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News - Raubkopierer geben Ungeduld als Grund an

horrorkid64 am 26.07.2005 16:18 schrieb:
Hier mal ein paar Kommentare von Spieleentwicklern zum Thema Raubkopien:

Chris Hecker: I’m pro-piracy. I want people to play the games I make. I do it because it’s art. I think DRM is a total fucking stupid mess. If the game industry collapses and can be reborn, I’m all for it. Pirate on!

Greg Costikyan: they’re not pirating the game! Someone bought a legal copy! The world is not designed in such a way that money inherently funnels its way into your wallet!?

Warren Spector: I never minded piracy. Anyone who minds about piracy is full of shit. Anyone who pirates your game wasn’t going to buy it anyway!

Die Kommentare sind vom Burn Then House Down, einer Veranstaltung der IGDA (International Game Developers Association).

Mehr findet ihr hier:

http://crystaltips.typepad.com/wonderland/2005/03/burn_the_house_.html
Mal schauen, ob die Entwickler dabei bleiben, wenn plötzlich die Schecks vom Publisher ausbleiben, weil keiner mehr die Spiele kauft... :ugly:
 
Herbboy am 26.07.2005 16:02 schrieb:
[also, in der produktion können konsolengames eigentich nicht teurer sein als die PCversionen, im gegenteil: es muss nur auf EINE auflösung hinprogrammiert werden und nur auf EINE hardwarekonfig. aber bei konsolengames kommt neben der anderen marktstruktur die subventionierung der hardware dazu. die konsolen sind eigentlich zu billig für deren technik, dafür zahlen die gameshersteller dann lizenzgebühren an die konsolenhersteller, die games sind daher teurer, die hardare relativ billig. so soll der kauf einer konsole versüßt werden.

Der höhere Preis von Konsolenspielen kommt durch den Hersteller (Sony, Microsoft und Nintendo). Die Konsole an sich bringt fast keinen Gewinn (bzw. sogar Verluste).
Jeder Entwickler muss für ein Konsolenspiel Gebühren bezahlen (sind glaube ich 10€).
So verdienen die Konsolenhersteller an jedem Spiel mit und machen so am Ende auch Gewinn
 
Solidus_Dave am 26.07.2005 16:29 schrieb:
Herbboy am 26.07.2005 16:02 schrieb:
[also, in der produktion können konsolengames eigentich nicht teurer sein als die PCversionen, im gegenteil: es muss nur auf EINE auflösung hinprogrammiert werden und nur auf EINE hardwarekonfig. aber bei konsolengames kommt neben der anderen marktstruktur die subventionierung der hardware dazu. die konsolen sind eigentlich zu billig für deren technik, dafür zahlen die gameshersteller dann lizenzgebühren an die konsolenhersteller, die games sind daher teurer, die hardare relativ billig. so soll der kauf einer konsole versüßt werden.

Der höhere Preis von Konsolenspielen kommt durch den Hersteller (Sony, Microsoft und Nintendo). Die Konsole an sich bringt fast keinen Gewinn (bzw. sogar Verluste).
Jeder Entwickler muss für ein Konsolenspiel Gebühren bezahlen (sind glaube ich 10€).
So verdienen die Konsolenhersteller an jedem Spiel mit und machen so am Ende auch Gewinn
sagte ich doch :confused: nur halt ohne eine zahl zu nennen.
 
Herbboy am 26.07.2005 16:35 schrieb:
sagte ich doch :confused: nur halt ohne eine zahl zu nennen.

Jein.
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass alle Entwickler eine Gebühr bezahlen müssen, um überhaupt die Spiele auf der jeweiligen Konsole veröffentlichen zu dürfen (wobei man sich dann fragen könnte, warum die Spiele von Sony etc. nicht billiger sind)
 
Solidus_Dave am 26.07.2005 16:40 schrieb:
Herbboy am 26.07.2005 16:35 schrieb:
sagte ich doch :confused: nur halt ohne eine zahl zu nennen.

