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Hakenkreuze in Videospielen: Massive Kritik an USK-Entscheidung

"Bei einer Grundsatzfrage wie der Freigabe von Nazi-Symbolen von einer öffentlichen Debatte abzusehen, ist nicht akzeptabel. Deshalb muss die öffentliche Debatte nachgeholt werden." Das sagt Lothar Hay.

"Wir werden nun die künftige Freigabepraxis der USK sehr genau beobachten, um einer schleichenden Akzeptanz von verfassungswidriger Symbolik vorzubeugen." Das kündigt Lothar Hay an. (Quelle: welt.de)

Nun, gegen eine öffentliche Debatte spricht an sich nichts. Die Frage ist vielmehr, wie ehrlich wäre eine solche öffentliche Debatte, wenn man drücksichtigt, was er angekündigt hat?

Und wer ist eigentlich dieser Lothar Hay? Was qualifiziert ihn, sich zum Thema Spiele zu äußern? Weiß er auch wirklich, wovon er redet?

1950 - Lothar Hay wurde geboren
1970 - Wird Mitglied der SPD
1971-1974 - Studiert auf Lehramt in den Fächern "Politische Bildung“, Geographie, Geschichte und Soziologie
1974-1985 - Lehrer an einer Hauptschule
1978-1992 - Mitglied der Ratsversammlung von Flensburg
1982-1986 - Stellvertretender Stadtpräsident von Flensburg
1986-1992 - Stadtpräsident von Flensburg
1992-2012 - Mitglied des Landtags Schleswig-Holstein
1995-1998 - Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Flensburg
1996-1998 - Vorsitzender des Finanzausschusses
1997-2006 - Vorsitzender des Grenzfriedensbundes
1998-2008 - Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion
2008-2009 - Innenminister von Schleswig-Holstein; sitzt für Schleswig-Holstein im Aufsichtsrat der HSH Nordbank
2009-2012 - Alterspräsident des Landtages Schleswig-Holstein
Seit 2012 - Medienratsvorsitzender der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein

Ich fand in seinem Lebenslauf nichts, was wirklich gegen ihn spricht. Allerdings konnte ich auch nichts finden, was ihn für mich für ein "öffentliche Debatte" zu diesem Sachverhalt qualifiziert. Eine ehrliche Debatte wäre es jedenfalls nicht. Vor allem da seine Ankündigung eher eine Drohung ist.
 
Ein 68-jähriger Berufspolitiker fühlt sich berufen, um über Spiele zu diskutieren, hat aber schon mal Vorbehalte. Welche Auswirkungen Gewalt, Sex und Hakenkreuze in jeder Menge Spielfilmen, Serien etc haben, wurde meines Wissens nach aber noch nie so richtig wissenschaftlich untersucht, im Gegenteil, wenn eine Filmcrew Interesse zeigt, springt hierzulande jeder örtliche Politiker auf einen Hypezug, um bekannt zu werden. Wie genau wurden eigentlich unter seiner Ägide in Flensburg die Verwicklungen der Stadtverwaltung in den Nazismus untersucht? Oder ist da eher doch "Schweigen im Walde"?
 
Kleine mentale Denkhilfe:
"Hakenkreuze in Spielen fördern die Realitätsnähe bei Spielen, deren Setting der 2. Weltkrieg oder den möglichen Folgen daraus ist."

Falls das nicht klar sein sollte ... :O ... niemand fordert, daß zB in ein Spiel wie Watch Dogs jetzt Hakenkreuze reingehören, weil es dann realistischer wirken würde. :B

Bedenke bitte auch die nicht enden wollende Liste der Menschen die direkt zum Nationalsozialismus gewechselt haben weil sie in einer Doku oder einem Spiel ein Hakenkreuz sahen.:B
 
Bla,bla,bla ,in jeder Doku wirste zugebombt mit dem Symbol,in jedem Film......und bei spielen ist es jetzt plötzlich total gefährlich.Nach meiner Meinung war das genau die richtige Entscheidung
 
Der Witz ist ja: Auch wenn die Symbole fehlen, weiß ja trotzdem jeder, dass die Nazis gemeint sind. Nur dass man Nazis halt nicht als Nazis bezeichnen darf. So wie in Chemnitz, wenn es nach Maßen, Seehofer und anderen ginge. Und ja, Computerspiele haben einen großen Einfluss auf Jugendliche. Gerade deshalb sollte man dort Nazis auch so nennen dürfen.
 
