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News - CoD 5: Zu heftig? - Entwickler äußern sich zur Brutalität in Call of Duty: World at War!

AW: News - CoD 5: Zu heftig? - Entwickler äußern sich zur Brutalität in Call of Duty: World at War!

Lisi87 am 07.07.2008 16:03 schrieb:
hi

Also ich hoffe, dass das Spiel wieder ein bisschen in die Richtung SOF 1/2 geht. Ein bisschen gore kann nämlich nie schaden, das ist das Salz in der Suppe eines Shooters. Nicht so wie in BF, wo der Körper den Direkttreffer durch die 40mm Kanone des Panzers ohne eine Schramme übersteht. (diese seltsamen weißen Staubwolken bei MOH konnte ich auch nie leiden)

Mann könnte da übrigens total innovative Ideen einfließen lassen und ein richtiges Feature aus dem gore machen - wie wärs zB damit: Eins der Squadmitglieder liegt mit aufgeplatztem Bauch und heraushängenden Därmen neben einem, der Feind kommt - nur leider ist einem die Munition ausgegangen. Also wartet man bis der Gegner um die Ecke kommt und stranguliert ihn mit den Eingeweiden des gefallenen Kameraden. Das wär doch mal was oder? Ein kill durch Darmstrangulation. Hat irgendwie was Romantisches. Man könnte auch den abgetrennten Kopf eines Soldaten aus dem Fenster halten, um zu prüfen ob vielleicht ein Scharfschütze draußen lauert - Mann, heute hab ich wieder super Design-Ideen!

Die Schutzbehauptungen aka historische Genauigkeit (?) braucht es dafür gar nicht, mir reicht ein bisschen Splatter und Kreativität.

Ich habe diesen Post gelesen und bin angewiedert zurückgezuckt...

Lisi87 am 07.07.2008 16:38 schrieb:
Wie kannst du sagen, dass das nur ein Spiel ist?!? Um viel mehr geht es da! Entsetzlich! Hochrangige moralische Güter sind nunmehr DIREKT gefährdet durch die Medienlandschaft und du tust das hier so ab. [...]

Ihr widert mich alle an, ihr denen solche games gefallen, ihr müsst ja total krank sein. Da haben wir normalen Leute jetzt 2000 Jahre christlicher Nächstenliebe gelebt und dann kommt ihr Schweine und macht uns moralisch stumpf und krank.

Ich hab dann diesen Post gelesen und musst doch Lachen... Diese offensichtliche überspitzte Aussage... Und trotzdem wurde in den nachfolgenden Posts von Leuten die warscheinlich älter sind als ich mit beleidigungen und totalen fehlinterpretationen gearbeitet. Ich dachte immer das man mit Zunehmendem Alter reifer wird aber scheinbar ist das von Mensch zu Mensch anders... Ich muss noch so viel lernen....

Ich muss umbedingt noch loswerden das eX wirklich ein Talent hat seinen Meinung (und die anderer) im Text darzustellen! Seine Texte haben mich wirklich angesprochen...
 
AW: News - CoD 5: Zu heftig? - Entwickler äußern sich zur Brutalität in Call of Duty: World at War!

Es ist nett zu lesen, dass hier einige die Moral hinter diesen Spielen hinterfragen. Ich habe diese Diskussion schon vor langer Zeit in diversen Konsolenforen geführt, damals als Medal of Honor: Frontline rauskam. Dieses Spiel hat damals die Formel etabliert, auf der auch die Call of Duty Serie basiert und damit meiner Meinung nach eine Grenze überschritten.
Computerspiele sind wohl das falsche Medium um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg unterzubringen. Filme schaffen es, wenn sie es darauf anlegen, vom Unterhaltungsgedanken abzukommen und zu schokieren und teilweise auch den Zuschauer mit einem schlechten Gewissen zurück zu lassen. Ich kenne kein Spiel, welches das bisher geschafft hat. Denn Realismus wird in diesem Genre immer nur der reinen Unterhaltung dienen, klar die Tatsache, das alle Helden in CoD4 sterben, ist ein netter Versuch das gezeigte zu relativieren und funktioniert auf emotionaler Ebene auch bedingt aber letztendlich bleibt das Spiel ein Spektakel, was immer als erstes darum bemüht ist den Spieler zu beeindrucken. Intention der Macher (selbst wenn es die besten sind) und Rezeption und Umgang auf Seite der Spielergemeinde sind hier sehr weit voneinander entfernt (wie man wohl auch an einigen Kommentaren hier lesen kann) und ich bin sehr entäuscht, dass die Fachpresse hier so unkritisch mit der Materie umgeht (ich beziehe mich hier vorrangig auf den CoD4 Test).
Ich mag es gern etwas blutiger, aber diese auf Realismus getrimmten Kriesgspiele wandeln auf einem schmalen Grat zwischen Unterhaltung und Perversität.
 
AW: News - CoD 5: Zu heftig? - Entwickler äußern sich zur Brutalität in Call of Duty: World at War!

fLaMeCoRe am 07.07.2008 16:16 schrieb:
Entweder sehr ignoranter oder dämlicher Post, da du ja weist dass definitiv nicht nur die Personen an den Titel kommen, für die er eigentlich vorgesehen war.... :rolleyes:

Wenn ich ein Spielzeug in die Finger bekam das nicht für mein Alter gedacht war kam meine Mutter und hat mir den Hintern wund geschlagen, Ich übernehme den Service für Versagereltern für 45€ im Monat mit vergnügen.

und nein es ist nicht ignorant. wenn Kinder an sowas kommen sind die Eltern schuld und niemand anderes. Falls wer mit dem Satz kommt "die Eltern könnten das nicht blah blah" - sie können es aber tun es nicht weil ihre Kinder ihnen dann scheiß egal sind. (und meine Mutter war allein erziehend, berufstätig und ist die beste überhaupt!)

