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GDC 2014: Story in Videospielen "überschätzt" - Gamer erinnern sich nur bruchstückhaft

Dass diese Sachen von Riot in Microsoft kommen überrascht mich nicht mal im Ansatz.
Riot hat schon vor längerer Zeit damit aufgehört das Lore von League of Legends weiter zu entwickeln, das kostet nämlich nur Geld und bringt ihnen nichts, da sie nämlich eine Spielergemeinde Ansprechen und ein Spiel machen das vom competativen Gedanken und nicht Story oder Charakteren getragen wird.
Microsoft auf der anderen Seite ist immer schnell dabei Einspar- oder Gewinnmaximierungspotenziale zu finden und sie der Welt als ultimative Wahrheit zu verkaufen.

Ein Egoshooter, besser noch ein Multiplayer Shooter, braucht keine Story. Bei CoD sind doch die Kampagnen auch Jahr ein jahr aus bestenfalls Tutorial Levels die vor amerikanischem patriotismus nur so triefen.
Ein gutes Rollenspiel allerdings, beispielsweise solche Glanzstücke wie Baldurs Gate (1+2), brauchen eine gute Story. Natürlich muss man zugeben, dass die wenigsten Storys einen Bestseller abgeben würden, aber es muss ja auch nicht immer gleich Ambrosia sein.
Die große Spielübergreifende Story von Mass Effect ist eigentlich auch nicht sonderlich innovativ, aber sie gibt den Charakteren einen hervorragenden Rahmen um zu agieren, motiviert den Spieler weiter zu spielen und führt ihn zu den kleinen Subplots und Events die einem dann wirklich im Gedächtnis bleiben und wegen denen man ein Spiel udn einen Charakter ins Herz schließt.

mein Fazit:
Manche Spiele können ohne gute Story oder gute Charaktere funktionieren, doch das zu verallgemeinern ist kurzsichtig und dumm. Jedes Gerne braucht bestimmte Dinge, manche mehr, manche weniger, dass ein Shooter keine Story von J.K. Rowling braucht ist klar, aber ein Rollenspiel mit der zufallsgenerierten Story mancher Shooter fasst doch niemand auch nur mit der Kneifzange an.
 
Wenn die Story Mist ist, nicht vorhanden oder alá COD austauschbar wie die Charaktere merke ich mir die Story natürlich nicht. Ist sie aber gut erzählt und ansprechend, macht mir das Spiel Spaß merke ich mir die wichtigen Storyparts auch. So z.B. eben auch bei Spielen wie Mass Effect. Fallout 3, Stalker oder Far Cry 3 die gute Beispiele für Storys sind, die ich als top empfinde.

Bei einem MP nach einer Story zu suchen ist bis auf wenige Ausnahmen Bullshit. Wenn die Entwickler dies als Ausrede nehmen wollen, keine Storys mehr zu entwickeln heißt das nur, daß sie vorher versagt haben, weil sie dem Kunden keine ansprechende Story liefern konnten, Und das ist dann echt ein Armutszeugnis.
 
Kann mir mal jemand helfen ?

Ich kann seid vielleicht zwei Wochen, oder so, den Forenteil der Seite nur noch mit ganz viel Glück benutzen.
So bald ich etwas anderes, außer direkt unter den Artikeln zu schreiben, machen will, hängt sich PCGames.de komplett auf und ich muß die Seite schließen.
Der Fehler kommt nur hier, überall wo anders im Netz funktioniert alles bestens.
Hat sich auf der Seite irgendwas geändert ?
Gibt es andere die das Problem auch haben ?
Wäre über Hilfe dankbar und hätte gern erst mal im Forum gesucht aber das kann ich ja nicht nutzen.
 
Die Wahrheit liegt (wie so oft) in der Mitte.

Es hängt z.b. stark davon ab wie aufmerksam der Spieler bei der Sache ist.
In welcher Umgebung Spiele konsumiert werden
allein vs mit einigen Kumpels.

Es gibt sicherlich auch einige Spiele die keine Story benötigen wie z.b. Hotline Miami.
Gott hat mir dieses Spiel unfassbar viel Spaß gemacht :-X

Dann gibt es wiederrum Spiele, wie Deus Ex, die eine schöne Geschichte erzählen muss.
Bioshock Infinites Story / Handlung gehört, mMn, zum eines der besten was es bis dato im Ego Shooter Bereich gab ;-)
Es ergibt (mehr oder weniger) alles einen Sinn und man bekommt eine ausgeklügelte Geschichte spendiert.

Metro besitzt keine herausragende Geschichte, aber die Atmosphäre und die Inszenierung ist einfach super
und ich fühle mich "wohl" in diesem Universum.

Ein Half Life 2 hat hingegen keine klare, sichtbare und vorgesetzte Story / Handlung. Portal 2 teilweise das gleiche Spiel.
Bei den beiden ist man teilweise einfach selber für die "Story" verantwortlich.
Warum? Weil man eben immer mehr Infos bekommt, je besser man sich während des Spielens anstellt und nicht einfach
so durchläuft.

