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News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

Wie wäre es mit einer Regelung, dass Spiele die ein gewisses Maß an Gewalt enthalten nur gegen Vorlage des Personalausweises erworben werden kann und damit meine ich keine Empfehlung, sondern ein generelles Verbot, dass bei Zuwiderhandlung seitens der Händler horrende Geldbussen nach sich zieht.

Ich habe als ich in dem nenen wir es "kritischen Alter" war auch fröhlich Killerspielchen gezockt, aber seither hat sich die Technik auch sehr verändert und in Sachen mögliche Gewaltdarstellung sind wir der Realität einen großen Schritt näher gekommen und dies gehört einfach nicht in Kinderhände.
 
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Destrux am 01.06.2006 05:18 schrieb:
Wie wäre es mit einer Regelung, dass Spiele die ein gewisses Maß an Gewalt enthalten nur gegen Vorlage des Personalausweises erworben werden kann und damit meine ich keine Empfehlung, sondern ein generelles Verbot, dass bei Zuwiderhandlung seitens der Händler horrende Geldbussen nach sich zieht.
So ist es doch eigentlich schon. Wenn man in einen Laden geht und sich ein Spiel kaufen will, dass "keine Jugendfreigabe" bekommen hat, dann muss man im Normalfall den Ausweis zeigen und seine Volljährigkeit bestätigen, um das Spiel letztendlich kaufen zu können. Bei deutschen Onlineshops wie Okaysoft, die schicken einem ja auch erst die Ware, wenn man vorher eine Kopie seines Ausweises hingeschickt hat.
Also mehr regeln kann man da eigentlich gar nicht und wenn es sich die Kinder/Jugendlichen aus dem Netz ziehen, daran kann man sowieso nichts machen, dass würde sich auch bei einem Verbot nicht ändern. Im Gegenteil, da würde das wahrscheinlich nur noch zunehmen.

Ich habe als ich in dem nenen wir es "kritischen Alter" war auch fröhlich Killerspielchen gezockt, aber seither hat sich die Technik auch sehr verändert und in Sachen mögliche Gewaltdarstellung sind wir der Realität einen großen Schritt näher gekommen und dies gehört einfach nicht in Kinderhände.

Ich habe auch immer alles gespielt und mir hat es überhaupt nicht geschadet. Im Gegenteil, der frühe umgang mit dem Thema Gewalt war sogar hilfreich. Hab mich auch nie in der Schule geprügelt oder so. Allerdings gehören solche Spiele wie Doom 3 oder Fear, um Beispiele zu nennen, nicht in Kinderhände, das ist klar. Trotzdem sollte es Erwachsenen gestattet sein, diese Spiele ohne irgendwelche Bevormundungen spielen zu können.
 
AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

Hi.

===

Als ich alleine den Namen "Beckstein" in der Überschrift gelesen hab war mein erster Gedanke "Oh nein! Nicht der schon wieder!".

Naja, was soll ich noch dazu sagen? Wurde doch schon alles hier von diversen Leuten gesagt.

Mein größter Wunsch im Augenblick wär's, wenn so ultra-erz-konservativ-lächerlich-bigotte Leute wie Beckstein der Menschheit nen Gefallen täten und sich in irgendnem Bunker einbetonieren würden und sich die nächsten - sagen wir mal - 50 Jahre nicht mehr in der Öffentlichkeit blicken lassen.

Also eins ist klar: wenn sowas auch nur Ansatzweise durchkommt wird geklagt... Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, Zensur, usw... :ugly:

Und zum Thema Union und deren Politik verkneif ich's mir jetzt lieber, ansonsten bin ich die nächsten drei Stunden mit Schreiben beschäftigt. :-S

===

Gruß,
_Ra-Tiel.
 
AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

Ob es richtig ist oder nicht, Shooter, in denen man möglichst lebensecht Menschen abknallen soll, zu verbieten, darüber gibt es viele Meinungen. (es täte mit Sicherheit uns allen gut, überhaupt weniger vorm Computer zu sitzen und keiner braucht mir erzählen, dass nicht seine Birne weich ist, wenn er 5 Stunden lang rum Doomed oder Quaked, da sprech ich aus Erfahrung :-)) Aber sicher ist, dass dieses Verbot nix helfen würde, weil die Kids null Problemo trotzdem an die Games rankommen würden. Saugts sichs halt einer in der Schule und gibts an seine Freunde weiter, ganz einfach. Die heutigen Eltern kennen sich mit dem ganzen Computerzeugs sowieso nicht aus und sind restlos überfordert, bei allem was der Jungspund da an diesem komisch surrenden Kasten macht. Aufpassen was der Kleine da macht, ist viel leichter gesagt als getan, wenn PC für dich wie ein Buch mit sieben Siegeln ist.

Aber wenn WIR mal in der Verantwortung sind für die Kids, WIR, die wir schon mit diesem Zeugs aufgewachsen sind und einen Peil davon haben. Ja dann wird das hoffentlich anders werden! Einfach für den Sohnemann nur eingeschränkte Benutzerrechte und schwupps kann er gar nix mehr installiern ohne meine Zustimmung, da kann er noch so plärren. Gegen die Pornseiten im Internet gibts bis dahin bestimmt auch diverse wirksame Filter in den Browsern, oder sonstwelche Mittelchen.

Man muss den Kleinen eben diesbezüglich immer einen Schritt voraus sein und es liegt irgendwann in unserer Verantwortung, genau dafür zu sorgen. Von den heutigen Eltern kann man noch schlecht verlangen, dass sie sich mit 45 oder 50 Jahren noch lernen, wie man einen PC bedient.
 
AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

TheChicky am 01.06.2006 09:55 schrieb:
Ob es richtig ist oder nicht, Shooter, in denen man möglichst lebensecht Menschen abknallen soll, zu verbieten, darüber gibt es viele Meinungen. (es täte mit Sicherheit uns allen gut, überhaupt weniger vorm Computer zu sitzen und keiner braucht mir erzählen, dass nicht seine Birne weich ist, wenn er 5 Stunden lang rum Doomed oder Quaked, da sprech ich aus Erfahrung :-)) Aber sicher ist, dass dieses Verbot nix helfen würde, weil die Kids null Problemo trotzdem an die Games rankommen würden. Saugts sichs halt einer in der Schule und gibts an seine Freunde weiter, ganz einfach. Die heutigen Eltern kennen sich mit dem ganzen Computerzeugs sowieso nicht aus und sind restlos überfordert, bei allem was der Jungspund da an diesem komisch surrenden Kasten macht. Aufpassen was der Kleine da macht, ist viel leichter gesagt als getan, wenn PC für dich wie ein Buch mit sieben Siegeln ist.

