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Kolumne - Spaß im E-Krieg

AW: Spaß im E-Krieg-Ja und Nein

Es ist - für mich - nicht das Problem, dass diese Spiele die Realität schönigen. Wie schon vorhin von einem anderen User gesagt, es wäre ja wohl der Gipfel der Geschmacklosigkeit, wenn man versuchte, sich dem Krieg noch weiter zu nähern inklusive sämtlilcher Greuel.

Das Problem ist ein moralisches Dilemma: Millionen Menschen sind gestorben, und das verpacken Leute im schicken und möglichst realitätsnahen Design in ein Spiel, um richtig Geld damit zu verdienen. Ich spiele ein grausames Kapitel der Geschichte nach und schlage mich auf die "gute" Seite - es gewinnt, wer die meisten "bösen" tötet. Weiß nicht, ich find's respektlos gegenüber denjenigen die damals leiden mussten und/oder ihr Leben gelassen haben.

Als ich neulich Soldiers: Heroes of WW2 gespielet habe - auch mir machen Strategiespiele Spaß, ich habe aber immer eine schlechtes Gefühl dabei - hat meine Freundin etwas angewiedert gefragt, was erstens der saudämliche Titel soll und ob man zweitens, in der Deutschen Kampagne, auch gewisse Greuel MIT GANZEN vÖLKERN begehen müsse, die in den Geschichtsbüchern stehen. Das hat mich schon geschockt - weil sie vollkommen Recht hat. Es ist geschmacklos, diese Kriegsszenarien nachzuspielen. Es ist verwerflich und moralisch, bzw. ethisch die unterste Schublade. Wenn wir nicht das Glück gehabt hätten, lange nach dem WW2 geboren zu sein, wenn wir als Kinder mitten in diesem Krieg erwachsen geworden wären, dann würden wahrscheinlich nur die kaputtesten Kranken unter uns darauf kommen, so etwas nachzuspielen. Es geht hier nämlich eben nicht um "Steinchen rauswerfen" oder den "Gegner vom Spielbrett fegen" sondern um zielen, den Feind töten.
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

Hallo zusammen,

ich habe mir die Beiträge durchgelesen und ich selbst gehöre zu der Art von Spielern, die Realismus und Authenzität bei Spielen bevorzugen.
Dieser Realismus ist bei FIFA-Soccer die originalen Spieler- und Vereinsnamen, bei Formel1 Spielen die originalen Fahrer- und Teamnamen und bei Ego-Shootern die originalen Waffen und "Kriegsgegner".
Ein Call of Duty zum Beispiel empfinde ich als einen besseren, authentischeren und spannenderen Shooter als zum Beispiel UT2K4. Und auch bei BF1942 macht das Spiel mit Hakenkreuzfahnen usw. ebenso mehr Spass, wie damals die "verbotene Version" von RTCW.
Bedenken bezüglich "Vergangenheit" und/oder "Moral/Ethik" gibt es keine, denn ein PC-Spiel soll unterhalten, ebenso wie Private Ryan, Schindlers Liste oder Black Hawk Down unterhalten soll.
Diejenigen, die jetzt aufschreien wollen, dass ich benannte Filme mit PC-Spielen vergleiche, sollen sich mal überlegen, dass auch bei den ärgsten Filmen nur der Hintergrund auf wahren Begebenheiten beruht, und ein grosser Teil der Phantasie des jeweiligen Regisseurs/Drehbuchautoren entspringt. Und ebenso wie bei PC-Spielen wurden diese Filme gedreht, um Geld in die Geldbörsen der jeweiligen Produzenten, Schauspieler usw. zu schwemmen. Oder meint ihr etwa, Steven Spielberg, Tom Hanks, Liam Neeson oder Ewan McGregor arbeiteten kostenlos ?
Wenn man Aufklärungen und Informationen über den WW2 will, sollte man sich die ZDF-Dokumentationen von Guido Knopp anschauen, bei kommerziellen "Spielfilmen" ist der Wahrheitsgehalt erschreckend gering.

Nichtsdestotrotz sollte man realistische Shooter ab 18 Jahren freigeben, dafür könnte man den Brutalistätsgrad drastisch erhöhen - ein von einem Vorschreiber angedachter WW2-Shooter mit "blutspritzenden" und "beineverlierenden" Polygonen würde mir ebenso sicher mehr Spass machen, wie legalisierte Hakenkreuzfahnen und SS-Runen + die Möglichkeit, von "Achsenmachtseite" eine Kampgane spielen zu dürfen.

