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News - EA: Gestrige Diskussionsrunde zu Emsdettener Amoklauf

Endlich mal eine Diskussionsrunde in der nicht nur eine Partei angehört wird sondern Vertreter aller Seiten die betroffen sind/wären.

Da sollten sich die Hetzer vom Rentnerfernsehen mal ein Beispiel dran nehmen, :finger:
 
Es gab ein sehr interessantes und aufschlussreiches Statement auf 4players.de, aus dem hervorging, dass der Amokläufer gar kein Counterstrike gespielt hat. Zitat:"Spiele ich nicht CS, sondern mappe nur!"

Hier der Link: http://www.4players.de/cs.php/dispbericht/-/5015/0.html
 
KoenigvonLorion am 23.11.2006 11:37 schrieb:
Es gab ein sehr interessantes und aufschlussreiches Statement auf 4players.de, aus dem hervorging, dass der Amokläufer gar kein Counterstrike gespielt hat. Zitat:"Spiele ich nicht CS, sondern mappe nur!"

Hier der Link: http://www.4players.de/cs.php/dispbericht/-/5015/0.html

der Link ist fantastisch und zeigt wie OFFENSICHTLICH von Presse und Regierung gelogen wird um unliebsame dinge welche sie nicht verstehen zu verbieten !!!

diese tatsachen in diesem Link müßen an die Öffentlichkeit gelangen, egal wie .
 
Maria-Redeviel am 23.11.2006 13:15 schrieb:
KoenigvonLorion am 23.11.2006 11:37 schrieb:
Zitat:"Spiele ich nicht CS, sondern mappe nur!"

Was soll denn das heißen? Das er nicht gepislt hat sondern nur Karten erstellt hat? Und sie dann nichtmal ausprobiert hat?

OH GOTT! Das würde bedeuten, dass alle Architekten potenzielle Massenmörder sind!!

Moment... ich gehe mal eben fragen, wie viele Leichen unser Leveldesigner im Keller hat.

Ne, mal im Ernst: Die Medien werden nur einen geringen Teil dazu beitragen. Solche Eskalationen gewaltbereiter Jugendlicher gab es auch schon, bevor es Computerspiele gab. Meiner Meinung nach sind die Eltern und das allgemeine Umfeld die Schuldigen; hinzu kommt noch das mäßige Schulsystem und das mickrige, größtenteils überteuerte Freizeitangebot für unsere Kiddies.
 
melcu am 23.11.2006 13:36 schrieb:
Meiner Meinung nach sind die Eltern und das allgemeine Umfeld die Schuldigen; hinzu kommt noch das mäßige Schulsystem und das mickrige, größtenteils überteuerte Freizeitangebot für unsere Kiddies.

Du lehnst als Computerspieler Vorverurteilungen ab aber bist selbst ganz groß darin, eine große Leistung...............
 
Boesor am 23.11.2006 14:50 schrieb:
melcu am 23.11.2006 13:36 schrieb:
Meiner Meinung nach sind die Eltern und das allgemeine Umfeld die Schuldigen; hinzu kommt noch das mäßige Schulsystem und das mickrige, größtenteils überteuerte Freizeitangebot für unsere Kiddies.

Du lehnst als Computerspieler Vorverurteilungen ab aber bist selbst ganz groß darin, eine große Leistung...............


Mmh seh ich anders... er vorverurteilt sie nicht. Er pauschalisiert vllt ein wenig. Aber hier jetzt groß das wie und warum auszubreiten, in einem Games-Forum, in dem eigentlich jedem klar sein sollte, worauf er hinaus will, würde meines Erachtens nach den Rahmen sprengen.

Ansonsten kann ich mich nur anschließen. Es sind alles Faktoren, die ein Gesamtbild ergeben, wobei man hier gewalttätige Spiele nicht ausschließen darf. Das größte Problem sehe ich aber immer noch in der Kommunikation zwischen Eltern und Kindern. Die Medien tun mit ihren intelligenten Nachmittagssendungen ihr Übriges zur Verrohung und Verdummung hinzu.

