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Hey, Entwickler: Die ersten zehn Minuten eures Spiels sind wichtig!

Neawoulf

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Die ersten 10 Minuten sind schon sehr wenig Zeit, aber die erste Stunde sollte natürlich Spaß machen. Wobei Spaß aber auch immer sehr subjektiv ist: Was ist es für ein Spiel? Was soll es beim Spieler auslösen, auf welche Weise begeistern? Welche Zielgruppe möchte man überhaupt erreichen?

Viele Triple-A Spiele haben die Gewohnheit einen die ersten ein bis zwei Stunden mit Scriptevents, Cutscenes, Quicktime Events, Action und Drama aller Art zuzusch**ßen. Mich schreckt das eher ab. Extrembeispiel: Metal Gear Solid 5. Ich fand die ersten 1 bis 2 Spielstunden einfach furchtbar, hatten auch weder inhaltlich, noch spielerisch viel mit dem restlichen Spiel gemein.

Persönlich mag ich es lieber, wenn ein Spiel erstmal ruhig und entspannt beginnt, dem Spieler Zeit lässt sich in die Spielwelt, Steuerung usw. einzuleben. Aber evtl. bin ich da auch einfach nicht die typische Zielgruppe, vor allem nicht für Triple-A Spiele.
 
G

Gast1661893802

Gast
Besser wird es dadurch aber auch nicht wie bei Age of Conan, starker Anfang und dann wurde es zähe Fleißarbeit.

Spiele dürfen nicht ihre Munition am Start verschießen, es muß eine ausgewogene Mischung sein ... egal ob Anfang, Mitte oder Ende.
 

TheRattlesnake

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Also etwas mehr Zeit gebe ich den Spielen schon. Ein Horizon Zero Dawn oder Red Dead Redemption 2 habe ich 10-15 Stunden gespielt bevor ich es abgebrochen habe. Bei Final Fantasy 13 habe ich auch immer wieder gelesen dass man die langweiligen Schlauchlevel erstmal durchstehen muss bevor es offener wird. Da habe ich mich 20 Stunden lang durchgequält und dann trotzdem aufgehört. :B
Aber selbst wenn ein Spiel direkt am Anfang gut los geht hat das ja nicht zu bedeuten dass der Rest des Spiels so gut weiter geht.
Beispielsweise fand ich den Prologue von The Last of Us großartig. Durchgespielt habe ich es trotzdem nicht weil der Rest des Spiels dann sehr langweilig war.

Idealerweise hat ein Spiel einen interessanten Einstieg so dass man neugierig wird und dann geht es genauso interessant weiter. Aber wenn man ein Spiel schon nach nichtmal einer Stunde wieder von der Platte löscht dann liegt das mMn am Spieler und nicht am Spiel.
 

Bonkic

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PCGames schrieb:
Das Stealth-Game Styx: Master of Shadows eignet sich wunderbar als Beispiel für dieses Phänomen.

Hätte Styx: Master of Shadows mehr Spieler von Anfang an begeistert, wäre Shards of Darkness vielleicht ein größerer Erfolg geworden.

schwer zu sagen, ob sich styx "wunderbar" als beispiel eignet, also ob es in irgendeiner art und weise repräsentativ ist.
styx gilt ja eh eher so als titel, den man mal im sale mitnimmt, würde ich behaupten. das waren keine spiele auf die man hingefiebert hat, um sie sich dann zum vollpreis zu gönnen. außerdem war insbesondere styx 1 schon wirklich x mal in verschiedenen bundles. all das dürfte die komplettierungsrate, uu extrem verfälschen. ich würde nämlich mal behaupten, dass bei einem zum vollpreis erstandenen spiel zumindest mal der generelle wille eher vorhanden ist, ein spiel möglichst weit zu spielen oder gar zu beenden.

und ob das was mit dem ominösen anfangsminuten zu tun hat, lässt sich daran imo auch überhaupt nicht ablesen. da müsste man schon eine größere auswahl an spielen heranziehen, um solch eine aussage zu treffen. 🤷‍♂️
 

Tariguz

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Für mich ist das alles ok. Wenn’s keinen Spaß macht macht es halt keinen Spaß. Mein Geld, meine Zeit usw.
Voll in Ordnung wenn jemand keine Lust. Denn wenn ein Spiel richtig gut ist dann packt es einen auch bei den Eiern und man hört nicht auf.
 

