AW: News - Rage: Kein DirectX 10-Support für den Action-Titel Rage
leovince am 07.08.2007 23:53 schrieb:
Es ist doch so, MS hat mit DX eine standardisierte Grafik-API entwickelt. Es ist nicht die schönste Grafik-API aber schön einfach, da man über den standardisierten Grad gar nicht hinaus entwickeln kann und die Grafikkartenhersteller machen dort mit.
Hätte es DX nicht in dieser Form gegeben, wären wir heute mit OpenGL sicherlich schon viel weiter in der Grafikdarstellung, sofern so viel Geld geflossen wäre, wie es seinerzeit für die Etablierung von DX geflossen ist.
MS erfindet das Rad mit DX10 ja nicht neu, sondern gibt genau vor wie etwas zu machen ist, damit es dementsprechend läuft unter OpenGL ist das zwar auch möglich, aber die Wege sind vielfältig und auch teuer, da man Grafikkartenpartner braucht die genau das liefern bzw. verarbeiten können, was man über die OpenGL-API ansteuer möchte.
Naja. So ganz stimmt das nicht. Was heißt denn, das ist nicht die schönste API? Fakt ist, es ist erheblich einfacher DirectX zu programmieren als OpenGL. Und die Grafik sieht auch besser aus. Ob das wirklich daher kommt, daß bei MS mehr Geld geflossen ist, sei mal dahingestellt.
Natürlich erfindet MS das Rad nicht neu mit DX10, aber DirectX ist gegenüber OpenGL eine Neuerung (oder war es zumindest mal). Es ist halt einfach eine andere Schnittstelle.
leovince am 07.08.2007 23:53 schrieb:
Das ist vielen zu umständlich bzw. zu teuer.
Beispiel: Epic und ID wollen bestimmte Techniken in deren Engines HW-beschleunigt haben. Bei Id ist es etwas anderes als bei Epic und somit muss z.B. Nvidia in seiner HW diese Möglichkeit bieten. Unter DX gibt MS schon diese Dinge vor und Epic und Id müssen versuchen damit am besten auszukommen. Nvidia und ATI brauchen sich zum großteil nur daran ausrichten was MS in seiner Roadmap für die nächste Zeit vorgibt. Die Entwicklung dahingehend kann also beginnen.
Natürlich sammelt MS alle Vorschläge bzgl. Veränderungswünsche, doch bleibt es bei ihnen, ob sie umgesetzt werden. Bei OpenGL wäre es etwas anders.
Heute ist daher der HW-Beschleunigung unter OpenGL an die HW gebunden, die natürlich auf DX ausgelegt ist. Innovationen sind daher durch DX eingebremst.
Wie bitte? Und wie lief OpenGL dann früher?
OpenGL war schon immer Hardwarenah. Um korrekt zu sein, sind OpenGL Befehler direkte Hardwarebefehle. Also eine API direkt zur Hardware, im Gegensatz zu DirectX. Die DX-API geht nämlich erst an DirectX, die die Befehle umsetzt und dann an die Hardware weiter reicht.
Und daß Nvidia oder ATI sich an Vorgaben, Wünsche, sonst was von id, Epic oder sonst wem halten müßte, halte ich auch für ein Gerücht. Bei OpenGL ändert sich mit der Zeit nur sehr wenig. Warum auch? Es ist halt nur umständlicher die Grafik in OpenGL zu programmieren. Dafür ist eine OpenGL Engine (bei sauberer Programmierung) wesentlich schneller als eine DirectX Engine. Aber wenn dann ist es so, daß die Softwarefirmen die Befehle, die die Grafikkarte (egal ob OpenGL oder DirectX) best möglich ausnutzen. Aber nie im Leben umgekehrt.
leovince am 07.08.2007 23:53 schrieb:
Solche Aussagen von Id und auch die von Epic (beide Entwickler die aktiv OpenGL unterstützen) sind wichtig, damit MS kein Monopol in der Grafik-API bekommt und andere Systeme somit als Spiele-PCs ausgebremst werden.
Der Vorteil von DX für Entwickler liegt auf der Hand, denn nicht ohne Grund sind Konsolen bei denen so beliebt. Dort kann man für sichere 5 Jahre entwickeln und erst zum Ende, reizt man das System aus. Der PC verändert sich zusehenst stetig und die einzelnen HW-Resourcen der einzelnen Spieler ist auch unterschiedlich.
Eigentlich kann man sagen, dass niemand DX braucht, außer vielleicht MS ... und selbst die bräuchten es nicht, da Windows eh im Spielebereich dominiert, doch wenn ich mir Linux und MAC betrachte ... braucht man Windows wirklich nur zum Spielen, denn für den richtigen Officeeinsatz und spezieller Software, sind die anderen beiden OS attraktiver, besser und vor allem günstiger.
Auch das halte ich für eher fraglich. Konsolen werden von vornerein komplett ausgereizt, das ist eben der Vorteil der Konsolen. Da kennt der Entwickler exakt die Hardware und kann exakt dafür zugeschnitten programmieren. Beim PC gibt es viel zu viele Möglichkeiten, daher haben Spiele auf dem PC oft Probleme. Der PC wird vielleicht irgendwann mal ausgereizt (wenn man sich nicht sofort einen neuen kauft), aber die Konsole wird ab Erscheinungsdatum ziemlich gut ausgereizt.