Es gibt soviele kleine Faktoren, dass man hier nicht wirklich EINEN maßgeblichen Faktor finden kann. Schließlich gibt es auch Menschen, die psychisch dazu veranlagt sind Gewalt zu verüben. Das bei diesen Menschen Filme, Spiele, Bücher, etc etwas auslösen könnten, ist durchaus nicht abstreitbar.

Beim Vorredner finde ich auch einen guten Punkt das Freizeitangebot. Wenn ich mich an meine Jugend erinnere, war das Einzige, was angeboten wurde ein Aktivspielplatz und EIN Jugendzentrum mit EINEM Tischkicker in einer Stadt mit über 50000 Einwohnern. Das ist definitiv zu wenig. Und egal wo man als Jugendlicher sich versuchte die Zeit zu vertreiben, nach spätestens 1 Stunde wurde man von irgendwem vertrieben. Seien es Anwohner, das Ordnungsamt, Eisdielenbesitzer, das Jugendamt (DAS fand ich echt krass) und im extremen Fall dann die Polizei. Ja sehr jugendfreundlich die Welt.
 
RoTTeN1234 am 23.11.2006 15:10 schrieb:
Boesor am 23.11.2006 14:50 schrieb:
melcu am 23.11.2006 13:36 schrieb:
Meiner Meinung nach sind die Eltern und das allgemeine Umfeld die Schuldigen; hinzu kommt noch das mäßige Schulsystem und das mickrige, größtenteils überteuerte Freizeitangebot für unsere Kiddies.

Du lehnst als Computerspieler Vorverurteilungen ab aber bist selbst ganz groß darin, eine große Leistung...............


Mmh seh ich anders... er vorverurteilt sie nicht. Er pauschalisiert vllt ein wenig. Aber hier jetzt groß das wie und warum auszubreiten, in einem Games-Forum, in dem eigentlich jedem klar sein sollte, worauf er hinaus will, würde meines Erachtens nach den Rahmen sprengen.


Also wenn er sagt das seiner Meinung nach die Eltern schuldig sind finde ich ist das schon ne Vorverurteilung.
Wer kann so ein Urteil bei jetziger Kenntnislage fällen?
 
Ich finde es ziemlich verwunderlich, dass verschiedene Politiker schon jetzt, direkt nach dem Attentat sagen können, dass die Pläne für ein "Killerspiel"-Verbot bereits bereit liegen...

Da drängt sich mir eine Frage auf... Wenn diese Pläne bereits in der Schublade der Politiker liegen, und anscheinend dutzende von Studien existieren, die bestätigen, wie gefährlich Spieler sind, warum muss dann erst ein Attentat passieren, um diese Pläne durchzuführen. Handelt es sich hier vielleicht um puren Aktionismus, um davon abzulenken, dass die waren Fehler woanders liegen???
Denn wenn Computerspiele Schuld sind, wer ist dann fein raus? Diejenigen, die Schuld haben... Im Fall von Emsdetten sind das aller Wahrscheinlichkeit nach die Schüler die ihn gehänselt haben, Die Lehrer, die letzten Endes zu überfordert sind, um zu erkennen, wie gekränkt und verletzt jemand ist... und nicht zu vergessen, diejenigen, die dafür sorgen, dass sowohl Eltern wenig auf das Computerverhalten ihrer Kinder achten, als auch die dafür verantwortlich sind, dass Kinder in der Schule gehänselt werden... Ich denke ihr wisst, auf wen ich hinaus will... Auch wenn ich sonst immer ein Verteidiger der Politiker bin, und Leute verurteile, die ohne Vorwissen sagen "Scheiß Politiker"..... In diesem Fall ist es einfach traurig, wie sehr und wie einfach man von den eigenen Fehlern ablenken kann, indem man der älteren Generation mit einer überspitzten Vision Angst macht....