Deswegen betragen bei mir (vor allem bei ausgewählten Titeln) Spielzeiten in letzter Zeit immer um einiges mehr als
bei anderen Zockern :-)
Aktuelles Beispiel:
Thief Steam Spielzeit 20 Stunden und noch nicht durch.

Um noch paar andere zu nennen
Deus Ex HR 1st 36 std, 2nd 42 std
Rage ~30 std Kampagne
Portal 2 SP Kampagne 11 Stunden
Dishonored 29 std.
Bioshock Infinite 15 std

Viele Spieler sind immer noch selber dafür verantwortlich wie aufmerksam sie ans Spiel herangehen wollen.
Dass erfahrene Spieler immer weniger für eine Story zu begeistern sind, ist absolut logisch und selbsterklärend.

Man muss auch im Geiste flexibel genug sein um seinen Spielspaß richtig einschätzen zu können... Wer einfach nur konsumiert
und nicht richtig bei der Sache dabei ist, kriegt eben weniger mit als wenn es jemand leidenschaftlich und warscheinlich doppelt
so lange durchspielt.

Wie gesagt... Es ist eine Mischung aus allen möglichen Faktoren und diese können auf keinen Fall pauschalisiert werden
a´la "Stories werden überschätzt" :-S
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist doch Schwachsinn.

Mit der Argumentation kann man auch sagen Level/Musik/Quests etc.werden überschätzt weil sich die Leute nur Bruchhaft daran erinnern.
 
Nach dieser Definition muss die WOW-Quest "Töte 10 Wildschweine" ja ein Entwickler-Meisterwerk sein, da sich wohl jeder an diese Quest erinnert. Und sogar die Leute die Quest kennen, die kein WOW spielen/gespielt haben.

So ein Blödsinn!
 
Eine erinerungswürdige Story ist nur so gut wie sie geschrieben, erzählt und ggf. präsentiert wird. Und vor allem ist es wichtig, WAS genau erzählt wird. Bleibt nichts am Spieler hängen, liegt es einfach an der Handlung an sich oder daran was für'n Kappes damit angestellt wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Gott, was ist das denn bitte fuer eine GDC? Jetzt sind wir endlich mal soweit gekommen, nach ueber 40 Jahren, dass Spiele auch mal eine ordentliche und etwas komplexere Story erzaehlen, wir sind mit der Technik soweit, dass wir endlich auch mal Charaktere die Emotionen durch Mimik und Gestik ausdruecken inszenieren koennen und dann kommen irgendwelche idiotischen Statistiker daher und versuchen auf Teufel komm raus alles auf Zahlen runterzubrechen. Erst diese Statistik, dass der spaetere Verlauf der Spiele eh wurscht ist, da ihn sowieso keiner sieht (letzte news von der GDC) und nun das.
Was soll das? Ich will doch schwer hoffen, dass sich Entwickler und vor allem Publisher von solcher fehlinterpretierten Mathe-Spielchen nicht zu sehr beeinflussen lassen.
 
Manchmal liegt es auch einfach am Spieler selbst.

Wer sich Bioshock Infinite in dem Glauben kauft, das Spiel wäre der fordernste Ego-Shooter des Jahres, der hat sich einfach schlecht informiert.. ;-)

Manche Spiele leben von ihrer Story, andere bestechen durch herausragendes Gameplay (es soll sogar Spiele geben, die beides gut können, siehe Dragon Age 1). Aber die eigentliche Wertung ist ja spielerabhängig. Und ein großteil der Spieler steht definitiv auf schnellere, unkomplizierte Aktion als eine komplexe Storyentwicklung.

Mir gefallen solche Statistiken nicht, denn ich habe ebenfalls, wie schon hier im Thread geäußert, Angst, dass Entwickler in Zukunft davon absehen, eben Spiele mit einer komplexen, dichten Story zu entwickeln.

Man siehe mein vorangegangenes Beispiel Bioshock. Das Spiel ist storytechnisch genial. Und trotzdem hat es sich nur durchschnittlich verkauft. Sowas schreckt ab..:-|
 
Weil auch manche Tester die Spiele falsch einordnen. Bioshock sehe ich mehr als Adventure mit Shootermechaniken, denn als reinen Shooter. Dazu hat das Game eine zu dichte Story, zu viele Nebendinge wie Plasmide etc. pp, Bionik u.s.w. Und wenn man dann an ein Spiel mit falschen Voraussetzungen herangeht hat das Spiel schon verloren.

Es kommt ja auch keiner auf die Idee, System Shock 1/2 (die geistigen Väter von Bioshock) als reinrassigen Shooter anzusehen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Weil auch manche Tester die Spiele falsch einordnen. Bioshock sehe ich mehr als Adventure mit Shootermechaniken, denn als reinen Shooter. Dazu hat das Game eine zu dichte Story, zu viele Nebendinge wie Plasmide etc. pp, Bionik u.s.w. Und wenn man dann an ein Spiel mit falschen Voraussetzungen herangeht hat das Spiel schon verloren.

Es kommt ja auch keiner auf die Idee, System Shock 1/2 (die geistigen Väter von Bioshock) als reinrassigen Shooter anzusehen.

