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Hakenkreuze in Spielen: Verbot aufgehoben - USK-Freigabe jetzt möglich

Nur wenn man sich etwas eingehender mit der Materie befasst - ein "18" auf einem Shirt hätte ich nie ohne entsprechendes Hintergrundwissen als potentiell Nazi eingestuft.
Ist auch totaler Irrsinn ähnlich wie das in Städten mit KFZ Kennzeichen gemacht wird.
Google mal "shirt 18" ... das sind alles "Rechte Waren" :-B
 
Genauso habe ich nichts dagegen, wen NS-Symbole auf Modellbausätzen zu finden sind. Modelle sollen ja eine möglichst detailgetreue Nachbildung echter Vorbilder sein. Ich denke, da gehört es irgendwo ein Stück weit dazu, auch damals genutzte Symbole verwenden zu dürfen, wenn man will.
Du wirst lachen, in den 70er/frühen 80er wurden u.a. Airfix Modellbausätze frei verkauft, wo auf Kartonverpackungen Historisch korrekte Bilder drauf waren und auch die Wasserzeichen alle Originalsymble beinhalteten.
Die Kartons standen natürlich offen im Schaufenster an belebten Strassen !
 
Ist auch totaler Irrsinn ähnlich wie das in Städten mit KFZ Kennzeichen gemacht wird.
Google mal "shirt 18" ... das sind alles "Rechte Waren" :-B

In Glauchau wurde ein Kennzeichen mit der Zahl 28 verboten. Hintergrund: Das heißt Blood&Honor und ist rechts ausgelegt. Treppenwitz dabei: Der Besitzer ist alles andere als Rechts, hatte das Kennzeichen fast 30 Jahre und wollte es jetzt bei einer Ummeldung übernehmen, Keine Chancen. Das ist idiotisch. Irgendwann kann man in jede Zahlenkombi rechte Tendenzen hineindeuten. In Meerane gab es eine Zeit lang eine rechte Gruppe die hatten Kennzeichen mit ZZ (in Andeutung auf SS). Oder ein Berufskollege von uns wollte seine Initialen im Kennzeichen haben. Nikolai. S. Den Rest kann man sich denken. Selbst SN wurde abgelehnt.
 
Meine Meinung: Mich interessierts n feuchten, ob das Kreuze oder schwarzen Entenfüße sind, und derartigen Realismus brauch ich pers. in Spielen nicht. Dann schalte ich lieber NTV ein und schaue eine der gefühlten zehntausend Nazi Dokus an.

Ist nicht so, dass ich das zwingend bräuchte, aber der Entwickler des Spiels hatte eine künstlerische Vision, die ich gerne weitgehend unverfälscht erleben würde. Habe es selten erlebt, dass ein Spiel durch Zensureingriffe besser wurde...
 
@Wut Gamer

Ja hast recht. Es ist das Prinzip das da aneckt. So wie ich es im letzen Satz geschrieben hatte. Hab nichst gegen ein Jugendverbot von Filmen und Spielen, kein Problem. Aber das hier ist keinen deu besser als, die damals unter der Nazi Flagge gedient haben. Zum Glück kommen und gehen Generationen, in diesem Falle.
 
Ähm, doch.

Denn du findest es als Argument gegen Hakenkreuze hinreichend das du hier nippel zeigen darfst (wobei man das auch nicht überall und zu jeder Zeit darf, aber das mal nur nebenbei) und bei dem Ami eben nicht.
nein, das hast du komplett falsch verstanden. Ich wollte da lediglich darauf hinaus, dass wir hier in D meines Erachtens sehr ausgewogen und nachvollziehbar bestimmte Verbote haben und in den USA manche Dinge sehr seltsam sind und eben WEIL es eine andere Kultur ist nicht auf uns anwendbar sind.

Das ist nichts anderes als cherrypicking und sehr konstruiert. Die Themen haben eigentlich nichts miteinander zu tun, aber du willst ihre (in unseren Augen) prüde Mentalität als Platzhalter verwenden um gegen einen, aus meiner Sicht eher löblichen, persönlichen hohen Freiheitsgrad zu argumentieren.
nein, ich wollte nur aufzeigen, dass da eine gewisse Logik fehlt. Nacktheit zB ist bei einem Großteil der Amis gar nicht mehr so verpöhnt, aber wegen einer eher kleinen Gruppe, die aus konservativen Gründen darin beinah schon eine Todsünde sieht, nimmt man sehr viel Rücksicht darauf. Oder auch beim Thema "Fuck" &co. Bei Themen, bei denen aber richtiger Hass verbreitet wird und Leute immer extremer werden und es echte Opfer von Gewalt&co gibt, ist wegen der Meinungsfreiheit alles erlaubt. DA darf jeder frei alles ausleben - bei anderen an sich harmlosen Dingen aber nicht, obwohl diese niemandem schaden außer das manch einer persönliche Moral verletzt sieht. Warum die Verletzung der persönlichen Moral über einer Verletzung der Persönlichkeit durch Hass und Beleidigung steht, finde ich halt seltsam. Darum ging es nur. An sich beschreibe ich ja gerade DAS, was du sagst: es ist eine andere Kultur und daher nicht auf uns ummünzbar.