Aber wenn WIR mal in der Verantwortung sind für die Kids, WIR, die wir schon mit diesem Zeugs aufgewachsen sind und einen Peil davon haben. Ja dann wird das hoffentlich anders werden! Einfach für den Sohnemann nur eingeschränkte Benutzerrechte und schwupps kann er gar nix mehr installiern ohne meine Zustimmung, da kann er noch so plärren. Gegen die Pornseiten im Internet gibts bis dahin bestimmt auch diverse wirksame Filter in den Browsern, oder sonstwelche Mittelchen.

Man muss den Kleinen eben diesbezüglich immer einen Schritt voraus sein und es liegt irgendwann in unserer Verantwortung, genau dafür zu sorgen. Von den heutigen Eltern kann man noch schlecht verlangen, dass sie sich mit 45 oder 50 Jahren noch lernen, wie man einen PC bedient.

dazu kann ich folgendes erzählen: War neulich im mediamarkt und hab dort n Kind gesehen, n kleiner, rotzfrecher bub der höchstens 11 oder 12 war und seine (geistig nicht ganz auf der höhe) mutter mit dämlichen Sprüchen dazu überredet hat, ihm GTA San Andreas zu kaufen, das ja immerhin keine Jugendfreigabe besitzt.
Wenn sich Eltern nicht genug informieren (wie du sagst, sie kennen sich nicht aus teilweise), braucht man sich nicht zu wundern wenn Spiele in denen es nur um Gewalt geht ihren Sprösslingen die Birne weichkocht.
So etwas kann man schon als grob fahrlässig ansehen.
 
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LouisLoiselle am 01.06.2006 11:43 schrieb:
Wenn sich Eltern nicht genug informieren (wie du sagst, sie kennen sich nicht aus teilweise), braucht man sich nicht zu wundern wenn Spiele in denen es nur um Gewalt geht ihren Sprösslingen die Birne weichkocht.
So etwas kann man schon als grob fahrlässig ansehen.
ja, aber das ist dann das problem der eltern, der gesetzgeber hat da nicht reinzupfuschen.
medienkompetenz ist das schlagwort und die wird mit unserer generation schon viel verbreiteter sein als noch bei unserer elterngeneration. es ist ein problem, das sich von selber löst mit der zeit. es kommen sicher wieder genug neue probleme auf uns zu, dann können wir das hier links liegenlassen. die leute, die jetzt zwischen 20 und 30 jahre alt sind, kennen sich einigermassen aus und werden ihren kindern kaum soviel durchgehen lassen.
 
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Also ich kritisiere hier j anich oft an Beiträgen herum aber muss es sein das ihr dieses Unwort jetz auch schon benuzt?

"Der bayerische Innenminister Günther Beckstein ist in der Spielerszene bekannt für scharfe Kritik an "Killerspielen" wie Counter-Strike."

Killerspiele wie Counter-Strike. ... ich finde das, insbesondere für eine Games Zeitschrift, sehr, sehr unglücklich ausgedrückt.

Ich will ja nicht fordernd wirken aber könnte man das evtl abändern?

so long
 
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David-Lynch am 01.06.2006 12:25 schrieb:
Also ich kritisiere hier j anich oft an Beiträgen herum aber muss es sein das ihr dieses Unwort jetz auch schon benuzt?

"Der bayerische Innenminister Günther Beckstein ist in der Spielerszene bekannt für scharfe Kritik an "Killerspielen" wie Counter-Strike."

Killerspiele wie Counter-Strike. ... ich finde das, insbesondere für eine Games Zeitschrift, sehr, sehr unglücklich ausgedrückt.

Ich will ja nicht fordernd wirken aber könnte man das evtl abändern?

so long
das wort steht aber in anführungszeichen. zwei möglichkeiten: es handelt sich um ein zitat oder um einen pejorativ. letzteres heisst, dass das wort ins lächerliche gezogen werden soll, es ist eine abwertung eines begriffs. die nazis waren berühmt für das inflationäre benutzen von pejorativ-anführungszeichen, aber auch heute wird das noch oft benutzt, ich selber mach das von zeit zu zeit.
 
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Hallo,

vorab möchte ich sagen, daß ich schon lange Spiele kenne, wie CS (Source) und ähnliche, die ganz explizit Gewalt an Menschen als Mittel zum Zweck und bestimmenden Spielinhalt beinhalten. Obwohl ich schon der etwas älteren Riege von PC-Spielern angehöre, hab ich doch oft schon Dinge sehen müssen, die mich sehr geschockt haben (das fängt bei Doom, Hitman etc.) und habe dazu ein etwas gespaltenes Verhältnis.

Nicht alles ist so schlimm, wie es gemacht wird, allerdings ist die uneingeschränkte und unkontrollierte Einflußnahme solcher Inhalte auf junge Menschen absolut nicht herunterzuspielen.

Wir leben in einer Gesellschaft, die im Gegensatz zu den USA kein ungespaltenes Verhältnis zu Gewalt z. B. in den Medien hat! Der Großteil solcher Spiele kommt gerade da her und darf meiner Meinung nach nicht unzensiert für diese Altersgrußße zugänglich sein (auch z. B. über Steam - wo man ja nur die Sprache auf Englisch ändern muß, um an die US- Version zu kommen, glaub ich).

Es geht um Wertevermittlung, für die gerade junge Menschen über ihr (gleichaltriges) soziales Umfeld empfänglich sind und wenn dann jemand, wie ich weiter oben gelesen habe, die Standpunkte von Politikern, die zugegebenermaßen sicherlich auch pauschalisieren, als konnservativ verstockt darstellt, möchte ich mich entschieden gegen diesen Standpunkt aussprechen!

Ich kann mir gut vorstellen, das viele sich bei einem Angriff eines Älteren auf ihre geliebte Adrenalin-Ballerei gleich Schaum vorm Mund haben, aber trotzdem finde ich, daß solche Spiele keine Altersfreigabe unter 18 Jahren erhalten sollten und daß, durch wirksame gesetzliche Änderungen ermöglicht, diese Vorgaben konsequent umgesetzt werden und jemand dafür (staatliche) Verantwortung übernimmt.

