rofln-rulezz am 03.06.2006 12:30 schrieb:
typisches politiker denken, würde ich sagen... net bös gemeint, aber ich persönlich bezweifle, dass ein spieler irgendwann mal nicht mehr zwischen realität und fiktion unterscheiden können, selbst wenn es fotorealistisch ist.... läufst du mit vorgehaltener m249 saw in eine stadt und schießt um dich, weil du wir waren helden im TV gesehen hast???
warum solltest du das dann bei spielen tun? weil du die ausführende person spielst? ich denke das schreckt noch mehr ab, als das im tv zu sehen...
ich bin ja befürworter von, granate auf einen feind werfen, der bauch platzt auf der feind windet sich in schmerzen und ein physikalisch korrekter schuss, lässt ein loch im kopf entstehen.... bei SOLCHEN szenen, würde ich anfangen nachzudenken, wie bei der soldat james ryan, denn wenn man den krieg so verharmlost wie in spielen heute, ist es routine einen menschen zu töten
genau, diese theorien sind unsinn.
inklusive deiner letzten. man zieht doch keine realitätsbezogenen schlüsse aus ereignissen in spielen! :-o
blut, gedärme, im game ist das für mich jedenfalls überhaupt kein problem. ich habe weder moralische bedenken noch bin ich speziell beeindruckt davon.
ABER wenn ich nur fotos von echten unfällen sehe oder - gott bewahre - echte verletzte, die bluten und schlimm aussehen, dann find ich das unerträglich.
bei mir ist da einfach eine völlig klare linie im kopf, sobald es virtuell ist, ändern sich meine gefühle grundlegend.
ich bin ja auch alt genug für brutale spiele, wobei ich auch als sechzehnjähriger nie gross dinge nachgemacht habe, die ich in film oder spiel kennengelernt habe. höchstens ganz harmloses zeug als ich noch jünger war, aber das ist der punkt: niemand dreht wegen games durch, ausser vielleicht wenn er seinen konsum nicht mehr unter kontrolle hat. noch nie ist jemand
wegen eines spiels amokgelaufen. ok, man kann beim spielen aggressiv werden, das hat aber weniger mit gewalt-inhalten zu tun als mit szenen, die man fast nicht schafft.
inspirieren kann sich dagegen jeder irre durch spiele... wie auch durch filme, zeitungen, nachrichten.
es gibt aber ausnahmen, die individuell verschieden sind. ich persönlich kann z.b. auch im TV keinen operationen zugucken, das ist zwar echt, dafür hab ich auch in horrorfilmen mühe, wenn jemand einen anderen mit dem skalpell aufschlitzt und es sieht sehr echt aus. das sind aber "krankenhausängste", die extrem viele leute mit sich rumtragen.
und moralisch ziehe ich auch grenzen in spielen: wenn es sich um halbwegs aktuelle konflikte handelt, die in einem realistischen kontext gezeigt werden, sei es z.b, der irakkrieg, wo dann auch noch real existierende personen erscheinen, ist meine moralgrenze überschritten. "Kuma War" - spiele finde ich deswegen nicht optimal (die grottenschlchte qualität mal aussen vor gelassen). und überhaupt habe ich immer mehr mühe mit spielen, die von echten kriegen der neuzeit handeln. einerseits sind sie mir verleidet, andererseits sind eben bedenken da, ich bin auch aus der armee ausgetreten und bin für eine abschaffung derselben. andererseits fänd ich es sehr cool, wenn man konflikte virtuell austragen könnte.