Zum Thema allgemein - Deutschland ist schon ein besonderes Pflaster wenn es um sowas geht...
 
AW: News - CoD 5: Zu heftig? - Entwickler äußern sich zur Brutalität in Call of Duty: World at War!

@tadL
Jawoll, bin genau deiner Meinung, bei mir wars geanuso, aber hast du es nie geschafft etwas vor deiner Mutter zu verstecken, könnte mir vorstellen, dass es bei berufstätigen Eltern schwehr wird, zu kontrollieren was das kind Spielt, wenn sie nicht da sind. (bei PC-kenntnissen der Eltern kein Problem, man sieht ja, was installiert ist). Oder auf nummer sch er gehen und Pc sperren. Aber da gibt es immernoch einen Freund der es Spielt, und irgendwelche Eltern versagen immer.
Selbiges Problem gibt es übrigens auch bei Pornos, die Kinder (jugendliche) auch nicht sehen dürfen, bekommen sie aber irgendwie auch in die Finger und trotzdem werden sie nicht verboten (gott sei dank)
Deshalb finde ich die Diskussion für ziemlich unsinnig.
 
AW: News - CoD 5: Zu heftig? - Entwickler äußern sich zur Brutalität in Call of Duty: World at War!

Ich wurde gut erzogen und wusste was ich darf und was nicht, natürlich hatte ich einen Nachbarn der alles durfte und naja aus ihm ist ein Arbeitsloser Kiffer geworden weil seine Eltern ihn machen ließen.

Nur wusste ich was ich darf und was nicht. Und dazu gehörte eben das ich solche Spiele erst kaufe wenn ich alt genug bin. Und wenn ich zb auf die Idee kam mir ein Spiel zu kaufen wo ich leute abknalle, kam mein durch die Erziehung geprägtes Engelchen auf der Schulter und sagte mir "lass den Mist!" und ja ich hatte immer ne heiden Angst das mir meine Mutter den hintern weich prügelt wenn ich was tue was ich nicht darf. Und wenn ich etwas versteckt habe dann war es etwas wo ich wusste das es doch keinen so großen Ärger gibt. Playboys zb während der Pupertät (bin eben ohne Vater aufgewachsen der mir da den Rücken gestärkt hätte)
 
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Fluffybaerchen am 07.07.2008 12:23 schrieb:
Jetzt fehlt nurnoch dass PC GAMES solche Beiträge wie meine löscht und mich sperrt, weil es denen ja anscheinend darum geht solche News zu fördern.

Ich finde, das ist der verkehrte Weg. Solche Kriegs-Spiele dürften überhaupt nicht existieren.

Wenn man dann noch die 60er-Jahr-Musik nebenher hört die in solchen Spielen oft vorhanden ist, so würde man denken, "es sei eine tolle Zeit gewesen"........

*pahh*

2. Weltkrieg? 60er Jahre Musik?
 
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Wir reden hier über Spiele! Spiele dienen der eigenen Belustigung/Unterhaltung/Herausforderung etc. --> wie verstecken Spielen, Fussball Spielen, Mau Mau Spielen,

Und diese Entwickler meinen historische Korrektheit durch übermässige Gewalt zu erreichen. Auf alle Fälle wird durch solche Aussagen der Absatz bei 14-17 Jährigen sicher gesteigert.
Diese Hommagen an die Amerikaner darf man getrost im Händlerregal stehen lassen. Wenn man wirklich an diesem Thema interessiert ist, sollte man lieber ein paar Bücher drüber lesen, oder mal mit einem älteren Verwandten reden, wie es wirklich war, in einem Krieg zu sein. Sicher werden jetzt viele sagen, dass es nur ein Spiel ist. Eben deswegen
sollten solche Themen, nicht von Spielen behandelt werden. Ich hätte keinen Spass, in COD
als der immer gute Amerikaner auf Deutsche/Japaner zu schiessen. Genauso wenig natürlich umgekehrt.
Es wird vielleicht verrückt klingen wenn ich frage, wie hoch wird wohl die Chance sein, wenn ich in einem echten Krieg, die geschätzten 400 Kills eines Spiels mache, dass jemand dabei ist, der dazu gezwungen wurde, zu kämpfen? Hört sich vielleicht unrealistisch an, aber wenn die Spiele schon so realistisch sein wollen, warum, gibt es bei Liebesszenen in Mass Effect einen Medienskandal, und bei brennenden Menschen noch eine Actionfigur mit Flammenwerfer? Ist doch irgendwie eine komische Welt geworden?
Ich will damit nicht sagen dass ich keine Shooter spiele, aber ob ich ein paar Aliens in den Arsch trete, oder den bösen Japanern/Deutschen, nehme ich lieber die Aliens. Da muss ich nicht die ganze Zeit dran denken, was wohl wäre wenn ich damals zum Krieg gezwungen worden wäre.

So und das wars, ich gehe jetzt wieder Tetris zocken :-P
 
AW:

Die Spieler sollen selber erleben, wie hart gekämpft wurde und wie sehr es schmerzen kann, eigene Kameraden in diesem Kampf zu verlieren.

Dann hoffe ich mal, dass CoD5 etwas länger dauert, als die Vorgänger. In 4 Stunden Spielzeit kann man kaum eine Bindung zu den NPCs aufbauen.

