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News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

Aus meiner Sicht gibt es ebenfalls keine moralische Bedenken. Warum sollte man man Gesichtspunkte, die einen Tei der (wenn auch unerfreulichen) Geschichte ausmachen, einfach tot schweigen? Jetzt sind es Kriegsverbrecher wie Hitler oder Stalin, demnächst gehören vielleicht auch Saddam Hussein und Osama bin Laden zu den Personen, die als Gegner in einem PC-Spiel auftauchen.

Die Geschichte ist selten Friede, Freude, Eicherkuchen und viele dunkle Momente gehören nun mal dazu. Ich würde dies eher zu einem Punkt der Aufklärung zählen als moralische Bedenken zu äußern - wie bereits weiter oben gesagt wurde. Und solange es z. B. kein Strategiespiel ist, in dem ich die Person von Hitler übernehme und für die Vergrößerung des Deutschen Reiches und der Vernichtung der Juden verantwortlich bin, sehe ich da kein Problem.

Wie aber auch schon gesagt, wird dieses Thema es bei älteren "Verbrechern" nicht diskutiert. In der Demo von Rise & Fall bin ich letztens noch mit Cleopatra metzelnd über das Schlachtfeld getobt; ich spiele Nationen aus verschiedensten Zeiten, und wenn ich mit Römern meine Gegner vernichte, wird doch auch nicht die Frage der Moral gestellt ...
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

GenZero am 19.05.2006 14:19 schrieb:
DH2000 am 19.05.2006 14:11 schrieb:
Is es denn Moralisch vertretbar überhaupt REALE KRIEGS SZENARIEN nach zu spielen? Bedenkt man wieviele menschen bei diesen Kriegen ums leben kamen, is die antwort ziemlich eindeutig!
Also was soll nu dieser pipikram, von wegen, ab wann is ein Kriegsspiel moralisch nicht mehr vertretbar?! Die antwort is doch ganz klar. Reale Kriegs Szenarien sind definitiv NIE moralisch vertretbar!
MfG DH
Ob man nun in Dokumentarfilmen zerfetzte Leichen sieht und wie sich die Leute bekämpfen, oder im Spiel(da wird das noch nichtmal so drastisch dargestellt) ist doch Wurscht, kommt aufs selbe hinaus...

Falsch. Im Spiel bist du "Täter", bei der Dokumentation nur Zuschauer bzw. Zeuge. Man kann Spiele einfach nicht mit Dokumentationen vergleichen, da diese sich nicht durch die Interaktivität "auszeichnen", und die Themen sicherlich "seriöser" aufbereiten als irgendein WW2-Shooter, der z.B. die deutschen Soldaten als "hirnloses Kanonenfutter" zeigt, und die Befreier hingegen als Helden patriotisch angehaucht präsentiert. Da prallen Welten aufeinander: Deutsche Soldaten -> Wertlos, alles Nazis, Abschaum. Spielerfigur (Alliierter) -> Held, unbesieg- und unfehlbar.

Regards, eX!
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

hm..

inwiefern ist kriegsführung moralisch?
es gibt derartig viele kriegsspiele,
vom moralischen standpunkt dürfte man wohl keins davon angreifen,
va. nicht den 2. weltkrieg, was für den dt.sprachigen raum gilt..
(holocaust)

der nächste schritt wäre:
inwiefern ist es moralisch, ein aufbau-strategie spiel zu spielen,
wo es nur darum geht, soviel geld wie möglich zu machen,
um es dann in neue projekte zu investieren, um wieder viel geld zu machen?
gesellschaftlich auch nicht moralisch, gewinnmaximierung zu betreiben (IRL heisst das: auf kosten aller anderen bzw. des steuerzahlers)

da könnte man etliche spiele, in verbindung mit moral, gleich wegschmeissen.

das soll keine kritik an der moral selbst sein, die halte ich für extrem wichtig,
genauso wie,
dass jeder ein bisserl zurückstecken muss für andere (die man nicht kennt, und oftmals mit dem vorurteil "asozialer" oder "arbeitsloser" tituliert),
sonst leben wir nicht in einer gemeinsamen gesellschaft,
sondern in einer anarchy..
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

Vielen Dank an alle, die sich so rege an der Diskussion beteiligen. Schön, dass das Thema auf so starkes Interesse stößt. Ich bin schon gespannt, was es noch an Beiträgen zu lesen geben wird.