Ich weiß nicht inwiefern du stammbaumtechnisch in der Hinterbliebenen Debatte aufgestellt bist. Ich kann leider sagen, dass es in meiner Familienhistorie beide Seiten gab. Allerdings nicht in einem Maße, dass ich befangen wäre, egal in welche Richtung, daher kann ich nur mutmaßen.
ich habe weder das eine noch das andere. Mein Vater ist aus dem Ausland, mit deutschen Vorfahren, und väterlicherseits weiß ich da von nichts, was mit der Nazizeit zu tun hat. Mütterlicherseits gab es nur Oma und Opa, die waren ganz normale kleine "Fische", mein Opa war normaler Soldat und hat nie über den Krieg geredet, meine Oma war im Krieg in einem Fernmeldeamt. Beide haben bis zu ihrem Tod weder gut noch schlecht über die Nazis geredet, waren sehr neutral, wohnten in der Provinz in Süddeutschland und waren eher konservativ, so wie die meisten dort, aber auf keinen Fall merkbar rechts. Verwandte habe ich fast keine hier in D, ich habe also an sich eine völlig neutrale Sicht. Ich kenne auch keinen aus meinem Bekanntenkreis, der mal etwas darüber erzählt hat, dass seine Vorfahren Täter oder Opfer waren im WK2.

Gerade deswegen meine ich, dass ich die Dinge an sich sehr sachlich versuche zu bewerten. Es ist für mich völlig logisch, dass zB Hinterbliebene von KZ-Insassen es total schlimm finden würden, wenn man Nazis neu erlauben würde, mit Hakenkreuzen rumzulaufen, nur weil man sich bei der Meinungsfreiheit an den USA orientiert.

Aber aus meiner Sicht wäre ich eher über das HKNKRZ angepisst, als über das Hakenkreuz. Denn es ist genauso offensichtlich und suggeriert zudem noch, dass der Gesetzgeber dich davor eh nicht schützen kann.
das hört sich so an, als wäre es Dir recht, wenn der Gesetzgeber einen davor schützt - dann müsstest du einem Bestehen des Verbotes an sich doch klar zustimmen. Darum geht es ja: das Verbot wurde damals aus guten Gründen erstellt, es werden auch heute aus guten Gründen bestimmte Symbole&co neu verboten, um den Anhängern eben schwerer zu machen, ihre Gesinnung offen zu zeigen bzw. andere Leute damit offen zu beleidigen. Wenn man ein Verbot dann wieder aufhebt, wäre das ein großer Freudentag für die Anhänger - wer will das denn haben, nur mit dem Argument "persönliche Freiheit ausleben dürfen" ? Geht die Freiheit Dir SO weit?



Um mal in deinen Wortlaut zu bleiben. Ich weiß nicht wie bescheuert man sein muss um keinen Unterschied zu erkennen zwischen etwas als gut zu empfinden und etwas zu tolerieren.
Das hast du falsch verstanden. Ich meinte damit nicht, dass du für Hakenkreuze seist., Aber ich finde es nicht in Ordnung, wenn man nur im Namen der Meinungsfreiheit ALLES erlauben will und damit indirekt dafür ist, dass durchgeknallte Rechte durch ein Aufheben des Verbotes feiernd mit Hakenkreuzflaggen durch die Straßen ziehen. Und auch wenn man etwas toleriert kann man ja trotzdem komplett dagegen sein und ein Verbot gutheißen. Ich würde es auch tolerieren, wenn ein Nazi mit Hakenkreuzflagge rumlaufen würde. Oder ein Autonomer vermummt und mit ACAB-Kappe. Oder wenn ein Salafist mit seiner Burka-tragenden Frau auf einem Marktplatz per Megaphon die Sharia verlangt und alle "Ungläubigen" beleidigt. Aber will trotzdem, dass man so was nicht erlaubt. Ich bin gegen eine Freiheit ohne wenn und aber, weil das wiederum die Freiheit anderer einschränkt, da sie den Scheiß ertragen müssen. Ich finde die "Verletzung" der Leute, die durch bestimmte Symbole beleidigt werden, deutlich schlimmer als die "Verletzung" der persönlichen Freiheit der Hetzer, nur weil sie bestimmte Dinge nicht offen zeigen dürfen. Was die pure Meinung angeht, sind wir ja D fast komplett meinungsfrei - man darf nur nicht jemanden ganz klar beleidigen oder pauschal klare Hetze gegen Minderheiten betreiben, also keinen Hass verbreiten. Die MEINUNG aber darf jeder sagen, außer man hat die Meinung, dass es keinen Holocaust gab....



Und zu guter letzt. Warum sollte CoH mit Hakenkreuztextur io sein, ein Modelbau Aufkleber ist aber die Büchse der Pandora? Warum ist das eine ein Fanartikel und das andere halt besser für das Gesamtergebnis? Sorry, aber das ist die genannte Doppelmoral.
Nein, das ist überhaupt keine Doppelmoral. Denn die Hakenkreuze in einem CoD hast du ja nur auf der Gegnerseite. Wenn man selber unter der Hakenkreuzflagge spielen könnte, wäre ich da genau so gegen wie gegen frei erhältliche Nazi-"Fanartikel". Das ist aber ja nicht der Fall, du hast keine Hakenkreuze, wenn auf deutscher Seite spielst.