PS: Ja, ich habe Zivildienst geleistet (und würde das jederzeit wieder machen) und nein ich bin kein Neo-Nazi, "Fascho" oder Nationalist. Ebenso habe ich noch nie jemanden umgebracht und habe dies in nächster zeit auch nicht vor ;)
Ich bin nur ein leidenschaftlicher WW2-Shooter-Spieler :)
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

bei jedem spiel geht es doch darum den gegner zu besiegen. Sei es beim schach indem ich nen Bauern Opfer oder beim fechten oder ringen oder was weiß ich alles. Genauso ist es mit pcgames. Ich kann dieses über "tolle" ultra politiccorectness gelaber echt nimmer ab Zitat :"Fotorealistisch auf Nazijagd gehen". Alles voller klischees und dummen gelaber. Es gab IMMEER Kriege und Konflikte auf dieser Welt (ja dies ist keine erfindung der nazis :-) ) christen wurden Löwen zum fraß vorgeworfen zur belustigung der menschen. Wikinger plünderten schändeten töteten. Seefahrer (spanier/portugiesen/franzosen) rotteten ganze Völker in Lateinamerika aus dies läßt sich nach belieben erweitern.
Bei jedem pc game geht es darum zu siegen,weiter zu kommen. Sei es durch schießen,rasen,kämpfen etc also wo ist das problem ? es ist die geschichte der menschen verpackt in games. Das reale das erlebte die fantasien etc.
Die Großväter haben in ihrer jugend auch mit zinnsoldaten krieg gespielt, oder indianer und cowboy (die indianer wurden ja auch so gut wie ausgerottet).
Vielleicht sollte man "sein" und "schein" mal endlich lernen zu trennen dann kann man ganz entspannt zocken ohne nen moralischen anfall zu bekommen
dann gibt es endlich mal nen shooter wo man deutscher SPIELEN kann in ner kampagne ohne das es heißt "ihr seid aber alles Mörder gewesen". Dann kann man ohne rot zu werden seine pixelsoldaten in die schlacht schicken so wie es der schach spieler auch macht.
Es ist traurig wenn man sieht wie gut und vernünftig sowas im ausland aufgenommen wird währen in deutschland selbst die gamer selbst sehr verkrampft zu sein scheinen.
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

ich hab zufälligerweise gestern einen bericht über den ersten weltkrieg gesehen, speziell über den stellungskrieg in verdun/frankreich und flandern/belgien. ich bin selbst mal nach amien/frankreich gefahren vor ein paar jahren und hab gesehen dass dort in der gegend wirklich alle 10 kilometer ein soldatenfriedhof von der grösse einer kleinstadt ist.

wie dem auch sei, gestern wurde berichtet, das bei einer der entscheidenden schlachten (eroberung irgendeiner anhöhe) im juli 1918 etwa 3500 kanadische soldaten gefallen sind. 3500! und das sind menschen, die nicht wieder aufgestanden sind. es ist tatsächlich eine beleidigung aus solchen begebenheiten ein spiel zu machen. die tatsache, das es ein spiel ist, das zur unterhaltung dient, macht die sache doch schlimmer und nicht harmloser.

denn das was für eine generation von menschen ein erlebnis von schmerz und trauer gewesen ist, wo verwandte und freunde gestorben und verwundet wurden ist nun ein schnellimbiss der zwischen abendessen und tagesschau konsumiert wird, und das ist indiskutabel.

also weg mit diesen spielen!
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

ulrichanton am 02.08.2004 08:32 schrieb:
ich hab zufälligerweise gestern einen bericht über den ersten weltkrieg gesehen, speziell über den stellungskrieg in verdun/frankreich und flandern/belgien. ich bin selbst mal nach amien/frankreich gefahren vor ein paar jahren und hab gesehen dass dort in der gegend wirklich alle 10 kilometer ein soldatenfriedhof von der grösse einer kleinstadt ist.

wie dem auch sei, gestern wurde berichtet, das bei einer der entscheidenden schlachten (eroberung irgendeiner anhöhe) im juli 1918 etwa 3500 kanadische soldaten gefallen sind. 3500! und das sind menschen, die nicht wieder aufgestanden sind. es ist tatsächlich eine beleidigung aus solchen begebenheiten ein spiel zu machen. die tatsache, das es ein spiel ist, das zur unterhaltung dient, macht die sache doch schlimmer und nicht harmloser.

denn das was für eine generation von menschen ein erlebnis von schmerz und trauer gewesen ist, wo verwandte und freunde gestorben und verwundet wurden ist nun ein schnellimbiss der zwischen abendessen und tagesschau konsumiert wird, und das ist indiskutabel.

also weg mit diesen spielen!

Aha, aber Filme über Pearl Harbor und Vietnam sind aber gern gesehen?!
:confused:

Komische Logik... vor allem weil diese Hollywoodfilme mit Realität meistens nicht gerade viel am Hut haben.

Wo ist der Unterschied zwischen einem WK2 Game und einem WK2 Film... beides dient der Unterhaltung. Die wahren Hintergründe, neben all den Toten, kommen selten im Film und schon gar nicht in Spielen vor. Und dass sind dann KZs, Kriegsgefangenschaft, Massenvergewaltigung, abschlachten von normalen Dorfbewohnern.

In Spielen gehts nicht darum, Zivilisten umzubringen, sondern gegenerische Soldaten als Bots oder übers Netz andere Spieler.

Ich kennen keinen einzigen in meinem Umfeld, der ein Kriegsspiel des Kriegs wegen spielt, sondern wegen dem Spielspass, wegen der Spannung, ob man sich gut versteckt hat, ob man eine tolle Taktik hat oder so.

