Geralt von Riva, Aloy und Nathan Drake: Ohne starke Charaktere wären Videospiele nur halb so gut

MichaelGruenwald

Benutzer
Mitglied seit
03.03.2017
Beiträge
30
Reaktionspunkte
7
Jetzt ist Deine Meinung zu Geralt von Riva, Aloy und Nathan Drake: Ohne starke Charaktere wären Videospiele nur halb so gut gefragt.


Bitte beachtet: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert.


lastpost-right.png
Zum Artikel: Geralt von Riva, Aloy und Nathan Drake: Ohne starke Charaktere wären Videospiele nur halb so gut
 

General-Lee

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
18.12.2003
Beiträge
580
Reaktionspunkte
349
Charaktere wie Kratos, Nathan Drake, Sully und weitere im Artikel genannte stechen vor allem deshalb heraus, weil sie Ecken und Kanten haben und nicht rundgeschliffen und angepasst sind. Sie treffen auch mal unpopuläre Entscheidungen, bzw. ringen sie dem Spieler ab.
In einer angepassten Welt, wo jeder nur noch darauf achtet, nirgendwo mehr anzuecken und
gesellschaftlich und politisch opportun zu sein, sind solche Charaktere ein Segen.

Ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn starke Charaktere mit solchen Eigenschaften dem „Zeitgeist“ angepasst werden, sieht man am Mass Effect 1-3 und später dann Andromeda.
Ich hätte viel lieber mit Alex Ryders Vater gespielt. :)

Die Welt um uns herum ist mittlerweile für den menschlichen Geist zunehmend ein Gefängnis, denn so sind wir Menschen eigentlich nicht.
Mit Kratos, Ellie oder sogar Abby aus The Last of Us kann ich mich jedenfalls deutlich besser identifizieren, als mit Miles Morales...
 

Nyx-Adreena

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
08.04.2008
Beiträge
6.427
Reaktionspunkte
2.260
Ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn starke Charaktere mit solchen Eigenschaften dem „Zeitgeist“ angepasst werden, sieht man am Mass Effect 1-3 und später dann Andromeda.
Ich hätte viel lieber mit Alex Ryders Vater gespielt. :)
Welche starken Charaktere aus ME 1-3 wurden denn dem Zeitgeist angepasst? :confused:
 

Nyx-Adreena

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
08.04.2008
Beiträge
6.427
Reaktionspunkte
2.260
Achso, du hast dich da auf die Charaktere aus Andromeda bezogen. Das hatte ich erst nicht verstanden.
 

Nyx-Adreena

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
08.04.2008
Beiträge
6.427
Reaktionspunkte
2.260
Einer blieb mir aufgrund eines Twists in Erinnerung, zwei andere wegen ihrer Sex-Szenen und eine Figur wegen eines bestimmten Satzes. Geht also so einigermaßen. :B
 

MichaelG

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
04.06.2001
Beiträge
27.276
Reaktionspunkte
7.179
Charaktere sind in einem Spiel die halbe Miete. Egal ob Lara, Nathan, Geralt egal wer. Wenn der Hauptcharakter Rotz ist ist das Spiel zu 80% auch Schrott. Da reißt die Story nicht viel raus. Dabei ist es aber auch erst einmal egal ob der Charakter bekannt ist oder neu. Wenn er gut implementiert ist und gut eingeführt wird und alles stimmt ist ein neuer Charakter genauso gut wie bekannte Zugpferde.

Umgedreht kann ein Charakter zwar eine maue Story etwas retten macht aber aus dem Spiel keinen Hammer. Aber Dreh- und Angelpunkt eines guten Spiels ist ein gut geschriebener und implementierter Hauptcharakter, dann die Story und dann das Gameplay. Das sind für mich die 3 wichtigsten Grundsäulen eines guten Spiels.

Natürlich immer unter der Maßgabe daß die Programmierqualität (wenig Bugs, Stabilität, Performance) zumindestens grundlegend vorhanden ist.