Womit sich wieder einmal bestätigt... Mach deinem Volk Angst, und du bekommst was du willst (siehe Terrorismus und Amerika)...


Zusammenfassung: Man nimmt einem potentiellen Attentäter alle Freunde, gibt ihm sonst keine Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen und treibt ihn damit dazu, sich im eigenen Zimmer zu vergraben... Also nimmt man ihm noch den letzten Rest weg(also wenn ich in Counterstrike gut bin, so gibt mir das Bestätigung(wenn auch nicht so viel, wie im Sport)), und er verliert völlig das Vertrauen... Sowohl in Staat, Menschen und ins Leben...
Wird man so wirklich Attentäter los??? Gibt man ihnen so die Liebe, die sie wollen und brauchen???

Naja, die ältere Generation musses wissen...
An alle Andern: Klärt auf und bleibt fair!!! Lasst euch nicht auf die Stufe der Unwissenden herab... Es gibt Leute die wollen mit sowas provozieren, und wenn dann gewisse Leute aggressiv reagieren, dann gibt man ihnen genau das, was sie wollen... ;-)


Hab euch alle lieb!
 
absolute-heike am 23.11.2006 17:22 schrieb:
Ich finde es ziemlich verwunderlich, dass verschiedene Politiker schon jetzt, direkt nach dem Attentat sagen können, dass die Pläne für ein "Killerspiel"-Verbot bereits bereit liegen...

Da drängt sich mir eine Frage auf... Wenn diese Pläne bereits in der Schublade der Politiker liegen, und anscheinend dutzende von Studien existieren, die bestätigen, wie gefährlich Spieler sind, warum muss dann erst ein Attentat passieren, um diese Pläne durchzuführen. Handelt es sich hier vielleicht um puren Aktionismus, um davon abzulenken, dass die waren Fehler woanders liegen???
Denn wenn Computerspiele Schuld sind, wer ist dann fein raus? Diejenigen, die Schuld haben... Im Fall von Emsdetten sind das aller Wahrscheinlichkeit nach die Schüler die ihn gehänselt haben, Die Lehrer, die letzten Endes zu überfordert sind, um zu erkennen, wie gekränkt und verletzt jemand ist... und nicht zu vergessen, diejenigen, die dafür sorgen, dass sowohl Eltern wenig auf das Computerverhalten ihrer Kinder achten, als auch die dafür verantwortlich sind, dass Kinder in der Schule gehänselt werden... Ich denke ihr wisst, auf wen ich hinaus will... Auch wenn ich sonst immer ein Verteidiger der Politiker bin, und Leute verurteile, die ohne Vorwissen sagen "Scheiß Politiker"..... In diesem Fall ist es einfach traurig, wie sehr und wie einfach man von den eigenen Fehlern ablenken kann, indem man der älteren Generation mit einer überspitzten Vision Angst macht....

Womit sich wieder einmal bestätigt... Mach deinem Volk Angst, und du bekommst was du willst (siehe Terrorismus und Amerika)...


Zusammenfassung: Man nimmt einem potentiellen Attentäter alle Freunde, gibt ihm sonst keine Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen und treibt ihn damit dazu, sich im eigenen Zimmer zu vergraben... Also nimmt man ihm noch den letzten Rest weg(also wenn ich in Counterstrike gut bin, so gibt mir das Bestätigung(wenn auch nicht so viel, wie im Sport)), und er verliert völlig das Vertrauen... Sowohl in Staat, Menschen und ins Leben...
Wird man so wirklich Attentäter los??? Gibt man ihnen so die Liebe, die sie wollen und brauchen???

Naja, die ältere Generation musses wissen...
An alle Andern: Klärt auf und bleibt fair!!! Lasst euch nicht auf die Stufe der Unwissenden herab... Es gibt Leute die wollen mit sowas provozieren, und wenn dann gewisse Leute aggressiv reagieren, dann gibt man ihnen genau das, was sie wollen... ;-)


Hab euch alle lieb!