Aber kein Blatt vor den Mund nehmen... Ich fand den Anfang der Russenkampagne schon zieml ich heftig in CoD1: Zuerst wird ein Desserteur erschossen, dann trifft es den netten Herren mit der Bibel neben mir. Am Ufer explodiert das Schiff hinter mir, ich bekomme in Magazin in die Hand gedrückt und los geht´s. Irgendwann finde ich eine Leiche und freue mich über ein Gewehr. Ja, ich freue mich über einen Toten mit einem Gewehr!! Dieser Gefühlskonflikt war schon beeindruckend. Man muss sich auf das Spiel einlassen, dann isses geil!

Aber verbrannte Leute, die mir mit nem Katana an die Wäsche wollen. Ob das soo wirklich passiert ist... :oink:
 
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ericflash am 07.07.2008 23:09 schrieb:
Wir reden hier über Spiele! Spiele dienen der eigenen Belustigung/Unterhaltung/Herausforderung etc. --> wie verstecken Spielen, Fussball Spielen, Mau Mau Spielen,

Und diese Entwickler meinen historische Korrektheit durch übermässige Gewalt zu erreichen. Auf alle Fälle wird durch solche Aussagen der Absatz bei 14-17 Jährigen sicher gesteigert.
Diese Hommagen an die Amerikaner darf man getrost im Händlerregal stehen lassen. Wenn man wirklich an diesem Thema interessiert ist, sollte man lieber ein paar Bücher drüber lesen, oder mal mit einem älteren Verwandten reden, wie es wirklich war, in einem Krieg zu sein. Sicher werden jetzt viele sagen, dass es nur ein Spiel ist. Eben deswegen
sollten solche Themen, nicht von Spielen behandelt werden. Ich hätte keinen Spass, in COD
als der immer gute Amerikaner auf Deutsche/Japaner zu schiessen. Genauso wenig natürlich umgekehrt.
Es wird vielleicht verrückt klingen wenn ich frage, wie hoch wird wohl die Chance sein, wenn ich in einem echten Krieg, die geschätzten 400 Kills eines Spiels mache, dass jemand dabei ist, der dazu gezwungen wurde, zu kämpfen? Hört sich vielleicht unrealistisch an, aber wenn die Spiele schon so realistisch sein wollen, warum, gibt es bei Liebesszenen in Mass Effect einen Medienskandal, und bei brennenden Menschen noch eine Actionfigur mit Flammenwerfer? Ist doch irgendwie eine komische Welt geworden?
Ich will damit nicht sagen dass ich keine Shooter spiele, aber ob ich ein paar Aliens in den Arsch trete, oder den bösen Japanern/Deutschen, nehme ich lieber die Aliens. Da muss ich nicht die ganze Zeit dran denken, was wohl wäre wenn ich damals zum Krieg gezwungen worden wäre.

So und das wars, ich gehe jetzt wieder Tetris zocken :-P
/signed
 
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ich finde das genau richtig. endlich ein spiel was den krieg nicht einfach banalisiert. eine anti helden epos story die allen anderen von der call of duty serie etwas voraus hat. es sorgt für aufklärung. das wird sicherlich ein guter weg sein, um geld zu machen, aber mit diesen ganzen ein-mann welt rettungsaktionen die man die jahre über serviert bekommen hat dürfte dann erstmal, wenigstens für ein paar tage^^, schluss sein. ich finde den schritt hin zu einem anti-kriegs-spiel sehr gut!
 
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BadMix am 08.07.2008 00:50 schrieb:
ich finde das genau richtig. endlich ein spiel was den krieg nicht einfach banalisiert. eine anti helden epos story die allen anderen von der call of duty serie etwas voraus hat. es sorgt für aufklärung. das wird sicherlich ein guter weg sein, um geld zu machen, aber mit diesen ganzen ein-mann welt rettungsaktionen die man die jahre über serviert bekommen hat dürfte dann erstmal, wenigstens für ein paar tage^^, schluss sein. ich finde den schritt hin zu einem anti-kriegs-spiel sehr gut!


mit verlaub- aber ich halte diese begründung, gerade im falle von call of duty, von wegen "wir wollen zeigen, wie es wirklich war" für ausgemachten blödsinn bzw eine reine schutzbehauptung.

ich bin wahrlich (zumindest denke ich das) nicht zu zart besaitet und habe auch nix gegen harte szenen in spielen, aber das ganze als shooter- nahe- an- der- grenze- zur realität zu verkaufen, mutet schon beinahe peinlich an.

am cod spielprinzip und -ablauf ändert sich doch 100%ig rein gar nix und die gezeigten gewaltszenen sind- schöne grüsse an bpjm und usk- reiner selbstzweck, soll heissen ein verkaufsargument, nichts weiter.
 
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An alle Diejenigen, die für gewalttätige Kriegsspiele sind:

Wieso spielt ihr solche Spiele?
Spielen bedeutet doch, dass man an etwas Spaß hat,oder?
Nun fordert ihr eine "realisiche" Darstellung des Krieges in einem Spiel.
Also heißt das, dass euch CoD mehr Spaß bereitet,wenn ihr Folterszenen mit ansehen könnt?

Ein Egoshooter ist ja, durch die aktive Einbezihung des Konsumenten, anders als ein Film, nur dafür da um zu unterhalten. Niemand hat wirklich Zeit die Handlungen der Charaktere eines Spiels zu reflektieren, während er im Spiel pausenlos am ballern ist.

Also was bringt euch die zusätzliche Gewalt im Spiel?
 
