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LCOS ausgelaufen, was nun?

Matze04

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Hallo,

Um das zu erklären, und eventuelle Fehlerquellen auszuschließen, muss ich etwas weiter ausholen.

Am Donnerstag habe ich mir eine neue Grafikkarte (X800GTO mit 16 Pipes von madmoxx) eingebaut. Gestern ging noch alles gut. Heute hatte ich dann immer wieder Abstürze. Das hatte ich dann auf ein zu schwaches Netzteil (habe ein 300W) zurückgeführt, und eigentlich hatte ich das schon fast erwartet, das es zu Stabilitätsproblemen kommen würde. Bevor ich diese Karte drin hatte, lief das System ohne nenneswerte Probleme.

Vorhin habe ich dann meinen CPU-Kühler gereinigt (unabhängig davon, das war schon lange geplant), und als ich den Kühler wieder draufbauen wollte, habe ich mit Erschrecken fest gestellt, das alle LCOS um den Sockel ausgelaufen waren. Dummerweise weiß ich nicht, ob das von heute ist, oder schon länger her. Jetzt traue ich mich erst mal nicht wieder diesen PC zu starten.

Nun meine Fragen:

1. Kann ich den PC einfach wieder anschalten?
2. Könnte das an der Überlastung des NT durch die neue GraKa liegen?
3. Falls ich den PC nicht wieder anschalten kann, ist es möglich, die Kondensatoren auszutauschen?

Mein System:
- PIV 2,53GHz
- VIA P4C400 MoBo
- besagte X800GTO von Sapphire
- zusätzlich noch 2 HDs, 2 optische Laufwerke, ne Soundkarte...

Hoffe ihr könnt was mit meinem Gebrabbel anfangen. Is a weng warm hier oben.


Gruß Matze
 
Matze04 am 21.07.2006 17:13 schrieb:
genau. Wie gesagt: ist echt warm hier. :P

Ich wuerd es lieber lassen. Die Teile koennen im defekten Zustand noch heisser werden und der Inhalt von denen ist auch nicht wirklich zutraeglich fuers Board ;)

Falls deine Garantie bereits abgelaufen ist:
- Elkos ausloeten
- Platinenreiniger
- Neue Elkos einloeten
& freuen ;)
 
The_Linux_Pinguin am 21.07.2006 17:18 schrieb:
- Elkos ausloeten
- Platinenreiniger
- Neue Elkos einloeten
& freuen ;)

OK, wenn das so einfach geht...

Dann schönen Dank. Hoffe nur die nächsten schmoren mir dann nicht auch weg.

Gruß Matze
 
Matze04 am 21.07.2006 17:32 schrieb:
OK, wenn das so einfach geht...

Bevor du es zum Container bringst waere es zumindest ein Versuch wert. Kann man nur hoffen, dass noch kein anderes Bauteil beschaedigt wurde.
 
The_Linux_Pinguin am 21.07.2006 17:43 schrieb:
Bevor du es zum Container bringst waere es zumindest ein Versuch wert. Kann man nur hoffen, dass noch kein anderes Bauteil beschaedigt wurde.

Ich habe das Board jetzt ausgebaut. Wie es scheint, sind nur die Kondensatoren betroffen, die von dem CPU-Kühler verdeckt waren. Wahrscheinlich sind die wirklich an der Hitze zugrunde gegangen.
 
beim löten, sollte man nur einen regelbaren lötkolben benutzen, um die umliegenden bauteile nicht beim löten zu schrotten ^^
 
Matze04 am 21.07.2006 17:04 schrieb:
1. Kann ich den PC einfach wieder anschalten?

käme auf einen versuch an ;)
bestenfalls in sehr exotischen fällen könnten die elkos ihren inhalt über andere bauteile verspritzen, aber selbst dieses minimale risiko kann man durch n stück folie, etc auf der grafikkarte minimieren.

2. Könnte das an der Überlastung des NT durch die neue GraKa liegen?.

bei elkos im cpu bereich?
mit sehr großer wahrscheinlichkeit nicht, elkos gehen kaputt, wenn sie zu heiß werden oder zu hohe ströme/spannungen dran gehen, aber die komplette stromversorgung für die grafikkarte geht außen drum rum, schlimmstenfalls haben die also n bissl unsaubere spannungen vom nt bekommen, aber ehe das nen elko beeidruckt gibt der rest der elektronik schon lange auf.
allenfalls die gestiegene temperatur durch die graka könnte das tüpfelchen auf dem i gewesen sein, aber auch eher unwahrscheinlich.

3. Falls ich den PC nicht wieder anschalten kann, ist es möglich, die Kondensatoren auszutauschen?

prinzipiell ja, erfordert aber viel geschick im umgang mit nem lötkolben.
 