Ich fand ME:A aber nicht sooo schlecht. Gut an die wirklich guten Charaktere aus ME 1-3 wie Garrus, Liara, Tali oder kamen eine Cora, die Ryders nicht heran. Pebee war als Sidekick mit einer der besseren Charaktere. Aber sie waren ich sag mal gut genug. Aber im Vergleich zu ME 1-3 war da schon eine qualitative Differenz da. Da gebe ich schon Recht.

Aber ich glaube auch, daß der größere Schwachpunkt bei ME:A nicht bei den Protagonist oder den allierten NPC sondern bei den Antagonisten liegt. Die Kett kamen nicht an die Qualität der Protheaner/Reaper/Kollektoren heran. Das war das Hauptproblem von ME:A aus meiner Sicht.

Die Gegner in ME 1-3 waren einfach ein Volltreffer und es dürfte auch extrem schwer werden diese aus dem Stand aufgestellte Benchmark mit neu erfundenen Antagonisten in irgendeiner Form zu toppen. Es wäre schon eine große Herausforderung das Antagonisten-Level von ME 1-3 ohne Copy&Paste zu erreichen.

Aber leider fehlte es an der Chance das Bestehende durch DLC, Addons und weitere Teile auszubauen um gewisse Dinge zu verbessern.
 
Zuletzt bearbeitet:

TheRattlesnake

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
15.03.2020
Beiträge
793
Reaktionspunkte
360
Bei Storylastigen Spielen machen die Charaktere natürlich viel aus. Sowohl zum positiven als auch zum negativen.

Ein Last of Us hat mir nicht gefallen weil mir auch die Charaktere völlig egal waren und mich teils sogar genervt haben.
Auf der anderen Seite wäre z.b. ein The Walking Dead sicher auch nicht so großartig wenn es die Beziehung zwischen Clementine und Lee (und auch den anderen Charakteren) nicht so gegeben hätte.

Bei weniger Storylastigen Spielen spielt der Charakter für mich dagegen kaum eine Rolle. Bei Spielen wie Fallout verbringen manche Leute ja teils Stunden mit der Charaktererstellung. Ich klicke da immer nur paar mal auf nen zufälligen Charakter bis er nicht völlig dämlich aussieht. Dauert bei mir keine 5 Minuten bei solchen Spielen.
 

MrFob

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
20.04.2011
Beiträge
4.852
Reaktionspunkte
3.370
Ich denke schon, es kommt immer auf das Spiel an. Gute Charaktere schaden sicher nicht, aber ob sie nun wirklich zwingend notwendig sind fuer ein gutes Spiel, das wuerde ich so jetzt nicht unterschreiben. Dafuer gefallen mir zu viele Gegenbeispiele direkt ein.
Half Life1 (und jetzt das Black Mesa Remake) hatte keine tollen Charaktere aber trotzdem eine super Story und war ein geniales Spiel. Ueberhaupt gab es gerade frueher, als cineastische Inszenierung noch nicht so im Mittelpunkt stand viele viele Spiele, auf die das zutraf.
Aber selbst neuere Beispiele aus der Zeit in der die filmische Darstellung auf dem Hoehepunkt war gibt's genug. Glaube keum, dass jemand ein Skyrim vor allem wegen der tollen Charaktere gespielt hat. Vor zwei Jahren hatte ich mit Subnautica super viel Spass. Hat auch ne coole Story aber halt praktisch keine Charaktere. Gleiches gilt z.B. fuer The Talos Principle und Ubisoft's The Division Reihe.
Und dabei gehe ich bewusst noch nicht mal in die Indie Ecke, wo die Spiele oft ganz andere Staerken haben.

Ich liebe Spiele mit tollen Charakteren. Und gerade fuer Spiele mit viel Story und filmischen Anleihen sind sie wichtig. Aber wie wichtig sie wirklich sind haengt stark von der Art des Spiels ab.
 

OttoNormalmensch

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
15.03.2020
Beiträge
221
Reaktionspunkte
23
Klassisches Fettnapfthema. Auf der einen Seite klar, wer mag schon schwache Charaktere, andererseits frage ich mich aber, ob das nicht vielleicht bloß eine Frage der Inszenierung sein könnte. Mit Fantasie klappt alles.
 

