AW: News - PC Games: Aktion zu bayerischen Landtagswahl - Ich wähle keine Spielekiller!
Stuttgart30 am 03.09.2008 20:20 schrieb:
Ich wohne nicht in Bayern und
demnach auch schon kein CSU-Wähler, aber
hier Wahlkampf zu machen und hier Wähler
und wohl davon auch viele Jungwähler
aufgrund eines lächerlichen Themas
beeinflussen zu wollen ist Rattenfängerei.
Wenn die NPD für ungeschnittene Shooter ist,
geht ihr dann für die auch in den Wahlkampf?
Ihr könnt Euch aber sicher sein, dass viele
Hirnis Eurem niveaulosen Aufruf folgen. Sehr
traurig!
Für sich betrachtet sind alle politischen Themen "lächerlich" - Rauchverbot? Juckt mich als Nichtraucher nicht. Transrapid? Fahr ich halt mit der S-Bahn oder mit dem Auto. Studiengebühren? Studiere nicht, insofern wurscht. Und so weiter...
Eine Indizierung oder ein Verbot von GTA 4, wie es ganz konkret in diesen Tagen gefordert wird, widerspricht den Interessen von weiten Teilen unserer Leser und Community. Ich denke nicht, dass Achselzucken die richtige Antwort sein kann. Wenn wir "Auto Motor und Sport" wären, müssten wir uns ganz selbstverständlich gegen Mautgebühren, Steuerabzocke oder ein Tempolimit zur Wehr setzen. Das würden die Leser zu Recht von uns erwarten.
PC Games ist Interessensvertretung vieler Hunderrtausend PC-Spieler - deshalb tun wir das.
Ich war mehrere Male live dabei, als dem bayerischen Ministerpräsidenten das Wörtchen "Killerspiel" so schnell über die Lippen kam wie ein "Guten Morgen" -- ohne dass er Ross und Reiter nennen müsste.
Es liegt uns völlig fern, Wahlkampfempfehlungen abzugeben -- es ist nicht so, dass wir die Wahlprogramme von SPD, Linke, FDP, Grüne, Freien Wählern gutheißen.
Wenn ein Politiker Action-Adventures auf eine Stufe stellt mit Straftatbeständen wie Kinderpornographie und Nazipropanda, dann kann und darf man m. E. nicht schweigen. Uns und vielen weiteren Redaktionen geht es im Wesentlichen um die Sensibilisierung von Wählern und Gewählt-werden-Wollern.
Und wie gesagt: So oft hat man nicht die Gelegenheit, Gehör bei Politikern zu finden. Schon in vier Wochen ist die Wahl gelaufen -- und es wird deutlich schwieriger bis unmöglich, den Gamern eine Stimme zu geben.
Petra
PC Games