Spiel ist nicht gleich Geschichte... eher animieren solche Spiele zu vermehrten Interesse an der Geschichte, wie ich bei mir und auch meinen Freunden beobachten konnte. Wir haben uns vielmehr für Dokus interessiert als zuvor.

Wieso regen sich ältere Menschen über Jugendliche auf, die solche Spiele spielen, schauen aber selbst gleichzeitig im TV den 100'000sten Mord?

Früher hies es, als unsere Eltern Kinder waren, auch, Fernsehen sei Teufelswerk... sagt das heute noch wer? Nicht wirklich...

Heute sind es die Computerspiele, die Teufelswerk und gefährlich sind. Aber es sei euch versichert: Sobald es etwas ganz neuartiges geben sollte in der Unterhaltungsbranche: DAS wird dann das neue Teufelswerk sein!
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

also, um missverständnisse zu vermeiden: ich spiele selbst seit drei jahren am pc, nenne ca dreissig spiele mein eigen (alles orginale& kein kriegs-shooter dabei) und brauch natürlich keine belehrung über das was in pc-spielen passiert. darüberhinaus habe ich nichts dämonisiert.

ich hab in meinem posting auch keine filme gutgeheissen, die aus einem kriegsgeschehen unterhaltung machen, deshalb seh ich auch keinen widerspruch in dem was ich geschrieben habe. es gibt filme, die sich auf eine ernsthafte art und weise mit dem krieg beschäftigen wie zb "wege zur macht" von stanley kubrick oder bücher wie "im westen nichts neues" von erich remarque. ich sehe kein videospiel weit und breit das dieses niveau erreicht hätte, auch wenn ich mir das als singleplayer-spiel durchaus vorstellen könnte. problematisch finde ich, wenn aus einem realen kriegsgeschehen sowas wie mensch-ärger-dich-nicht (speziell im multiplayer) gemacht wird,denn dann wird es unterhaltung und ist dem thema nicht angemessen.

ich hab persönlich meinen frieden geschlossen mit spielen wie ut2k4 oder avp 2, die ich auch selbst spiele, über die darin vorkommende gewalt läßt sich auch streiten, aber die hat in einer fantasiewelt einen anderen rang als in einem realitätsnahen spiel. ich habe nichts gegen spiele, die das reaktionsvermögen oder taktische fähigkeiten fördern, aber dann nicht auf dem rücken der leute, für die das mal ernst gewesen ist.
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

ich hab gerade noch auf spiegel.de den passenden artikel gefunden zu dem geschehen im 1. weltkrieg. es ist indiskutabel aus so etwas ein spiel zu machen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,304511,00.html
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

Regengott01 am 21.07.2004 10:57 schrieb:
Bonkic am 03.07.2004 13:15 schrieb:
noch was zum brothers in arms artikel im heft:
irgedwie wird der d-day. ,wie ich finde ,ein klein wenig überbewertet - sicher er war eine , aber keineswegs die entscheidende operation im 2. wk.

Hi,

das halte ich für kritisch formuliert: D-Day heißt Decision Day, Tag der Entscheidung. Hätte diese Operation nicht funktioniert, hätten die Amis die Atombombe auf Berlin geworfen!

Ich glaube es gibt genügend Schauplätze für Kriegsspiele, die fictional sind - man muss nicht immer wieder Vietnam und den zweiten Weltkrieg aufwärmen. Mir geht es jedenfall auf den Sack und ich würde gern mal etwas innovatives, neues lesen. Ich stimme den Argumenten nur halb zu, dass es Hupe ist, ob ich schleimigen Aliens die Rübe runterhacke, Monster spalte oder Leute in der Normandie kalt mache. Letzteres ist wirklich passiert - und wenigstens nähern sich die neueren Titel der Thematik schon behutsamer - aber richtig wohl fühle ich mich nicht dabei, wenn ich sowas spiele. Habe moralische Bedenken, auf nachgebauten Kriegsschauplätzen Menschen abzuschlachten.

Falls einer auf die Idee kommen sollte, das zu mutmaßen: Nein, von Zensur halte ich garnix, ich würde nur gern mal wieder etwas anderes sehen, als die x-te Version von Blitzkrieg.

greetz
regen

Kleine Korrektur:

D-Day ist kein Kürzel für "Decision Day", für "Day of Days", oder wie die Pseudonyme alle heissen. D-Day ist ein militärischer Ausdruck der in der Amerikanischen Armee den Anfang im WK1 hatte und bedeutet ungefähr soviel wie "Tag-X" bezeichnet also einen Tag, an dem eine Operation Ihren Anfang hat.
Allerdings denke ich hast du insofern Recht, als dass der D-Day den Untergang des dritten Reiches beschleunigte, da Sie starke Verbände an der Westfront band, die wie sattsam bekannt an der Ostfront und in Italien fehlten. Die Vorstellung jedoch, dass die Amis ohne D-Day die A-Bombe auf Berlin geworfen hätten finde ich nun ziemlich danebengegriffen, immerhin standen die Westalliierten zu diesem Zeitpunkt bereits in Italien, also auf dem Europäischen Festland, was in Japan nicht gegeben war und als einer der Hauptgründe für den Abwurf der Atombombe angegeben wurde.
Dass durch Kriegsspiele die "Kriegsgeilheit" gefördert wird denke ich eher nicht, die gab es schon immer. Oder wie erklärt Ihr Euch das Ehepaar, das in den 60er - und 70er - Jahren in der US-Army Dienst taten verzweifelt versuchten nach Vietnam versetzt zu werden? Und bis heute beklagen, dass Ihnen das verwehrt blieb? War-Games waren, wie Euch sicher geläufig ist, zu jener Zeit noch nicht auf dem Markt.
Ich denke daran haben - zumindest vorläufig noch - Kriegs - und Propagandafilme den wesentlich grösseren Einfluss, da sie bessere suggestivmöglichkeiten durch filmische Tricks haben als Grafiker von Games. Zudem: ich kenne niemanden der sich nicht zumindest nervt, wenn er in einer Mission abgeschossen wird, im Gegensatz zu den Filmen, in denen Rambo unbeschadet durch MG_Feuer läuft und die mega-bösen Jungs mit einem coolen Spruch auf den Lippen abmurkst.
Zudem: Wer den Unterschied zwischen Spiel und realität nicht mehr erkennen kann gehört sowieso in eine Klappse...
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

Auch auf die Gefahr hin mich wiederholen zu müssen,wer die Zukunft verstehen will,der sollte erst mal die Vergangenheit verstanden haben :-) ! Die Jugend von heute interessiert sich doch zum größten Teil gar nicht mehr dafür was früher abging :hop: !Und diejenigen Menschen die diese schreckliche Zeiten erlebt haben werden auch von Tag zu Tag weniger ;-( !
Ich glaube dadurch das wir diese Zeit "nachspielen" dürfen tragen wir dazu bei,das wir dies unvergessen machen und Ich hoffe das so etwas nie wieder geschieht :-P und geschehen wird......
Lieber einen fiktiven Krieg führen :finger: als einen realen erleben zu müssen :finger2:

Und immer schön fair bleiben............... :-D
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

*senfdazugeb*
Ich denke, man sollte nie vergessen, dass MoH, CoD und co. immernoch Spiele sind, die zwar auf realen Gegebenheiten beruhen, aber diese kaum realistisch darstellen. Ebenso verhält es sich mit irgendwelchen Filmen (z.B. Der Soldat James R.), die sich anmaßen, sie währen "realistisch". Im endeffekt sind die Deutschen aber immer die Bösen und die Ammis die Guten, was natürlich totaler Schwachsinn ist, da die Deutschen Soldaten auch nicht viel anders waren, als der Rest der Welt (mit ausnahme einiger SS-Freaks natürlich).
Ich zumindest hab es in einem Spiel noch nie gesehen, dass man im eifer des Gefechts einem Kind, das rein zufällig über die Straße läuft aus versehen das Gesicht wegschießt.

Es ist "eigentlich" kein unterschied ob man auf Aliens oder Menschen ballert, nur können sich einige nicht so recht mit den Alien-Setting anfreunden und brauchen wahrscheinlich auch einen "Wiedererkennungsfaktor", während andere mehr wert auf die Action legen.
Demzufolge haben sich beide "Genres" zich in unterschiedliche richtungen entwickelt, also: Realistisch->Taktisch, Unrealistisch->Action, Ballern
Realistischer werden sie dadurch aber auch nicht.
Außerdem denke ich ganz sicher nicht, das der Krieg z.B. "Schnell" wie ein WW2-Shooter war.
Bis auf einige größere Gefechte war (und ist) der Krieg imho hauptsächlich ein dauergecampe (man verzeihe mir diesen Ausdruck). Ein mutiges vorrücken wie in einem Spiel gab es (imho) eher selten, da kein Mensch Lust hat, sich die Birne wegschießen zu lassen. Stattdessen wird eher auf den Panzer oder den Luftangriff gewartet, der das Haus wegbombt auch wenn vielleicht niemand drin ist. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es Spaß macht, Stundenlang in irgendeiner Position zu hocken, weil man jedes mal, wenn man sich raustraut, von MG Feuer niedergemacht wird.
Ich finde es zwar nicht besonders schön, wenn Kriegsspiele die Realitä verniedlichen, aber ich sehe auch ein, dass es unvermeidbar ist und das es darauf ankommt, den Krieg nicht zu verherrlichen, was Filme wie der Soldat J.R. ja dann doch wieder schaffen. ("verherrlichen" und "verniedlichen" ist imho nicht das selbe)

Tja, und wer sich wegen eines AA oder CoD zum Krieg meldet, gehört meiner Meinung nach erschossen...
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