Jein.
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass alle Entwickler eine Gebühr bezahlen müssen, um überhaupt die Spiele auf der jeweiligen Konsole veröffentlichen zu dürfen (wobei man sich dann fragen könnte, warum die Spiele von Sony etc. nicht billiger sind)
ja, ich schrieb ja "dafür zahlen die gameshersteller dann lizenzgebühren an die konsolenhersteller". oder woltest du nur ergänzen und unterstreichen, dass die zahlung es VOR der entwicklung erfolgt? :-]


und die spiele von sony selber sind sicher rechtlich in einer eigenen unterfirma von sony, die zahlen dann quasi "symbolisch" die lizenzgebühr, holen sich ihre kosten durch den "zu" billigen konsolenpreis so wieder rein. kommt ja auf das gleiche raus, ob die Sony-Games-Abteilung von den zB 60€ nun selber 20€ einsackt oder 10€ an die Sony-Konsolen-abteilung zaht und nur 10€ behält... ;)
 
Herbboy am 26.07.2005 16:47 schrieb:
ja, ich schrieb ja "dafür zahlen die gameshersteller dann lizenzgebühren an die konsolenhersteller".
*hust* nicht mehr Posts überfliegen und dann auf diese antworten :-( %-)


und die spiele von sony selber sind sicher rechtlich in einer eigenen unterfirma von sony, die zahlen dann quasi "symbolisch" die lizenzgebühr, holen sich ihre kosten durch den "zu" billigen konsolenpreis so wieder rein.
Die 10€ "Gebühr" würde dann aber auch zum Gewinn gehören.
Da könnte man doch die Spiele anstatt für 60 (wobei ein PS2-Spiel eher 55€ neu kostet) für 50€ verkaufen.
 
Solidus_Dave am 26.07.2005 16:58 schrieb:
Die 10€ "Gebühr" würde dann aber auch zum Gewinn gehören.
Da könnte man doch die Spiele anstatt für 60 (wobei ein PS2-Spiel eher 55€ neu kostet) für 50€ verkaufen.
Sony macht halt lieber 10 € mehr Gewinn pro Spiel - ist doch verständlich, oder? :-D
 
Herbboy am 26.07.2005 14:30 schrieb:
ich vermute aber, dass bei einem durchschnitt von zB 30€ pro game die firmen mehr verkaufen würden ohne umsatzeinbußen zu haben, und das bei weniger raubkopien.
Seh ich ganz genauso.
 
Solidus_Dave am 26.07.2005 16:58 schrieb:
Herbboy am 26.07.2005 16:47 schrieb:
und die spiele von sony selber sind sicher rechtlich in einer eigenen unterfirma von sony, die zahlen dann quasi "symbolisch" die lizenzgebühr, holen sich ihre kosten durch den "zu" billigen konsolenpreis so wieder rein.
Die 10€ "Gebühr" würde dann aber auch zum Gewinn gehören.
Da könnte man doch die Spiele anstatt für 60 (wobei ein PS2-Spiel eher 55€ neu kostet) für 50€ verkaufen.
naja, aber wenn sony seine games billiger anbietet, dann verdienen die ja insgesamt weniger als wenn sie das game von einer nicht zu sony gehörenden firma entwickeln lassen, weil sie ja auch och das game entwickeln - dafür wollen die ja auch gewinn haben. du musst das ja so sehen (fantasiezahlen, zB sony):

konsolenentwicklung 1Mrd $
verkausferlöse bringen aber (wegen zu billiger konsole absichtlich geplant) nur 500 Mio$

d.h. es müssen über games weitere 500 Mio folgen.allein zur kostendeckung

nun werden spiele von anderen firmen hergestellt und zB 50 mio einheiten verkauft. 20$ pro spiel gehen als gewinn zum gameshersteller => 1Mrd. Mio $ => pro game aber 10$ als lizenz an sony => 500Mio an Sony, entwicklungskosten gedeckt, gameshersteller haben einen branchenüblichen gewinn.