Wahrscheinlich finden mich jetzt 10.000 Jungs hier unheimlich langweilig und das wurde ja auch schon 100mal gesagt, aber es ist dringend notwendig, sich damit auseinanderzusetzen. Ich will auch nicht jeden hier als labilen Jugendlichen darstellen, nur kenne ich den Einfluß solcher Software zu gut und finde, daß eine altersmäßige Trennung absolut wichtig ist.

Cheers...
 
AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

Hi.

===

fedja am 01.06.2006 13:36 schrieb:
Hallo, [...] Cheers...
Du hast ja recht, aber genau dafür gibt's die USK und die BPJS. Was der gute Herr Beckstein vorhat ist erwachsene Menschen zu bevormunden.

Das ist im Grund nix anderes wie Zensur wie von vor 50 Jahren, als es auch nix gab was der Regierung net in den Kram gepasst hat.

Ich bin 23. Ich darf wählen (ist nur die Frage wen von dem ganzen Affentheater in Berlin), ich darf Autofahren (fragt sich halt nur wie finanzieren bei Fr. Merkels Finanzpolitik), ich darf in Schützenvereine, Kampfsport lernen, usw. usf.

Aber ich soll mir von irgendsoeinem hinterwälderischen, verlogenen, korrupten CDU Mann aus Tiefbayern vorschreiben lassen, welche Spiele ich mit meinem Geld auf meinem Computer spielen darf? Nie und nimmer! :finger2:

Der Typ ist doch ein klassischer Vertreter der KAVTUB* Sorte, getreu dem Motto "ich hab zwar keine Ahnung, aber geb trotzdem meinen Senf dazu".
(*"Keine Ahnung von Tuten und Blasen")

Anstatt auf den Computerspielen rumzutrampeln, sollten sich die Herren und Damen Politiker lieber mal mit wirklich wichtigen Sachen beschäftigen. Ach nein, stimmt... dazu fehlt ihnen ja die soziale, moralische, und sachliche Kompetenz, wie Frau Merkel und der restliche minderbemittelte, überbezahlte, unterqualifizierte Haufen im Reichstag ja jeden Tag auf's Neue beweisen! :-S

===

Gruß,
_Ra-Tiel.
 
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Ra-Tiel am 01.06.2006 15:11 schrieb:
Du hast ja recht, aber genau dafür gibt's die USK und die BPJS. Was der gute Herr Beckstein vorhat ist erwachsene Menschen zu bevormunden.

Ich geb dir ja insoweit recht und meinte auch nicht, Mr. B.´s Meinung zu propagieren, da ich sie sowieso nicht teile. Es geht mir allerdings um eine strenge Beurteilung von Spielen (eben durch oben genannte USK u. BPJS) und ein konsequentere Umsetzung der Altersfreigaben, die meiner Meinung nach nicht gegeben ist/sind - und darum, daß Herr Speckstein damit recht hat, wenn er behauptet, daß der Einfluß dieser Medien unterschätzt wird.
 
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fedja am 01.06.2006 15:25 schrieb:
Ra-Tiel am 01.06.2006 15:11 schrieb:
Du hast ja recht, aber genau dafür gibt's die USK und die BPJS. Was der gute Herr Beckstein vorhat ist erwachsene Menschen zu bevormunden.

Es geht mir allerdings um eine strenge Beurteilung von Spielen (eben durch oben genannte USK u. BPJS)

Also ich stimme dir auf jeden fall zu. Die strenge beurteilung der Computerspiele ist wichtig und es ist auch gut das so etwas gemacht wird. :top:
Ich war selbst etwas erschrocken, als ich mir am Wochenende Hitman BM gekauft habe (dazu muss ich aber sagen ich bin erst 16, ich hatte das Einverständnis meiner Eltern, die auch mit mir im Laden waren). Aber ich stand alleine an der Kasse und konnte es Problemlos bezahelen und "raustragen", die wollten noch nicht einmal meinen Ausweis oder
ähnl. sehen (und ich seh noch nicht aus wie 18). :hop:

Es müsste schon dort im Laden anfangen mit stärkeren Kontrollen, damit die Spiele NICHT in Kinderhände kommen, denn das kann (aber auch nur kann) gefährlich sein. Denn eigentlich ist kein Computerspiel an irgendwelchen Gewalttaten schuld, dass hängt immer noch an dem Spieler selbst. Wenn der schon nen kleinen knax hat, ändern "Killerspiele" ( :-$ ) auch nix daran.

mfg Boulovainy
 
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Hi.

===

Boulovainy am 01.06.2006 20:22 schrieb:
fedja am 01.06.2006 15:25 schrieb:
Ra-Tiel am 01.06.2006 15:11 schrieb:
Du hast ja recht, aber genau dafür gibt's die USK und die BPJS. Was der gute Herr Beckstein vorhat ist erwachsene Menschen zu bevormunden.

Es geht mir allerdings um eine strenge Beurteilung von Spielen (eben durch oben genannte USK u. BPJS)

Also ich stimme dir auf jeden fall zu. Die strenge beurteilung der Computerspiele ist wichtig und es ist auch gut das so etwas gemacht wird. :top: [...]
Es gibt doch schon genügend solcher Maßnahmen!

USK: ab 18
USK: keine Altersfreigabe
BPJM: als jugendgefährdend eingestuft
usw usf

Bloß wenn sich die Händler halt nen feuchten Dreck drum scheren und "Doom³ Uncut" an 15jährige verkaufen ist das deren Problem, und nicht das der erwachsenen Spieler.

Dann muss der Handel halt stärker kontrolliert werden und auch mal die Konsequenzen für das Missachten dieser - meines Wissens nach juristisch verbindlichen - Regelungen zu spüren bekommen.

Aber deswegen versuchen eine Zensur ins Leben zu rufen die dem 3. Reich gerecht würde ist so dermaßen verfehlt und unlogisch, dass mir die Worte dafür fehlen!

===

Gruß,
_Ra-Tiel.
 
AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

Ra-Tiel am 01.06.2006 22:09 schrieb:
Hi.

