Noch schauen alle Gamer zu. Das Fass mit dem Boden läuft zu, doch bald könnte es dem Fass den Boden wegziehen. Wo kommen wir denn hin?
Verbieten wir POP-Musik, weil ein Amokläufer diese hörte? NEIN!
Verbieten wir Möhren und Erbsen, weil er diese gegessen hat? NEIN!
Verbieten wir Horrorfilme, nur weil ein Amokläufer diesen vielleicht auf seinen Rechner hatte? NEIN!
Verbieten wir Besteck, weil der Amokläufer wild damit rumfuchtelt? NEIN!
Verbieten wir PC-Spiele, weil der Amokläufer diese spielte? Leider ja.
Doch verbietet man SoftAir-Waffen oder Dummies sowie Boxsäcke, weil man daran seine Agressionen ausüben kann? Nein!
Was soll dieser Wirbel um Spiele? Schuldzuweisung gefunden, abstempeln, Kaffee trinken und weiter Akten einsortieren. Niemand von den Gegnern sprich Politkern scheint ein Verständnis für PC-Spiele aufzuweisen, doch bekannte Medien ihrer Zeit, mit denen sie aufgewachsen sind, bleiben verschont. Es fehlt an kompetenten Politkern der neuen Generation, die in der Bildung, Pädagogik und mit sozialen Engagement sich der Sache widmen. Im Fall Winnenden wird auch untergekehrt, wer eigentlich eine große Schuld trägt. Das sind die Eltern und der Vater, der seinen Sohn anscheinend nicht tiefgründig kannte und seine Waffen im Haus leichtsinnig sicherte, sodass auch jeder Andere sich dort bedienen hätte können.
Es ist wie eine unendliche Geschichte, wo man am Ende klar Stellung beziehen muss und die lautet: Wenn ihr Spiele für Erwachsene verbietet, weil keine Kompetenz vorhanden ist, die nicht an Minderjährige zu verkaufen sprich Maßnahmen für Filesharing einzuführen, dann kann man sich nur noch dem Untergrund anschließen oder gar auswandern.