Und "Büchse der Pandorra" ist sowieso an den Haaren herbeigezogen. Es geht nur darum, dass ich es gut finde, wenn man hier in D NICHT in ganz normalen Läden Dinge, sogar Spielzeug kaufen kann, die sich "Nazis" mit Grinsen in ihre Vitrine stellen würden, sondern wer Hakenkreuze will, muss sich selber halt ein wenig mehr Mühe geben. Mehr nicht. Das ist an sich eher ein symbolisches Verbot, im wahrsten Sinne.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube das wir bei vielen eigentlich auf der selben Welle reiten, aber uns etwas im Kreis drehen, da wir bei den Details aneinander vorbei reden. XD

Natürlich bin ich gegen das generelle Erlauben bestimmter Symbole und Abkürzungen wenn der Kontext suggeriert, dass da jemand das als politisches Statement nutzen möchte.
Aber da sehe ich halt auch den wichtigsten Punkt. Ein generelles Verbot finde ich unsinnig. Der Staat hat andere Mittel als einfach nur ein Symbol zu verbieten. Daher ja auch mein Beispiel mit "offensichtlich Verfassungsfeindlich...". Würde man, statt sich auf geometrische Formen zu fixieren, die Gesetze kontextsensitiv gestalten, wäre es bei weitem effektiver. Ein Doppelblitz und Hakenkreuz auf einem RC Tiger Panzer bei einem Geschichtsfan und Modelbaufreak finde ich weniger bedenklich als ein Typ mit HKNKRZ Hoddie, der vor einem Asylantenheim "Wir sind das Volk" brüllt. Ersteres ist verboten, letzteres geht maximal als Ruhestörung durch.

Das Glauchau Beispiel von MichaelG kenne ich zum Beispiel auch. Das ist ein Paradebeispiel dafür warum diese Art der Rechtsprechung keinen Sinn macht, denn die nette Dame von der Verwaltung musste selber googlen warum es eigentlich verboten wurde. Das Kennzeichen als "DAS BÖSE!!11ELF!!" abzustempeln war einfach over the top. Wäre aber eine Horde Fleischmützenträger mit Blood&Honour Shirts bei einer Demo darf der Staat derzeit wiederum nicht eingreifen, obwohl man da kein Fachwissen braucht, was sie damit bewerben.
 
nein, ich wollte nur aufzeigen, dass da eine gewisse Logik fehlt. Nacktheit zB ist bei einem Großteil der Amis gar nicht mehr so verpöhnt, aber wegen einer eher kleinen Gruppe, die aus konservativen Gründen darin beinah schon eine Todsünde sieht, nimmt man sehr viel Rücksicht darauf. Oder auch beim Thema "Fuck" &co.
Siehe auch die TV Edits von Basic Instinct: https://www.youtube.com/watch?v=6gHDrH27g_M
 
Ich glaube das wir bei vielen eigentlich auf der selben Welle reiten, aber uns etwas im Kreis drehen, da wir bei den Details aneinander vorbei reden. XD

Natürlich bin ich gegen das generelle Erlauben bestimmter Symbole und Abkürzungen wenn der Kontext suggeriert, dass da jemand das als politisches Statement nutzen möchte.
Aber da sehe ich halt auch den wichtigsten Punkt. Ein generelles Verbot finde ich unsinnig. Der Staat hat andere Mittel als einfach nur ein Symbol zu verbieten. Daher ja auch mein Beispiel mit "offensichtlich Verfassungsfeindlich...". Würde man, statt sich auf geometrische Formen zu fixieren, die Gesetze kontextsensitiv gestalten, wäre es bei weitem effektiver. Ein Doppelblitz und Hakenkreuz auf einem RC Tiger Panzer bei einem Geschichtsfan und Modelbaufreak finde ich weniger bedenklich als ein Typ mit HKNKRZ Hoddie, der vor einem Asylantenheim "Wir sind das Volk" brüllt. Ersteres ist verboten, letzteres geht maximal als Ruhestörung durch.
ja sicher ist das eine schlimmer als das andere, bzw. wenn ein neutraler Modellbaufan einfach nur Authentizität will, dann ist das sogar kein bisschen schlimm, Aber es schadet doch IMHO keinem, wenn man eben keine zB Flugzeuge mit Hakenkreuzen im Spielzeugladen bekommt. Das dämmt aber ein freies Ausleben der Gesinnung zumindest ein wenig ein, und vor allem: es setzt ein wichtiges Zeichen. Zudem kann sich dann auch ein Verkäufer nicht so leicht mal eben durch "Propaganda"-Artikel eine goldene Nase verdienen. Dass es dann Ausweich-Artikel gibt, die trotzdem eine klare Sprache sprechen, ist aber IMHO kein Argument dafür zu sagen "die drücken sich ja eh irgendwie aus, also können wir gleich alles erlauben" ;)

Und wie man nun an den Games sieht WIRD es ja nun besser differenziert, so dass es kein GENERELLES Verbot ohne wenn und aber ist. In Filmen und in der Kunst ist ja schon lange so, wobei man da halt dann stets den Kontext überprüft, ob dieser nicht doch verfassungswidrige Dinge ausdrücken will.