Schöne Grüße
Stefan W.
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

Ich bin eigentlich der Ansicht das solche Charakteren in die Spiel gehören solange die Gamestory auch Hystorisch korrekt ist, insbesonder bei solchen Kriegsverbrecher wie Stalin oder Hitler damit ihre Verbrechen nicht vergessen werden.

Ich finde es eigentlich auch unkorrekt das ins II WK Games wie CoD und so Hackenkreuze durch andere Symbole ersetzt werden nur weil das ist ein Teil der Geschichte ist die man gerne vergessen würde.

Aus den Fehlern der Vergangenheit kann man für die Zukunft lernen wenn man solche Ereignisse Verdrängt und Vergisst wird sich das eines Tages wiederholen.
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

Wenn ich zu mir selbst ehrlich bin, sehe ich auch keine stichhaltige Rechtfertigung für Kriegsspiele jeder Art. Eigentlich muss man ja auch sagen, "Je realistischer, desto ekelhafter". Und trotzdem spiele ich solche Spiele (und ziehe mir dafür regelmäßig das Kopfschütteln meiner Partnerin zu). Warum?
Weil wir Männer (und >95% der Shooter-Spieler sind doch wohl männlich, oder?) einfach eine Schwäche für Gewalt haben. Das steckt archaisch irgendwie in uns drin. Das heißt nicht, dass wir im realen Leben alle Gewalttäter sind (ich persönlich bin ein völlig friedlicher Mensch, der in seinem ganzen Leben noch keine Schlägerei hatte), das bedeutet nur, dass Gewalt eine gewisse Faszination auf (die meisten von) uns ausübt.

Bleibt nur die Frage, ob das schlimm ist und man diesem "Trieb" nachgeben darf oder nicht. Ich denke, ich kann damit umgehen und vielleicht hilft es mir sogar im Alltag weniger aggressiv zu sein. Bei anderen mag das anders sein..
Horatio
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

Interessant wäre es nach einer erfüllten Mission im 2.WK, bzw. auch in modernen Szenarien, wenn dem Spieler die Verstöße nach dem Humanitären Völkerrecht, Kulturgutabkommen, usw. aufgezeigt werden.
Das sensibilisiert dann bestimmt ein wenig und vielleicht macht der eine oder andere sich auch mal Gedanken wenn er einen Artillerie Schlag auf eine Kirche befiehlt.
Interessant finde ich das es noch kein Spiel geschafft hat Kriegsgefangene mit einzubinden. Meistens lässt sich der "doofe" Gegner bis zum letzten Mann überrollen. Flucht und Kapitulation sind eher die Seltenheit in Spielen wie Rush for Berlin, obwohl das Spiel sich mit Taktischer Realität rühmt.
Scheinbar gab es keine Kesselschlachten mit 100000 PoW´s im 2.WK, auf jeden Fall nicht in der Computer-Spiele Realität.
MfG Martin
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

Geppi am 19.05.2006 15:31 schrieb:
Interessant wäre es nach einer erfüllten Mission im 2.WK, bzw. auch in modernen Szenarien, wenn dem Spieler die Verstöße nach dem Humanitären Völkerrecht, Kulturgutabkommen, usw. aufgezeigt werden.
Das sensibilisiert dann bestimmt ein wenig und vielleicht macht der eine oder andere sich auch mal Gedanken wenn er einen Artillerie Schlag auf eine Kirche befiehlt.
Interessant finde ich das es noch kein Spiel geschafft hat Kriegsgefangene mit einzubinden. Meistens lässt sich der "doofe" Gegner bis zum letzten Mann überrollen. Flucht und Kapitulation sind eher die Seltenheit in Spielen wie Rush for Berlin, obwohl das Spiel sich mit Taktischer Realität rühmt.
Scheinbar gab es keine Kesselschlachten mit 100000 PoW´s im 2.WK, auf jeden Fall nicht in der Computer-Spiele Realität.
MfG Martin

In Imperial Glory (Ende 18. / Anfang 19. Jhd.) gibt's Kriegsgefangene.
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

Zunächst einmal an die Leute, die meinen Antike und Neuzeit durcheinander werfen zu müssen:

Die Massstäbe sind dabei vollkommen unterschiedlich! Je weiter wir in der Zeit zurückschreiten, desto weniger können wir unsere heutigen moralischen und ethischen Massstäbe ansetzen. Extremes Beispiel: Es ist etwas vollkommen anderes, ob ein früher Steinzeitmensch jemandem mit dem Knüppel erschlagen hat, oder ob man heute jemanden umbringt!
In der Antike das gleiche: Entweder man war eine grosse Macht, oder man wurde von noch grösseren Mächten einfach vernichtet. Pazifistische Völker in der Antike hatten die Lebenserwartung einer Fruchtfliege. Von daher gesehen halte ich es schon für weniger problematisch die Feldzüge eines Cesar nach zu spielen, da es aus seiner Sicht und zu seiner Zeit einfach üblich war zu erobern, oder erobert zu werden.