Und genau deswegen hasse ich solche Statistiken. ;-)

Wer wurde denn befragt, der klischeehafte, 14 jährige COD-Spieler? Na ich weiss nicht..:-B
 
Eine erinnerungswürdige Story ist nur so gut wie sie geschrieben, erzählt und ggf. präsentiert wird. Und vor allem ist es wichtig, WAS genau erzählt wird.
Man sollte aber nicht das WIE vergessen.

Zum Beispiel kann man Memento (ein Film, der in Zeitsprüngen rückwärts erzählt wird) per DVD Feature auch chronologisch anschauen - da wirkt er aber deutlich langweiliger und wäre wahrscheinlich auch nicht so bekannt geworden.

Auch die Story von Mulholland Drive von David Lynch
"Lesbe lässt ihre Ex-Freundin umbringen, weil diese einen Mann heiratet und erschießt sich daraufhin aus Gewissensbissen."
könnte man deutlich un-unterhaltsamer (und un-erinnerbarer) inszenieren - schlimmstenfalls sogar als eine Folge von Lenßen oä. dilettantischen Formaten.
 
Oder Pulp Fiktion: Der Film wäre mit einem chronologischen, standardisierten Erzählformat nur halb so gut.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das ist ein Thema, das sehr subjektiv wahrgenommen wird. Deshalb kann man hier nicht pauschal sagen, die Handlung in einem Spiel würde überschätzt oder unterbewertet.

Wie stark einem Spieler die Handlung eines Spieles in Erinnerung bleibt, hängt vom gleichen Kriterium ab, wie bei der Handlung eines Films, eines Buches oder des eigenen Lebens: nämlich davon, ob sie ihn emotional berührt. Und hier ist es wichtig, wie die Handlung präsentiert wird. Wenn sie mitreißend, schockierend oder zu Tränen rührend präsentiert wird, dann bleibt sie auch haften.

Die Bedeutung der Handlung hängt natürlich auch vom Genre ab. Ein Spiel der Total War braucht keine Handlung. Aber ein Rollenspiel ohne eine Handlung, ist für mich kein Rollenspiel. Das lebt nämlich von seiner Handlung, den Charakteren, die die Handlung tragen und der Welt, in der sich die Handlung abspielt.

Man sollte auch nicht hergehen und die Handlung auf ihren Kern verdichten. Dann wirkt sie nämlich immer dünn, teilweise sogar albern. Nehmen wir z. B. "Der Herr der Ringe"! Die Handlung lautet zusammengefaßt: Frodo erhält den Ring der Macht und muß ihn nach Mordor bringen, um ihn zu vernichten. Das ist der gesamte Erzählkern. Wenn ich vom Herrn der Ringe noch nie etwas gehört hätte, würde ich jetzt sagen: "Toll! Und was ist daran jetzt so interessant?". Mich jetzt dazu zu bringen, die Bücher zu lesen, oder die Filme anzusehen, wäre wohl ziemlich schwer. Solche Verkürzungen können leicht zu falschen Schlüssen führen. (s. als genanntes Beispiel Deux Ex:HR)

Man sollte es allerdings auch nicht aufbauschen und jeden noch so kleinen Nebenauftrag in die Handlung einbeziehen. Wer erinnert sich bitteschön noch daran, worüber er auf Omega mit Captain Gavorn gesprochen hat?

Ob ein Spiel von Testern falsch eingeordnet wurde, wie bereits erwähnt, kann ich so auch nicht unterstreichen. Sehr viele Spiele enthalten heute Elemente aus verschiedenen Genres. Dazu kommt noch, daß es Spiele gibt, die dem Spieler die Freiheit lassen, wie er es spielen will. In welches Genre sollte ich also "Dishonored" einordnen? Je nachdem wie ich es spiele, ist es entweder ein Schleichspiel, ein Shooter oder ein Rollenspiel. Und damit ändert sich auch die Wichtigkeit der Handlung. Wenn ich es nämlich als Shooter behandeln würde, wäre die Handlung von "Dishonored" tatsächlich nicht so wichtig, als wenn ich es als Rollen- oder Schleichspiel einstufen würde.

Für mich ist die Handlung und ihre Präsentation in einem Spiel sehr wichtig. Und sie bleibt mir auch im Gedächtnis haften. Wobei das gleiche für mich auch für Filme und Bücher gilt. Wäre ich jedoch einer der Spieler, die jede Zwischensequenz und jeden Dialog einfach überspringen, mit denen mit meisten Entwickler die Handlung erzählen, bräuchte ich mich nicht zu wundern, wenn ich nur Hälfte mitbekomme und am Ende nichts haften bleibt, oder ich nichts verstanden habe.

Ich erinnere mich an die Handlung von "The Whispered World" nach einem Jahr noch genau so gut, wie an die Handlung von "Blade Runner" oder "Das Lied von Eis und Feuer" (Buch-Variante, nicht TV-Serie).

Wer übrigens ein Spiel mit einer schönen Geschichte erleben will, dem sei "The Banner Saga" ans Herz gelegt.
 
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