Das Glauchau Beispiel von MichaelG kenne ich zum Beispiel auch. Das ist ein Paradebeispiel dafür warum diese Art der Rechtsprechung keinen Sinn macht, denn die nette Dame von der Verwaltung musste selber googlen warum es eigentlich verboten wurde. Das Kennzeichen als "DAS BÖSE!!11ELF!!" abzustempeln war einfach over the top. Wäre aber eine Horde Fleischmützenträger mit Blood&Honour Shirts bei einer Demo darf der Staat derzeit wiederum nicht eingreifen, obwohl man da kein Fachwissen braucht, was sie damit bewerben.
Das könnte allerdings auch ein lokales "Problem" sein. Vermutlich hatten scheinbar zu viele eindeutig Rechte unbedingt dieses Kennzeichen haben wollen. Das regelt aber jede Gemeinde anders - ich wüsste jedenfalls nicht, dass es da ein richtiges Gesetz bundesweit gibt, sondern das sind eher Richtlinien in den einzelnen Gemeinden und Kreisen.

Ich fänd es aber völlig falsch zu sagen, dass man dann die Kennzeichen dann doch erlaubt NUR mit dem Argument "es gibt aber noch viel schlimmere Dinge, dagegen ist eine Kennzeichenbotschaft Pipi-Kram" - wir wissen ja nicht, was in der Gegend diesbezüglich genau los ist. Vlt ist das Thema dort so krass, dass diverse Bürger sich dann massiv beschweren würden oder man ggf. dann Opfer durch linken Vandalismus wird, wenn man die Nummer auf dem Kennzeichen hat, und die Gemeinde nicht nur aus Sorge vor rechter "Gemeinsprache", sondern einfach nur aus Sorge vor Konflikten die Nummer einfach lieber gar nicht mehr neu vergibt. Wenn es so sein sollte, dass die Sache wirklich nur ein "Insider"-Kram ist, dann ist das natürlich völlig überzogen.
 
ja sicher ist das eine schlimmer als das andere, bzw. wenn ein neutraler Modellbaufan einfach nur Authentizität will, dann ist das sogar kein bisschen schlimm, Aber es schadet doch IMHO keinem, wenn man eben keine zB Flugzeuge mit Hakenkreuzen im Spielzeugladen bekommt.
Doch dem Modelbauer schadet es. Dem Nazi hingegen eigentlich nicht. Denn auch wenn der Kauf hierzulande nicht möglich bzw verboten ist, bieten Onlineshops in den Nachbarstaaten so etwas problemlos an. Vielleicht gibt es eine Gruppe Nazis unter 10, die könnte man damit treffen, dass es die Hakenkreuze nicht am Spielzeugpanzer gibt, aber ich denke doch das wird eine Minderheit sein.
Das dämmt aber ein freies Ausleben der Gesinnung zumindest ein wenig ein, und vor allem: es setzt ein wichtiges Zeichen.
Nein, es dämmt den freien Erwerb ein. Will man das Ausleben eindämmen, müsste man sich eher in der von mir angesprochenen Richtung entwickeln, den Kontext mehr einzubeziehen.
Zudem kann sich dann auch ein Verkäufer nicht so leicht mal eben durch "Propaganda"-Artikel eine goldene Nase verdienen. Dass es dann Ausweich-Artikel gibt, die trotzdem eine klare Sprache sprechen, ist aber IMHO kein Argument dafür zu sagen "die drücken sich ja eh irgendwie aus, also können wir gleich alles erlauben" ;)
Das ergibt so für mich keinen Sinn. Meinst du der Händler würde mehr verkaufen wenn er klare Symbole anstelle von Pseudonymen verkaufen könnte? Denn eines ist klar. Der Händler der Nazi-Fanartikel vertickt, kriegt sein Geld von der Klientel so oder so. Zumal ich da wieder auf die Kontextsensitivität verweise. Ein Pulli zum Beispiel ist und bleibt ein Statement. Da gibt es kein Argument warum ein Händler das verkaufen können sollte. Warum jetzt ein Realkauf ein Konsolenspiel mit und ein Brettspiel ohne Hakenkreuze (am besten noch aus dem selben Franchise) verkaufen muss ist aber inkonsistent und nicht wirklich zu ende Gedacht.
Und wie man nun an den Games sieht WIRD es ja nun besser differenziert, so dass es kein GENERELLES Verbot ohne wenn und aber ist. In Filmen und in der Kunst ist ja schon lange so, wobei man da halt dann stets den Kontext überprüft, ob dieser nicht doch verfassungswidrige Dinge ausdrücken will.
Wobei da eher der lange überfällige Schritt dahinter steckt, auch Computerspiele als Kunstgut anzuerkennen. Wobei die grundsätzliche Herleitung einfach hinkt. Warum sonst haben viele die letzten Jahre darüber gemeckert, dass es eben Computerspiele nicht erlaubt war und somit ein GZSZ als Kunst gilt, ein Witcher aber als Spielzeug. Vorallem, wie sieht es dann mit analogen Spielzeug aus? Ist da alles weniger Kunst als das MyLittlePony Fremium Handyspiel?


Das könnte allerdings auch ein lokales "Problem" sein. Vermutlich hatten scheinbar zu viele eindeutig Rechte unbedingt dieses Kennzeichen haben wollen. Das regelt aber jede Gemeinde anders - ich wüsste jedenfalls nicht, dass es da ein richtiges Gesetz bundesweit gibt, sondern das sind eher Richtlinien in den einzelnen Gemeinden und Kreisen.

