Hi.
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Also da muss ich dir in einigen Punkten doch widerspechen.
gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Trotzdem ist die Entwicklung meiner Meinung nach traurig. Wie bei vielen anderen Dingen bleibt Moral, Ethik, Niveau, Stil, Klasse zu Gunsten von sagen wir mal "niedrigen" Instinkten auf der Strecke. Spiele von heute müssen schnell, brutal, knallig, einfach und unkompilziert sein, um Erfolg zu haben. Diese Entwicklung vollzog sich langsam aber stetig. [...]
Und was ist mit Rollenspielen und RTS? In sogut wie jedem Spiel werden Menschen getötet.. es ist bloß ein Unterschied in der Darstellung. Auch in
Siedler 2 hab ich Duzende Menschen dahingemeuchelt mit meinen Generälen.
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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
[...] Der PC hat sich von einer "Spiele-Maschine" zu einer Menschen-Tötungs-Simulations-Maschine" entwickelt (Hitman).
Keine große Firma traut sich heute noch an Spiele heran, in denen keine Menschen abgemurkst werden und nicht genügend (Pixel-)Blut fließt. Die (relativ) gewaltfreien Genres werden nur noch von kleinen Firmen bedient, welche diesen mit ihrem Dilletantismus noch den Todesstoß verpassen (X3, Darkstar One etc..) Wirklich perfekt sind heute nur noch die Shooter.
Du ziehst immer wieder
ein Spiel (eine Spielreihe) als Extrembeispiel heran. Aber was glaubst du, wer bei X oder DSO im Cockpit sitzt? Hundewelpen? Wohl eher weniger. Und auch bei DSO und Freelancer gibt's so tolle Funksprüche wenn man nen Gegner abschießt ala "AAAHHHH! Ich verbrenne! NEEEEIIIN!!!! *KABOOM*".
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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Diese Entwicklung ist ja nicht auf PC-Spiele beschränkt sondern auf alle Medien. Was heute im Kinderprogramm läuft ist ja schon krass. Oder die detaillierte Brutalität in den Filmen etc...
Was uns wiederum zum Punkt bring warum sich jeder auf Computerspiele einen runterholt aber Fernsehen/Zeitschriften völlig ignoriert.
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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Bei Konsolen scheint die Sache noch nicht ganz so extrem zu sein als auf dem PC-Sektor. Da gibt es noch durchaus kreative und relativ gewaltarme Titel.
Echt? Und wie war das mit CellFactor, wo die Physikengine dazu benutzt wird realistisches Verhalten von Körperteilen/-organen/-flüssigkeiten bei Be-/Durchschuß zu simulieren?
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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Schuld daran ist letztlich der Kunde, welche nach immer stärkeren Reizen sucht und dadurch mit der Zeit in der selbst gewollten Reizüberflutung versumpft. Dabei ist das "Nichts dabei empfinden, realistisch wirkende menschliche Gegner abzuknallen" bereits der Haupteffekt dieser Entwicklung.
Hallo? Ich war bei der Bundeswehr. Da haben wir auch im Wald "aufeinander" geschossen. Abstumpfung nur durch Computerspiele halte ich für unmöglich. Da müssen mMn schon noch andere Faktoren eine Rolle spielen.
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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Ob solche Spiele weitere Auswirkungen auf das "Real-Life" haben, spielt für meine Überlegungen hier keine Rolle.
Und genau das ist der Standpunkt den die meisten Politiker vertreten, und der mich so kollosal ankotzt. "Wir wissen zwar nicht ob es tatsächlich Auswirkungen hat, aber wir verbieten's schon mal präventiv!"
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gugelhupf1a am 02.06.2006 12:06 schrieb:
Es tun mir nur die Kinder leid, die man (realistisch betrachtet) eigentlich nicht davor schützen kann. Ich kenne keinen 10 - jährigen der nicht alle Spiele spielt, egal ob ab 18 oder nicht. Irgendwo bekommen sie die immer her.
Wo wir wieder beim Punkt der elterlichen Medienkompetenz wären. Was du beschreibst passiert nur wenn die Eltern mit einer "mir scheißegal was er macht hauptsache er gibt Ruhe" Mentalität an die Kindeserziehung rangehen und Computer/Fernseher als Babysitter benutzen.
Einfach für Junior einen eingeschränkten Useraccount eingerichtet und schon ist Schluß mit "alles installieren was ich will". Und Fernseher nur unter Aufsicht in der ganzen Familie. Schon wär das Thema erledigt.
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Gruß,
_Ra-Tiel.