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fredfreak am 08.07.2008 01:19 schrieb:
An alle Diejenigen, die für gewalttätige Kriegsspiele sind:

Wieso spielt ihr solche Spiele?
Spielen bedeutet doch, dass man an etwas Spaß hat,oder?
Spiele sind genausowenig "nur zum spaßmachen" da, wie Filme.
Spiele haben sich zu einem Medium gemausert, das ganz und gar nix mehr mit dem daddeln von Tetris oder Pong gemin hat. Warum sollen Spiele keine Botschaft rüberbringen? Warum nicht schocken? Ich persönlich finde maßlose Gewaltszenen in Filmen sogar schlimmer, als in Spielen, da man in Spielen noch die Möglichkeit hat zu interagieren/einzugreifen. Je nach Spiel hat man vielleicht die Möglichkeit grausame Personen selbst aus dem Verkehr zu ziehen und muss nicht darauf hoffen, dass der Filmheld das erledigt.
Durch CoD:WaW werden ja vielleicht Menschen erreicht, die im Geschichtsunterricht geschlafen haben und sich überhauptnicht vorstellen können, wie Krieg wirklich ist. Solche Menschen werden vielleicht wachgerüttelt, weil sie ein Spiel daddeln wollten ohne zu denken, sie aber am Ende zum Nachdenken angeregt werden.
 
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blaCk-SourCe am 08.07.2008 02:16 schrieb:
fredfreak am 08.07.2008 01:19 schrieb:
An alle Diejenigen, die für gewalttätige Kriegsspiele sind:

Wieso spielt ihr solche Spiele?
Spielen bedeutet doch, dass man an etwas Spaß hat,oder?
Spiele sind genausowenig "nur zum spaßmachen" da, wie Filme.
Spiele haben sich zu einem Medium gemausert, das ganz und gar nix mehr mit dem daddeln von Tetris oder Pong gemin hat. Warum sollen Spiele keine Botschaft rüberbringen? Warum nicht schocken? Ich persönlich finde maßlose Gewaltszenen in Filmen sogar schlimmer, als in Spielen, da man in Spielen noch die Möglichkeit hat zu interagieren/einzugreifen. Je nach Spiel hat man vielleicht die Möglichkeit grausame Personen selbst aus dem Verkehr zu ziehen und muss nicht darauf hoffen, dass der Filmheld das erledigt.
Es gibt den Unterschied ob Gewalt als Mittel eingesetzt wird oder nur dem Selbstzweck dient. In erstere Kategorie fallen, neben diversen Anti-Kriegsfilmen, z.B. Pans Labyrinth oder Children of Men in zweitere solche Filme wie Rambo 4 und diverse Splatter.
Die CoD Reihe zeichnet sich nicht grade durch eine differenzierte Darstellung zum Thema Krieg aus und ich bezweifle, dass sich das ändern wird. Dann wäre es ein völlig anderes Spiel. Und nein, auch CoD4 transportiert keine Botschaft, es ist schließlich das ewige Gut gegen Böse.

blaCk-SourCe am 08.07.2008 02:16 schrieb:
Durch CoD:WaW werden ja vielleicht Menschen erreicht, die im Geschichtsunterricht geschlafen haben und sich überhauptnicht vorstellen können, wie Krieg wirklich ist. Solche Menschen werden vielleicht wachgerüttelt, weil sie ein Spiel daddeln wollten ohne zu denken, sie aber am Ende zum Nachdenken angeregt werden.
Wie Krieg wirklich ist? Das ist doch bitte nicht ernst gemeint. Du willst nicht allen ernstes ein Spiel, nein einen kurzweiligen Spaßshooter mit Krieg vergleichen? Selbst die härtesten Anti-Kriegsfilme sind ein absoluter Witz im Vergleich zu Kriegen, geschweige denn ein Shooter in dem SuperGI sich nur 10sek in die Ecke stellen muss um wieder topfit zu sein.
 
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Itstoolate am 08.07.2008 09:07 schrieb:
blaCk-SourCe am 08.07.2008 02:16 schrieb:
fredfreak am 08.07.2008 01:19 schrieb:
An alle Diejenigen, die für gewalttätige Kriegsspiele sind:

Wieso spielt ihr solche Spiele?
Spielen bedeutet doch, dass man an etwas Spaß hat,oder?
Spiele sind genausowenig "nur zum spaßmachen" da, wie Filme.
Spiele haben sich zu einem Medium gemausert, das ganz und gar nix mehr mit dem daddeln von Tetris oder Pong gemin hat. Warum sollen Spiele keine Botschaft rüberbringen? Warum nicht schocken? Ich persönlich finde maßlose Gewaltszenen in Filmen sogar schlimmer, als in Spielen, da man in Spielen noch die Möglichkeit hat zu interagieren/einzugreifen. Je nach Spiel hat man vielleicht die Möglichkeit grausame Personen selbst aus dem Verkehr zu ziehen und muss nicht darauf hoffen, dass der Filmheld das erledigt.
Es gibt den Unterschied ob Gewalt als Mittel eingesetzt wird oder nur dem Selbstzweck dient. In erstere Kategorie fallen, neben diversen Anti-Kriegsfilmen, z.B. Pans Labyrinth oder Children of Men in zweitere solche Filme wie Rambo 4 und diverse Splatter.
Die CoD Reihe zeichnet sich nicht grade durch eine differenzierte Darstellung zum Thema Krieg aus und ich bezweifle, dass sich das ändern wird. Dann wäre es ein völlig anderes Spiel. Und nein, auch CoD4 transportiert keine Botschaft, es ist schließlich das ewige Gut gegen Böse.