Die Frage, die sich angesichts solcher Aussagen von Politikern stellt, ist doch: warum handeln sie erst jetzt?
Selbst wenn man unterstellt, dass all diese Studien richtig sind und durch Spiele wie CS oder Doom etc. Killer entstehen, so hätte das spätestens seit dem Drama in Erfurt bekannt sein müssen (wenn nicht sogar schon früher).
Wenn diese Gesetze schon in fertiger Ausführung "in der Schublage" liegen, dann kann das ja nur bedeuten, dass bisher kein Interesse der Politiker bestand diese auch tatsächlich zu erlassen. Das aber bedeutet, dass all die Politiker, die nun mit Statements "das habe ich schon immer gesagt, dass Killerspiele verboten gehören" in Erscheinung treten, es billigend in Kauf genommen haben, dass ein weiterer Amoklauf geschieht.

Davon, dass diese Politiker sich nicht auch nur ansatzweise mit der Klientel, die solche Spiele spielt, auseinandersetzen, kann keine Rede sein. Wie sollten sie auch? Einer der jüngeren Politiker (wenn nicht sogar der jüngste Politiker), die sich zu diesem Thema äußern ist Christian Wulff aus Niedersachsen. Aber selbst der ist Mitte 40, studierter Jurist (was nichts heißen soll... ich studiere auch Jura und zocke trotzdem CS o.ä. ... vielleicht auch gerade deshalb ;-) ) und Berufspolitiker. Er ist nicht in der Zeit aufgewachsen, in der es möglich war PC-Spiele zu spielen.

Ist denn dann überhaupt eine passende Urteilsfindung möglich?
 
Dreadnought_gt am 23.11.2006 22:11 schrieb:
absolute-heike am 23.11.2006 17:22 schrieb:
Da drängt sich mir eine Frage auf... Wenn diese Pläne bereits in der Schublade der Politiker liegen, und anscheinend dutzende von Studien existieren, die bestätigen, wie gefährlich Spieler sind, warum muss dann erst ein Attentat passieren, um diese Pläne durchzuführen. Handelt es sich hier vielleicht um puren Aktionismus, um davon abzulenken, dass die waren Fehler woanders liegen???

Die Frage, die sich angesichts solcher Aussagen von Politikern stellt, ist doch: warum handeln sie erst jetzt?
Selbst wenn man unterstellt, dass all diese Studien richtig sind und durch Spiele wie CS oder Doom etc. Killer entstehen, so hätte das spätestens seit dem Drama in Erfurt bekannt sein müssen (wenn nicht sogar schon früher).
Wenn diese Gesetze schon in fertiger Ausführung "in der Schublage" liegen, dann kann das ja nur bedeuten, dass bisher kein Interesse der Politiker bestand diese auch tatsächlich zu erlassen. Das aber bedeutet, dass all die Politiker, die nun mit Statements "das habe ich schon immer gesagt, dass Killerspiele verboten gehören" in Erscheinung treten, es billigend in Kauf genommen haben, dass ein weiterer Amoklauf geschieht.

Ich denke auch, dass man die heutige Politik als reinen Aktionismus sehen kann. Dinge werden immer dann angesprochen wenn sie gerade aktuell sind, um sich dann durch gespielte Besorgtheit ein paar Wahlstimmen mehr zu erhaschen. Wirkliche Probleme bleiben meist auf der Strecke und werden meist garnicht angerührt, weil es viel zu viele Wählerstimmen kosten würde. Es gibt sicher auch fähige Leute in der Politik, aber seltsamerweise sind diese meistens nicht Minister.
 
Ich denke, dass ist ein Produkt der Leistungsgesellschaft, in der nur dann etwas gemacht wird, wenn es gefordert wird und nicht, weil die Leute der Überzeugung sind etwas verändern zu wollen.
 
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