Das mit dem löten würd ich lassen. Hauptplatinen sind Multi-layered, das heißt zwischen den schichten liegen auch noch Leiterbahnen. Die Wahrscheinlichkeit dass das nicht funktioniert ist sehr hoch.
Das die neuen Elkos, die Spannungsstabilität für die CPU leisten könnten ist dann auch nicht sicher.
An den Sachen würd ich an deiner Stelle nicht rumbasteln, wenn dir der Rest des Systems lieb ist. Der nötige Aufwand wäre es sowieso nicht wert.
Kauf dir lieber n neues board.
 
Habe jetzt Elkos bestellt, und auch schon einen Kollegen von meinem Vater angerufen. Der hat da nen bissl mehr Erfahrung als ich. Auf jeden Fall schon mal Danke. Ich melde mich dann noch mal wenns geklappt hat...oder auch nicht :P

schönes WE
 
dass elkos aufm motherboard abkacken muss ja ne abartige hitze in deim pc herschen. kann ich mir irgenwie nicht ganz vorstellen

aber es ist schon seltsam dass die elkos auslaufen(?!)
 
Muckimann am 22.07.2006 14:40 schrieb:
dass elkos aufm motherboard abkacken muss ja ne abartige hitze in deim pc herschen. kann ich mir irgenwie nicht ganz vorstellen

aber es ist schon seltsam dass die elkos auslaufen(?!)

Wenn ich danach google, finde ich aber ein paar Duzend Forenbeiträge, die mir bestätigen, das es nicht so selten vorkommt. Und warm ist es hier, ja. 105°C waren es aber definitiv nicht. Das Board is jetzt schon min. 3,5 Jahre alt. Ich schätze einfach mal, das es normaler Verschleiß ist.
 
philipp501 am 22.07.2006 14:21 schrieb:
Das mit dem löten würd ich lassen. Hauptplatinen sind Multi-layered, das heißt zwischen den schichten liegen auch noch Leiterbahnen. ...
Und? Mit einer vernünftigen, potentialfreien und regelbaren Lötstation sollte das kein Problem sein!
Bei der Erstbestückung läuft die bestückte Platine üblicherweise an der Unterseite durch ein Zinnbad, aber prinzipiell wird das Lot auch nur von einer Seite eingebracht.
Knifflig und fummelig wirds erst bei SMD-Bauteilen - aber auch dafür gibts Werkzeug.
Beim Ausbau des alten Elkos sollte man auch mit einer Entlötpumpe das alte Zinn absaugen, um den Neuen sauber stecken zu können.
 
Muckimann am 22.07.2006 14:40 schrieb:
dass elkos aufm motherboard abkacken muss ja ne abartige hitze in deim pc herschen. kann ich mir irgenwie nicht ganz vorstellen
aber es ist schon seltsam dass die elkos auslaufen(?!)
Das kann immer wieder mal passieren, allein schon durch unterschiedliche Beschaffenheit. Bei meinem Asus A7N8X-E Deluxe z.B. war an einem Elko bereits beim Auspacken Elotrolytflüssigkeit ausgetreten. :B ...allerdings gabe es dadurch bisher keine spürbaren Beeinträchtigungen.

Wenn es ungünstig kommt, laufen sie nicht nur aus, sondern platzen sogar. Dafür haben manche ja auch diese Sollbruchstellen im Becher, um diesen Vorgang mehr oder weniger "kontrolliert" ablaufen zu lassen. Unter Umständen kann das wohl sogar richtig gefährlich werden, je nach Größe. Jedenfalls soll eine gute Elko-Explosion sehr beeindruckend sein. *g*
 
Thomsn am 22.07.2006 14:54 schrieb:
... Jedenfalls soll eine gute Elko-Explosion sehr beeindruckend sein. *g*
Soll??? Dann plauder mal aus dem Nähkästchen... Was man so mit Niedervoltelkos an 230V machen kann... aber bitte, liebe Kinder, macht das NICHT zuhause nach! :-D
 
JohnCarpenter am 22.07.2006 14:57 schrieb:
Soll??? Dann plauder mal aus dem Nähkästchen... Was man so mit Niedervoltelkos an 230V machen kann... aber bitte, liebe Kinder, macht das NICHT zuhause nach! :-D
Ich habe selbt (leider? *g*) noch keine Erfahrungen damit gemacht. Nur meinte mein E-Technik-Lehrer in der Schule, dass Explosionen größerer Elkos lebensbedrohliche Ausmaße haben können. :B

Aber wenn man sich mal vorstellt, dass in einem geschlossenen Metallbecher, gefüllt mit Flüssigkeit, die Temperatur so hoch ansteigt, dass die Flüssigkeit verdampft ... da muss je nach Größe schon ordentlich Druck dahinter sein.