Uuhhhh und wieder ein alter Sack ohne Plan, der sich zu einem Thema äußert, von dem er keine Ahnung hat, aber davon ganz viel :)

"Aggressive Spielen machen aggressiv" :-D

Ist der gut Mann in den 90er Jahren hängen geblieben? Hat er noch nicht mitbekommen, dass die Killerspieldiskussion längst vorbei ist? Haben alle, die sich für die Beibehaltung der Zensur aussprechen, immer noch nicht mitbekommen, dass diese Verbote im Internetzeitalter, wo sich jeder die gewünschte Version auf irgendeinem Wege zulegen kann, vollkommen wirkungslos sind und nur dafür sorgen, dass weiterhin die MwSt bei betreffenden Titeln ins Ausland fließt?

Warum sitzen in D in solchen Positionen eigentlich nur Vollidioten, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben?

Da könnte man genau so gut die Putzfrau die Quartalszahlen auswerten lassen.

P.S.:
Haben sich eigentlich schon Dieter Bohlen, Olivia Jones oder andere Leute, dessen Meinung niemanden interessiert, zu dem Thema geäußert?
 
Wiedermal eine lächerliche und nicht zu haltene Behauptung! Die empirische Studie soll er mir zeigen, die seine These stützt, zumal es genug empirische Studien gibt die genau das Gegenteil feststellen und ferner festgestellt haben das Filme und zum Teil auch Musik einen viel größeren negativen Einfluss haben als die vermeintlichen "Killerspiele". Auch ist die Begründung lächerlich Videospiele nicht als Kunst anzusehen nicht zu halten, egal wie man es sieht oder definieren würde, muss man Videospiele als Kunst anerkennen, persönliche Meinung hat da kein Platz! Alles in allem zeigt hier wieder das die Falschen Menschen in den falschen Stellen sitzen.
 
Die alten Säcke sollen in Rente gehn deren Zeit war schon vorbei als die Mauer fiel.
Internet und Spiele kennen die nicht wollen sie auch nicht darum mach sie alles kaputt oder wollen nur sich wichtig machen damit sie mal bisschen Aufmerksamkeit bekommen von Frau Merkel und der Marionetten Verein der CDU.
 
Die alten Säcke sollen in Rente gehn deren Zeit war schon vorbei als die Mauer fiel.
Internet und Spiele kennen die nicht wollen sie auch nicht darum mach sie alles kaputt oder wollen nur sich wichtig machen damit sie mal bisschen Aufmerksamkeit bekommen von Frau Merkel und der Marionetten Verein der CDU.

Was ich bis heute nie verstanden habe:

Warum gab/gibt es diese Zensur und diese lächerlichen Diskussionen eigentlich nur in Deutschland?

Spanien, Frankreich, England, NL, Österreich und alle anderen EU-Staaten: Überall gibt es das einheitliche PEGI-System, ALLES kam/kommt - Filme wie Spiele - völlig ungeschnitten auf den Markt in diesen Ländern.

Woran liegt das?
Dass in D auf vielen hohen Positionen Schwachmaten sitzen ist ja klar, aber in den o.g. Ländern ist das soch bestimmt auch so?!
 
Spanien, Frankreich, England, NL, Österreich und alle anderen EU-Staaten: Überall gibt es das einheitliche PEGI-System, ALLES kam/kommt - Filme wie Spiele - völlig ungeschnitten auf den Markt in diesen Ländern.
PEGI gilt sowieso nur für Spiele. Rate mal wofür das G steht.

Davon ab schneiden die Briten auch gerne an Filmen rum. Wobei deren Politik was sie schneiden irgendwie nicht ganz klar ist. Bei Spider-Man 2 z.B. wurde einfach eine Kopfnuss von Spidey geschnitten.
 
