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News - Killerspiele: Chinesischer Pianist Lang Lang verzichtet auf Gewaltspiele

AW:

TheChicky am 25.03.2009 11:35 schrieb:
Jaja, anstatt sich mit dem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen, wird mal wieder nur gespottet. Aber eines sollte klar sein: Auf diese Weise geschieht der von vielen ach so gewünschte Wertewandel in der Gesellschaft bestimmt nicht.
sitzt du noch am stammtisch? bestellst du mir auch ein bier?
der wertewandel hat auch überhaupt nichts mit videospielen zu tun, genausowenig wie der amoklauf.
ergo ist dieser pianist entweder nicht sehr intelligent, was ich bezweifle, oder er versucht, sich auf diese weise in den vordergrund zu drängen. das ist verwerflich und erbärmlich.

und zu deinem "in anderen foren..." spruch kann ich nur sagen: WAYNE! ;-)
 
AW:

Der Wertewandel muss woanders stattfinden. Bei der Erziehung muss da vor allem einiges geändert werden und wir brauchen wieder Respektspersonen. Früher war ein Lehrer zum Beispiel eine Person vor der jeder Respekt hatte und heute sind das nur noch Marionetten, mit denen die Schüler machen, was sie wollen. Das muss sich ändern.
Auch müssen wir weg von der Ellbogenmentalität. Heute kriegt ein Kleinkind doch schon eingebleut: "Du musst besser sein als alle anderen. Du musst dich durchsetzen. Egal wie!" So sehen kleine Kinder ihre Mitmenschen schon als Konkurrenten an. Und Kinder/Jugendliche die es nicht schaffen, sich auf andere Weise durchzusetzen, versuchen es dann mit Gewalt.
Da muss man ihnen einfach wieder lernen "gemeinsam und miteinander" etwas zu erreichen. Miteinander statt Gegeneinander!
 
AW:

Shadow_Man am 25.03.2009 23:08 schrieb:
Der Wertewandel muss woanders stattfinden. Bei der Erziehung muss da vor allem einiges geändert werden und wir brauchen wieder Respektspersonen. Früher war ein Lehrer zum Beispiel eine Person vor der jeder Respekt hatte und heute sind das nur noch Marionetten, mit denen die Schüler machen, was sie wollen. Das muss sich ändern.
Ich falle vielleicht noch nicht in die Kategorie "früher", aber meine Schulzeit ist nun auch schon ein Weilchen her, und bei uns gab es auch immer Lehrer, vor denen wir Respekt hatten, und solche, denen wir auf der Nase herumtanzen konnten. Den stereotypischen Lehrer gibt es nun mal nicht, von daher weiß ich auch nicht wie sich die Forderung, Lehrer müßten wieder Respektspersonen werden, umsetzen ließe.


Und zu Herrn Lang Lang:

Wenn der junge Mann meint, man/ er könne sich diese Gedankenlosigkeit nicht mehr leisten, und er deshalb auf Gewaltspiele verzichten will, ist das sein gutes Recht und es kann auch sicher nicht schaden sich darüber Gedanken zu machen. Ich finde nur die Konsequenz, die er daraus zieht, nämlich komplett mit diesen Spielen aufzuhören, "verdächtig" vorbildlich und zu simpel. Gerade als Spieler sollte er wissen, dass sich Spiele- auch Gewaltspiele- nur schwer in einen Topf werfen lassen.
Sich hin und wieder Gedanken darüber zu machen, was man beim Spielen eigentlich tut und womit man da gerade Spaß hat, ist gut und empfehlenswert, nur finde ich es genauso in Ordnung, wenn jemand für sich selbst zum Schluss kommt, er könne als Erwachsener durchaus damit umgehen Polygonhaufen "tot" zu klicken. Das ist in meinen Augen nicht weniger vorbildhaft als ein kompletter Verzicht und deshalb klingt für mich dieses „gute Beispiel“ mit dem er von sich selbst behauptet voranzugehen, vor allem nach Applaushascherei in Richtung hiesiger Hauptzielgruppe, also Kreise der Hochkultur.
Wenn ich mir eine Seite wie burda live mitsamt seinen verzückten Laudatoren so ansehe, habe ich jedenfalls nicht das Gefühl es würde wahnsinnig viel Courage erfordern, sich von Gewaltspielen zu distanzieren.
 
AW:

KONNAITN am 26.03.2009 10:33 schrieb:
Ich falle vielleicht noch nicht in die Kategorie "früher", aber meine Schulzeit ist nun auch schon ein Weilchen her, und bei uns gab es auch immer Lehrer, vor denen wir Respekt hatten, und solche, denen wir auf der Nase herumtanzen konnten. Den stereotypischen Lehrer gibt es nun mal nicht, von daher weiß ich auch nicht wie sich die Forderung, Lehrer müßten wieder Respektspersonen werden, umsetzen ließe.

Richtig und das wird sich auch nicht ändern.
ich glaube zwar schon, dass die Voraussetzungen sich als Lehrer Respekt zu verschaffen schlechter geworden sind (Das "Rohmaterial" an Schülern wird eben nicht besser).
Aber letztlich muss sich ein lehrer eben durchsetzen, auf welche Art, das hängt von ihm und der Klasse ab.

Den Prototyp des strengen, harten Lehrers, dem die Schüler mit Angst begegnen (was heute gerne mit "Respekt") verwechselt wird, ist zumindest nicht meine Idealvorstellung.
 
AW:

Boesor am 26.03.2009 12:27 schrieb:
KONNAITN am 26.03.2009 10:33 schrieb:
Ich falle vielleicht noch nicht in die Kategorie "früher", aber meine Schulzeit ist nun auch schon ein Weilchen her, und bei uns gab es auch immer Lehrer, vor denen wir Respekt hatten, und solche, denen wir auf der Nase herumtanzen konnten. Den stereotypischen Lehrer gibt es nun mal nicht, von daher weiß ich auch nicht wie sich die Forderung, Lehrer müßten wieder Respektspersonen werden, umsetzen ließe.

Richtig und das wird sich auch nicht ändern.
ich glaube zwar schon, dass die Voraussetzungen sich als Lehrer Respekt zu verschaffen schlechter geworden sind (Das "Rohmaterial" an Schülern wird eben nicht besser).
Aber letztlich muss sich ein lehrer eben durchsetzen, auf welche Art, das hängt von ihm und der Klasse ab.
Ich weiß inzwischen zwar ziemlich wenig darüber wie es aktuell so in Schulen zugeht, aber ein ehemaliger Schulffreund von mir ist seit ein paar Jahren selbst Hauptschullehrer (in D) und auf die Frage, wie er denn so mit den heutigen verzogenen Gören ;) klar komme, meinte er, dass sie größtenteils sogar ziemlich reif wären und auch recht zielgerichtet was ihr späteres Leben betrifft. -Mehr als wir das damals in der Schulzeit waren.
Auch wenn eine Hauptschule in einer eher beschaulichen oberbayrischen Stadt sicher nicht stellvertretend für ganz Deutschland steht, aber das hat mich doch überrascht. Ich hatte ehrlich gesagt eine andere Antwort und mehr Gejammer erwartet.
 
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