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News - "Killerspiele": ARD Magazin "Kontraste" verschickt Mails an Kritiker und enttäuschte Zuschauer

AW: News -

DawnHellscream am 03.01.2007 20:23 schrieb:
Nali_WarCow am 03.01.2007 17:35 schrieb:
Phade am 03.01.2007 17:32 schrieb:
All die empörten Spieler von Killerspielen, die sich selbst in Ihren E-mails Friedlichkeit und Intelligenz attestierten (und so meinten, den Beitrag ad absurdum geführt zu haben), dürfen sich also als den statistischen Ausreißer betrachten.

Also das ist eine bodenlose Frechheit. Ich bin wirklich entsetzt bei so viel... nennen wir es Dreistigkeit. >:-|

Mir fehlen einfach die Worte...
Ist wirklich eine selten dämliche Argumentation. Aber es wird genug Leute geben, die glauben den Schachsinn auch noch. Immerhin sind die Ausnahmen begrenzt und können somit vernachlässigt werden. :ugly:


Also ich weiß nicht ...manche hier scheinen aber auch mit naivität und dreistigkeit geschlagen zu sein.
Ich kenn auch nich twenige, die Pc Spiele spielen (vorallem egoshooter und sachen wie Hitman), die öfters mal cholerischeanfälle bekommen.
Ich möchte hier keienswegs solchen Spielen unterstellen es zu fördern. Aber zum einen gefällt mir nicht, dass es in vielen Zeitschriften udn TV Sendungen heißt, dass sie defenitiv schuld sind und dass sich hier spieler empören udn alles weit von sich werfe. Immerhin könnt ihr genausowenig wissen, wie es bei manchen im kopf tickt und ob ihn solche spiele wenig kalt lassen.
Dass sich manche hier empören ist schön udn gut aber es von vornherein auszuschließen ist meiner meinung nach naivität.

Der Vergleich mit lungenkrebs hinkt natürlich stark aber es ist durchaus legitim zu behaupten, dass es in manchen Fällen vorkommen kann, dass bei Spielen mit "starken anteil an mord udn toschlag" zu einernegativen Folge beim speiler kommt.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass jeder das einfach so abtut und ohne weiteres ein frommes leben hält ;-)
Immerhin besteht ja doch die chance, dass man irgendwo den tod ernüchternder sieht, wenn man virtuell immer mehr realitätsnahe Personen umbringt. (Mal vom Frust faktor abgesehen, der eventuel bei manchen schon manchen ausraster vorm pc zur fogle hat ;-) )

Ich möchte hier keineswegs irgendwas verniedlichen ....doch sollten manche hier nich tebenso stark auf ihren Standpunkt hocken, dass spiele vollkommen keine negative eigenschaften auf den Spieler haben können

Euer Dawn, begeisterter BF2 und FEAR combat Zocker


Klar können wir auch nicht in die Köpfe aller anderen Spieler sehen, aber wir können in unsere eigene Köpfe schauen und in grossen Teilen auch die Gefühlswelt guter Freunde abschätzen. Und da sehen halt die meisten weit und breit keinen potenziellen Amokläufer oder sonstigen Gewaltverbrecher.

Und bei den Leuten, die eindeutig zuviel am PC sitzen und dabei die Schule vernachlässigen gibt es auch ein anderes Problem als die Spiele an sich. Glaubst du etwa die würden sofort zu absoluten Musterschülern mutieren sobald man ihnen nur die bösen Spiele wegnimmt? Das nenn ich mal naiv... :rolleyes:
Dann machen die halt irgendwas anderes. Es geht darum, dass Eltern einfach darauf achten müssen, dass ihre Kinder alle Dinge in richtigen Maßen tun. Soviel Zeit am Tag für die Schule, soviel Zeit für das Helfen im Haushalt, soviel Zeit für die eigene Freizeitgestaltung etc.
Das Spielen an sich ist doch gar nicht das Problem, höchstens das zuviel Spielen - aber dieses Problem kann man wohl kaum an die Spiele selbst adressieren, sondern eben an die Eltern. Nur leider ist das nicht ganz so populär, wenn man das als Politiker oder Journalist sagen würde. ;-)
 
AW: News -

maxim5of5 am 03.01.2007 20:56 schrieb:
Prof. Manfred Spitzer, Psychiater und Gehirnforscher
„Das, was am Vormittag gelernt wird, das muss am Nachmittag verfestigt werden, und solche Prozesse im Gehirn - man nennt sie Konsolidierung - die kennt man biochemisch sehr gut. Und man weiß auch aus Experimenten, dass emotionale Prozesse sie stören können. Wenn sie also am Vormittag etwas gelernt haben, kann es sein, dass sie am Nachmittag im Ballerspiel dafür sorgen, dass das Gelernte nicht verfestigt wird und dann ist es genauso, als hätten sie es nie gelernt.