wenn nun sony selber die spiele spiele auch produziert, dann müßten die für eine kostendeckung ihrer konsolenentwicklung doppelt so viele einheiten verkaufen, falls sie das game mit einem preis abzüglich normal üblicher lizenzgebühr anbieten wollen, und dait wäre noch nicht mal die gamesentwicklung finanziert.

zudem hat sony NOCH einen grund, seine games NICHT billiger zu verkaufen: sie schaffen ja damit im markt noch zusätzlich anreize, sich eher ein sony spiel zu kaufen als ein nicht-sony game => sony verliert noch mehr einnahmen aus lizenzgebühren...


ich weiß auch nicht, ob das wettbewerbsrechtlich überhaupt zulässig wäre, dass eine firma einerseits lizenzgebühren für die produktion von quasi zubehörteilen eines hauptproduktes verlangt (games für konsole) um dann dieses zubehör selber wiederum zu einem preis anzubieten, bei dem die konkurrenten pleite gehen würden... ( bietet sony für 50$ anstatt 60$, dann muss zB konami auch auf 50$ gehen, deren dann nur noch 10$ gewinn müssten die aber zu 100% an sony geben...)
 
58 Prozent nutzen illegale Kopien, um Spiele vor dem Kauf auszuprobieren

Diesen entscheidenen Teil hat die Redaktion leider falsch übersetzt. Im Orginal steht da, dass 58% sich bereits heruntergeladene Spiele eben nicht mehr kaufen und das die weit verbreitete "try before you buy" Argumentation schlicht unwahr ist.
 
Die Schlussfolgerung der Studie: Weltweit einheitliche Release-Termine und sinkende Preise könnten helfen, die Software-Piraterie einzudämmen.

Ja, denke auch, dass das sehr helfen würde. Vor allem weltweit einheitliche Release-Termine wären sehr wichtig. Bestes Beispiel Doom3: Das erschien ja auch in den USA einige Zeit früher als hier in Deutschland. Da waren dann einige so verrückt auf das Spiel und wollten es unbedingt schon haben und haben es sich dann illegal besorgt. Das hat man ja überall in den Foren gesehen, da waren die Moderatoren ständig beschäftigt, weil irgendwelche Leute über die Warez Versionen geredet hatten.
Aber nicht nur an einheitlichen Termine oder sinkende Preise sollte gedacht werden, sondern auch daran, den Umfang bezüglich Verpackung und Handbuch zu verbessern. Mit solchen Sachen wie bei HL2, einfache billige Verpackung mit DVD drin ohne Handbuch, wird man keinen Raubkopierer hinterm Ofen vorlocken können. Sowas wie bei GTA ist da weitaus besser. Ein schön bunt bedrucktes Handbuch, Poster und eine recht gute Verpackung allgemein. Da macht es auch als ehrlicher Verkäufer viel mehr Spass sich ein Spiel zu kaufen und man hat das Gefühl mehr für sein Geld zu bekommen. Wenn ich da noch an früher denke, und die tollen Boxen mit allen möglichen Goodies usw. Da war selbst bei Ego-Shootern ein tolles Handbuch dabei. Meist wurde dort in einer Einleitung etwas über die Story erzählt, einiges über die Waffen und es wurde mehr über die verschiedenen Gegner beschrieben, manchmal sogar richtig kleine Geschichten dazu erzählt. Um wieder zu HL2 zurückzukommen: Dort hätte ich mir sowas auch gewünscht, dass erstens ein schönes Handbuch dabei gewesen wäre und man dort mehr über die Story, Waffen und Gegner erfahren hätte. Z.B. hätten die ja darüber schreiben können wer die Combines sind, woher sie kommen, was sie vorhaben usw. Sowas stand früher immer in den Handbüchern und so etwas steigert imo auch dann den Spass am Spiel. Also bitte in Zukunft bessere Verpackungen und Handbücher. Aber nicht nur das, es sollte auch an den Kopierschutzmechanismen gearbeitet werden und die Spiele mit weniger Bugs ausgeliefert werden. Zum Kopierschutz: Es kann nicht sein, dass manche ehrliche Käufer ein Spiel nicht spielen können oder Probleme damit haben, weil der Kopierschutz "zu streng ist". Oder die Sache mit den Bugs: Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Leute ein Spiel erst mal illegal besorgen um zu schauen wie es läuft, aus Angst davor, dass sie 45€ in den Sand setzen für ein Spiel, dass dann am Ende nur so von Bugs überhäuft ist oder erst gar nicht aufgrund dessen bei ihnen funktioniert.
Also um das Raubkopierproblem in den Griff zu kriegen brauch man folgendes: Einheitliche Release-Termine, vielleicht etwas billigere Preise, bessere Handbücher, Verpackungen + Goodies, weniger aggressiven Kopierschutz und die Spiele müssen endlich bugfreier ausgeliefert werden.
Dazu gehört auch noch, dass man dem ehrlichen Käufer den Rücken stärkt und ihn nicht vorher schon kriminalisiert.