Ich fänd es aber völlig falsch zu sagen, dass man dann die Kennzeichen dann doch erlaubt NUR mit dem Argument "es gibt aber noch viel schlimmere Dinge, dagegen ist eine Kennzeichenbotschaft Pipi-Kram" - wir wissen ja nicht, was in der Gegend diesbezüglich genau los ist. Vlt ist das Thema dort so krass, dass diverse Bürger sich dann massiv beschweren würden oder man ggf. dann Opfer durch linken Vandalismus wird, wenn man die Nummer auf dem Kennzeichen hat, und die Gemeinde nicht nur aus Sorge vor rechter "Gemeinsprache", sondern einfach nur aus Sorge vor Konflikten die Nummer einfach lieber gar nicht mehr neu vergibt. Wenn es so sein sollte, dass die Sache wirklich nur ein "Insider"-Kram ist, dann ist das natürlich völlig überzogen.
Könnte, denke aber eher das es damit zusammenhängt, dass die Organisation BH recht zeitnah Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte.
 
Doch dem Modelbauer schadet es. Dem Nazi hingegen eigentlich nicht. Denn auch wenn der Kauf hierzulande nicht möglich bzw verboten ist, bieten Onlineshops in den Nachbarstaaten so etwas problemlos an. Vielleicht gibt es eine Gruppe Nazis unter 10, die könnte man damit treffen, dass es die Hakenkreuze nicht am Spielzeugpanzer gibt, aber ich denke doch das wird eine Minderheit sein.
das schätze ich anders ein, ich bin sicher, dass - wenn es frei zu kaufen wäre - viel mehr sich dann auch "Spielzeug" kaufen würden, eben eher als "Fanartikel".


Das ergibt so für mich keinen Sinn. Meinst du der Händler würde mehr verkaufen wenn er klare Symbole anstelle von Pseudonymen verkaufen könnte? Denn eines ist klar. Der Händler der Nazi-Fanartikel vertickt, kriegt sein Geld von der Klientel so oder so.
ja sicher, aber es geht um die Symbolik: der Staat würde zulassen, dass der Nazi-Zulieferer "sogar" mit authentischen Symbolen Geld scheffeln kann. Das wäre für alle, die gegen Extremismus sind sowie für Verwandte und Freunde von ehemaligen Opfer nun mal einfach ein Schlag ins Gesicht.

Warum jetzt ein Realkauf ein Konsolenspiel mit und ein Brettspiel ohne Hakenkreuze (am besten noch aus dem selben Franchise) verkaufen muss ist aber inkonsistent und nicht wirklich zu ende Gedacht.
Wenn im Brettspiel genau wie in Games nur die "Bösen" die Hakenkreuze verwenden würden, sollte man das wie bei Games ebenfalls zulassen. Es sollte aber nicht einer der Spieler sagen können "Ich, ICH will den Nazi spielen mit Hakenkreuz!", was ja bei Games (Multiplayer) weiterhin nicht der Fall ist und idR in den internationalen Versionen auch nicht geht. Im Multiplayer bei CoD WWII hat man auch als Deutscher in der internationalen Version andere Symbole, die nicht verfassungswidrig sind.

Wobei da eher der lange überfällige Schritt dahinter steckt, auch Computerspiele als Kunstgut anzuerkennen. Wobei die grundsätzliche Herleitung einfach hinkt. Warum sonst haben viele die letzten Jahre darüber gemeckert, dass es eben Computerspiele nicht erlaubt war
Klar war das überfällig, und wenn eine Firma sich vorher mal getraut hätte, wäre es schon längst geschehen. DIe FRage ist: welche Firma wird nun als erstes Hakenkreuze verwenden? Denn auch wenn es nun erlaubt ist kommt da von bestimmten Leuten 100pro trotzdem ein Shitstorm... vor allem welche, die eben nicht begreifen, dass ein Game nicht automatisch für "kindlich und verharmlosend" steht.

und somit ein GZSZ als Kunst gilt, ein Witcher aber als Spielzeug. Vorallem, wie sieht es dann mit analogen Spielzeug aus? Ist da alles weniger Kunst als das MyLittlePony Fremium Handyspiel?
der Knackpunkt ist eben, dass du bei einem Game klar regeln kannst, dass der Spieler nicht selber "unter der Hakenkreuzflagge" spielt. Bei einem Spielzeug aber weißt du nicht, ob der "Spieler" das Hakenkreuz es geil findet oder ob er es für die "Bösen" verwendet.


Könnte, denke aber eher das es damit zusammenhängt, dass die Organisation BH recht zeitnah Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte.
versteh ich jetzt nicht - welche Organisation, was ist BH? ^^
 
das schätze ich anders ein, ich bin sicher, dass - wenn es frei zu kaufen wäre - viel mehr sich dann auch "Spielzeug" kaufen würden, eben eher als "Fanartikel".
Das ist ja der Punkt. Du kannst es erwerben, nur halt nicht in DE. Onlineshoping macht´s aber bequem möglich. Wer es haben will, bekommt es.

ja sicher, aber es geht um die Symbolik: der Staat würde zulassen, dass der Nazi-Zulieferer "sogar" mit authentischen Symbolen Geld scheffeln kann. Das wäre für alle, die gegen Extremismus sind sowie für Verwandte und Freunde von ehemaligen Opfer nun mal einfach ein Schlag ins Gesicht.
Ich hatte ja bereits mit dem HKNKRZ vs Hakenkreuz Beispiel dargelegt, dass ich es da genau gegenteilig sehe. Mich ärgert es mehr, dass jemand mit einem zweifelsfrei rechtsradikalen Huddi bei Youtube durch das Bild hüpfen kann, als dass es möglich ist das jemand historische Symbolik als Fanartikel kaufen würde. Den Wut- und den Reichsbürger wird es immer geben und sie werden immer in ihrem stillen Kämmerlein ihr Fandome ausleben. Daran ändert ein Verbot letztlich gar nichts. Ich sehe auch nicht das der Markt von symbolträchtigen Artikeln dann überschwemmt werden würde. Denn sind wir mal ehrlich, dass Thema WW2 ist, außer auf den Dokukanälen und bei Shootern und Strategiespielen relativ unpopulär.