Dann geht doch wie wir Schweizer nahmittags auch noch zur Schule %-)

Btw es heisst Kopf-Gehirn-Prozesse :-D
 
"Unter die Gürtellinie gehen"

Schwachköpfe wie der Verfasser dieser Mail haben nun mal einen Tritt in die Eier verdient. Menschen die derart populistischen Unsinn verbreiten und es einfach nicht begreifen wollen, müssen endlose Demütigungen erfahren. Und zwar bis diese mittelalterlichen Minnesänger der Idiotie schließlich nicht mehr anders können, als in Max Payne Slow Motion durch die Klapse zu hüpfen.
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

Es gibt doch wahrscheinlich kaum Menschen, die den Kopf zum Denken benutzen, die behaupten werden, dass solche gewaltbeinhaltenden Spiele Aggressionen verstärken KÖNNEN.
Allerdings KÖNNEN ebenso Drogen (aus gesellschaftspolitischer Sicht führe ich Alkohol gesondert auf, was schon auf die Stellung dieser Droge in unserer Gesellschaft verdeutlichen sollte) und Alkohol, gewaltbeinhaltende Filme oder Musik ähnliche Effekte haben.
Doch bisher versucht man kontinuierlich, diese Spiele mit einem generellen Verbot zu belegen, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.
Und genau an diesem Punkt wird seitens der Befürworter ein Punkt überschritten, der klare Zensur darstellt - und genau gegen die gilt es zu kämpfen! Und zwar kämpfen mit den Mitteln, mit denen die "Killerspiel-Gegner" eben nicht argumentieren können - mit Intelligenz.
Studien finden sich immer wieder, die den einen oder anderen Punkt beweisen, in der Regel fallen sie so aus, wie es der Studieninitiator geplant hat - um seinen Standpunkt zu untermauern.

Wenn die "Killerspiel-Gegner" der Meinung sind, diese Spiele gehören verboten, dann muss man auch konsequenterweise ALLE anderen, möglichen Quellen mit diesem Verbot belegen. Ob jedoch die Bierbrauereien, die Filmindustrie und sonstige Institutionen so weit gehen könnten, sei von dieser Seite aus stark angezweifelt.

TV-Magazine wie Monitor, die sich früher mit seriösem Journalismus einen Namen machten, haben sich inzwischen zu einer bebilderten BILD-Zeitung entwickelt. Und aus diesem Grund ist der Vorwurf der Gelderverschwendung durchaus gerechtfertigt (denn die öffentlich-rechtlichen Sender leben durch die zu Unrecht einkassierte GEZ-Gebühr).


Mit keinem Verbot wird man jedoch den grundlegenden Fehler in der Gesellschaft beheben können - wenn Eltern ihre Kinder nicht erziehen können, nutzt kein einziges Gesetz etwas. Doch dies den Eltern vorzuhalten, wird sich in einem Land, in dem die Wahrheit mit Geld aufgewogen werden kann (bitte mal eben die Situation Mannesmann/vodafone bedenken), nicht durchsetzen lassen - und diese These gilt nicht nur für Deutschland, sondern für (fast) jedes Land.
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

"Das gilt natürlich insbesondere für jene, die ohne valide Argumente vorzubringen, uns schlechte Recherche, unseriöse Berichterstattung, geistige Armut, Verschleuderung von Gebühren etc vorwerfen.

"Gewalttätige Computerspiele machen brutal und dumm, und zwar um so mehr, um so jünger der Spieler ist, um so gewalttätiger die Spiele sind, um so länger die Spielzeit pro Tag ist."

Ich will einen eindeutigen und stichhaltigen Beweis, dass das so ist! Es ist schön zu wissen, dass man eure Inkompetenz auch noch bezahlen muss. Es ist wirklich peinlich, was hier gerade passiert ... :rolleyes:
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

GottesBastard am 03.01.2007 21:50 schrieb:
Schwachköpfe wie der Verfasser dieser Mail haben nun mal einen Tritt in die Eier verdient. Menschen die derart populistischen Unsinn verbreiten und es einfach nicht begreifen wollen, müssen endlose Demütigungen erfahren. Und zwar bis diese mittelalterlichen Minnesänger der Idiotie schließlich nicht mehr anders können, als in Max Payne Slow Motion durch die Klapse zu hüpfen.


sehr konstruktiv. super. er wird nach einigen "Tritten in die Eier" sicherlich Deiner Meinung sein, oder ?