blaCk-SourCe am 08.07.2008 02:16 schrieb:
Durch CoD:WaW werden ja vielleicht Menschen erreicht, die im Geschichtsunterricht geschlafen haben und sich überhauptnicht vorstellen können, wie Krieg wirklich ist. Solche Menschen werden vielleicht wachgerüttelt, weil sie ein Spiel daddeln wollten ohne zu denken, sie aber am Ende zum Nachdenken angeregt werden.
Wie Krieg wirklich ist? Das ist doch bitte nicht ernst gemeint. Du willst nicht allen ernstes ein Spiel, nein einen kurzweiligen Spaßshooter mit Krieg vergleichen? Selbst die härtesten Anti-Kriegsfilme sind ein absoluter Witz im Vergleich zu Kriegen, geschweige denn ein Shooter in dem SuperGI sich nur 10sek in die Ecke stellen muss um wieder topfit zu sein.


kann ich dir, istoolate, nur zustimmen.
die darstellung von blaCk-SourCe ist doch nicht nur "ein wenig" naiv und beschönigend.
cod als nachhilfe in geschichte- also bitte. :ugly:
 
AW:

eX2tremiousU am 07.07.2008 11:40 schrieb:
Ganz ehrlich? Immer wenn ich über solche Vorhaben lesen muss, frage ich mich ernsthaft, ob Videospiele das geeignete Mittel für so eine "akkurate Geschichtsbehandlung" sind.
Im Grunde stimm ich dieser Aussage zu. Ein Spiel, das einem glaubwürdig die Schrecken des Krieges vermittelt gibt es nicht und wird es wahrscheinlich nie geben. Geschichtsunterricht soll keinen Spass machen, sondern aufklären. Dass er auch Spass macht wäre nur ein positiver Nebeneffekt. Bei einem Spiel verhält es sich ähnlich, nur umgekehrt. Es soll in erster Linie Spass machen. Die Aussagen dieses Entwicklers finde ich deshalb auch recht unglücklich. Dadurch löst man kontroverse Diskussionen aus (was für den Verkauf natürlich auch Vorteile haben kann) und schürt Erwartungen, die man mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht erfüllen kann. PR-Gewäsch, mehr ist das nicht.

Aber ganz ehrlich, eX: Diese Moralkeule kauf ich dir nicht ab. Bei CoD2 hast du ständig kritisiert, dass es Krieg verharmlosen und sogar glorifizieren würde. Bei CoD5 kritisierst du jetzt, dass es versuchen will, Krieg möglichst unverblümt zu zeigen. Du stellst akkurate Geschichtsbehandlung in Spielen in Frage und ein paar Sätze später findest du nur lobende Worte für BiA, wegen der tollen Charaktere und so. Gilt deine ganze Kritik und Skepsis also mal wieder nur CoD?

Wenn du wirklich so grosse moralische Bedenken hast und nach diesem schmalen Grat suchst, den es ja anscheinend nicht gibt, dann kann die Konsequenz für dich nur lauten: Spiel keine Kriegsspiele mehr! Überhaupt keine. Keine Egoshooter, keine Strategie, keine Simulation. Denn es werden immer gesichts-, namen- und telefonnummerlose Feinde niedergemäht, egal in welchem Genre, und der Spieler soll in erster Linie Spass dabei haben. Auf Szenarios, die an reelle Konflikte angelehnt sind, solltest du dann auch verzichten. Und konsequenterweise auch auf komplett fiktive, denn Krieg ist Krieg und Krieg is bad, mhkay?

Ich glaube ich mutiere zum virtuellen Pazifisten, und fasse nur noch in der Realität eine Waffe an (unter kontrollieren Bedingungen -> Schießstand). Dort kann ich dann wenigstens ballern, ohne so einen Quatsch vorgesetzt zu bekommen.
Du kannst es nicht mehr mit deinem Gewissen vereinbaren Computerspiele zu spielen aber hast kein Problem damit, die Waffenindustrie finanziell zu unterstützen? Yay!

SSA
 
AW:

SoSchautsAus am 08.07.2008 13:55 schrieb:
Aber ganz ehrlich, eX: Diese Moralkeule kauf ich dir nicht ab. Bei CoD2 hast du ständig kritisiert, dass es Krieg verharmlosen und sogar glorifizieren würde. Bei CoD5 kritisierst du jetzt, dass es versuchen will, Krieg möglichst unverblümt zu zeigen.
Ja, weil CoD eine Serie ist, die schon immer extrem unglaubwürdig war, und Krieg eher als patriotischen Familienausflug verkauft hat. Sollte CoD5 tatsächlich würdig und behutsam Kriegsverbrechen thematisieren, dann wäre ich geneigt, meine Meinung zu revidieren. Dies wird aber nicht passieren, weil Treyarch a) dies kaum massenwirksam realisieren will (CoD3), und b) die ganze Serie erst durch seichten Kriegstourismus berühmt wurde. Da wird niemals der Hauch von Anspruch Einzug finden.
Du stellst akkurate Geschichtsbehandlung in Spielen in Frage und ein paar Sätze später findest du nur lobende Worte für BiA, wegen der tollen Charaktere und so. Gilt deine ganze Kritik und Skepsis also mal wieder nur CoD?
Exakt. Den Entwicklern von BiA traue ich es eher zu, drastische Konflikte halbwegs würdig, abschreckend und verständlich zu versoften. Treyarch und Infinity Wards haben Krieg immer als lustiges und atmosphärisch dichtes Feuerwerk mit erstklassigem Unterhaltungswerk (für entsprechende Zielgruppen...) verkauft. BiA ging einen minimal intellektuelleren Weg, und zeigte zumindest im Ansatz, was Kameradschaft überhaupt bedeuten kann.

