.2009 23:34 schrieb:
Denkt einmal darüber nach; ihr zahlt 30 Euro für einen stream, d.h. ihr seid nicht einmal vor Ort und könnt keinen der Entwickler persönlich treffen oder die neuen Spiele antesten- Die Sinnlosigkeit dieses Dienstes ist himmelschreiend! Oder würdet ihr es in Ordnung finden, wenn Museen auf ihren Webseiten plötzlich Ticketpreise für Online-Gallerien verlangen würden?
Also ich zahle keine 30 Euro für den Stream..Du?
Ich glaube auch kaum,dass besonders viele aus dem Forum Geld dafür bezahlen werden.
Seit wann kann man als Besucher der Messe die Entwickler persönlich treffen? Kann sein dass ich in der Hinsicht ein wenig zu nihilistisch bin, aber ist es nicht egal ob ich ein Männchen auf der Bühne reden sehe und irgendwo in der Masse stehe,oder ob ich ihn in meinem Pc(wahrscheinlich verständlicher und ganauer da näher) sehen kann?
Sinnlos ist der Dienst sicherlich, aber es gibt viel sinnloses auf der Welt und ich glaube nicht,dass sich irgendjemand da oben(im Himmel) für Blizzard interessiert...
Würden Museen Exponate im Internet ausstellen müssten sie unter Umständen sogar Geld verlangen, da die Veröffentlichung von Werken(zumindest von noch lebenden Künstlern) meines Wissens nach zu einer Klage führen kann,wenn der "Veröffentlicher" dem Künstler nicht die Rechte abkäuft. Aber abgesehen davon wäre mir uach das egal.Ich würde den Kopf schütteln über diesen unnötigen Service(wer schaut sich schon Kunst auf einem 22" Bildschirm an?) und stattdessen ins Museum gehen.