Mfg Shadow_Man
 
Herbboy am 26.07.2005 17:13 schrieb:
[

ich weiß auch nicht, ob das wettbewerbsrechtlich überhaupt zulässig wäre, dass eine firma einerseits lizenzgebühren für die produktion von quasi zubehörteilen eines hauptproduktes verlangt (games für konsole) um dann dieses zubehör selber wiederum zu einem preis anzubieten, bei dem die konkurrenten pleite gehen würden... ( bietet sony für 50$ anstatt 60$, dann muss zB konami auch auf 50$ gehen, deren dann nur noch 10$ gewinn müssten die aber zu 100% an sony geben...)

Ich denke auch, dass das der Grund ist. Es wäre schon etwas dreist, die eigenen Spiele dann billiger anzubieten.

Allgemein zu teurer gewordenen Spielen: Die Entwicklungskosten sind ja auch höher. Das Super Mario Brothers für den NES wird wohl nicht so viel gekostet haben wie z.B. ein Final Fantasy X.
Es kann aber sein, dass sich dies damit ausgleicht, dass es heute auch viel mehr Spieler gibt.
 
bsekranker am 26.07.2005 14:24 schrieb:
Ich glaube eher, dass der wahre Grund, wie bei den meisten Verbrechen, das GELD ist - wer kann es sich schon leisten, mehrmals im Monat 50 € für ein paar Stunden Spielspass auszugeben? :rolleyes:

Nur leider ist es nicht gerechtfertigt etwas zu klauen, nur weil man es sich nicht leisten kann. PC-Spiele gehören wie viele andere Dinge halt in die Kategorie Luxus (da nicht wirklich notwendig), und den kann man sich leisten oder halt nicht.
Das Beispiel mit dem Segelboot geht ja genauso in die Richtung.

Die Begründung zum antesten des Spiels fand ich aber gar nicht mal schlecht. Wenn die die das geschrieben haben es ernst meinen sorgen die ja evtl. sogar für ´nen höheren Umsatz als sonst, da sie das Spiel ja schließlich antesten und auch kaufen wenns ihnen gefällt. Umgekehrt ist natürlich der Vorteil, dass man von miesen Spielen die anfangs einen guten Eindruck gemacht haben verschont bleibt. Klar, man kann auch die PCG lesen, aber für das letzte Quentchen reichen halt manchmal auch keine Tests und Demos.

Was mich an dem Newsbeitrag aber am meisten stört ist die zu schnelle Verwendung des Begriffs Raubkopierer.
Es gibt da ja mehrere Abstufungen.
Es macht ja schließlich ´nen Unterschied, ob man nur für sich selber das eine oder andere Spiel ausm Internet gefischt hat, oder ob man daheim ein paar PCs mit mehreren Brennern bestückt rumstehen hat um so viele Kopien wie möglich zu erstellen und für Bares unter die Leute zu bringen.
Laut den bescheuerten Werbespots der Filmindustrie mit dem Slogan "Raubkopierer sind Verbrecher" sind ja eindeutig die letzeren gemeint. Und die richten ja wohl mehr Schaden an als einer der nur sich selbst versorgt.