EDIT: Mit "größere Elkos" sind natürlich nicht die etwas größeren Modelle auf dem Mainboard oder der Grafikkarte gemeint. Ich glaube, das wird so ab Faustgröße losgehen. :B
 
Thomsn am 22.07.2006 15:16 schrieb:
JohnCarpenter am 22.07.2006 14:57 schrieb:
Soll??? Dann plauder mal aus dem Nähkästchen... Was man so mit Niedervoltelkos an 230V machen kann... aber bitte, liebe Kinder, macht das NICHT zuhause nach! :-D
Ich habe selbt (leider? *g*) noch keine Erfahrungen damit gemacht. Nur meinte mein E-Technik-Lehrer in der Schule, dass Explosionen größerer Elkos lebensbedrohliche Ausmaße haben können. :B

Aber wenn man sich mal vorstellt, dass in einem geschlossenen Metallbecher, gefüllt mit Flüssigkeit, die Temperatur so hoch ansteigt, dass die Flüssigkeit verdampft ... da muss je nach Größe schon ordentlich Druck dahinter sein.

EDIT: Mit "größere Elkos" sind natürlich nicht die etwas größeren Modelle auf dem Mainboard oder der Grafikkarte gemeint. Ich glaube, das wird so ab Faustgröße losgehen. :B


Meinen Arbeitskollegen ist in den 70-er in einem Fersehnetzteil der "Netzelko = Fersehmechanikersprache" "explodiert "- die Metallhülse von ihm hat ihm am Rechten Auge voll getroffen - seit dem Glasauge.

Billige , aber auch teurere Elkos "kochen" sich nach einiger Zeit aus, wenn eine höhere Umgebungstemp. permanent herscht, das Elektret tritt dann beim "Ventil" aus-braune Flüssigkeitsreste".

Ungut wirds beim PC wenn vom Netzteil die Elkos defekt werden - das Schaltnetzteil regelt dann sehr oft komplett rauf, da es meint das am Verbraucher eine hohe Last anliegt - meißt der Exudus für viele Komponenten im PC, da die Spannung dann zu hoch geregelt wird :pissed:
 
Zarupetti am 22.07.2006 16:49 schrieb:
Thomsn am 22.07.2006 15:16 schrieb:
JohnCarpenter am 22.07.2006 14:57 schrieb:
Soll??? Dann plauder mal aus dem Nähkästchen... Was man so mit Niedervoltelkos an 230V machen kann... aber bitte, liebe Kinder, macht das NICHT zuhause nach! :-D
Ich habe selbt (leider? *g*) noch keine Erfahrungen damit gemacht. Nur meinte mein E-Technik-Lehrer in der Schule, dass Explosionen größerer Elkos lebensbedrohliche Ausmaße haben können. :B

Aber wenn man sich mal vorstellt, dass in einem geschlossenen Metallbecher, gefüllt mit Flüssigkeit, die Temperatur so hoch ansteigt, dass die Flüssigkeit verdampft ... da muss je nach Größe schon ordentlich Druck dahinter sein.

EDIT: Mit "größere Elkos" sind natürlich nicht die etwas größeren Modelle auf dem Mainboard oder der Grafikkarte gemeint. Ich glaube, das wird so ab Faustgröße losgehen. :B


Meinen Arbeitskollegen ist in den 70-er in einem Fersehnetzteil der "Netzelko = Fersehmechanikersprache" "explodiert "- die Metallhülse von ihm hat ihm am Rechten Auge voll getroffen - seit dem Glasauge.

Billige , aber auch teurere Elkos "kochen" sich nach einiger Zeit aus, wenn eine höhere Umgebungstemp. permanent herscht, das Elektret tritt dann beim "Ventil" aus-braune Flüssigkeitsreste".

Ungut wirds beim PC wenn vom Netzteil die Elkos defekt werden - das Schaltnetzteil regelt dann sehr oft komplett rauf, da es meint das am Verbraucher eine hohe Last anliegt - meißt der Exudus für viele Komponenten im PC, da die Spannung dann zu hoch geregelt wird :pissed:


Davon kann ich ein Lied singen!
Bei meinem alten Rechner waren die Elkos des Netzteils durchgeknallt und alle Elektonikteile :-S des Rechners, bis auf die Floppy :confused: mit durchgeschmorrt.
 
Hab heute mal einen Fruehjahrsputz im Gehaeuse druchgefuehrt und dabei sind mir auch 2 Elkos neben der CPU unangenehm aufgefallen. Naja, das Mainboard hat ja schon einige Jahre auf dem Buckel und so lange es noch funktioniert ;)

http://img58.imageshack.us/my.php?image=elko1tp5.jpg
http://img211.imageshack.us/my.php?image=elko2vg0.jpg
 
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