...
Ich mache da meinem Unmut anders Luft:
1.
Ich werde keine Partei mehr unterstützen, die sich in der uns bekannten populistischen Weise an der "Killerspiel"-Diskussion beteiligt.
Das heisst ich werde sie niemals wieder wählen. Egal welche Alternative sich daraus ergibt. 1Mio Computerspieler über 18 in diesem Land sollten doch als Lobby eigentlich reichen.

2.
Ich habe vor zwei Wochen, kurz nach all den einschlägigen öR Fernsehbeiträgen meine Abmeldung an die GEZ geschickt. Von mir bekommen auch die kein Geld mehr um solche Beiträge zu finanzieren.

3.
Ich bestelle ich Spiele schon seit Jahren nur noch über z.B: amazon.com im Ausland. Ich gebe kein Geld für kastrierte deutsche Spielversionen aus. Durch mich wird die deutsche Wirtschaft in dieser Sparte gewiss nicht wachsen.

4.
Ich habe bereits zweimal den Mediamarkt in unserer Stadt polizeilich wegen Verstosses gegen das Jugendschutzgesetz angezeigt, da ich Zeuge wurde wie Spiele an Minderjährige verkauft wurden (Halflife2 Weihnachtsedition incl. CSS an einen elfjährigen, einmal Dark Messiah of Might & Magic an einen 13 Jährigen.) Durch solche Ignoranz seitens der Verkäufer geraten diese Spiele in falsche Hände und so entstehen die aktuellen Probleme.


Wenn wir Spieler alle konsequent sind was das angeht wird sich langfristig das Problem vielleicht lösen. Rumpöbeln hilft nix. Damit legt man den Anti-Spiel-Fuzzies nur eine Steilvorlage, das ist alles.

MfG.
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

Habe gerade was Interessantes im Forum der bösen Zeitschrift mit dem G am Anfang gefunden. Keine Ahnung ob das hier schonmal gepostet wurde. Wenn ja, sorry für den Spam. ^^

"Mama, Papa, Zombie" - Dokumentation von 1984 über brutale Horrorfilme auf VHS, ca. 45 Min

Man tausche mal gedanklich beim Ansehen den Terminus "Horrorfilm" gegen "Killerspiel" aus und sehe selbst.
Die damalige Diskussion lässt sich eins zu eins übertragen.
Ich persönliche finde diese Splatter-Filme jedoch um ein vielfaches schlimmer als jedes mir bekannte Spiel (wobei ich die ganz extremen Sachen wie "Manhunt" oder "Postal" nicht gespielt habe, wohl aber z.B. "SoF2").

Achtung:
In dem Beitrag gibt es einige üble Szenen aus irgendwelchen Splatter-Filmen. Wer also keinen stabilen Magen hat sollte vielleicht ab und zu weggucken oder ganz aufs Bild verzichten. Der Ton reicht vollkommen aus.
 
AW: ""Man kann auch unter der Gürtellinie durchaus feinsinnig bleiben"

GottesBastard am 03.01.2007 21:50 schrieb:
Schwachköpfe wie der Verfasser dieser Mail haben nun mal einen Tritt in die Eier verdient. Menschen die derart populistischen Unsinn verbreiten und es einfach nicht begreifen wollen, müssen endlose Demütigungen erfahren. Und zwar bis diese mittelalterlichen Minnesänger der Idiotie schließlich nicht mehr anders können, als in Max Payne Slow Motion durch die Klapse zu hüpfen.


Bitte, bitte, bitte! Wenn Du nichts vernünftiges zu sagen hast, dann lass es doch sein...

Man kann vielleicht dem Beitrag mangelnde Recherche oder Unausgewogenheit vorwerfen, aber was hier passiert, erinnert mich stark an den Fall der Mohammed-Karrikaturen. Da kolportierten Fanatiker und Eiferer Dinge über die Karrikaturen, die nicht stimmten und plötzlich wurden dänische Flaggen verbrannt, von Leuten, die keinen Plan hatten von dem, was eigentlich abgebildet war.

Hat jemand den Beitrag wirklich gesehen? Oder haut ihr nur einfach drauf, weil ihr Euch in Eurem Gamer-Ehrgefühl verletzt fühlt und jemand Euch gesagt hat, dass in einem öffentlich-rechtlichen Politmagazin ein Beitrag über gewaltverherrlichende Computerspiele lief, bei dem eben diese Spiele nicht zu gut wegkamen?