Gruß, M3ikl
 
Nali_WarCow am 26.07.2005 15:16 schrieb:
Dexter am 26.07.2005 14:58 schrieb:
vor 10 Jahren habe bei uns die Games eigentlich in der Regel zwischen 90 und 120 DM gekostet, vor 5-6 Jahren gab hier es bis auf die von MS fast keine über 80 (alle so 69 bis 79)
Es gab auch mehr Games über 80DM. Ging auch durchaus bis 90. Aber auf die 5 € mehr wären ja gar nicht so schlimm, wenn die Games spielbar wären. Vor 5-6 Jahren war es längst noch nicht so weit, daß man mit Stratproblemen oder Kopierschutzärger beim CD Laufwerk rechnen mußte.
Generell bei den Vollpreisen hat sich wenig getan und die 80-90 bzw. 40-45€ sind recht stabiel. Was aber ordentlich angezogen hat sind AddOn Preise. Und damit meine ich nicht das nächste FIFA, sondern die AddOn, welche für 30€ im Laden stehen. Da sind aus DM € geworden.

bei uns haben selbst EAs jährliche Updates damals max. 80DM gekostet.

Fakt ist aber das man früher i.d.R. mehr fürs Geld bekommen hat und damit meine ich nicht nur Handbuch und Verpackung. Was nutzt mir ein 50€ Game teures Game, mit einer 9x% Wertung, wenn man es nach 10std durch hat oder einfach nur langweilig wird.
 
Wo wir gerade beim Thema "Mehr fürs Geld" sind. Wann habt ihr zuletzt ein richtig dickes Handbuch in Händen gehalten? Ich denke viele Leute würden sich auch eher ein Spiel kaufen wenn der Packungsumfang mehr beinhaltet als nur eine CD mit elektronischem HB.
 
mein_kleiner_Tod am 26.07.2005 18:21 schrieb:
Wo wir gerade beim Thema "Mehr fürs Geld" sind. Wann habt ihr zuletzt ein richtig dickes Handbuch in Händen gehalten?
Richtig dick? Bei "KnightShift"!
Irgendwie kommt es mir übrigens vor, als ob die weniger bekannten Hersteller viel mehr Wert auf solche Sachen legen als die Softwareriesen. :-|
 
mein_kleiner_Tod am 26.07.2005 18:21 schrieb:
Wo wir gerade beim Thema "Mehr fürs Geld" sind. Wann habt ihr zuletzt ein richtig dickes Handbuch in Händen gehalten? Ich denke viele Leute würden sich auch eher ein Spiel kaufen wenn der Packungsumfang mehr beinhaltet als nur eine CD mit elektronischem HB.


leztes mal? bei GTA:SA . allerdings hätte ich alles auch ohne handbuch genauso spielen können, allenfalls die beigefügte karte war wirklich hilfreich, das handbuch eher nur unterhaltsam denn nützlich.

wozu braucht man zB bei nem sportspiel ein handbuch, das mehr als die steuerung erklärt? oder bei nem shooter?

und NUR ein handbuch auf CD ist nun wirklich äußerst selten, außer bei LowBudget Titeln.
 
desto größer der Publisher, umso schlechter das Spiel
trifft in fast allen Fällen zu insbesondere bei LFS, das ja bekanntlicherweise von 3 Leuten entwickelt wird, dir nur von ihren eigenen Einnahmen leben.
Das Spiel kostet auch seine 36 Euro, aber das ist verdammt in Ordnung für ein 9x% Spiel, was an Spielspaß und Spieldauer kaum zu ünertreffen ist.
Einziger Unterschied: von den 36€ gehen auch 36€ and die Entwickler :)

Kein Publisher - keine Probleme :)
 
Original von M3ikl am 26.07.2005 17:26 schrieb:
Es macht ja schließlich ´nen Unterschied, ob man nur für sich selber das eine oder andere Spiel ausm Internet gefischt hat, oder ob man daheim ein paar PCs mit mehreren Brennern bestückt rumstehen hat um so viele Kopien wie möglich zu erstellen und für Bares unter die Leute zu bringen.
Laut den bescheuerten Werbespots der Filmindustrie mit dem Slogan "Raubkopierer sind Verbrecher" sind ja eindeutig die letzeren gemeint. Und die richten ja wohl mehr Schaden an als einer der nur sich selbst versorgt.
Das ist eine Milchmädchenrechnung. Für das betroffene Unternehmen macht es finanziell nur einen geringen Unterschied, ob sie es mit Raubkopierern zu tun haben, die "nur" für den Eigenbedarf produzieren oder mit Raubkopierern, die das Geschäft kommerziell betreiben.

