AW: News - E3 2011: Rage angespielt - technisch super, doch sonst ein wenig enttäuschend
Für mich klingt das, was im Artikel steht auch sehr positiv. Weg von der Standardkost.
Auch das Verlaufen in der offenen Spielwelt klingt doch super. Solange sie nicht zu eintönig ist (wie oben genannt Far Cry 2, war zwar schön anzusehen, aber das war es für mich auch), ist das eigentlich genau das, was ich will.
Nicht an die Hand genommen durch die Schlauchlevel geführt werden, sondern selber erkunden müssen, auch mal festhängen und etwas herumprobieren.
Exakt meine Meinung: Ich kann diesen Mist einfach nicht mehr sehen, bei dem man quasi immer nur geradeaus rennt, alles abschießt und von Zwischensequenz zu Zwischensequenz hopst. Früher war das Shootergenre mal mein Lieblingsgenre, ich hab alle Shooter die kamen mit voller Freude gespielt, aber in den letzten Jahren fast gar keine mehr. Mir ging dieses überinszenierte, interaktive Filmspielen ohne spielerische Freiheit und Hirn einfach auf die Nüsse. Wenn dann hab ich Shooter nur noch irgendwann für einen 10er gekauft, oder wenn mich der Multiplayer interessiert hat.
Ich möchte in einem Shooter auch Interaktivität...viel mit der Welt und Leuten interagieren können. Ich möchte kleine Rätsel haben, die mich in so einem Spiel auch mal zum Nachdenken bringen.... ich möchte das Gefühl bekommen, in einer wirklichen Spielwelt zu sein...also mich in einem Gebiet freier (muss nicht unbedingt open-world sein) bewegen können, es muss Abzweigungen, Sackgassen geben.
Wenn ich immer nur geradeaus rennen kann, nur zwei meter nach links und rechts, dann ist das nicht gerade förderlich.
Auch einem Call of Duty würden solche Werte gut stehen. Stellt euch mal vor nach einer Mission, würde man dann mit seinen Soldaten zusammen sitzen. Sie würden etwas aus ihrem Leben oder den letzten Missionen erzählen. Man könnte vielleicht sogar irgendwelche Minispiele mit ihnen machen, oder dergleichen. Dann würde es nicht nur der Atmosphäre zutragen, sondern die Soldaten die an unserer Seite kämpfen, wären nicht mehr nur Moorhühner, bei denen es uns scheißegal ist, was passiert, sondern richtige Menschen.
Auch könnte man das Leveldesign offener gestalten, dass man Gegner auch flankieren könnte oder von allen möglichen Seiten eingreifen könnte, ohne uns wie auf Schienen zu bewegen. Dadurch würde sich allein die Spielzeit verzigfachen.
Ich finde, von dem Schienenhafte sollte man beim Shootergenre wieder weg.
Shooter haben sich in den letzten 3-4 Jahren in eine Richtung bewegt, die dem Genre meiner Meinung nach sehr geschadet haben. Sie sind zu reinen interaktiven Filmen mit Moorhuhnschießen geworden.
Da ist es kein Wunder, dass Shooter bei vielen Erwachsenen, die schon länger zocken, mittlerweile als "Kiddy-Spiele" angesehen werden.
Sie bestehen quasi nur noch aus Inszenierung, Filmsequenzen und Effektporno. Nimmt man das Weg, bleibt nur erschreckend wenig übrig.
Daher hoffe ich so sehr, dass man bei Shootern irgendwann wieder in eine andere Richtung geht.
Wahrscheinlich haben sich deswegen auch so viele auf den Duke gefreut. Weil der im Gegensatz zu den heutigen Shootern gar rebellisch wirkt. Keine Filmsequenzen oder Effektporno, dafür viel Gameplay, Spass, Rätsel, Abwechslung.
Und genau das wünscht man sich auch von der Spielebranche. Dass man in Spielen endlich wieder mitdenken muss, dass auch mal Rätsel oder Kopfnüsse vorkommen. Dass man gefordert wird.
Shooter müssen einfach die nächste Stufe erklimmen. Weg von dem dumpfen Mist, hin zu intelligenten, fordernden Shootern.