Eins sei gesagt: Ich sage nicht, dass die Spiele verboten werden müssen. Ich finde sogar, dass es eine ziemlich blinde Kurzschlusshandlung wäre. Aber, was hier allein in den unqualifizierten Antworten an aggressivem Potential (und gleichzeitig in den ortographischen Schwächen an Futter für die These "Computer macht dumm") durchschimmert , lässt mich ernsthaft darüber nachdenken, meine eher liberale Meinung zu Baller-, Killer- oder Wieauchimmer-umbring-Spielen zu revidieren. Kann mich des Eindrucks nihct erwehren, dass Euch ein Buch (vielleicht nicht gerade American Psycho) oder eine Tageszeitung (vielleicht nicht gerade die Bild) ganz gut täte.

---
So, kommen wir zu denen, die konstruktiv diskutieren:

Hallo mimimaster!

Das folgende ist mir überl aufgestoßen:

Genauso könnte man sagen:
Weil seit 1996 konstant mehr als 50% (2003: 55,3%) der ermittelten Täter ausländischer Herkunft sind, würde man alle Probleme beseitigen indem man einfach alle Ausländer rausschmeißt.
Ist nicht meine Meinung, nur ein Beispiel wie einfach man es sich machen kann.

Ich hoffe, Du meintest das nicht böse, aber solche Statistiken kenn ich bisher nur von der NPD. Das Bundeskriminalamt schreibt im aktuellsten Bericht, den ich im Netz gefunden habe (2005) 22,5 Prozent TATVERDÄCHTIGE, wobei die Zahl der schuldig gesprochenen bei den Nicht-Deutschen geringer ist !!! Soviel dazu... Den Bericht gibts übrigens hier:

http://www.bka.de/pks/pks2005/download/pks-jb_2005_bka.pdf


Aber, weiter in Deinem Text, der wird nämlich besser:

mimiMaster am 03.01.2007 18:55 schrieb:
Wie schon in den Kommentaren zur Sendung damals meine ich immer noch, dass wir selbstverständlich Spiele wie "Der Pate", wo man Unschuldige auf wirklich perverse Art exekutieren kann, nicht brauchen - auch wenn das Töten lediglich eine Option darstellt und dem Spielziel nicht förderlich ist.

Bin absolut Deiner Meinung. "Dawn"schrieb eben, dass sie es sich durchaus vorstellen kann, dass die perversen und virtuellen, optisch aber sehr realitätsnahen Gewalt-Darstellungen, durch ständige Wiederholungen durchaus zu einer etwas verstellten Sicht auf Gewalt in der Realität führen könnten.

Habe nach Delmenhorst ein Telefon-Interview im Radio mit einer Kommunikationswissenschaftlerin an unserer Uni geführt: Sie sagte, die Medienwirkungsforscher seien sich uneins. Ein direkter Zusammenhang gilt noch nicht als erwiesen.

ABER: Unterschiedliche Meinungen gab es bei den Auswirkungen von Tabak oder Theorien zum Klimawandel auch lange. Das heißt nicht, dass ich die von den Kontraste-Autoren angwandte Analogie zu den Auswirkungen von Tabak für besonders gelungen halte. Der Vergleich hinkt nicht nur, er braucht nen Rollstuhl. Trotzdem: Hinter jeder Studie kann eine versteckte Agenda stehen, sei es von der Tabakindustrie, oder von der Schwerindustrie, oder eben von der Spieleindustrie. Ein Märchen, das die Spieleindustrie gerne verkauft ist zum Beispiel das weiter oben genannte von der besseren Reaktionszeit von Zockern.

Um noch mal auf die Wissenschaft zu kommen: Das mit den Netzwerken, die Spieler bauen können, ist richtig (auch wenn es in einem Atmezug mit dem Reaktionszeit-Quatsch genannt wurde). Spieler und vor allem jugendliche können das aber nicht automatisch auf die soziale Welt außerhalb des Spiels übertragen. Wenn sie es können: GUT! Und das ist wohl hoffentlich bei den meisten reifen ERWACHSENEN der Fall. Wenn sie aber früh und zu jung damit in Berührung kommen und fehlende soziale Netze keinen Gegenpol bilden, dann kann das schwer ins Auge gehen. Wie gesagt, die Aggressivität, die hier in einigen Beiträgen steckt kann man durchaus legitim als Anzeichen dafür nehmen.