Mit Hitler haben wie die Aufklärung aber schon lange hinter uns und man ihn deshalb nach allem was wir heute wissen, denken, fühlen als einen der schlimmsten Kriegsverbrecher der Geschichte bezeichnen kann. Sowohl er als auch seine Mitstreiter wussten genau, was sie taten als sie tausende Juden vernichteten!

Meines Erachtens kann man Hitler nur so darstellen, im direkten Zusammenhang mit tausenden und millionen Toten, sowohl auf jüdischer, deutscher als auch alliierter Seite, die er zu verantworten hat. Und dabei nicht als kleine Pixel-Opfer sondern in all ihrer grausamen Detailliertheit., so dass selbst dem hartgesottenstem Splatter-Fan schlecht wird und eher wegschauen möchte, wenn er z.B. die Berge von realen Leichen von zu Tode gehungerten und von Krankheiten geschundenen Körper jüdischer Ghetto-Kinder betrachtet.

Entweder stellt man Hitler (oder auch Stalin) in einem Computer-Spiel SO dar, oder GAR NICHT!!!
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

HanFred am 19.05.2006 13:50 schrieb:
ein gewaltiger unterschied besteht da schon:
es leben immer noch opfer bzw. deren angehörige von aktuelleren kriegsverbrechern.

wie warscheinlich ist es, dass ein >80jähriger an dem Spiel stört?
Wenn erüberhaupt davon Wind bekommen sollte?
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

oceano am 19.05.2006 15:55 schrieb:
Meines Erachtens kann man Hitler nur so darstellen, im direkten Zusammenhang mit tausenden und millionen Toten, sowohl auf jüdischer, deutscher als auch alliierter Seite, die er zu verantworten hat. Und dabei nicht als kleine Pixel-Opfer sondern in all ihrer grausamen Detailliertheit., so dass selbst dem hartgesottenstem Splatter-Fan schlecht wird und eher wegschauen möchte, wenn er z.B. die Berge von realen Leichen von zu Tode gehungerten und von Krankheiten geschundenen Körper jüdischer Ghetto-Kinder betrachtet.

Entweder stellt man Hitler (oder auch Stalin) in einem Computer-Spiel SO dar, oder GAR NICHT!!!

und was soll das bringen? Sowas landet sofort auf den Index und dann is die Sache gelaufen. ;-)

Warum soll man gerade Hitler so darstellen? Wenn man es bei den anderen großen Diktatoren und Kriegherren nicht macht?
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

@Stefan Weiss


nun, ich denke man sollte nicht alles auf die Goldwaage legen.
Der Krieg und seine verheerenden Ausmaße ist mittlerweile über 40 Jahre vorbei und gehört der Vergangenheit an!

Ich finde es übelst, wie man als Deutscher heutzutage immer noch einen halben Kniefall machen muß und sich Jahr zu Jahr erneut für die Grausigkeiten (Judenverfolgung etc.) entschuldigen muß! :-$


Zum einen habe ich nichts damit zu tun, weil ich war nicht dabei hätte einen Krieg auch nicht für gut geheißen, nur was hat denn Stalin gemacht oder aber aktuell Mister Busch (Thema Irak) oder noch aktueller (Iran)?

Da redet kaum jemand drüber, weil ja alle so viel Angst und Respekt vor den USA haben.

Ich kann nur sagen, das es z.B die Judenverfolgung immer schon gegeben hat (siehe Kreuzzüge oder aber Geburt Jesus etc.)
Natürlich ist es nicht gut, aber ich glaube nicht, das Deutschland das einzigste Land ist, was solch`Taten begangen hat.
Alles andere wird nämlich schön unter den Tisch gekehrt und hätten andere den Krieg verloren, wären wir heute nicht die ach so bösen Deutschen.


Darum,
wenn Du schon hier Meinungen sammmeln möchtest dann überlege auch vorher und sehe die Vergangenheit nicht nur negativ, denn heute ist es zum Teil viel schlimmer (zumindest in anderen Ländern)!
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

KTDynastie am 19.05.2006 16:23 schrieb:
@Stefan Weiss


nun, ich denke man sollte nicht alles auf die Goldwaage legen.
Der Krieg und seine verheerenden Ausmaße ist mittlerweile über 40 Jahre vorbei und gehört der Vergangenheit an!