Wenn im Brettspiel genau wie in Games nur die "Bösen" die Hakenkreuze verwenden würden, sollte man das wie bei Games ebenfalls zulassen. Es sollte aber nicht einer der Spieler sagen können "Ich, ICH will den Nazi spielen mit Hakenkreuz!", was ja bei Games (Multiplayer) weiterhin nicht der Fall ist und idR in den internationalen Versionen auch nicht geht. Im Multiplayer bei CoD WWII hat man auch als Deutscher in der internationalen Version andere Symbole, die nicht verfassungswidrig sind.
Wieso ist das Symbol deiner Meinung nach so mächtig? Jeder weiß wie es in Wirklichkeit aussieht und welche Fraktion man damit spielt. Ob es jetzt ein Dreieck oder ein 44eckiger Stern ist macht keinen Unterschied. Der Depp der sie wegen ihrem Hintergrund spielt, keult sich darauf immer noch einen das er sie spielt, egal was da jetzt in rot weiß schwarz dargestellt wird. Dem Symbol soviel Bedeutung zuzugestehen empfinde ich da als größeren Sieg für die Rechten als eine Freigabe.

Klar war das überfällig, und wenn eine Firma sich vorher mal getraut hätte, wäre es schon längst geschehen. DIe FRage ist: welche Firma wird nun als erstes Hakenkreuze verwenden? Denn auch wenn es nun erlaubt ist kommt da von bestimmten Leuten 100pro trotzdem ein Shitstorm... vor allem welche, die eben nicht begreifen, dass ein Game nicht automatisch für "kindlich und verharmlosend" steht.
Das ist ein ganz anderes Problem unserer Gesellschaft und da stimme ich dir absolut zu.

der Knackpunkt ist eben, dass du bei einem Game klar regeln kannst, dass der Spieler nicht selber "unter der Hakenkreuzflagge" spielt. Bei einem Spielzeug aber weißt du nicht, ob der "Spieler" das Hakenkreuz es geil findet oder ob er es für die "Bösen" verwendet.
Und weil ich es nicht weiß, gibt es mir das Recht vom schlimmsten auszugehen und es zu verbieten? Nach der Logik darf ich auch keine Küchenmesser verkaufen.
versteh ich jetzt nicht - welche Organisation, was ist BH? ^^
Blood&Honour. Eine europaweite rechtsextreme Vereinigung (mit dem ganzen Bullshit wie "kämpfender Flügel" und bla), die zwar seit 2000 bei uns verboten ist, aber immer mal wieder aufkeimt.
 
Das ist ja der Punkt. Du kannst es erwerben, nur halt nicht in DE. Onlineshoping macht´s aber bequem möglich. Wer es haben will, bekommt es.
das ist doch nicht der Punkt - der Punkt ist, dass es ein ganz falsches Zeichen wäre, wenn man das von Staat aus einfach mal so dann doch erlaubt.

Ich hatte ja bereits mit dem HKNKRZ vs Hakenkreuz Beispiel dargelegt, dass ich es da genau gegenteilig sehe. Mich ärgert es mehr, dass jemand mit einem zweifelsfrei rechtsradikalen Huddi bei Youtube durch das Bild hüpfen kann, als dass es möglich ist das jemand historische Symbolik als Fanartikel kaufen würde.
mich nicht ;) mich ärgert der Nazi-Heini so oder so, aber wenn er sogar ungestraft mit ner echten SS-Uniform rumtanzen dürfte, fänd ich das noch viel schlimmer.

Wieso ist das Symbol deiner Meinung nach so mächtig? Jeder weiß wie es in Wirklichkeit aussieht und welche Fraktion man damit spielt. Ob es jetzt ein Dreieck oder ein 44eckiger Stern ist macht keinen Unterschied. Der Depp der sie wegen ihrem Hintergrund spielt, keult sich darauf immer noch einen das er sie spielt, egal was da jetzt in rot weiß schwarz dargestellt wird. Dem Symbol soviel Bedeutung zuzugestehen empfinde ich da als größeren Sieg für die Rechten als eine Freigabe.
Finde ich nicht, vor allem wäre es eben wie gesagt ein Riesensieg für die Rechten, wenn man das Verbot ganz kippt. Und auch international sind sich die Publisher ja eigentlich einig, dass gewisse Symbole nicht für das Team zulässig sein sollten, für das man selber antritt.