Im ersten Fall bedeutet das für das geschädigte Unternehmen einen folgenden Einnahmeverlust: 1 x 0,- € = 0,- € an Einnahmen. Im zweiten Fall gilt: Verkauft ein Raubkopierer ein gebranntes Spiel 20 x bedeutet das für das Unternehmen folgenden Einnahmeverlust: 20 x 0,- € = 0,- € Einnahmen. Es bleibt sich gleich, weil 20 x 0,-€ immernoch 0,- € sind.

Der Unterschied zwischen kommerziellen und nichtkommerziellen Raubkopierern besteht für die jeweiligen Unternehmen nur insofern, als dass evtl. potentielle Käufer von einem Raubkopierer versorgt werden könnten und so diese potetielle Käufer dem Unternehmen entzogen würden.
Die Realität zeigt jedoch: Gelegenheit macht Diebe. Nicht jeder Besitzer einer Raubkopie wäre automatisch auch ein echter Käufer des Programms. Tatsächlich besitzen viele Programme nur als Raubkopie, weil das Angebot besteht (z.B. im Freundeskreis) und sie es deshalb einfach beziehen können - auch wenn sie das Programm respektive Spiel gar nicht brauchen.


Original von bsekranker am 26.07.2005 14:24 schrieb:
Ich glaube eher, dass der wahre Grund, wie bei den meisten Verbrechen, das GELD ist - wer kann es sich schon leisten, mehrmals im Monat 50 € für ein paar Stunden Spielspass auszugeben?
Wer kann es sich schon leisten, 75.000,- Euro für nen Porsche Carrera (Listenpreis für die Serienaustattung) auszugeben, um im Monat ein paar Stunden Fahrspaß zu haben? Also, ich kanns mir nicht leisten. Logische Konsequenz: ich klau mir nen Porsche. Was soll ich denn auch anderes machen, ich hab ja nicht genug Geld. :ugly:

Im Ernst: Du hast vollkommmen Recht mit Deiner Behauptung, dass im Normalfall das Geld der entscheidende Faktor beim Raubkopieren ist. Nur ist diese Argumentation natürlich vollkommen hirnrissig. Kaum ein Raubkopierer würde wohl ein Auto klauen (Außnahmen bestätigen die Regel). Und zwar wegen des Unrechtbewusstseins. Ein Spiel illegal zu kopieren ist dagegen kein (moralisches) Problem, hier ist so gut wie nie ein Unrechtsbewusstsein (also das Bewusstsein, einen Diebstahl und damit eine ernsthafte Straftat begangen zu haben) vorhanden.

Fragt sich, warum? Die Antwort ist einfach: Es liegt an der Haptik, d.h. an der Materialität. Ein Spiel ist ein Programm, dass aus digitalen Einsen und Nullen besteht. Die sind aber reell nicht greifbar - außer in Form des Datenträgers. Wird ein Spiel illegal aus dem Netz geladen, erreicht es vor dem eigentlichen Diebstahl nie den Status der für den Dieb sichtbaren Materialität.

Beim o.a. Porsche sieht das anders aus. Wenn der Dieb den Wagen klauen will, kann er ihn vorher anfassen (Haptik). Jemandem einen Gegenstand wegzunehmen, erzeugt bei einem Menschen mit gesundem Menschenverstand ein Unrechtsbewusstsein. Ein Spiel, das nur in einer digitalen Welt, nicht aber in der Realität existiert, ist kein reeller Gegenstand und verursacht deshalb auch keine Hemmung beim Diebstahl. Punktum.
 
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