60 Jahre, bald 61.
1945-2006 ;-)
Wenn man davon ausgeht, dass 1955 die letzen Krieggefagenen aus Rußland heimkamen (Frechheit ohne gleichen), dann sag halt 50 Jahre.
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

KTDynastie am 19.05.2006 16:23 schrieb:
@Stefan Weiss

nun, ich denke man sollte nicht alles auf die Goldwaage legen.
Der Krieg und seine verheerenden Ausmaße ist mittlerweile über 40 Jahre vorbei und gehört der Vergangenheit an!

Der Krieg ist vorbei, ABER DAS GEDANKENGUT lebt leider noch immer. Es ist ja scheinbar "trendy" Antisemit oder generell ausländerfeindlich zu sein. Imho liegt hier die eigentliche Problematik. Es ist nicht mehr der WW2 der problematisch ist, sondern der Personenkreis der glaubt, alte "Tugenden" von damals brachial umsetzen zu müssen.

Ich finde es übelst, wie man als Deutscher heutzutage immer noch einen halben Kniefall machen muß und sich Jahr zu Jahr erneut für die Grausigkeiten (Judenverfolgung etc.) entschuldigen muß! :-$

Wenn ich teilweise die extremen Meinungen von "deutschen" Menschen hören muss, die sich schändlich über das Judentum, "Kanaken", "***" und Co. äußern, dann halte ich es für richtig, oft darauf hinzuweisen wohin dieses Gedankengut führen kann.

Zum einen habe ich nichts damit zu tun, weil ich war nicht dabei hätte einen Krieg auch nicht für gut geheißen, nur was hat denn Stalin gemacht oder aber aktuell Mister Busch (Thema Irak) oder noch aktueller (Iran)?

Da redet kaum jemand drüber, weil ja alle so viel Angst und Respekt vor den USA haben.

Zumindest die USA haben aber nicht im großen, industriellen Stil, Feinde des Systems hingerichtet, aufgrund anderer sexueller Orientierung, anderer Gesinnung oder Hautfarbe. Da hat Deutschland wohl das Patent drauf, auf die systematische Vernichtung anderer Menschengruppen die nicht in das System gespaßt haben.

Ich kann nur sagen, das es z.B die Judenverfolgung immer schon gegeben hat (siehe Kreuzzüge oder aber Geburt Jesus etc.)
Natürlich ist es nicht gut, aber ich glaube nicht, das Deutschland das einzigste Land ist, was solch`Taten begangen hat.

Doch, in der oben beschriebenen Form schon. Da waren wir Deutsche führend.

Alles andere wird nämlich schön unter den Tisch gekehrt und hätten andere den Krieg verloren, wären wir heute nicht die ach so bösen Deutschen.

Stimmt dann wäre Deutschland heute Europa, und es wären alle Feindbilder aus dem neuen Reich vernichtet worden. Meiner Meinung nach auch nicht gerade eine tolle Vorstellung, oder?

*sry 4 offtopic*

Regards, eX!
 
AW: News - Stefan Weiß Bescheid: Kriegsverbrecher in Spielen - eine Frage der Moral?

KTDynastie am 19.05.2006 16:23 schrieb:
@Stefan Weiss


nun, ich denke man sollte nicht alles auf die Goldwaage legen.
Der Krieg und seine verheerenden Ausmaße ist mittlerweile über 40 Jahre vorbei und gehört der Vergangenheit an!

Ich finde es übelst, wie man als Deutscher heutzutage immer noch einen halben Kniefall machen muß und sich Jahr zu Jahr erneut für die Grausigkeiten (Judenverfolgung etc.) entschuldigen muß! :-$


Zum einen habe ich nichts damit zu tun, weil ich war nicht dabei hätte einen Krieg auch nicht für gut geheißen, nur was hat denn Stalin gemacht oder aber aktuell Mister Busch (Thema Irak) oder noch aktueller (Iran)?

Da redet kaum jemand drüber, weil ja alle so viel Angst und Respekt vor den USA haben.

Ich kann nur sagen, das es z.B die Judenverfolgung immer schon gegeben hat (siehe Kreuzzüge oder aber Geburt Jesus etc.)
Natürlich ist es nicht gut, aber ich glaube nicht, das Deutschland das einzigste Land ist, was solch`Taten begangen hat.
Alles andere wird nämlich schön unter den Tisch gekehrt und hätten andere den Krieg verloren, wären wir heute nicht die ach so bösen Deutschen.