McDrake

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Hm.. schwierig
Manchmal muss man in der Stimmung für ein gewisses Spiel sein und dann passts auch, wenn der Einstieg langsamer ist.

Ist bei Büchern doch ähnlich:
Einerseits kann man die ersten paar Zeilen lesen und dann passt einem der Schreibstiel oder nicht.
Aber dazu muss auch das Setting passen.

Nervender finde ich eher die teilweise ausufernden Tutorials.
Ja, für Neueinsteigerin ein Genre sicher gut.
Aber wenn man eine Stunde Schritt für Schritt, Knopfdruck für Knopfdruck alles erklärt wird...
 

sauerlandboy79

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Was bringen gute 10 Minuten wenn die restlichen 10 Stunden nur noch mies sind?

Finde so pauschal kann man nicht auf die "ersten wichtigen 10 Minuten" setzen.
 

GTAEXTREMFAN

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Ne, das auf zehn Minuten oder meinetwegen auch die erste Stunde einzudampfen ist etwas drüber imo.
Bei dem Zeitrahmen stünden viele legendäre Serien inkl. GTA, Splinter Cell, FallOut usw. wohl vor einem großen Problem :O
Da halte ich es für wichtiger irgendwann das "Digitale Glutamat Feeling" zu bekommen. " Ja, in diesem Spiel bin ich richtig, gib mir mehr davon"
In den seltensten Fällen kommt das nach oder innerhalb von zehn Minuten...
 
M

MichaelG

Gast
Die ersten 10 Minuten ? Nicht unbedingt. Aber ein Spiel sollte durchgängig gut sein. Nicht nur die ersten paar Minuten oder 1-2 h sondern die gesamte Spieldauer durch.

Ich hatte schon Spiele gehabt wo die ersten 10 Minuten nervig waren und danach gings aber plötzlich los..... Anders herum auch Spiele die mit Kracher gestartet sind und nach spätestens 1 h war die Luft raus. Gibt es auch.

Wo ich 100% mitgehe ist die mittlerweile große Konkurrenz und die große Zahl an Spielen die releast werden. Egal ob Indies oder Triple A-Titel oder dazwischen. Das sorgt natürlich auch dafür, daß einige dann nach 10 Minuten hinwerfen um dann bei Steam einen Refund zu beantragen und sich was anderes für die Kohle holen.
 

McDrake

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Wo ich 100% mitgehe ist die mittlerweile große Konkurrenz und die große Zahl an Spielen die releast werden. Egal ob Indies oder Triple A-Titel oder dazwischen. Das sorgt natürlich auch dafür, daß einige dann nach 10 Minuten hinwerfen um dann bei Steam einen Refund zu beantragen und sich was anderes für die Kohle holen.
Da sind wir wieder bei der Analogie mit den Büchern.
Es gibt viel zu viele Bücher, als dass man sie alle lesen könnte.
Tja, dann muss man sich halt mal kurz hinsetzen und reinlesen um zu schauen, ob einem was passt, bzw anspielen.
Und manchmal muss man sich halt auch durchkämpfen, durch weniger spannende Kapitel ;)
 

MrFob

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Ich bin da eigentlich eher anderer Meinung, bzw. sehe ich die Situation ganz anders als hier in der Kollumne.

Zunaechst, Online Spiele sind mir wurscht, die spiel ich nicht und da kann ich nicht wirklich mitreden, insofern geht's mir eher um SP Spiele.

Und hier moechte ich mal eine Lanze fuer den langsamen Einstieg brechen, der sich die Zeit nimmt um mich richtig in ein Szenario und seine Charaktere einzufuehren und mich erstmal mit ihenne vertraut macht, bevor es voll in die Action geht.