===

Boulovainy am 01.06.2006 20:22 schrieb:
fedja am 01.06.2006 15:25 schrieb:
Ra-Tiel am 01.06.2006 15:11 schrieb:
Du hast ja recht, aber genau dafür gibt's die USK und die BPJS. Was der gute Herr Beckstein vorhat ist erwachsene Menschen zu bevormunden.

Es geht mir allerdings um eine strenge Beurteilung von Spielen (eben durch oben genannte USK u. BPJS)

Also ich stimme dir auf jeden fall zu. Die strenge beurteilung der Computerspiele ist wichtig und es ist auch gut das so etwas gemacht wird. :top: [...]
Es gibt doch schon genügend solcher Maßnahmen!

USK: ab 18
USK: keine Altersfreigabe
BPJM: als jugendgefährdend eingestuft
usw usf

Bloß wenn sich die Händler halt nen feuchten Dreck drum scheren und "Doom³ Uncut" an 15jährige verkaufen ist das deren Problem, und nicht das der erwachsenen Spieler.

Dann muss der Handel halt stärker kontrolliert werden und auch mal die Konsequenzen für das Missachten dieser - meines Wissens nach juristisch verbindlichen - Regelungen zu spüren bekommen.

Aber deswegen versuchen eine Zensur ins Leben zu rufen die dem 3. Reich gerecht würde ist so dermaßen verfehlt und unlogisch, dass mir die Worte dafür fehlen!
===

Gruß,
_Ra-Tiel.


Also -Altersfreigaben, Zensur, Verbot ist alles Quatsch und nur Wichtigtuerei.
Verbote erreichen sehr oft nur das Gegenteil.

Trotzdem ist die Entwicklung meiner Meinung nach traurig. Wie bei vielen anderen Dingen bleibt Moral, Ethik, Niveau, Stil, Klasse zu Gunsten von sagen wir mal "niedrigen" Instinkten auf der Strecke. Spiele von heute müssen schnell, brutal, knallig, einfach und unkompilziert sein, um Erfolg zu haben. Diese Entwicklung vollzog sich langsam aber stetig. Früher gab es in Action-Spielen fast nur Monster und Maschinen als Gegner. Heute sind Spiele wie Hitman (Mord-Simulator) zum Mainstream geworden (wäre früher "underground" gewesen). Meiner Meinung nach an Abartigkeit vom Inhalt her kaum noch steigerbar (vielleicht noch Mordaufträge auf Behinderte oder Kinder).
Nichts gegen Action am PC. Aber was da heute an Gewaltverherrlichung geradezu zelebriert wird, ist schon abartig.
Aber die Diskussion erübrigt sich, da der Zug schon längst abgefahren ist. Der PC hat sich von einer "Spiele-Maschine" zu einer Menschen-Tötungs-Simulations-Maschine" entwickelt (Hitman).
Keine große Firma traut sich heute noch an Spiele heran, in denen keine Menschen abgemurkst werden und nicht genügend (Pixel-)Blut fließt. Die (relativ) gewaltfreien Genres werden nur noch von kleinen Firmen bedient, welche diesen mit ihrem Dilletantismus noch den Todesstoß verpassen (X3, Darkstar One etc..) Wirklich perfekt sind heute nur noch die Shooter.
Diese Entwicklung ist ja nicht auf PC-Spiele beschränkt sondern auf alle Medien. Was heute im Kinderprogramm läuft ist ja schon krass. Oder die detaillierte Brutalität in den Filmen etc...
Bei Konsolen scheint die Sache noch nicht ganz so extrem zu sein als auf dem PC-Sektor. Da gibt es noch durchaus kreative und relativ gewaltarme Titel.
Schuld daran ist letztlich der Kunde, welche nach immer stärkeren Reizen sucht und dadurch mit der Zeit in der selbst gewollten Reizüberflutung versumpft. Dabei ist das "Nichts dabei empfinden, realistisch wirkende menschliche Gegner abzuknallen" bereits der Haupteffekt dieser Entwicklung. Ob solche Spiele weitere Auswirkungen auf das "Real-Life" haben, spielt für meine Überlegungen hier keine Rolle.
Es tun mir nur die Kinder leid, die man (realistisch betrachtet) eigentlich nicht davor schützen kann. Ich kenne keinen 10 - jährigen der nicht alle Spiele spielt, egal ob ab 18 oder nicht. Irgendwo bekommen sie die immer her.
 
AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

Bei Gewalt in den Medien sollte man mMn eher beim Fernsehen ansetzen. Was da täglich an (Sex und) Gewalt schon im Kinderprogramm über die Mattscheibe flimmert, ist sehr bedenklich. So sehe ich auch die Werte, die über das Fernsehen vermittelt (bzw. nicht vermittelt) werden als Gefahr. Und damit meine ich nicht zwangsläufig körperliche Gewalt.

Generell schätze ich den Einfluss von Filmen höher ein, als den von Spielen. Bei Videospielen hatte ich auch noch nie das Gefühl, bei irgendeinem Titel wäre die Altersfreigabe zu niedrig angesetzt. Gut in Erinnerung ist mir hingegen noch der Film Sleepy Hollow, den ich mir als 14-jähriger im Kino angeschaut habe und damals schockiert war, dass dieser Film ab 14 freigegeben ist.

Laienpsychologisch denke ich mir den Unterschied zwischen Filmen und Spielen so:

Bei einem Spiel bin ich selbst die handelnde Person, beziehungsweise steuere diese direkt. Bei Filmen sehe ich nur passiv den handelnden Personen zu, ohne eingreifen zu können. Ein großer Unterschied ist nicht nur, dass ein Film (no, na) realistischer aussieht, sondern es sich bei den handelnden Personen(=Schauspieler) um echte Menschen handelt, die man auch im wirklich Leben sieht, genauso wie in gänzlich anderen Filmen.
Die Identifikation mit realen Menschen (zB Bruce Willis, Jackie Chan) und Figuren, deren Geschichte mir gänzlich passiv erzählt wird (Harry Potter, Terminator) ist ganz einfach viel größer, als bei den Figuren in einem Videospiel.
Zuerst einmal wegen der viel stärker ausgeprägten Persönlichkeit: einen Frodo Beutlin kennt man nun mal viel besser und sein Charakter ist einem viel klarer, als der eines Serious Sam oder auch einer Lara Croft. Auch bei Filmen sind die Charaktere viel tiefer, als bei irgendwelchen Games. Was nicht unbedingt am Drehbuch liegt, sondern an den Schauspielern, die eigentlich automatisch ein Bild von einem Menschen vermitteln: durch ihre Mimik, ihre Sprache, ihre Kleidung, ihre Reaktionen auf verschiedene Situationen etc.
Von diesen "automatischen" Merkmalen zur Beurteilung der handelnden Personen, sind Spiele noch Lichtjahre entfernt.