Darum,
wenn Du schon hier Meinungen sammmeln möchtest dann überlege auch vorher und sehe die Vergangenheit nicht nur negativ, denn heute ist es zum Teil viel schlimmer (zumindest in anderen Ländern)!


:top: Genau meine Meinung!!! Man sollte die Vergangenheit nicht immer auf die Gegenwart übertragen. Was mir auch auffällt: In den USA wird morgens in der Schule zur amerikanischen Nationalflagge "gebetet" (Pledge of Allegiance) statt wie bei uns z.B. an kirchlichen Schulen zum Kreuz. Was wäre wohl wenn wir ein deutsche Flagge an der Wand hängen hätten? Ich möchte nicht wissen welch Aufschrei durch unsere Nation gehen würde...

P.S. du meinst wohl über 60 Jahre! (bezogen auf den Krieg) :-)
 
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In Imperial Glory (Ende 18. / Anfang 19. Jhd.) gibt's Kriegsgefangene.

Cool, wird aber eher die Ausnahme sein.
 
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sry, aber wenn wir schon offtopic sind... :-)

eX2tremiousU am 19.05.2006 16:34 schrieb:
Der Krieg ist vorbei, ABER DAS GEDANKENGUT lebt leider noch immer. Es ist ja scheinbar "trendy" Antisemit oder generell ausländerfeindlich zu sein. Imho liegt hier die eigentliche Problematik. Es ist nicht mehr der WW2 der problematisch ist, sondern der Personenkreis der glaubt, alte "Tugenden" von damals brachial umsetzen zu müssen.

Wenn ich teilweise die extremen Meinungen von "deutschen" Menschen hören muss, die sich schändlich über das Judentum, "Kanaken", "***" und Co. äußern, dann halte ich es für richtig, oft darauf hinzuweisen wohin dieses Gedankengut führen kann.

Woher nimmst du diese Meinung? Ich finde nicht das es "trendy" ist ausländerfeindlich zu sein. Auch bei den Leuten die ich kenne gibt es diese Ansicht nicht. Allerdings streite ich nicht ab, dass es generell immer extreme Meinungen gibt. Die gibt es es aber nicht nur bei uns sondern auch genauso z.B. in den von dir verteidigten USA (Rassentrennung) oder in Italien (Lazio Rom!!!) Solches Gedankengut ist wohl in jedem Land vorhanden. Deswegen aber gleich auf eine allgemeine Tendenz zu schließen, ist meiner Meinung nach weit hergeholt!!!

Zumindest die USA haben aber nicht im großen, industriellen Stil, Feinde des Systems hingerichtet, aufgrund anderer sexueller Orientierung, anderer Gesinnung oder Hautfarbe. Da hat Deutschland wohl das Patent drauf, auf die systematische Vernichtung anderer Menschengruppen die nicht in das System gespaßt haben.

Mit den USA gebe ich dir Recht, aber das mit dem "Patent" halte ich für Unsinn. In der UdSSR (zur Zeit Stalins) wurde eben diese systematische Verfolgung anderer Menschengruppen durchgeführt. Anhand dieses Diktators sieht man, wie grausam und unnachgiebig ein machbesessener Mensch mit Oppositionellen und "Staatsfeinden" umgehen kann! (Straflager in Sibirien, Schauprozesse usw. ; Historiker sprechen von 19-22 mio. Opfern unter Stalin!!!)


Doch, in der oben beschriebenen Form schon. Da waren wir Deutsche führend.

KTDynastie spricht von z.B. Judenverfolgungen!!! Verfolgungen anderer Volksgruppen und/oder sozialer Minderheiten gab es in anderen Ländern genauso. Wenn wir gerade bei Stalin sind: Verfolgung der Kulaken (im allgemeinen arme Bauern in der Sowjetunion) Opfer: mind. 10 Millionen.


Stimmt dann wäre Deutschland heute Europa, und es wären alle Feindbilder aus dem neuen Reich vernichtet worden. Meiner Meinung nach auch nicht gerade eine tolle Vorstellung, oder?