Der Grund wieso ich das sage ist, weil ich erst letztens ein sehr kritisches Video zu Deus Ex: Human Revolution gesehen habe, in dem der Autor vom Einstieg genervt ist, in dem man erstmal ein Buero fast wie in einem Adventure erkundet, dann ohne viel Kontrolle durch ein Labor laeuft und Leuten beim labern zuhoert, dann eine Aufzugfahrt mit mehr Gelaber hat, dann seinen Chef trifft und dann erst das Tutroial beginnt, nachdem dann erst das eigentlich Intro kommt ... so ungefaehr. Der Typ in dem Video and das unglaublich oede, ich dagegen fand das unglaublich gut. Das ganze hat vor Atmosphaere nur so grtrieft und ich bekam direkt so viel von der Welt mit, dass - als die Action dann losging - ich schon drin war und wusste, was hier auf dem Spiel steht und wer meine Figur ist und wieso ich tue, was ich tue.

Genauso bei anderen Spielen. Eigentlich alle, die mir gerade in den Kopf kommen, die wirklich tolle Protagonisten hatte haben sich die Zeit genommen diese langsam und mit viel Sorgfalt einzufuehren. Mit Ezio Auditore laufe ich erstmal 1-2 Stunden als junger Nobelmann durch Florenz bevor ich ueberhaupt was von den Assassinen mitbekommen. Als Cmdr. Shepard stapfe ich erstmal durch die Normandy und rede mit Leuten, mach dann eine Tutorial Mission und bin danne rstmal wieder 1-4 Stunden auf der Citadel (vielleicht etwas viel aber passt in's Schema). Als Gordon Freeman bekomme ich mein Brecheisen grundsaetzlich erst im zweiten Level. Als Grey Warden in Dragon Age spiele ich erstmal eine ganze Origin Story bevor die Handlung ueberhaupt erst richtig losgeht.

Der perfekte Gegenvergleich ist mMn immer Assassin's Creed Origin. Ich mag das Spiel wirklich gerne aber der Einstieg ist so mit das seltsamste, was es gibt. Da steht der Typ den ich dann anscheinend mal spielen soll stinksauer vor einem anderen Typ und in eminer ersten Aktion soll ich den umbringen, ich hab aber keine Ahnung wieso und warum. Das wird dann zwar spaeter irgendwie alles aufgerollt aber der Einstieg wird mir trotzdem immer als verstoerend in Erinnerung bleiben.

Ich verstehe ja, dass die Entwickler mit einem Banger einsteigen wollen und auch gleich ihre ganzen tollen Systeme zeigen wollen und so, ist schon klar, aber es muss dann auch wirklich gut gemacht sein und funktioniert nur in den allerseltensten Faellen mMn . Dragon Age 2 war - trotz aller anderen Probleme die das Spiel sonst so hatte - ein Beispiel, wo es gut gemancht war. Hier hat man gleich am Anfang mal einen Kampf mit voll ausgestatteten und super maechtigen Helden gegen einen der staerkeren Gegner, ide man eigentlich erst spaeter im Spiel zu sehen bekommt und den man hier recht einfach in Stueck hackt, bis sich dann rausstellt, dass Varric, der Geschichtenerzaehler alles etwas "ausgeschmueckt" erzaehlt hat und dann nochmal ohne den Bullshit von vorne anfangen muss. :). Aber wie gesagt, sowas von dem Kalliber sieht man recht selten.

Darum bin ich ein Verfechter des langsamen, gemaechlichen Einstiegs. Wer dafuer keine Gedult hat ist selber schuld, der Story und dne Charaktere tut es normalerweise sehr gut, wenn man sich die Zeit am Anfang nimmt.
 

sauerlandboy79

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Jedes Spiel bzw. jeder Entwickler hat so seine eigene Methode in sein Werk einzuführen. Davon hängen viele Faktoren ab, sei es die Story, die Figuren-Vorstellung, künstlerische Aspekte usw...

Ob zu Beginn langsam oder gleich sofort in die Vollen gehen, es geht beides. Es muss nur spielabhängig Sinn machen.
 
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