Man kann sich schwer mit Gordon Freeman indentifizieren und so sein wollen wie er, weil man ganz einfach nicht weiß, wer er ist und ihn zudem zum Teil auch selbst erschafft, indem man virtuell in seine Haut schlüpft.
Ich handle im RL nicht wie Personen in Spielen, da ich deren Handlungsweise bereits in den Spielen beeinflusst habe, folglich überträgt sich ein Teil meines Echtweltverhaltens eher auf die Spielfiguren als umgekehrt.
Nach dem passiv konsumierten Film kommt der Nachahmungseffekt. Man will Kung-Fu machen wie Jet Li, gnadenlos cool ballern(und töten) wie Arnold Schwarzenegger oder geile Autorennen fahren wie in The Fast and The Furious.
Während also die Filme (wie auch Pop- ua Stars, usw.) das Bedürfnis zur Nachahmung erst hervorrufen, befriedigen es die Spiele in erster Linie.

Und das ist auch meine Kernaussage (deswegen fett) und der Grund, warum die Diskussion am Problem vorbeigeht.
Wenn jemand also nach einem Kampfsport-Film das "Bedürfnis" nach Handkanten und Roundkicks verteilen verspürt, kann man das Bedürfnis durch Tekken oder Mortal Combat idR eher befriedigen als dass man es verstärkt. Gleiches bei Autorennen -> NfS; Actionfilm -> Half Life ...
Das heißt nicht, Videospiele würden diese Lust zur Nachahmung nicht geben, sie tun es nur weniger als rein passive Medien.

Ein ganz anderes Problem ist die Vermittlung von gewaltverherrlichenden und anderen fragwürdigen moralischen Botschaften. Hier sind Spiele aber auch bei weitem nicht das Hauptproblem. Da denke ich eher an Prominente, Jugend- und Lifestylezeitschriften, Liedtexte & co.
 
AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

HobbitMeister am 02.06.2006 15:16 schrieb:
Bei Gewalt in den Medien sollte man mMn eher beim Fernsehen ansetzen. Was da täglich an (Sex und) Gewalt schon im Kinderprogramm über die Mattscheibe flimmert, ist sehr bedenklich. So sehe ich auch die Werte, die über das Fernsehen vermittelt (bzw. nicht vermittelt) werden als Gefahr. Und damit meine ich nicht zwangsläufig körperliche Gewalt.

Generell schätze ich den Einfluss von Filmen höher ein, als den von Spielen. Bei Videospielen hatte ich auch noch nie das Gefühl, bei irgendeinem Titel wäre die Altersfreigabe zu niedrig angesetzt. Gut in Erinnerung ist mir hingegen noch der Film Sleepy Hollow, den ich mir als 14-jähriger im Kino angeschaut habe und damals schockiert war, dass dieser Film ab 14 freigegeben ist.

Laienpsychologisch denke ich mir den Unterschied zwischen Filmen und Spielen so:

Bei einem Spiel bin ich selbst die handelnde Person, beziehungsweise steuere diese direkt. Bei Filmen sehe ich nur passiv den handelnden Personen zu, ohne eingreifen zu können. Ein großer Unterschied ist nicht nur, dass ein Film (no, na) realistischer aussieht, sondern es sich bei den handelnden Personen(=Schauspieler) um echte Menschen handelt, die man auch im wirklich Leben sieht, genauso wie in gänzlich anderen Filmen.
Die Identifikation mit realen Menschen (zB Bruce Willis, Jackie Chan) und Figuren, deren Geschichte mir gänzlich passiv erzählt wird (Harry Potter, Terminator) ist ganz einfach viel größer, als bei den Figuren in einem Videospiel.
Zuerst einmal wegen der viel stärker ausgeprägten Persönlichkeit: einen Frodo Beutlin kennt man nun mal viel besser und sein Charakter ist einem viel klarer, als der eines Serious Sam oder auch einer Lara Croft. Auch bei Filmen sind die Charaktere viel tiefer, als bei irgendwelchen Games. Was nicht unbedingt am Drehbuch liegt, sondern an den Schauspielern, die eigentlich automatisch ein Bild von einem Menschen vermitteln: durch ihre Mimik, ihre Sprache, ihre Kleidung, ihre Reaktionen auf verschiedene Situationen etc.
Von diesen "automatischen" Merkmalen zur Beurteilung der handelnden Personen, sind Spiele noch Lichtjahre entfernt.

Man kann sich schwer mit Gordon Freeman indentifizieren und so sein wollen wie er, weil man ganz einfach nicht weiß, wer er ist und ihn zudem zum Teil auch selbst erschafft, indem man virtuell in seine Haut schlüpft.
Ich handle im RL nicht wie Personen in Spielen, da ich deren Handlungsweise bereits in den Spielen beeinflusst habe, folglich überträgt sich ein Teil meines Echtweltverhaltens eher auf die Spielfiguren als umgekehrt.
Nach dem passiv konsumierten Film kommt der Nachahmungseffekt. Man will Kung-Fu machen wie Jet Li, gnadenlos cool ballern(und töten) wie Arnold Schwarzenegger oder geile Autorennen fahren wie in The Fast and The Furious.
Während also die Filme (wie auch Pop- ua Stars, usw.) das Bedürfnis zur Nachahmung erst hervorrufen, befriedigen es die Spiele in erster Linie.

Und das ist auch meine Kernaussage (deswegen fett) und der Grund, warum die Diskussion am Problem vorbeigeht.
Wenn jemand also nach einem Kampfsport-Film das "Bedürfnis" nach Handkanten und Roundkicks verteilen verspürt, kann man das Bedürfnis durch Tekken oder Mortal Combat idR eher befriedigen als dass man es verstärkt. Gleiches bei Autorennen -> NfS; Actionfilm -> Half Life ...
Das heißt nicht, Videospiele würden diese Lust zur Nachahmung nicht geben, sie tun es nur weniger als rein passive Medien.