Das ist wieder eine vage Vermutung. Du kannst nur vermuten wie die Geschichte verlaufen "wäre", "wäre" der Krieg anders verlaufen. KTDynastie sagt: "hätten andere den Krieg verloren". Wer seiner Meinung nach dann genau gewonnen oder verloren hat, davon ist keine Rede! Also bewegen wir uns hier auf einer "wäre", "könnte", "hätte", "vielleicht" Ebene! Daraus kann keine vernünftige Diskussion entstehen. Wir sollten uns auf Fakten und Tatsachen beschränken und nicht auf Vermutungen!!!
;-)
 
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oceano am 19.05.2006 15:55 schrieb:
Zunächst einmal an die Leute, die meinen Antike und Neuzeit durcheinander werfen zu müssen:

Die Massstäbe sind dabei vollkommen unterschiedlich! Je weiter wir in der Zeit zurückschreiten, desto weniger können wir unsere heutigen moralischen und ethischen Massstäbe ansetzen. Extremes Beispiel: Es ist etwas vollkommen anderes, ob ein früher Steinzeitmensch jemandem mit dem Knüppel erschlagen hat, oder ob man heute jemanden umbringt!
In der Antike das gleiche: Entweder man war eine grosse Macht, oder man wurde von noch grösseren Mächten einfach vernichtet. Pazifistische Völker in der Antike hatten die Lebenserwartung einer Fruchtfliege. Von daher gesehen halte ich es schon für weniger problematisch die Feldzüge eines Cesar nach zu spielen, da es aus seiner Sicht und zu seiner Zeit einfach üblich war zu erobern, oder erobert zu werden.


Mit Hitler haben wie die Aufklärung aber schon lange hinter uns und man ihn deshalb nach allem was wir heute wissen, denken, fühlen als einen der schlimmsten Kriegsverbrecher der Geschichte bezeichnen kann. Sowohl er als auch seine Mitstreiter wussten genau, was sie taten als sie tausende Juden vernichteten!

Meines Erachtens kann man Hitler nur so darstellen, im direkten Zusammenhang mit tausenden und millionen Toten, sowohl auf jüdischer, deutscher als auch alliierter Seite, die er zu verantworten hat. Und dabei nicht als kleine Pixel-Opfer sondern in all ihrer grausamen Detailliertheit., so dass selbst dem hartgesottenstem Splatter-Fan schlecht wird und eher wegschauen möchte, wenn er z.B. die Berge von realen Leichen von zu Tode gehungerten und von Krankheiten geschundenen Körper jüdischer Ghetto-Kinder betrachtet.

Entweder stellt man Hitler (oder auch Stalin) in einem Computer-Spiel SO dar, oder GAR NICHT!!!

sehe ich ganz genauso. entweder man ziegt was diese bestien gemacht haben oder man lässt es eben. und wenn sowas auf dem index landet dann kann ich das auch nicht verstehen. das ist geschichte und wirklich passiert.
 
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Horatio am 19.05.2006 13:37 schrieb:
Dennoch bis auf weiteres: siehe Signatur.
AHH
LATEIN! :-S :-S :-S :pissed: :pissed: :-$ :-$ :-$ :-$
wie kann man das nur in seinre freizeit schreiben??????????? ARGH IGITT MAN BAH. Diese ganzen sinnfreien sätze in der schule, diese total behinderte grammatik, die für alles ne ENDUNG hat, statt einfach mal präpositionen benutzt... kann man sich nicht in verständlicher weise ausdrücken??
LATEIN ist das dümmste was ich kenne, und du schreibst das aus spass in ne signatur, BAH.

zum thema:
ich finde sowas darf nur in ein spiel, wenn es nicht als "gut" dargestellt wird.
man ballert in ww2 shootern ja auch ganz viele "böse deutsche" nieder, also warum auch nicht bekanntere leute von denne..
 
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Kaller1986 am 19.05.2006 18:48 schrieb:
sehe ich ganz genauso. entweder man ziegt was diese bestien gemacht haben oder man lässt es eben. und wenn sowas auf dem index landet dann kann ich das auch nicht verstehen. das ist geschichte und wirklich passiert.

Gewaltdarstellung ist Gewaltdarstellung, egal was für einen Hintergrund sie hat und mit diesen extremen Dingen, von denen ihr schwärmt, wird es auf dem Index laden.

Vorallem sind PC-Spiele keine Kunst wie Filme usw.

Außerdem will das keine in einem Spiel sehen. Wie keiner sehen wollte was wirklich am D-Day an den Stränden los war, was in den bebomten Städten los war, wie es nach den ganzen Schlachten in Stalingrad usw. aussah usw. usw.

Wär jetzt Hitler für einen guten Menschen hält, der wird sich von einer Darstellung auch nicht abbringen lassen oder warum soll mans uns das immer und immer wieder zumuten bzw. zeigen?
 
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