Ich schau gleich mal, ob der Podcast mit dem Interview noch irgendwo zu finden ist, ansonsten wünsche ich mir weiter eine konstruktive Diskussion und nich so hohles Geseier oder legasthenische SChimpf-Orgien.
 
Objektive Betrachtung

Ich schreibe ja bisher nie hier irgendwas, weil ich mich von Computerspielen mehr oder weniger verabschiedet habe und bin durch Zufall auf diese "News" bei PCgames.de gestoßen. Ich habe mich dann auch etwas informiert und bin zu folgendem Ergebnis gekommen.
Wirklich alles, was man irgendwie am Tag und im Leben mitbekommt, wirkt beeinflussend. Wenn ich einen Film gucke, kann mich dieser emotional berühren, mitreißen, etc. Wenn ich Sport mache, fühle ich mich danach niedergeschlagen oder einfach gut und gehe eventuell mit einem gewissen Adrenalinkick durch die nächsten Stunden. Genauso ist es auch mit PC-Spielen, die ebenso beeinflussen wirken können. Es ist zwar lange her, aber ich erinnere mich persönlich an meine "Ego-Shooter-Phase" in die plötzlich der 11. September fiel. Dieses Ereignis hat mich damals gar nicht berührt, was ich im Nachhinein persönlich Spielen wie Counter-Strike und Soldier of Fortune zuschreibe. Es setzte in meinem Denken eine gewisse Verrohung ein, die vor allem dadurch kam, dass ich im Spiel nicht Beobachter, sondern handelnde Person bin. Das Erlebnis ist so definitiv intensiver als in jedem noch so gut gemachten Film. Abgesehen von wenigen Ausnahmen geht es außerdem bei heutigen Spielen unter anderem auch darum, das Töten immer noch einen Tick realistischer zu machen. Dazu tragen sowohl Todesanimationen, noch realistischere Trefferzonen und in wenigen Spielen exzessive Blutdarstellungen bei. Das sind Punkte, die man der Spieleindustrie definitiv vorhalten kann. Ich behaupte, dass solche Szenen in PC-Spielen an den meisten Spieleren, wenn auch zum Großteil unterbewusst, nicht spurlos vorbeigehen. Klar, ich weiß, das Eine ist Realität und das Andere nur ein Spiel, aber man kann sich gegenüber diesem Spiel nicht einfach verschließen und es emotionslos Spielen.
Klar gibt es schlecht recherchierte und einseitige Berichterstattungen und es ist definitiv nicht alles an Computerspielen schlecht, aber trotzdem muss man auch den Standpunkt der Kritiker dieser Spiele verstehen. Abgesehen davon wird meistens nicht das Spiel alleine, sonderen meistens das Spiel als einer von vielen Gründen genannt, die einen Menschen auf die falsche Bahn bringen. Wenn ich also diesen einen Grund mit einem Gesetz entschärfen kann, warum also nicht einfach machen? Es geht ja nicht um ein Verbot von Computerspielen, sondern um ein Verbot von übermäßig gewalttätigen Computerspielen. Wer kann denn klaren Verstandes von sich behaupten, dass er diese Gewalt zum Spaß-Haben benötigt?
Ich glaube nicht, dass die Politiker so blauäugig sind, nach einem Spieleverbot aufzuhören und sich nicht auch mit den anderen, meist sozialen Misständen in manchen Gesellschaftskreisen beschäftigen. Wenn sich einige gute Bekannte von mir plötzlich über Waffenwerte, möglichst wirksame Treffer an Gegnern und die "Killer-Taktik" (wörtliches Zitat) bei einem Bierchen abends unterhalten, klingt das erstmal harmlos. Wenn sich diese Unterhaltung aber auf 2(!) Stunden ausdehnt, dann fragt man sich doch, ob in solchen Menschen nicht irgendetwas ganz Schlimmes vor sich geht. Irgendwann muss doch im Spieler selbst einmal etwas 'klick' machen, damit man merkt, mit was für einem virtuellen Schwachsinn man sich da beschäftigt. Kein Wunder, dass sich dann Verhaltensweisen aus "Killerspielen" mit der Zeit mehr oder weniger auch auf den Menschen übertragen (Wohlgemerkt, nicht bei allen Spielern, aber bei einigen). Muss man nicht die Menschen, die zu solchem Verhalten neigen, nicht vor so etwas schützen? Ich kann somit die meisten Argumente von fundierten Kritiken an PC-Spielen nachvollziehen und verstehe auch die vernünftigen Spieler, die sich ihres Hobbies beraubt fühlen. Aber gerade diese vernünftigen Spieler müssten doch auch vernünftige Argumente nachvollziehen können.
Das soll für jetzt reichen und ich hoffe damit einigen Leuten mal die Augen geöffnet zu haben, was für Spiele wirklich im Umlauf sind.
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

zordiac am 03.01.2007 22:20 schrieb:
2.
Ich habe vor zwei Wochen, kurz nach all den einschlägigen öR Fernsehbeiträgen meine Abmeldung an die GEZ geschickt. Von mir bekommen auch die kein Geld mehr um solche Beiträge zu finanzieren.