Ein ganz anderes Problem ist die Vermittlung von gewaltverherrlichenden und anderen fragwürdigen moralischen Botschaften. Hier sind Spiele aber auch bei weitem nicht das Hauptproblem. Da denke ich eher an Prominente, Jugend- und Lifestylezeitschriften, Liedtexte & co.



Nicht zu vergessen, dass Filme heutzutage dermaßen gekonnt und perfekt in Szene gesetzt sind (Kamera, Licht, Sound, Musik, Regie ...), dass sie einfach direkt "ins Gemüt fahren". Die Profis in Hollywood verstehen ihr Handwerk. In der Hinsicht können die Spiele heute noch nicht mithalten.
Ich glaube sogar, dass sowas wie der "Nachahmeffekt" bei Filmen viel eher auftritt als bei Spielen, wie ich auch überhaupt glaube, dass der Effekt von Spielen aufs "echte Leben" generell überschätzt wird.
Was ich aber zutiefst bedauere ist, dass auch auf dem Spielesektor gilt: Je härter, je brutaler, je primitiver - desto erfolgreicher.
Schau dir doch an, was da im Fernsehen erfolgreich ist. Kann gar nicht blöd genug sein.
Klar, das stumpfsinniges Gemetzel bei der Masse am besten ankommt.
Man kann nur hoffen, dass die Psyche der Kinder robust genug ist um damit klar zu kommen. Das wird wahrscheinlich nur klappen, wenn sie auf der anderen Seite von ihrem Umfeld genug Support bekommen.
Ich sehe das ganz realistisch. Das ist eine "normale" Entwicklung (von "harmlos" zu "brutal, dumm, bunt , knallig", welche daher rührt, dass dies genau das ist, was die Masse sehen will (Dabei spielen auch Abstumpfungseffekte eine Rolle). Da kann man mit Verboten nichts machen. Nur mit Diskussionen und Zuwendung.
Erwachsene können sich natürlich reinziehen was sie wollen, obwohl ich glaube, dass z.B. dauernd Horror-Filme zu gucken, für niemanden gut ist.
 
AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

Hi.

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Also da muss ich dir in einigen Punkten doch widerspechen.

gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Trotzdem ist die Entwicklung meiner Meinung nach traurig. Wie bei vielen anderen Dingen bleibt Moral, Ethik, Niveau, Stil, Klasse zu Gunsten von sagen wir mal "niedrigen" Instinkten auf der Strecke. Spiele von heute müssen schnell, brutal, knallig, einfach und unkompilziert sein, um Erfolg zu haben. Diese Entwicklung vollzog sich langsam aber stetig. [...]
Und was ist mit Rollenspielen und RTS? In sogut wie jedem Spiel werden Menschen getötet.. es ist bloß ein Unterschied in der Darstellung. Auch in Siedler 2 hab ich Duzende Menschen dahingemeuchelt mit meinen Generälen. :rolleyes:

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
[...] Der PC hat sich von einer "Spiele-Maschine" zu einer Menschen-Tötungs-Simulations-Maschine" entwickelt (Hitman).
Keine große Firma traut sich heute noch an Spiele heran, in denen keine Menschen abgemurkst werden und nicht genügend (Pixel-)Blut fließt. Die (relativ) gewaltfreien Genres werden nur noch von kleinen Firmen bedient, welche diesen mit ihrem Dilletantismus noch den Todesstoß verpassen (X3, Darkstar One etc..) Wirklich perfekt sind heute nur noch die Shooter.
Du ziehst immer wieder ein Spiel (eine Spielreihe) als Extrembeispiel heran. Aber was glaubst du, wer bei X oder DSO im Cockpit sitzt? Hundewelpen? Wohl eher weniger. Und auch bei DSO und Freelancer gibt's so tolle Funksprüche wenn man nen Gegner abschießt ala "AAAHHHH! Ich verbrenne! NEEEEIIIN!!!! *KABOOM*".

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Diese Entwicklung ist ja nicht auf PC-Spiele beschränkt sondern auf alle Medien. Was heute im Kinderprogramm läuft ist ja schon krass. Oder die detaillierte Brutalität in den Filmen etc...
Was uns wiederum zum Punkt bring warum sich jeder auf Computerspiele einen runterholt aber Fernsehen/Zeitschriften völlig ignoriert.

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Bei Konsolen scheint die Sache noch nicht ganz so extrem zu sein als auf dem PC-Sektor. Da gibt es noch durchaus kreative und relativ gewaltarme Titel.
Echt? Und wie war das mit CellFactor, wo die Physikengine dazu benutzt wird realistisches Verhalten von Körperteilen/-organen/-flüssigkeiten bei Be-/Durchschuß zu simulieren?

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Schuld daran ist letztlich der Kunde, welche nach immer stärkeren Reizen sucht und dadurch mit der Zeit in der selbst gewollten Reizüberflutung versumpft. Dabei ist das "Nichts dabei empfinden, realistisch wirkende menschliche Gegner abzuknallen" bereits der Haupteffekt dieser Entwicklung.
Hallo? Ich war bei der Bundeswehr. Da haben wir auch im Wald "aufeinander" geschossen. Abstumpfung nur durch Computerspiele halte ich für unmöglich. Da müssen mMn schon noch andere Faktoren eine Rolle spielen.

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Ob solche Spiele weitere Auswirkungen auf das "Real-Life" haben, spielt für meine Überlegungen hier keine Rolle.
Und genau das ist der Standpunkt den die meisten Politiker vertreten, und der mich so kollosal ankotzt. "Wir wissen zwar nicht ob es tatsächlich Auswirkungen hat, aber wir verbieten's schon mal präventiv!" :ugly:

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Es tun mir nur die Kinder leid, die man (realistisch betrachtet) eigentlich nicht davor schützen kann. Ich kenne keinen 10 - jährigen der nicht alle Spiele spielt, egal ob ab 18 oder nicht. Irgendwo bekommen sie die immer her.
Wo wir wieder beim Punkt der elterlichen Medienkompetenz wären. Was du beschreibst passiert nur wenn die Eltern mit einer "mir scheißegal was er macht hauptsache er gibt Ruhe" Mentalität an die Kindeserziehung rangehen und Computer/Fernseher als Babysitter benutzen.

Einfach für Junior einen eingeschränkten Useraccount eingerichtet und schon ist Schluß mit "alles installieren was ich will". Und Fernseher nur unter Aufsicht in der ganzen Familie. Schon wär das Thema erledigt.