Ich bin nicht generell gegen drastische Darstellungen. Sie müssen nur im Kontext stimmig sein, mit dem Gameplay auf würdige Art harmonieren und präzise demonstrieren, dass Krieg eben nicht atmosphärisch "cool" ist, sondern ekelhafte, perverse, gestörte, abartige und kranke Scheiße ist, die einem die Gedärme im Leib umdreht. Von CoD kann man so eine "Leistung" imho nicht erwarten. Dafür waren die bisherigen 4 Teile einfach zu patriotisch und zu einseitig. Da gab es nur gut und böse. Und ein CoD mit differenzierendem Blickwinkel erwarte ich nicht, weil das Spiel schlicht für die amerikanischen Markt und die dort dominierenden Plattformen konzipiert wird (XB360, Wii, DS). Amerikaner wollen keinen dreckigen Krieg. Die wollen konzentrierten Patriotismus, was die bisherigen Teile immer ausreichend geboten haben. Ami gut. Rest böse. Spiel gekauft.
Wenn du wirklich so grosse moralische Bedenken hast und nach diesem schmalen Grat suchst, den es ja anscheinend nicht gibt, dann kann die Konsequenz für dich nur lauten: Spiel keine Kriegsspiele mehr! Überhaupt keine. Keine Egoshooter, keine Strategie, keine Simulation. Denn es werden immer gesichts-, namen- und telefonnummerlose Feinde niedergemäht, egal in welchem Genre, und der Spieler soll in erster Linie Spass dabei haben. Auf Szenarios, die an reelle Konflikte angelehnt sind, solltest du dann auch verzichten. Und konsequenterweise auch auf komplett fiktive, denn Krieg ist Krieg und Krieg is bad, mhkay?
Bei mir herrscht wohl die gleiche Doppelmoral vor, wie bei dir: Tiere essen ist böse, andere Tierprodukte zu konsumieren ist okay bzw. "akzeptabel". Same here. Die Rahmenumstände definieren das eigene Verhalten und moralische Empfinden. DoD:Source ist mein Lieblingsspiel. WW2. Krieg. Teambasiert. Krauts vs. Amis. Aber immerhin werden keine Rahmenumstände thematisiert, sondern man kämpft einfach nur Mann gegen Mann auf netten Karten. Das Spiel will nur den Teamfaktor darstellen, aber nicht den Krieg insgesamt greifbar machen - was ich durchaus akzeptieren kann. Eine gewisse Doppelmoral schwimmt immer mit. Von der will ich mich auch gar nicht lossagen.
Du kannst es nicht mehr mit deinem Gewissen vereinbaren Computerspiele zu spielen aber hast kein Problem damit, die Waffenindustrie finanziell zu unterstützen? Yay!
Wenn ich mit Glock 17c / Colt 1911 / P8 / P99 / Tokarev auf Zielscheiben feuere, dabei einen Zustand der Konzentration erreiche, und das tue, was ich für "entspannend" halte, dann beuge ich mich wenigstens nicht der merkwürdigen Nachbildung von realen Begebenheiten, und tue so, als wäre ich ein krasser Soldat im Dienste irgendeines Landes. Beim Feuern mit echten Waffen auf Papier denke ich nicht an Mord, moralische Konflikte oder aus dem Zusammenhang gerissenen Nachbildungen der Realität. Ich denke einfach nur daran, wie man möglichst optimal die Atemfrequenz an die Schussfolge anpassen kann, um nach der Zielübung in guter Gesellschaft ein Bierchen zischen zu können (alkoholisiert sind Waffen natürlich ein NoGo). Ergo: Lieber schieße ich unter kontrollierten Bedingungen mit echten Waffen auf Papierziele, als unter unkontrollierten Umständen Krieg am PC zu spielen, was dann meiner Meinung nach schnell fataler für die Psyche werden kann. Auch wenn ich dabei die Waffenlobby unterstütze. Ihr (mich eingeschlossen) unterstützt mit euren Käufen ja auch die Geschichtsverfälschung in Videospielen. Nur wird da quasi auf Kosten der echten lebenden und gefallenen Soldaten "ein Spiel gespielt", während das echte Feuern mit Waffen in kontrollierter Umgebung ganz genau niemanden direkt oder indirekt schädigt. Es ist Sport. Virtuelles Geballere mit echtem Schwerpunkt gleicht eher undiszipliniertem Gewalttourismus - weshalb ich auch tatsächlich den Konsum solcher Medien auf ein geringes Maß runtergefahren habe. Ich komme mir dabei einfach dumm vor. Weshalb ich Geld auch vornehmlich in Konzepte wie Tactical Assault, Geometry Wars, Lego Indiana Jones, Super Mario, Metroid Prime, Edna, Hotel Dusk und ähnliche - möglichst unrealistische - Werke stecke.

Regards, eX!
 