Und weil ich es nicht weiß, gibt es mir das Recht vom schlimmsten auszugehen und es zu verbieten? Nach der Logik darf ich auch keine Küchenmesser verkaufen.
Der Vergleich ist nun echter Unfug, und das weißt du genau. Ein Messer ist ein wichtiges Werkzeug, das wäre ein krasser Eingriff in das Leben von Menschen, wenn man das verbieten würde, nur weil man es AUCH missbrauchen kann. Aber ob du nun ein 100% authentisches Symbol auf Spielzeugflugzeugen&co hast, das schränkt den Spaß beim Spielen nun echt kein bisschen ein, und selbst Modellbaufans, die viel Wert auf so was legen, wird es nur ein BISSCHEN stören, wenn überhaupt. Daher ist es in dem Fall kein Verlust für irgendjemanden - außer für Rechtsradikale oder ganz penible Sammler/Modellbauer - wenn man alternative Symbole nutzen muss.
 
das ist doch nicht der Punkt - der Punkt ist, dass es ein ganz falsches Zeichen wäre, wenn man das von Staat aus einfach mal so dann doch erlaubt.
Nochmal, mein Anspruch an den Staat ist nicht das er Zeichen setzt, sondern die Rechtsstaatlichkeit so gut wie möglich wahrt. Zudem, von "einfach mal so" zu reden nach mehr als 70 Jahren, ist dann doch sehr gewagt.

mich nicht ;) mich ärgert der Nazi-Heini so oder so, aber wenn er sogar ungestraft mit ner echten SS-Uniform rumtanzen dürfte, fänd ich das noch viel schlimmer.
Ein weiteres mal verweise ich dich auf "offensichtlich Verfassungsfeindlich...". Das Konzept ist aber eigentlich keine Raketenwissenschaft, daher frage ich mich wieso du dann immer mit eben genau diesen Beispiel kommst. Da kommt dann noch dazu, dass es eben nicht Aufgabe des Staates ist, alles zu unterbinden was dich ärgert.

Finde ich nicht, vor allem wäre es eben wie gesagt ein Riesensieg für die Rechten, wenn man das Verbot ganz kippt. Und auch international sind sich die Publisher ja eigentlich einig, dass gewisse Symbole nicht für das Team zulässig sein sollten, für das man selber antritt.
Anscheinend gibt es für dich nur Hopp oder Flopp. Sprich, wenn ich Hakenkreuze an einer Stelle erlaube, dann kann jeder damit machen was er will. Ich habe das Gefühl mich ständig zu wiederholen, wenn ich dir sage, dass es eben andere Möglichkeiten gibt als einfach nur eine Sammlung von Symbolen zu verbieten.

Ein Publisher ist auch keine Rechtsprechung. Wenn ein Publisher für sich entscheidet, dass er es Geschmacklos findet und auch nicht in der Öffentlichkeit auftauchen will mit News wie "Ibusoft erlaubt es Nazifantasien auszuleben" ist das eine persönliche Entscheidung des Unternehmens. Wobei ich bei großen Publishern eher darauf tippen würde das ihre Sorge da eher heißt complience und political correctness, als dass es wirkliche ethische Hintergründe hat. Das ist aber nur persönliche Meinung und kann natürlich nicht verallgemeinert werden.

Der Vergleich ist nun echter Unfug, und das weißt du genau. Ein Messer ist ein wichtiges Werkzeug, das wäre ein krasser Eingriff in das Leben von Menschen, wenn man das verbieten würde, nur weil man es AUCH missbrauchen kann. Aber ob du nun ein 100% authentisches Symbol auf Spielzeugflugzeugen&co hast, das schränkt den Spaß beim Spielen nun echt kein bisschen ein, und selbst Modellbaufans, die viel Wert auf so was legen, wird es nur ein BISSCHEN stören, wenn überhaupt. Daher ist es in dem Fall kein Verlust für irgendjemanden - außer für Rechtsradikale oder ganz penible Sammler/Modellbauer - wenn man alternative Symbole nutzen muss.
Das Beispiel war mit Absicht so gewählt, dass es offensichtlich ist, dass deine Aussage nicht allgemeingültig sein kann, dachte das wäre klar. ^^
Dann nimm halt die Schusswaffe um es weniger abstrus zu machen. Es jetzt nicht wirklich fordernd an einen Waffenschein und an eine Waffe zu kommen. Sie ist im normalen Leben weder nötig, noch schränkt es dich wirklich ein, wenn du keine hast. Ein Verbot tangiert auch nur eine gesellschaftliche Minderheit (wobei ich es ehrlich gesagt fragwürdig finde Majoritäten und Minoritäten als Argument einzubeziehen, um zu klären was erlaubt ist). Mit dem Ansatz "ich gehe vom Schlimmsten aus", müssten sie nach deiner Logik aber verboten gehören. Damit meine ich auch nicht deine persönliche Meinung, denn als Nichtwaffenbesitzer und mit keinerlei Motivation überhaupt eine zu besitzen, wäre es mit entweder egal oder ich würde es als gut befinden.

In dem von Frullo verlinkten Artikel und dem darunter liegenden Kommentar finde ich zum Beispiel viel meiner Meinung wieder.

"this is much more to do with an acknowledgement of culture than cheering on the Third Reich. "

"One is that, whenever something is banned it becomes more desirable to many people."

"The second is that the worst you can do is make people forget history, as per the old saying, lest we repeat it. The use of iconography was a very important part of the Nazi movement, and it should be remembered how they used and corrupted symbols. Stopping people from being aware of those things in context, while making them potentially more alluring to those in the know through censorship seems to be a mistake."
 
