Boesor am 01.10.2008 14:05 schrieb:
Aber daran hat verständlicherweise die PCG nicht das größte Interesse, weil man dann ja auch zugeben müsste, dass es durchaus auch seriöse Forschungsergebnisse gibt, die das Mantra der Gamer "Alles nur virtuell, das macht also nichts" durchaus erschüttern.
hier wäre ein link praktisch gewesen..dann könnte mans auch nachvollziehen.
aber gut, eigendlich kamen testergebnisse in dieser art auch schon öfters in den medien. hauptergebniss ist ein gesteigerter adrenalinpegel bei shootern, gesteigertes gewaltpotential kommt hinzu.
gewaltpotential gibts allerdings öfters, man könnte also allerlei verbieten, angefangen bei jdem actionfilm den es gibt, jedem kampfsportfilm, boxen im fernsehen, und und und. die testergebnisse, die belegen, dass spieler ein gesteigertes gewaltpotential aufweisen, wenn sie gerade geballert haben müssten erstmal alles andere testen, was zu gewalttätigkeit führen könnte, um zu einem ergebniss zu kommen.
Man kann auch gar nicht messen, wieviele spieler ihre aggressionen verarbeiten, gerade wenn sie virtuell ballern.
die verbotsdebatte ist im grunde die selbe wie bei der filmzensurdiskussion. wieviel liberalität leistet man sich. ich denke da deutschland recht scharf zensiert (im globalen vergleich), geht es schon in ordnung nicht noch mehr zu verbieten.
generelles ergebnis der tests ist vor allem, das schüler lernprobleme bekommen, aufgrund der computerspiele. einfach deshalb, weil das spielen von computerspielen stärker auf das gehirn wirkt, als lesen. gelesene schulinhalte werden also vergessen, wärend das spannende computerspiel nicht vergessen wird.(eigendlich irrelevant für die killerspieldebatte)
und um mal auf beckstein zurückzukommen, der begriff "Killerspiel" ist an sich kein irgendwo definierter und die politiker haben keinerlei ahnung wovon geredet wird. aber stammtischmentalität ist ja bei cdu/csu nicht ungewöhnlich.
was mich eigendlich an der ganzen pc-games reaktion gestört hat ist die eigendlich apolitische haltung die hier zur schau getragen wird. "csu ist doof, weil sie mir was wollen". solcherlei interessenvertretung ist zwar gängig und wichtig, um randgruppen zu schützen, ist aber gleichzeitig eine egoistische haltung (jedenfalss in diesem fall).
da werden zig spiele getestet, ohne auch mal anzudeuten, was für ein amerikanischer propagandamüll da geschwafelt wird (wir ballern auf terroristen, die stehn im irak an jeder häuserecke und zivilisten gibts da nicht!und am ende haben wir die welt vor der tyrrannei gerettet.). nicht das ich hier politische statements am laufenden band verlange, aber wenns zu bescheuert wird, kann man auch mal etwas sagen. filmkritiker schaffen das zumindest, gamer könnens anscheinend nicht, oder sie wollen sich nicht äußern... und kaum wird einem mal ans eigene bein gepinkelt, da wird man also politisch....reschpeckt.