Ich finde es gut, dass so ein ernstes Thema hier angesprochen wird. Das zeigt das Zocker nicht einfach nur höhle Nüsse sind die Realität und Spiel nicht auseinander halten können. Auch ich habe mir darüber schon einmal Gedanken gemacht und ich glaube, dass mein Grossvater es nicht verstehen könnte das ich z. B. Return to Castle Wolfenstein oder Call of Duty gespielt hab. Beim spielen geht es in erster Linie einfach nur um Fun und auch wenn es eigentlich traurig ist, dass z. B. Command & Conquer Generals von der Thematik her sehr realistisch ist ( GLA = Taliban ) so ist es doch letzten Endes nur ein Spiel. Solange man sich selbst darüber im klaren ist, ist es Ok. Leider gibt es immer wieder einige gestörte ( siehe USA oder Erfurt ) die meinen einfach mal Counter Strike spielen zu können. Glücklicherweise ist das aber nur eine verwirrte Minderheit. Unsere Generation ( ich bin 23 ) wird nie nachvollziehen können wie grausam, menschenverachtend und schmerzvoll Krieg ist, zumindest hoffe ich das mir das erspart bleibt. Ich habe grossen Respekt vor allen Leuten die den 2, Weltkrieg erlebt haben, doch ich kann nicht in der Vergangenheit leben. Wenn ich mit Freunden im LAN Battlefield zocke denken wir nicht an die Schrecken des Kriegs im Irak oder in Afghanistan, sonder wir zocken einfach nur just for fun. Allerdings sollte man nie vergessen das es auch Menschen und Länder gibt für es nur die Realität gibt. Solange man sich aber bewusst ist, dass man nur zum Spass zockt und nicht den Blick für die Realtiät verliert finde ich sollte man auch daran seinen Spass haben.
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

hunter-mw am 16.08.2004 01:03 schrieb:
Ich finde es gut, dass so ein ernstes Thema hier angesprochen wird. Das zeigt das Zocker nicht einfach nur höhle Nüsse sind die Realität und Spiel nicht auseinander halten können. Auch ich habe mir darüber schon einmal Gedanken gemacht und ich glaube, dass mein Grossvater es nicht verstehen könnte das ich z. B. Return to Castle Wolfenstein oder Call of Duty gespielt hab. Beim spielen geht es in erster Linie einfach nur um Fun und auch wenn es eigentlich traurig ist, dass z. B. Command & Conquer Generals von der Thematik her sehr realistisch ist ( GLA = Taliban ) so ist es doch letzten Endes nur ein Spiel. Solange man sich selbst darüber im klaren ist, ist es Ok. Leider gibt es immer wieder einige gestörte ( siehe USA oder Erfurt ) die meinen einfach mal Counter Strike spielen zu können. Glücklicherweise ist das aber nur eine verwirrte Minderheit. Unsere Generation ( ich bin 23 ) wird nie nachvollziehen können wie grausam, menschenverachtend und schmerzvoll Krieg ist, zumindest hoffe ich das mir das erspart bleibt. Ich habe grossen Respekt vor allen Leuten die den 2, Weltkrieg erlebt haben, doch ich kann nicht in der Vergangenheit leben. Wenn ich mit Freunden im LAN Battlefield zocke denken wir nicht an die Schrecken des Kriegs im Irak oder in Afghanistan, sonder wir zocken einfach nur just for fun. Allerdings sollte man nie vergessen das es auch Menschen und Länder gibt für es nur die Realität gibt. Solange man sich aber bewusst ist, dass man nur zum Spass zockt und nicht den Blick für die Realtiät verliert finde ich sollte man auch daran seinen Spass haben.


Ansich gutes Post, aber ich finde nichts schlimmer, als PC-Spiele wie Counter-Strike als Ursache für Amokläufe anzuführen. Jetzt mal ehrlich: denkt ihr wirklich, Spiele sind der Anfang?! Was ist denn mit dem sozialen Umfeld? Mit den Eltern, Geschwistern? Was ist mit der psychischen Veranlagung oder Krankheiten? Das interessiert doch keine Sau, oder? Hauptsache Ballerspiel gehabt, das war Schuld!

Und ich denke, die heutige Generation ist über den Krieg (oder beide 2 WK) viel mehr informiert als man es damals war. Denkt nur an all die Hausfrauen, an all die Soldaten. Was wissen die schon über die diplomatischen Beziehungen von damals? Die wenigsten Soldaten an der Ostfront wussten,. wies im Westen war und umgekehrt. Längst nicht alle Soldaten wussten von den KZ. Keiner der Soldaten wusste, was Hitler im Kopf hatte.

Heute weiss man Unmengen mehr.
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

Hallo!

Ich wollte nicht sagen das Games wie Counter Strike oder Gruppen wie Slipknot Schuld an Amokläufen sind ( ein Kumpel von mir zockt und hört eben genau diese Sachen ). Solche Leute sind durch ihr Umfeld und ihre Vergangenheit wahrscheinlich psyschisch so angeknackst das sie schlicht und ergreifend Realität und Game nicht mehr zu unterscheiden vermögen. Was ich meinte ist, das Leute die ihr dasein in Isolation fristen ( z. B. zerrüttete Familie, Aussenseiter in der Schule usw. ) insgeheim vielleicht einmal davon träumen wie in einem Game eine Schreckgestalt oder ein Held - je nach Ansicht - zu sein. Irgendwann ist man vielleicht so realitätsfern das man nichts mehr rallt und denkt man könnte ohne Konsequenzen die Leute erschiessen, weil man sich nicht bewusst ist was man tut. Ich bin Gelegenheitszocker aber CS, Doom 3 oder Far Cry sind cool und machen aus niemanden einen Psyschopathen oder Mörder, aber vielleicht sind solche Spiele oder die falschen Filme oder die falsche Musik blabla der Tropfen zuviel der jemanden dazu bringt, seinem Zorn freien Lauf zu lassen. Allerdings ist dieses Thema sehr komplex und man kann es nicht einfach auf die Unterhaltungsmedien schieben - das ist einfach zu leicht...