General-Lee

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
18.12.2003
Beiträge
580
Reaktionspunkte
349
Klassisches Fettnapfthema. Auf der einen Seite klar, wer mag schon schwache Charaktere, andererseits frage ich mich aber, ob das nicht vielleicht bloß eine Frage der Inszenierung sein könnte. Mit Fantasie klappt alles.
Im Idealfall hat man beides. Starke Charaktere in einer guten Story.
Dann kommt noch der persönliche Geschmack dazu. Spaß macht, was gefällt.
Gibt viele Beispiele, wo sich die Geister scheiden, sei es beim Setting, dem Thema oder dem Genre, was dem einen zusagt, dem anderen nicht.
Wer SciFi nicht mag, kann auch mit Spock nix anfangen...wer Fantasy nicht mag, dem taugt Gandalf auch nicht. 😉
 

OttoNormalmensch

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
15.03.2020
Beiträge
221
Reaktionspunkte
23
Im Idealfall hat man beides. Starke Charaktere in einer guten Story.
Dann kommt noch der persönliche Geschmack dazu. Spaß macht, was gefällt.
Gibt viele Beispiele, wo sich die Geister scheiden, sei es beim Setting, dem Thema oder dem Genre, was dem einen zusagt, dem anderen nicht.
Wer SciFi nicht mag, kann auch mit Spock nix anfangen...wer Fantasy nicht mag, dem taugt Gandalf auch nicht. 😉
So würde ich das jetzt nicht sagen (die Ausnahme bestätigt ja immerhin die Regel). Eher so: Wer viel zockt, für den schließen sich Persönlichkeitslücken usw. irgendwann von alleine. =P
 

DarkSamus666

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
24.06.2020
Beiträge
316
Reaktionspunkte
112
"Nathan Drake... brillant geschriebener Charakter"... die Firefly-Autoren sagen danke ;)
 

weazz1980

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
11.08.2014
Beiträge
708
Reaktionspunkte
185
Würde auch sagen der persönliche Geschmack spielt eine große Rolle. Der Charakter kann noch so toll geschrieben sein, wenn er mir pers. nicht gefällt (warum auch immer), bringt das alles halt nix. Beispiel Days Gone... viele schwärmen vom Hauptcharakter, der mal nicht aus der 0815-Charakterkiste gegriffen wurde, aber ich werde mit dem einfach nicht warm... und dann macht mir das Spiel halt auch weniger Spaß. Anders dagegen Aloy aus Horizon, die war mir sofort sympatisch und ich freue mich einfach mit Ihr durch die Welt zu reisen...
 

AzRa-eL

Benutzer
Mitglied seit
07.11.2015
Beiträge
86
Reaktionspunkte
26
Egal was alle sagen, der sympathischste Videospiel-Charakter aller Zeiten ist....Super Mario :B
 

MichaelG

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
04.06.2001
Beiträge
27.276
Reaktionspunkte
7.179
Lara. :-D :-D. Aber ich mag einfach auch Shepard. Egal ob Mann oder FemShep :-D
 

Vordack

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
22.03.2001
Beiträge
14.034
Reaktionspunkte
1.530
Website
www.grownbeginners.com
Die blieben mir nicht mal in Erinnerung, anders als Liara, Tali, Kaidan, Garrus usw.

Liara und co. haben Dich auch durch eine Trilogie begleitet. Andromeda ist nur ein Spiel.

In ME1 (ich spiele es gerade wieder) sind Liara und Co. auch noch bei weitem nicht so präsent wie es in Teil 2 wird, mMn.
 