Sorry, ich stimme den Dingen halt ganz einfach nicht zu, zudem verstehst du manche Punkte immer wieder falsch oder willst es nicht verstehen. zb "Da kommt dann noch dazu, dass es eben nicht Aufgabe des Staates ist, alles zu unterbinden was dich ärgert." => das hab ich nicht mal ansatzweise gesagt. Ich finde es aber richtig, dass man es bestimmten Organisationen und deren Anhängern erschweren sollte, mit verfassungsfeindlichen Symbolen oder Sprüchen/Beleidigungen hantieren zu dürfen, egal ob links, rechts, christlich, islamistisch oder einfach nur Rockerbande. Die Hürden dafür sind so hoch, dass man da IMHO nicht von einer Einschränkung der Meinungsfreiheit reden kann.

Mir ging es GANZ am Anfang ja nur darum, dass ich einfach nur erklären wollte, dass es eben sehr gute Gründe dafür gibt, es nicht komplett zu erlauben, weil ich das Gefühl hatte, dass einem die Gründe dafür gar nicht klar seien. Das war doch an sich alles. Jetzt drehen wir uns nur noch, das bringt nichts. Ich verstehe Deine Gründe, Du (hoffentlich) meine, aber wir sehen es halt jeweils anders und finden das jeweils andere die bessere Lösung. Da kommen wir nicht auf einen Nenner. Ich finde allein die staatliche Message, dass man bestimmte Symbole verbietet, richtig - egal ob für Nazis oder Islamisten und egal ob die dann auf andere Ausdrucksformen ausweichen.

Wenn wir alle in D aus der Geschichte gelernt hätten und es so gut wie keine bekennenden Neo-Nazis geben würde und es aktuell nicht einen solchen Schub an rechtem Gesocks und Hass und Hetze hätten, dann könnte man gern über ein Aufheben des Verbotes nachdenken. Aber gerade JETZT in den Zeiten, in denen eine AfD sogar die SPD einholt, fänd ICH es eben ganz schlimm, wenn man den Leuten zusätzlich zu ihren ganzen neu ausgedachten Symbolen, Sprüchen und Marken auch noch ihre bisher verbotenen Fanartikel doch erlauben würde.
 
Wie zu erwarten beweist unsere Bundesregierung wieder einmal ihre ausgeprägte Rückständigkeit:

https://www.google.de/amp/s/www.mor...ung-von-Spiel-mit-Hakenkreuz.html?service=amp

Der DGB genauso:
https://www.heise.de/newsticker/mel...rnt-Branche-vor-NS-Verharmlosung-4141474.html
https://www.heise.de/newsticker/mel...kler-wehrt-sich-gegen-DGB-Kritik-4142465.html

Der Israelische Botschafter hat ja auch auf Twitter reagiert (siehe verlinkter Morgenpostartikel):
Der Botschafter des Staates Israel in Deutschland ist empört, auf Twitter schreibt er: „Ich bin geschockt, dass es einer Berliner Firma erlaubt wurde, das abscheuliche und beleidigende Hakenkreuz in einem neuen Computerspiel zu benutzen. Dieses entsetzliche Symbol darf keinen Platz in Deutschland haben, besonders nicht in den Spielen der Jugend.“

Dürfen wir unsere Geschichte jetzt gar nicht mehr aufarbeiten?
 
Der DGB genauso:
https://www.heise.de/newsticker/mel...rnt-Branche-vor-NS-Verharmlosung-4141474.html
https://www.heise.de/newsticker/mel...kler-wehrt-sich-gegen-DGB-Kritik-4142465.html

Der Israelische Botschafter hat ja auch auf Twitter reagiert (siehe verlinkter Morgenpostartikel):


Dürfen wir unsere Geschichte jetzt gar nicht mehr aufarbeiten?
Genau das ist ja das unfreiwillig Komische:

Wir selbst mahnen immer wieder, mit jedem weiteren Jahr, die Verbrechen jener Zeit nicht zu wiederholen und niemals zu vergessen... Aber wie soll das gehen wenn man die Sache nicht beim Namen nennt? :rolleyes:
 
Ich glaube kaum, dass die Reaktion bei den ersten Filmen mit Hakenkreuz anders waren. Im zweiten heise-Artikel, wo der Entwickler zu Wort kommt, wird das ja angesprochen.
Dass jetzt deswegen disktutiert und gestritten wird, heißt erstmal gar nichts und ist doch eigentlich logisch. Endlich wird das mal thematisiert.

Ein "meh, alle die was dagegen sagen sind doof" finde ich da wenig hilfreich. ;)


/edit: ich bin positiv überrascht, dass dieses Spiel durchgewinkt wurde. Dass die USK das aber einfach so selbst entscheiden kann finde ich schon befremdlich. Sowas sollte doch politisch oder juristisch entschieden werden. Und nicht weil sich ein halbstaatlicher Verein plötzlich eine andere Auslegung überlegt hat.
Aber vielleicht war die USK das Thema selbst leid, und wollte mit dieser Aktion endlich mal eine eindeutige Entscheidung erzwingen. Nachdem es kein Publisher versucht. Dann hätten sie jedenfalls das beste Spiel als Beispiel genommen. Bei einem Wolfenstein soll mal einer mit "Aufarbeitung der Vergangenheit" daherkommen. :ugly:
 
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