===

Gruß,
_Ra-Tiel.
 
AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

Ra-Tiel am 02.06.2006 21:32 schrieb:
Hi.

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Also da muss ich dir in einigen Punkten doch widerspechen.

gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Trotzdem ist die Entwicklung meiner Meinung nach traurig. Wie bei vielen anderen Dingen bleibt Moral, Ethik, Niveau, Stil, Klasse zu Gunsten von sagen wir mal "niedrigen" Instinkten auf der Strecke. Spiele von heute müssen schnell, brutal, knallig, einfach und unkompilziert sein, um Erfolg zu haben. Diese Entwicklung vollzog sich langsam aber stetig. [...]
Und was ist mit Rollenspielen und RTS? In sogut wie jedem Spiel werden Menschen getötet.. es ist bloß ein Unterschied in der Darstellung. Auch in Siedler 2 hab ich Duzende Menschen dahingemeuchelt mit meinen Generälen. :rolleyes:

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
[...] Der PC hat sich von einer "Spiele-Maschine" zu einer Menschen-Tötungs-Simulations-Maschine" entwickelt (Hitman).
Keine große Firma traut sich heute noch an Spiele heran, in denen keine Menschen abgemurkst werden und nicht genügend (Pixel-)Blut fließt. Die (relativ) gewaltfreien Genres werden nur noch von kleinen Firmen bedient, welche diesen mit ihrem Dilletantismus noch den Todesstoß verpassen (X3, Darkstar One etc..) Wirklich perfekt sind heute nur noch die Shooter.
Du ziehst immer wieder ein Spiel (eine Spielreihe) als Extrembeispiel heran. Aber was glaubst du, wer bei X oder DSO im Cockpit sitzt? Hundewelpen? Wohl eher weniger. Und auch bei DSO und Freelancer gibt's so tolle Funksprüche wenn man nen Gegner abschießt ala "AAAHHHH! Ich verbrenne! NEEEEIIIN!!!! *KABOOM*".

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Diese Entwicklung ist ja nicht auf PC-Spiele beschränkt sondern auf alle Medien. Was heute im Kinderprogramm läuft ist ja schon krass. Oder die detaillierte Brutalität in den Filmen etc...
Was uns wiederum zum Punkt bring warum sich jeder auf Computerspiele einen runterholt aber Fernsehen/Zeitschriften völlig ignoriert.

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Bei Konsolen scheint die Sache noch nicht ganz so extrem zu sein als auf dem PC-Sektor. Da gibt es noch durchaus kreative und relativ gewaltarme Titel.
Echt? Und wie war das mit CellFactor, wo die Physikengine dazu benutzt wird realistisches Verhalten von Körperteilen/-organen/-flüssigkeiten bei Be-/Durchschuß zu simulieren?

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Schuld daran ist letztlich der Kunde, welche nach immer stärkeren Reizen sucht und dadurch mit der Zeit in der selbst gewollten Reizüberflutung versumpft. Dabei ist das "Nichts dabei empfinden, realistisch wirkende menschliche Gegner abzuknallen" bereits der Haupteffekt dieser Entwicklung.
Hallo? Ich war bei der Bundeswehr. Da haben wir auch im Wald "aufeinander" geschossen. Abstumpfung nur durch Computerspiele halte ich für unmöglich. Da müssen mMn schon noch andere Faktoren eine Rolle spielen.

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Ob solche Spiele weitere Auswirkungen auf das "Real-Life" haben, spielt für meine Überlegungen hier keine Rolle.
Und genau das ist der Standpunkt den die meisten Politiker vertreten, und der mich so kollosal ankotzt. "Wir wissen zwar nicht ob es tatsächlich Auswirkungen hat, aber wir verbieten's schon mal präventiv!" :ugly:

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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Es tun mir nur die Kinder leid, die man (realistisch betrachtet) eigentlich nicht davor schützen kann. Ich kenne keinen 10 - jährigen der nicht alle Spiele spielt, egal ob ab 18 oder nicht. Irgendwo bekommen sie die immer her.
Wo wir wieder beim Punkt der elterlichen Medienkompetenz wären. Was du beschreibst passiert nur wenn die Eltern mit einer "mir scheißegal was er macht hauptsache er gibt Ruhe" Mentalität an die Kindeserziehung rangehen und Computer/Fernseher als Babysitter benutzen.

Einfach für Junior einen eingeschränkten Useraccount eingerichtet und schon ist Schluß mit "alles installieren was ich will". Und Fernseher nur unter Aufsicht in der ganzen Familie. Schon wär das Thema erledigt.

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Gruß,
_Ra-Tiel.


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Du ziehst immer wieder ein Spiel (eine Spielreihe) als Extrembeispiel heran. Aber was glaubst du, wer bei X oder DSO im Cockpit sitzt? Hundewelpen? Wohl eher weniger. Und auch bei DSO und Freelancer gibt's so tolle Funksprüche wenn man nen Gegner abschießt ala "AAAHHHH! Ich verbrenne! NEEEEIIIN!!!! *KABOOM*".
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Jeder Psychologe kann Die bestätigen, dass es ein Unterschied ist, auf ein Fluggerät zu schießen (in dem virtuell ein Mensch sitzt) oder direkt auf einen (virtuellen) Menschen, den man in die Augen sehen kann.
An diese Schwelle sind die Spieler schrittweise über viele Zwischenstufenherangeführt worden (menschenähnlich Monster, Zombies, Mensch-Maschine-Mixturen, Roboter die wie Menschen aussehen aber keine sind etc..) Heute existiert der Unterschied für die meisten Spieler nicht mehr. Das Gefühl dafür ist verlorengegangen.