Die Alternative ist übrigens nur noch private Berichterstattung. Und die ist bestimmt ausgewogener, gell ?
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

Also... ich kann mich im Großen und Ganzen der Meinung im Thread nur anschließen.

Daher reduziere ich meinen Kommentar auf 2 wesentliche Punkte.

@ARD+ZDF:

1.: http://amazon.de/s/ref=nb_ss_b/302-2133514-3388806?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Journalismus&Go.x=0&Go.y=0
Viel Spaß bei der Lektüre! :finger2:

und

2.: http://pics.livejournal.com/twoflower/pic/00076431
:ugly:
 
AW: ""Man kann auch unter der Gürtellinie durchaus feinsinnig bleiben"

Rampensau24 am 03.01.2007 22:44 schrieb:
Hallo mimimaster!

Das folgende ist mir überl aufgestoßen:

Genauso könnte man sagen:
Weil seit 1996 konstant mehr als 50% (2003: 55,3%) der ermittelten Täter ausländischer Herkunft sind, würde man alle Probleme beseitigen indem man einfach alle Ausländer rausschmeißt.
Ist nicht meine Meinung, nur ein Beispiel wie einfach man es sich machen kann.

Ich hoffe, Du meintest das nicht böse, aber solche Statistiken kenn ich bisher nur von der NPD. Das Bundeskriminalamt schreibt im aktuellsten Bericht, den ich im Netz gefunden habe (2005) 22,5 Prozent TATVERDÄCHTIGE, wobei die Zahl der schuldig gesprochenen bei den Nicht-Deutschen geringer ist !!! Soviel dazu... Den Bericht gibts übrigens hier:

http://www.bka.de/pks/pks2005/download/pks-jb_2005_bka.pdf
Nach deinem Beitrag musste ich erstmal schlucken. Bin ich tatsächlich bei der Suche nach Statistiken zu Gewalt auf einer NPD-Seite gelandet und habe dort zitiert?
Entwarnung. Gott sei dank nicht, nur stammt die Statistik nicht vom deutschen Bundelkriminalamt, sondern vom schweizerischen Bundeskriminalamt.
Quelle
Auch wenn es an der Kernaussage - "Wie machen wir es uns einfach?" - nichts ändert, trotzdem sorry für diesen groben Schnitzer.
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

@Rampensau (ich kann nichts für deinen Nick!) und Hegel:

Erstmal vielen Dank für das Heraussuchen der PKS. Das ist mir eben auch schon negativ aufgefallen.
Eure beiden Posts sind sich tendenziell sehr ähnlich und ich muss hier kurz etwas klar stellen.
Mittlerweile ist auch in mir die Erkenntnis gereift, dass es gewisse Zusammenhänge zwischen dem Spielen gewaltverherrlichender Shooter und gewalttätigem Verhalten gibt. Allerdings bedeutet doch eine Korrelation zwischen der Häufigkeit, in der ein "Probant" Spiele dieser Art spielt und auffälligem Verhalten doch keineswegs, dass das Eine (Haupt-)Ursache für das Andere ist.
Wie schon mehrfach vorher angemerkt, ist der möglicherweise schädliche Einfluss solcher Spiele doch vor allem eine Sache des Maßes sowie vielfältiger sonstiger Faktoren wie der Eingebundenheit in die Familie, Zukunftsperspektiven, dem eigenen Selbstwertgefühl, der sozialen Kompetenzen, mit Rückschöägen umzugehen etc.
Wenn ich die Beiträge in diesem Forum querlese, kann ich keineswegs eine Verdrängung der Realität oder ein konsequentes Schönreden der Betroffenen feststellen.
Hauptsächlich dreht sich doch die Empörung um den pauschalsierenden, arroganten und uninformierten Stil, mit dem jeder Spieler über einen Kamm geschoren wird - es sei denn, er bildet gerade zufällig eine statistische Ausnahme, versteht sich. Und diese Empörung teile auch ich; dennoch bin ich mir der potentiellen Gefahren bewusst.
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

RS Recherchiert zum Littleton-Massaker. Er findet einen blutverschmierten Schüler, welcher aus dem Fenster fällt gleichzeitig abstossend und faszinierend. (Gab es solche Bilder auch im ÖRTV?)