OldMCJimBob

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
12.09.2016
Beiträge
857
Reaktionspunkte
417
An dieser Stelle sei auch an das sträflich unterschätzte Days Gone erinnert, dass es geschafft hat, für einen (für mich) uninteressanten "coolen Biker" mit dem völlig bescheuerten Namen Deacon Saint John Sympathie zu wecken. Ich fand Deacon mit seinen wirren Selbstgesprächen und der ständig gehetzten und gereizten Art überraschend glaubwürdig. Auch die Nebencharaktere waren wirklich gut und blieben in Erinnerung. Das ist etwas, was z.B. Ubisoft aus meiner Sicht nie wirklich hingekriegt hat, ich würde aber auch HZD in diese Kategorie einordnen (sorry Aloy).
 

MichaelG

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
04.06.2001
Beiträge
27.276
Reaktionspunkte
7.179
An dieser Stelle sei auch an das sträflich unterschätzte Days Gone erinnert, dass es geschafft hat, für einen (für mich) uninteressanten "coolen Biker" mit dem völlig bescheuerten Namen Deacon Saint John Sympathie zu wecken. Ich fand Deacon mit seinen wirren Selbstgesprächen und der ständig gehetzten und gereizten Art überraschend glaubwürdig. Auch die Nebencharaktere waren wirklich gut und blieben in Erinnerung. Das ist etwas, was z.B. Ubisoft aus meiner Sicht nie wirklich hingekriegt hat, ich würde aber auch HZD in diese Kategorie einordnen (sorry Aloy).

Och die Charaktere von Ubisoft waren schon top. Ob nun Lucy Stillman, Shaun Hastings, Rebekka Crane oder dann Sofia, Katharina Sforza usw. Oder bei Farcry 3 Vaas, bei FC 4 Pagan Min. Selbst FC 5 hatte mit seinem Joseph Seed einen interessanten Antagonisten. Nur Entscheidungen im Spieldesign haben mir nicht zugesagt (mitten in einer Mission entführt werden auch aus einem fliegenden Heli nur weil der Wutlevel vom Gegner hoch genug war ?) und die am Ende fehlende Möglichkeit ein anderes Ende zu erreichen.

Ja ich weiß, bei FC 5 kann man ganz am Anfang eine Entscheidung treffen aber dann ist das Spiel auch gleich vorbei. Und ja das FC5-Ende ist zwecks des Nachfolgers FC New Dawn Canon.

Ubisoft schafft es da immer wieder eine atmosphärische und ziemlich authentische Atmosphäre zu schaffen. Woran es manchmal krankt sind Kleinigkeiten wie repetive Missionen. Aber bezüglich Charakteren und deren Qualität konnte ich bei Ubisoft bisher kaum meckern.

Bin aber wohl auch einer der wenigen der Aiden Pearce aus Watch Dogs 1 am meisten abgewinnen kann. Bei WD 2 war mir der Kiddiestyle zu blöd und bei WD 3 müßte ich erst mal damit anfangen.
 

General-Lee

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
18.12.2003
Beiträge
580
Reaktionspunkte
349
An dieser Stelle sei auch an das sträflich unterschätzte Days Gone erinnert, dass es geschafft hat, für einen (für mich) uninteressanten "coolen Biker" mit dem völlig bescheuerten Namen Deacon Saint John Sympathie zu wecken. Ich fand Deacon mit seinen wirren Selbstgesprächen und der ständig gehetzten und gereizten Art überraschend glaubwürdig. Auch die Nebencharaktere waren wirklich gut und blieben in Erinnerung. Das ist etwas, was z.B. Ubisoft aus meiner Sicht nie wirklich hingekriegt hat, ich würde aber auch HZD in diese Kategorie einordnen (sorry Aloy).
Mir ist das Rauhbein Deacon auch symphatisch. Vielleicht, weil ich selber Biker bin...
Und er war authentisch, jedenfalls nachvollziehbarer, als viele andere Charaktere bekannter Spiele.
HZD...persönlich schwieriges Thema für mich. Ich mag das Spiel und auch nicht.
Liegt zum Teil an der Figur Aloy, zum Teil am Gameplay. Werde irgendwie nicht richtig warm damit.
Spiele es immer mal wieder, kann mich aber nicht lange motivieren.
 
Oben Unten