AW:

eX2tremiousU am 08.07.2008 19:50 schrieb:
Wenn ich mit Glock 17c / Colt 1911 / P8 / P99 / Tokarev auf Zielscheiben feuere, dabei einen Zustand der Konzentration erreiche, und das tue, was ich für "entspannend" halte, dann beuge ich mich wenigstens nicht der merkwürdigen Nachbildung von realen Begebenheiten, und tue so, als wäre ich ein krasser Soldat im Dienste irgendeines Landes. Beim Feuern mit echten Waffen auf Papier denke ich nicht an Mord, moralische Konflikte oder aus dem Zusammenhang gerissenen Nachbildungen der Realität. Ich denke einfach nur daran, wie man möglichst optimal die Atemfrequenz an die Schussfolge anpassen kann, um nach der Zielübung in guter Gesellschaft ein Bierchen zischen zu können (alkoholisiert sind Waffen natürlich ein NoGo).
Konzentration, Entspannung/Anspannung, Optimierung der Skills - das lässt sich alles 1:1 auf das Spielen von Kriegsshootern übertragen. Es ist sogar die Essenz von Multiplayer. Wer denkt schon bei Battlefield 1942 oder CoD2-MP über den 2. Weltkrieg nach. Und im Singleplayer lasse ich mich einfach von Story und Atmosphäre berieseln. Das tu ich bei CoD genauso wie bei BiA. Oder suchst du während dem Zocken nach einem tieferen Sinn? Wer das tut, der hat wohl die Intention von Computerspielen nicht verstanden: Entertainment.

Ja, es stimmt, jeder muss seine moralischen Grenzen selbst ziehen. Und ich wiederhole nochmal, dass ich die Aussagen von diesem Entwickler-Fuzzi sehr suboptimal finde. Aber du kannst nicht ständig an Produkt A (CoD) rumnörgeln, wegen Kritikpunkten, die bei Produkt B (BiA), C (CoH) oder D (DoD) anscheinend keine sind. Das ist einseitig, parteiisch und zu viel der Doppelmoral. Ich würde solche grundsatzkritischen Kommentare von dir gerne mal in einem Thread lesen, in dem es nicht um CoD geht. Wie wärs zB mit dem guten, alten RtCW, in dem die WW2-Thematik für ein absurdes Okultismus-Szenario herhalten musste und stellenweise richtig ins Lächerliche gezogen wurde? Was ist mit der Geschichtsverfälschung in Spielen wie Turning Point oder Iron Storm? Fallen die Deutschen in BiA nicht auch wie die Fliegen, verglichen mit den zwei, drei Todes-Scripts der KI-Mitstreiter?

Ergo: Lieber schieße ich unter kontrollierten Bedingungen mit echten Waffen auf Papierziele, als unter unkontrollierten Umständen Krieg am PC zu spielen, was dann meiner Meinung nach schnell fataler für die Psyche werden kann. Auch wenn ich dabei die Waffenlobby unterstütze. Ihr (mich eingeschlossen) unterstützt mit euren Käufen ja auch die Geschichtsverfälschung in Videospielen. Nur wird da quasi auf Kosten der echten lebenden und gefallenen Soldaten "ein Spiel gespielt", während das echte Feuern mit Waffen in kontrollierter Umgebung ganz genau niemanden direkt oder indirekt schädigt. Es ist Sport.
Ich bitte dich. Es ist doch ein meilenweiter Unterschied ob ich virtuelle Inhalte konsumiere, die politisch sicher nicht ganz korrekt sind, oder ob ich eine Industrie mitfinanziere, die von der Herstellung von Mordwerkzeugen lebt. Wenn es dir nur um den sportlichen Aspekt geht, dann tut es doch sicher auch ein Luftdruck-Replikat. Oder warum muss es unbedingt eine scharfe Waffe sein?

SSA
 
AW:

SoSchautsAus am 09.07.2008 01:26 schrieb:
Konzentration, Entspannung/Anspannung, Optimierung der Skills - das lässt sich alles 1:1 auf das Spielen von Kriegsshootern übertragen.
Das ist nun wirklich nicht übertragbar. "Skill" im Sinn von Teamarbeit und schnelleren Reflexen im Umgang mit der Maus kann man dort unter Umständen "lernen". Ebenso wird das schnelle Drücken von Knöpfen trainiert, aber das war es dann auch schon. Ich habe 2 Jahre Raven Shield im Clan und 6 Monate täglich mindestens 2 Stunden Quake Wars gespielt. Diese Faktoren (ganz besonders bei der Konzentration) sind nicht im Ansatz vergleichbar. Im Spiel geht es um nichts (auch bei Laddergames, oder Finals). Es ist künstlich gepushte Anspannung, die auf nichts fußt. Keine Verantwortung, keine Körperbeherrschung. Keine echte Handaugenkoordination mit Objekten, die eine gewisse Maße und Eigendynamik entwickeln..
Oder suchst du während dem Zocken nach einem tieferen Sinn?
Oft genug. Und häufig findet man sogar einen, oder zumindest eine nette Andeutung.
Wer das tut, der hat wohl die Intention von Computerspielen nicht verstanden: Entertainment.
Ach, SSA. Deine plumpen Anspielungen waren auch schon einmal besser. Wo steht geschrieben, dass Entertainment ausschließlich einfältige und seichte Inhalte vermitteln muss? Warum gehen Leute in die Oper oder gucken sich Theaterstücke an? Das ist auch "Entertainment", aber auf einem Niveau, das auch Inhalte vermitteln will.
Aber du kannst nicht ständig an Produkt A (CoD) rumnörgeln, wegen Kritikpunkten, die bei Produkt B (BiA), C (CoH) oder D (DoD) anscheinend keine sind.
Das liegt wohl daran, dass Company of Heroes, Brothers in Arms und Day of Defeat schlicht nicht dieses Maß an Kritikwürdigkeit haben, und Inhalte anders bzw. distanzierter beleuchten. CoH hat Anspruch und zeigt Krieg von der taktischen Seite (Blickwinkel der Generalität). Die Deutschen sind Gegner, vor denen man Angst hat. BiA erzählt persönliche Biografien und zeigt Blickwinkel der einzelnen Soldaten auf Krieg, Kameradschaft und die Feinde. DoD hat mit dem WW2 nur die Figuren gemeinsam, ist sonst aber ein taktisches Spiel. Gäbe es ein spielerisch identisches Programm, so würde ich kein Problem damit haben, Roboter oder sonstige Viecher umzumähen. Fazit: Nur CoD im Einzelspielermodus (im Mehrspielermodus nicht anders als DoD, wenn auch weniger taktisch) veranschaulicht romantische und patriotische Kriegsgeschichte, und versucht nicht einmal im Ansatz, dies irgendwie zu ändern. Daher ist für mich klar: CoD ist in diesem Genre einfach das spielerische und inhaltliche Schlusslicht. Fällt die das nicht selbst beim Spielen der unterschiedlichen Konzepte auf?
Wie wärs zB mit dem guten, alten RtCW, in dem die WW2-Thematik für ein absurdes Okultismus-Szenario herhalten musste und stellenweise richtig ins Lächerliche gezogen wurde?
Was soll mit dem Spiel sein? Es nutzt massive Klischees. Wie Indiana Jones. Das Spiel will nicht identisch sein oder den Hauch von Authentizität vermitteln (CoD schon), und geht in eine komplett abgedrehte Richtung. Dann dürfte ich ja deiner bestechenden Logik nach auch kein Lego Indiana Jones spielen, weil die Lego-Nazis im Stechschritt marschieren und SS-Offiziere wie lustige Freunde in niedlichen Panzern wirken, die in kleine Teile brechen, wenn Indy die mit der Peitsche haut.
Was ist mit der Geschichtsverfälschung in Spielen wie Turning Point oder Iron Storm?
Beide Spiele nicht gespielt.
Fallen die Deutschen in BiA nicht auch wie die Fliegen, verglichen mit den zwei, drei Todes-Scripts der KI-Mitstreiter?
Nicht wirklich. An den Bodycount aus CoD ist bisher noch kein BiA rangekommen. Teilweise wird man von feindlichen MG-Nestern in BiA mehrere Minuten aufgehalten. Haut ein Angriffsmuster hin, dann hat man zum Teil eine "Ausbeute" von vielleicht 4 feindlichen Soldaten.
Nicht nötig.
Es ist doch ein meilenweiter Unterschied ob ich virtuelle Inhalte konsumiere, die politisch sicher nicht ganz korrekt sind, oder ob ich eine Industrie mitfinanziere, die von der Herstellung von Mordwerkzeugen lebt.
Jetzt schimmert mal wieder der Pazifist durch, der pauschal alle Waffen für böse hält, und Soldaten wahrscheinlich auch als Mörder tituliert, wenn er mal mehr als 2 Bier getrunken hat. "Mordwerkzeuge" impliziert leider ganz genau das. Solche Begriffe werden nicht grundlos gewählt, und zeigen in vielen Fällen die eigentliche Gesinnung (aktive und passive Wortschatznutzung aus emotionalen Momenten hinaus). Falsch eingesetzt sind auch Autos, Alkohol und Zigaretten, Schraubendreher und Küchenmesser "Mordwerkzeuge". Sicherlich nicht mit der direkten Effektivität eines 5.56mm Projektils zu vergleichen, aber in FALSCHEN Händen ähnlich gefährlich. Dieses universelle Mitleidsbewusstsein beim Feuern einer Waffe kann ich leider nicht entwickeln. Das geht in eine ähnliche Richtig wie z.B. beim Tragen von Sachen aus China oder anderen Billiglohnländern, wo Arbeiter mit Hungerlöhnen etwas produzieren, oder gar Kinder einbezogen werden. Da leiden auch Leute drunter. Trotzdem trage ich die Kleidung, nutze die Technik, spare so Geld. Jetzt gleitest du in den Moralapostelbereich ab - wie schon in den Tierthreads.
Wenn es dir nur um den sportlichen Aspekt geht, dann tut es doch sicher auch ein Luftdruck-Replikat. Oder warum muss es unbedingt eine scharfe Waffe sein?
Du wirst doch wohl nicht im Ansatz das ballistische Verhalten eines echten Gewehrs bzw. einer echten Pistole mit dem eines Sportgewehrs (oder gar einer billigen Replica) vergleichen wollen? Warum Sex, wenn man sich auch im Handbetrieb stimulieren kann? Der Vergleich hingt genauso.

Regards, eX!
 
AW:

eX2tremiousU am 09.07.2008 12:22 schrieb:
Jetzt schimmert mal wieder der Pazifist durch, der pauschal alle Waffen für böse hält, und Soldaten wahrscheinlich auch als Mörder tituliert, wenn er mal mehr als 2 Bier getrunken hat. "Mordwerkzeuge" impliziert leider ganz genau das. Solche Begriffe werden nicht grundlos gewählt, und zeigen in vielen Fällen die eigentliche Gesinnung (aktive und passive Wortschatznutzung aus emotionalen Momenten hinaus). Falsch eingesetzt sind auch Autos, Alkohol und Zigaretten, Schraubendreher und Küchenmesser "Mordwerkzeuge". Sicherlich nicht mit der direkten Effektivität eines 5.56mm Projektils zu vergleichen, aber in FALSCHEN Händen ähnlich gefährlich.
Mit dem kleinen Unterschied, dass Waffen dafür gebaut werden um Menschen zu verletzen oder zu töten.
 
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