Und wie kommt so jemand an eine Waffenbesitzkarte? Gibts da denn keine Kontrollen oder psychologische Gutachten? Aber Shooter sind gemeingefährlich.

Wenn der Staat mal irgendwann seine Gesetze zum Verbot von Shootern durchhat, werden wir alle länger im Knast sitzen als Kinderschänder. Wo ist da noch eine Relation? Die Gesellschaft steht vor dem Abgrund und morgen sind wir einen Schritt weiter.
 
Nichts als Thesen von gelangweilten und sensationssüchtigen Redakteuren...

Ich habe die Reportage nicht gesehen, insofern kann ich nur nach dem hier vorgelegten Schriftstück urteilen. So lange es sich nur um Thesen handelt bin ich persönlich beruhigt. Denn eine These ist keine endgültige Wahrheit. Man nahm auch früher an, dass die Erde im Mittelpunkt des Sonnensystems stehen würde und seit ein paar Jahrhunderten wissen wir, dass dem nicht so ist. Ich denke, dass dies auch mit den vorgelegten Thesen passieren wird. Vor allem, wenn die Thesen kaum Nährboden für Fakten besitzen.
Außerdem sollte man wissen, dass die ARD, der Rentnersender, die Älteren bedienen muss und dementsprechend auch deren Einstellung repräsentieren will. Ich möchte jetzt nicht auf die Methoden der ARD zurückfallen und behaupten, dass alle älteren Menschen so denken würden, denn genau so läuft die "Veranschaulichung" des Themas in diesem Artikel ab. Es wird pauschalisiert und dies auf eine denunzierende Art und Weise. Um auf die Argumentation dieses Herren einzugehen. Die Hauptaussage lässt mich schon etwas stutzig werden. Es wird hier indirekt behauptet, dass circa eine Million der Bundesbürger infolge ihres Spielkonsums minderbemittelt seien. Wenn dem so ist, dann wird Deutschland in den nächsten 50 Jahren wohl in Anarchie und Chaos versinken.
Allgemein finde ich die Argumentation, wenn man dieses Wort überhaupt für eine solche Art von "Hassschrift" gebrauchen darf, sehr dünn. Im Normalfall sollten auf Argumente, die gegen das Computerspielen sind, auch welche folgen, die dafür stimmen. Und ja es gibt auch positive Seiten, nur möchten Viele davon nichts wissen, weil sie sie nicht mit ihrer vorgefertigten Meinung abklären können.
Vor einiger Zeit ist im PN-Magazin ein Artikel zu Computerspielen und den Folgen davon erschienen. Dort wurde diese Gratwanderung außerordentlich gut gemeistert. Wieso ist es den Damen und Herren der ARD-Redaktion nicht möglich, eine ebenso schlüssige - in diesem Fall darf man es so nennen - Argumentation zu liefern? Ich habe selten einen Artikel gelesen, der so viel Borniertheit zur Schau stellt. Da der Herr nicht nur engstirnig ist, sondern auch einmal kräftig auf den Putz hauen wollte, legte er noch ordentlich nach und versuchte die Aussage mutwillig auf einen Nenner zu bringen, der da lautet: "Spieler sind Idioten!". Damit fühle ich mich persönlich angegriffen und so wird es auch den vielen anderen Spielern gehen, die nicht gerade dabei sind jemanden halbtot zu prügeln. Wieso wurden außerdem unbedingt die dümmlichsten Aussagen, die scheinbar von Spielern stammen, in den Text eingefügt? Und warum wurden nicht stattdessen wirkliche Aussagen verwendet? Ich bin mir sicher, dass es auch solche gegeben hat. Überdeutlich wird hier gezeigt, dass keine öffentliche Diskussion stattfinden soll. Oder warum sonst wurde nicht zu einer halbwegs vernünftigen Aussage Stellung bezogen?
Ich sehe das Ganze ziemlich gelassen. Sollen sie doch nur reden. Ich werde nachwievor sogenannte "Killerspiele" spielen und dabei auch noch so etwas "unnatürliches" wie Spaß empfinden. Ich habe das 18. Lebensjahr längst erreicht, somit habe ich das Recht meine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und meine Handlungen und Entscheidungen selbst zu treffen, sofern sie niemandem Schaden zufügen. Daher lässt mich diese Art der Berichterstattung kalt. Wenn ich allem, was mir durch die Medien und den Staat suggieriert wird, glauben schenken würde, dann würde mein Leben um Einiges monotoner und sinnloser werden.