Man sollte halt nur just for fun zocken - denn auch wenn die Action/ Kriegsspiele immer besser werden - es ist NUR EIN SPIEL.
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

SYSTEM am 30.06.2004 20:48 schrieb:
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt: Hier können Sie Ihren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Mal ganz ehrlich : Wir werfen mal alle Vorurteile und Realitäten zum egal welchen Krieg über Bord und sehen mal nicht die Greultaten die auf was für einer Seite auch immer begangen wurde. Ich bin der festen Überzeugung das jeder der als Landser oder Rotarmist den WKII mitgemacht hat über solche Maps wie in Battlefield 1942 (siehe Stalingrad)nur lachen würde. Hier wird nicht die Wirklichkeit dargestellt (und das kann KEIN Spiel) sondern lediglich die damalige Waffentechnik geschickt umgesetzt und graphisch gut bis sehr gut umgesetzt.
Ich gehöre selber der Nach-Nachkriegsgeneration an und konnte noch mit den eigentlichen Kriegsteilnehmern mich über die Einsätze in Russland oder Frankreich unterhalten. Den Schmerz und die grausame Wahrheit des Krieges, die ich selber nur aus Erzählungen kenne, werden wir hoffentlich nie persönlich erleben.
Deswegen : Seht das ganze als Unterhaltung und sportlichen Wettkampf, sucht euch die persönliche "Lieblingsseite" online aus und macht einfach das wofür sich die Entwickler hinsetzten : SPIELEN ! ;-)
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

Ich halte die Diskussion über den Realismus in Kriegsspielen für überflüsig. Jedenfalls solange, wie man sich ausschließlich auf den Bereich der Kreigsspiele konzentriert. Bislang wurde nirgendwo die Frage nach der Moral aufgeworfen, ob Spiele wie GTA oder Mafia verwerflich seien, denn gerade hier werden Kapitalverbrechen wie Mord und Gewaltanwendung als Konfliktlösung gepriesen wie nirgendwo anders. (Im Musikbereich gilt dasselbe für HipHop)
Deutschland hat meiner Meinung nach einen selbstgeschaffenen Komplex was militärische Fragen angeht, sei es in Spielen oder in der Politik. In anderen Ländern macht man sich über so etwas keine Gedanken.
Die Deutschen müssen weg von ihrer Sühnehaltung und hin zum objektiven Betrachten der Ereignisse.
Dann wird auch klar, dass ein Spiel ein Spiel ist.
 
Einfallsreichtum, Photorealismus und meine Meinung

Naja, ich finde es eigenartig, daß es einigen gefällt, Ihren Opa virtuell umzunieten - aber das sagt ein DooM-Spieler. :-D Also ich halte diese Spiele "einfallslos". Da gab es irgendwann 'mal ein Spiel (BF42?), das von zig Programmschmieden kopiert wurde. Neues Genre heißt es dann in Spielezeitschriften :confused: Sorry, einfallslos!

Thema Realismus! Ich habe keine Lust auf Photorealismus! Mir machen die alten Spiele mehr Spaß. DooM und DooM2 waren ruckzuck durchgespielt, DooM3 pro Tag (wenn ich's 'mal spiele) vielleicht 30-60 Minuten. Silent Hill 3 habe ich inzwischen 5* angefangen, und nie mehr als 2 Std. gespielt...
Vielleicht bin ich aber auch zu alt ... ?

Meine Meinung: Spiele sind (erwiesener Maßen) nicht Schuld an irgendwelchen Amokläufen, genauso wenig wie früher das Fernsehen Schuld an Verbrechen war. Kriminalität gährt v.a. im sozialen Umfeld, die Ausübung krimineller Akte kann sich jedoch an Beispielen von Kino, Fernsehen, PC orientieren. :ugly:
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

MM nun ja schwieriger Fall würde ich sagen, einerseits stimmt das wirklich man treibt sich auf spiellandschaften rum wo real in dieser zeit echtes blut vergossen wurde, das wird auch erst im nachhinein klar wie mit vielem, wichtig vor allem ist dabei die ehre die diesen menschen gebührt nicht in frage zu stellen u.o. in den hintergrund zu rücken.

Das dieses Weltereignis will ich es mal nennen so zum verkaufsschlager geworden ist nun ja, manch einer interessiert sich für geschichte will aber um himmels willen keine 300 seitigen wälzer lesen und so verschafft er sich so ein spiel was aber den eindruck vom WK II ziemlich verfälscht.
Ich persönlich spiele solche sachen auch klar aber ich habe auch die "wälzer" gelesen, ohne grafische animation nur text das war ausreichend.