Lothar Hay schrieb:
Bei einer Grundsatzfrage wie der Freigabe von Nazi-Symbolen von einer öffentlichen Debatte abzusehen, ist nicht akzeptabel. Deshalb muss die öffentliche Debatte nachgeholt werden.
Was Herr Hay hier nicht erwähnt - entweder weil er es nicht weiß oder weil er selbst unaufrichtig argumentiert - ist dass die USK hier einfach nur endlich mal das Gesetz anwendet, das schon immer existiert. Die gesellschaftliche Debatte gab es bereits - nämlich als die Klausel zur Sozialadäquanz beschlossen wurde.

Was er ebenfalls nicht erwähnt ist, dass der bisherige Status Quo auf einem Gerichtsurteil beruht, das gar nicht Spiele betraf sondern einen Neonazi, der Raubkopien zu Propagandazwecken verteilt hat. Dort wurde die Sozialadäquanz gar nicht erst geprüft - aber um Spiele ging's da ja auch nur am Rande.

Was er auch nicht erwähnt ist, dass die grundsätzliche Verweigerung der Altersfreigabe von Spielen mit Hakenkreuzen dazu führt, dass gerade aufklärende und antifaschistische Spiele hier nicht erscheinen dürfen, wenn sie den Nationalsozialismus so zeigen wie er war. Ausgerechnet hier, in Deutschland, darf (bzw. durfte) ein Spiel bewusst gegen den Nationalsozialismus und den Faschismus aufklärt NICHT erscheinen....

Eine gesellschaftliche Debatte kann ja gerne geführt werden. Aber die können wir nicht haben, solange eine der beiden Seiten ohne vollständige Sachkenntnis argumentiert.

https://www.gamespodcast.de/2018/05/29/hinterm-hakenkreuz-verschanzt/
 
Wir Menschen sind halt immer darauf bedacht, einfache Lösungen zu finden für eine komplizierte Welt. Deshalb freue ich mich stets über solche Diskussionen, da sie mir doch erheblich zur Unterhaltung dienen. Waffen sind für Morde verantwortlich, Computerspiele für Amokläufe und natürlich wird man durch NS Symbolik zum Ausländerfeind und Führersympathisant. Mensch, wäre man doch schon früher darauf gekommen, dann würden wir uns jetzt alle in den Armen liegen und "Wir sind die glücklichsten Wiener Würstchen" singen....

Da kann man verbieten so viel man will. Ob mit oder ohne Waffen, Menschen töten Menschen, ob mit oder ohne Computerspiele - Amokläufe wird es geben, ob mit oder ohne NS-Symbolik - Menschen die dem Führer nachtrauern und gegen Ausländer/Juden hetzen, wird es auch dann noch geben. Ebenso in anderen Bereichen. Es wird immer Menschen existieren die einen Hass gegen Schwule/Lesben/Transgender (was auch immer) hegen - da kann man noch so "Wir sind ja alle so total dufte Tolerant!" brüllen und Lichterketten bis zum Mars zünden, ändern tut sich sowieso nichts, oder glaubt man wirklich, ein versoffener, eh an der Existenz zweifelnder wird dann plötzlich zum "Heiligen" ?

Einzige Möglichkeit die ich sehe, ist, anstatt auf dumme Verbote etc. zu setzen, in Bildung zu investieren und die Lehrer mal wieder darauf trimmen, ein wenig mehr die Augen offen zu halten, anstatt - wie sie es bis dato getan haben - zu verschließen. Selbst in meiner Schulzeit, und dies ist jetzt bereits über 30 Jahre her, wurde bereits weggeschaut seitens der ach so tollen Pädagogen - und auch heute noch tut sich da nicht sonderlich viel. Vielleicht sollte der Staat sich mal mehr um die kümmern, die wirklich eigentlich am Ende sind - und ich meine jetzt nicht damit noch mehr Sanktionen für's Jobcenter zu erfinden! Aber, was schreibe ich mir eigentlich die Finger Wund ? Ein Verbot geht halt schneller als sich mal wirklich Gedanken zu machen.
 
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