Ich meine, es hat eigentlich auch keinen Sinn darüber zu Streiten, ob Gewaltspiele Auswirkungen auf das Verhalten der Spieler habenl, da zu gewaltätigen Verhalten eine ganze Lebensgeschichte gehöhrt und nicht nur ein PC-Spiel.
Aber die Tatsache, dass die Spiele immer härter werden, lässt sich wohl nicht verleugnen. Fruher kamen die Spiele zumeist ohne menschliche Gegner aus. Heute ist das Dauergemetzel von real wirkenden menschlichen Gegnern "normal" (und das hängt nicht mit der techn. Fortschritt zusammen). Ich persönlich bedauere diese Entwicklung. Ist aber letztlich Geschmackssache.
Sicher ist allerdings, dass viele viele Kinder viel zu früh Filme sehen bzw. PC-Spiele spielen, die für ihr Alter nicht geeignet sind. Ich persönlich hätte wohl einen psycho-Schaden davongetragen, wenn ich mit 9 Jahren Doom3 gespielt hätte. Tatsache ist auch, dass sich theoretisch die Kinder natürlich davor schützen lassen, praktisch aber nicht. Auch wenn man selber wie ein Berserker dahinter ist, dann brauchen die Kinder nur einmal bei Freunden ein Horror-Splatter-Video sehen, uns schon könnten sie einen Knacks davon haben.
Man müsste es schaffen, dass die Kinder von sich aus solche extremen Sachen gar nicht sehen wollen. Aber die Anziehungskraft von Extremen und Verbotenem ist halt schon vorallem bei jungen gewaltig.
 
AW: News - Jugendschutz: Günther Beckstein über "Gewaltverbot in Games"

Dass ihr das nicht kapiert, dass es ein gewichtiger Unterschied ist, ob man selber aktiv einen Menschen in einem Spiel möglichst realitätsgetreu mit möglichst viel Blut und Splatter killt und Spass dabei empfindet oder man passiv dabei beim Film oder den Nachrichten zuschaut. Jedesmal wenn wieder jemand im Forum nach Blutpatches schreit, weils ihm noch nicht brutal genug ist, denk ich mir wieder, wie weits gekommen ist im ehemaligen Land der Dichter und Denker...

Und dass ihr das nicht kapiert, dass es einen Unterschied macht, ob man ne überzeichnete Comicfigur in zB WoW mit nem Zauberspruch killt, oder einem möglichst real und menschlich wirkendem Char mit natürlichen Gesichtszügen einen Kopfschuss mit Blutspritzgarantie in einem Shooter verpasst und wenn das nicht reicht, schießt man ihm eben noch ein paar Extremitäten ab, wenn er schon am Boden liegt.

Ihr seid doch echt nicht mehr ganz knusper...
 
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TheChicky am 03.06.2006 00:48 schrieb:
Dass ihr das nicht kapiert, dass es ein gewichtiger Unterschied ist, ob man selber aktiv einen Menschen in einem Spiel möglichst realitätsgetreu mit möglichst viel Blut und Splatter killt und Spass dabei empfindet oder man passiv dabei beim Film oder den Nachrichten zuschaut. Jedesmal wenn wieder jemand im Forum nach Blutpatches schreit, weils ihm noch nicht brutal genug ist, denk ich mir wieder, wie weits gekommen ist im ehemaligen Land der Dichter und Denker...

Und dass ihr das nicht kapiert, dass es einen Unterschied macht, ob man ne überzeichnete Comicfigur in zB WoW mit nem Zauberspruch killt, oder einem möglichst real und menschlich wirkendem Char mit natürlichen Gesichtszügen einen Kopfschuss mit Blutspritzgarantie in einem Shooter verpasst und wenn das nicht reicht, schießt man ihm eben noch ein paar Extremitäten ab, wenn er schon am Boden liegt.

Ihr seid doch echt nicht mehr ganz knusper...

Na, nicht gleich beleidigend werden. Ich finde übrigens geschnittene Spiele weitaus schlimmer, als wenn sie "uncut" sind. Wenn z.B. bei einer geschnittenen Version sich die Gegner bei einem Treffer hinsetzen als würden sie picknick machen, dann find ich das schlimmer, als wenn man sieht wie sie richtig getroffen zu Boden fallen.
Und das Leute nach Blutpatches oder "uncut" Patches suchen kann ich auch verstehen. Ist doch lächerlich wenn man eine extra angepasste Version bekommt, während der ganze Rest der Welt es ungeschnitten zocken kann.
Ich kann das Ganze mit dem Thema Gewalt sowieso nicht verstehen. Wenn ich jetzt Computer spiele, irgendwelche Shooter, dann bekomm ich davon doch keine Aggressionen, genauso hasse ich niemanden wenn ich ein online Match verliere. Es ist für mich genau so als würde ich Karten spielen und sobald der Computer aus ist, ist das auch alles vergessen und wird nichts ins sonstige Leben übernommen. Für mich unverständlich wie Spiele einen gewaltätig machen sollen. Wenn wirklich mal einer austickt, dann liegt das auch nicht an den Spielen, sondern das die Person vorher "schon ein Rad abhatte!". Da könnte man alle Spiele, alle Bücher alles verbieten, es würden trotzdem noch Leute Amoklaufen oder irgendwie durchdrehen.
Was ganz wichtig ist und man immer wieder nur erwähnen kann, ist der korrekte Umgang damit, durch gute, anständige Erziehung. Das heißt die Kinder nicht einfach vor das Fernsehen und den Computer setzen, sondern sich um sie kümmern. Z.B. sollten Eltern mit jüngeren Kindern gemeinsam Nachrichten schauen und sie nicht alleine gucken lassen. So können sie später mit den Kindern darüber reden und sie es deutlich besser verarbeiten und einen guten Umgang damit erlernen. Genauso ist es auch bei Computerspielen. Der erste Punkt wäre erst mal, dass sich die Eltern damit beschäftigen. Das sie vielleicht sogar mal gemeinsam mit ihren Kindern spielen und somit herausfinden, was sie so spielen. Hier ist wiederum auch der Staat gefragt, dass Aufklärungsarbeit geleistet wird. Viele Eltern wissen doch heute nicht mal, dass es diese Aufkleber mit den Alterskennzeichnungen gibt. So sieht man dann eben auch irgendwelche Eltern, die ihrem 12jährigen Kind ein GTA kaufen, als Bsp... Da müssten die Eltern einfach wissen, dass sie auf die Verpackung schauen sollten und dann sehen, dass das Spiel nur für Erwachsene ist und ihrem Sprößling dann erst gar nicht kaufen.
Weiter sollten auch die Verkäufer an der Kasse genauer kontrollieren, ob der Käufer auch das entsprechende Alter besitzt, dass für das Spiel notwendig ist. Sollten es die Verkäufer dann nicht machen, sollte eben eine knallharte Strafe folgen. Das alles ist doch viel besser, als irgendwas zu verbieten. Etwas zu verbieten bedeutet nämlich letztendlich immer, dass man die Leute in die Illegalität treibt.
 
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