Ich denke es ist viel bewegt wenn man beides tut, um des veteranen willen und zzgl. auch der Software-schmiede.

WAS ich aber nicht verstehe, sollte sich der ami so geben wie in den neuesten vietman shootern?
Als nächstes kommt Afganistan später Battlefield Irak oder was? Amis sind die letzten in meinen augen.
Wenn das nämlich mal von deutscher seite solch ein shooter kommen würde was wäre dann? die deutsch die .......

So das wars erstmal, sry für die fehler usw.
Das war eben meine meinung. :top:
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

Guten morgen an alle!
Erstmal ein Lob an alle die hier gepostet haben. Ich selbst las mir eure Beiträge durch und finde jeden Beitrag gut.

Aufgrund der Komplexen Thematik gibt es mehrere Fragen die wir uns stellen sollten. Zum einen der realismus, wie realistisch soll ein Spiel den nun sein? Zum anderen, welchen Sinn und Zweck soll es erfüllen? Soll der Spieler während des Spiels gewisse Gefühlsregungen geweckt werden, oder soll er nur voller Spannung die Geschichte nachempfinden, oder einfach nur unterhalten werden?

Grundsätzlich gilt die Faustregel beim Hersteller, was verkauft wird, wird programmiert. Solange Kriegsspiele die Kassenschlager sind. Sei es jetzt Empire Earth, C&C, MoH oder ähnliches. Es ist immer der kriegerische Konflikt der die Käufer an die Kassa lockt.

Der bewusste Blick in meine eigenen Regale liess mich kurz nachdenken, ich besitze über 150 Titel, teils sinnlose Abverkäufe, aber viele Top Spiele der letzten Zehn Jahre. Und zu 90% sind es kriegerische Konflikte die in diesen Spielen die Hauptrolle spielen. Gut gegen Böse... (CS, X wing, MoH, Max payne, I war, Castle W, dark forces, jedi knight, doom 1-3, half life, planetside usw usw)
Nur ein geringer Anteil der Spiele handelt nicht vom Krieg. Dabei sind diese teils sehr guten Spiele heute nicht mehr vorhanden. (Sam & Max hit the road, Day of tentacle, Full Throttle ... ) Nur wenige Adventures schaffen es in die top ten bestseller.... wenn überhaupt.

Und hier bin ich beim warum, warum erscheinen Spiele die den 2ten Weltkrieg nachspielen und den Spieler das Gefühl zu geben Teil der Geschichte zu sein. Ganz einfach, jeder Entwickler versucht den Spieler mit etwas besonderem zu locken. Das Angebot der Shooter ist gross und die Konkurrenz hart. Es ist ein Trend, wie in der Filmbranche, es ist modern Kriegssimulationen auf den Markt zu bringen. Wenn sich ein Spiel toll verkaufen würde dass "Echtheit" simuliert. Dann würde es sicher bald in die Regale kaufen. Doch wie viele vor mir schon hier gepostet haben, echtes Kriegsgefühl will wohl kein Spieler daheim haben. Das Geschrei der Verwundeten Kameraden mit denen man zusammen gereist ist, zu acht in kleinen Zelten geschlafen hat, Freundschaften, die mit dem Einschlag einer Granate enden... uvm. Das sind Erfahrungen die wohl niemand hinter seinem Bildschirm erfahren möchte und Gottseidank nicht kann denn es ist ja nur eine fiktive Welt aus einem Aluminium/Kunststoffkasten.
Wie schrecklich so ein Krieg wirklich ist werden wir hoffentlich nie erfahren.

Meine Grosseltern würden nie auf die idee kommen den Krieg nachzuspielen.
Mein Grossvater war damals bei den Partisanen südlich von Österreich und hat gegen Deutschland gekämpft. Seit dem Krieg hat er nicht über seinen dienst gesprochen. Wie können wir uns 60 jahre nachher dann auch nur im geringsten in den Glauben wiegen wir könnten das Geschehene von damals simulieren? Kein Spiel wird das können und darüber bin ich wirklich froh.......
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

Also um eines vorweg klarzustellen:

Ich spielte gerne CS, Battlefield Vietnam und Battlefield 1942.
Zur Zeit spiel ich eher Gamecube, Mariokart, HdR 3 und Resident Evil 0


Ich finde es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man in MoH jemanden tötet, oder in Warcraft 3 einen Grunzer oder so. Solche Kriegsspiele basieren auf historischen Hintergründen.

Ich meine überlegt doch mal folgendes:

In ziehmlich allen Kriegsspielen im SP modus spielt man die allierten, erschießt massig deutsche.