Gruß
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

mimiMaster am 03.01.2007 22:43 schrieb:
Habe gerade was Interessantes im Forum der bösen Zeitschrift mit dem G am Anfang gefunden. Keine Ahnung ob das hier schonmal gepostet wurde. Wenn ja, sorry für den Spam. ^^

"Mama, Papa, Zombie" - Dokumentation von 1984 über brutale Horrorfilme auf VHS, ca. 45 Min

Man tausche mal gedanklich beim Ansehen den Terminus "Horrorfilm" gegen "Killerspiel" aus und sehe selbst.
Die damalige Diskussion lässt sich eins zu eins übertragen.
Ich persönliche finde diese Splatter-Filme jedoch um ein vielfaches schlimmer als jedes mir bekannte Spiel (wobei ich die ganz extremen Sachen wie "Manhunt" oder "Postal" nicht gespielt habe, wohl aber z.B. "SoF2").

Achtung:
In dem Beitrag gibt es einige üble Szenen aus irgendwelchen Splatter-Filmen. Wer also keinen stabilen Magen hat sollte vielleicht ab und zu weggucken oder ganz aufs Bild verzichten. Der Ton reicht vollkommen aus.

LoL sehr geil kann man fast 1:1 ummünzen, man bedenke das da gut 20 Jahre zwischen liegen, hohle populistische Politiker, Pseudo-Experten und blutgeile Kiddies.
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

MrFloppy77 am 03.01.2007 23:09 schrieb:
Wenn der Staat mal irgendwann seine Gesetze zum Verbot von Shootern durchhat, werden wir alle länger im Knast sitzen als Kinderschänder. Wo ist da noch eine Relation? Die Gesellschaft steht vor dem Abgrund und morgen sind wir einen Schritt weiter.
Die aktuelle Lage sieht doch so aus:
In den ersten anderthalb Wochen nach Emsdetten haben Politiker, inbesondere die üblichen Verdächtigen Schünemann und Beckstein, mächtig Wirbel gemacht, große Töne gespukt und Killerspiel verteufelt ... also genau das gleiche gemacht wie damals nach Erfurt.
Seither herrscht absolute Funkstille, hin und wieder sagt mal irgendwer was bei heise.de, das wars dann aber auch schon wieder.
An ein Verbot glaube ich erst, wenn im Bundestag ein entsprechender Gesetzentwurf beschlossen ist, wobei ich ein absolutes Verbot für unrealistisch halte.
Und in wie weit dann das Verbot Bestand hätte, bliebe auch abzuwarten. Der erste Spieler der wegen "Killerspielen" verhaftet würde, würde mit Sicherheit beim Verfassungsgericht Klage einreichen und - das ist meine persönliche Einschätzung - da hätte ein Verbot keine Chance, denn dann müssten konsequenterweise auch alle Action- und Horrorfilme, Bücher etc. verboten werden, damit es einheitlich ist. Auch wenn - was die Politik ja immer wieder gerne betont - in Filmen der Konsument nicht der aktiv Handelnde ist.
 
AW: News -

Wenn man die E-Mail liest, fragt man sich ernsthaft, wie eine so dumm formulierte Nachricht tausendfach verschickt werden kann!

Ich find es kacken dreist, dass ich als hobbyspieler als statistischer ausreißer dargestellt werde! wenn man es so formuliert, müsste ich ja die aushnahme sein, und von der breiten masse der spieler müsste eine große gefahr ausgehen!

So, ich geh weiterzocken!
 
AW: "Unter die Gürtellinie gehen"

"Gewalttätige Computerspiele machen brutal und dumm, und zwar um so mehr, um so jünger der Spieler ist, um so gewalttätiger die Spiele sind, um so länger die Spielzeit pro Tag ist."

Hui, und ich dachte immer so ein kleines "um so ... um so" schickt sich nicht sonderlich in der deutschen Schriftsprache. Hmmmm.... ich habe ein Argument gefunden und unter anscheinend öffentlich-rechtlich genehmigter Argumentationsweise und Vernachlässigung jeglicher im Weg stehender Fakten stelle ich nun die These auf, dass der Verfasser dieser Mail auch nicht gerade mit Intelligenz geschlagen ist. :pissed:
Wie, hat hier jemand ein Problem mit meinem Argumentationsgang:confused:??
 
AW: News -

Könnt ihr die News bitte auch mal fixen? Die 2. Seite ist im FF total kaputt und unlesbar, wegen dem extrem langen Link! ^^
 
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