Jemand mal dran gedacht, das er beim Zocken (ist jetzt abstrackt gedacht) seinen Gr0ßvater killt? Stellt euch die 18 und 19 Jährigen Soldaten am D-Day vor, in den Booten, wie sie sich einscheißen vor angst, wie sie heleund nach ihrer Mutter rufen und GENAU WISSEN, dass sie vllt nur noch wenige sekunden leben. Und nicht nur Junge soldaten, auch 30 u 40 Jährige. Die allesamt Kinder und Frauen hinterließen. Die Qualen hatten, andere Leute umbringen mussten, die ihnen nichts getan hatten. Leute haben sich gegeseitig ermordet, weil so ein armsehöiger Krüppel namens Hitler meinte, er müsse ein neues Ggroßes Reich aufbauen.
Denkt ihr an die psychischen schäden, die die überlebenden Soldaten kriegten?

Und dann sitzen die überfetten Kinder, die den ganzen Tag vorm PC sitzen und sich von chips und cola ernähren da, und ballern drauf los. Klasse der Bruder meiner Oma würde sich im Grab umdrehen. Und hier sagte auch jemand irgendwas davon, dass er sich nicht trauen würde MoH seinem OPa zu zeigen. Wenn ihr nicht offen zugebt, das ihr sowas spielt solltet ihr es lassen.

Stellt euch mal vor:

Türkei kommt in die EU (unwahrscheinlich aber möglich) Die Türken fangen einen Krieg mit dem Iran an, und schwupsdiwups müssen deutsche Kräfte helfen, weil ja ein EU MItliegsstaat angegriffen wird. Oder irgend ein anderer Krieg bricht aus

und eure Vater müssen Dort hin.

Die sterben dann.

Nach fünf Jahren kommt einer auf die Idee: Hey aus dem Krieg machen wir ein PC-Spiel.

Und zehntausende spielen den Tod eurer Verwanten nach.

Denkt mal drüber nach. :-(
 
AW: Kolumne - Spaß im E-Krieg

Hi Leute,
Ich spiele mittlerwiele über 16 Jahre exessiv Video und Computerspiele und kann zu dem nur sagen:

Was möchte man?
Ein realistisches Spielgegühl und eine detailgetreue Imitation dessen was vielleicht mal passiert ist,
oder eine reine Abreagierreise in eine digitale leblose Welt.

Wenn man überlegt was uns die Technik in den letzten Jahrzehnten für Möglichkeiten geboten hat, kann man nur über den heutigen Standard staunen und es dauert auch nicht mehr lange bis uns die Videospiele auch körperlich durch beispielswiese kleine Elektroshocker am Virtual-Reality-Helm in denn Bann ziehen. :-P
Man darf nicht vergessen, dass die Videospielindustrie uns auch schon geistig gefesselt hat, da wir (um es neurotischer auszudrücken) süchtige Konsumenten geworden sind, die beim Erscheinen neuer Spiele nur sabbernd vor dem Schaufenster des eigens gewählten Geschäftes stehen.
Doch da die Kommerzialisierung von Videospielen mittlerweile für die Industrie fast undenkbar geworden ist, darf man sich nicht wundern, dass immer mehr lieblose, schnell produzierte Spiele auf den Markt kommen.

Das schlimmste ist, dass es z.B. in der Filmindustrie auch keine Menschenseele juckt, wenn ein Film, der über die Vergangenheit erzählt, nur so an der Realität vorbeirauscht.(Schindlers Liste oder Soldat James Ryan)
Solange alle Menschen ins Kino gehen und sich diese Fiktion antun und vor allem dafür bezahlen, ist ja alles in Ordnung. :pissed:
Und da wären wir auch schon wieder beim Thema Gewaltdarstellung.
Die Politiker und andere verständnislose Menschen :-D schließen von gewaltvollen Spielen auf gewaltvolle Taten aber lassen unbeachtet Ihre Kinder jegliche Horrorfilme sehen. Ich bin ein riesen Horrorfilm-Fan, versteht mich bitte nicht falsch aber gerade jene Generation hat es besonders gefördert, dass wahre Kriegsgeschehen in vollem Umfang in den Nachrichten ausgestrahlt werden. Sie wolten Realität?, da haben sie ihr Ergebnis. Wenn man Generationen gewaltverherrlichend aufzieht, ist es kein Wunder, dass diese sich nicht mehr daran satt sehen können.
Scheiß drauf, ich bin Mexikaner, bin in Mexiko-Stadt geboren und aufgewachsen und habe Slums gesehen, die größer sind als Berlin, München und Köln zusammen und Kinder, die aus geldmangel mit Dosen statt mit Bällen Fußball gespielt haben und selbst im Alter von acht Jahren, nur um ihre Familien zu ernähren, auf die Straßen gingen um sich zu prostituiren oder gar Autofenster zu putzen und ich als Kind ahnungslos selber wohlbehagend und selbstgerecht im Auto saß und mich über mein gerade von meinen Eltern geschenkt bekommenes Nintendo-Spiel freute.
Ich weiß, so etwas kann einem den Kopf zerbrechen. :confused:

Doch um noch beim Punkt zu bleiben, wir alle wissen, dass sich Videospiele immer mehr interagierbaren Filmen nähern und es auch an uns liegt, zukünftige Videospiele vielleicht etwas belehrender zu gestalten, denn es kann sein, dass diese zu den Büchern nächster Generationen werden können. Wer weiß das schon?

Amen :-P
 
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