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Für Fans ist Gothic Kult - für Embracer aber offenbar keine Premium-Marke

Für den Niedergang von Piranha Bytes halte ich tatsächlich Jörg Pankratz für den Hauptverantwortlichen.
Er mag für die fragwürdigen Designentscheidungen verantwortlich sein. Aber ich behaupte, wenn Gothic 1 und 2 erfolgreicher gewesen wären, dann hätten seine Designentscheidungen einen wesentlich schwereren Stand gehabt. Sie hätten sich dann gegen eine bewiesen erfolgreiche Formel durchsetzen müssen.

Und G1 und G2 wären erfolgreicher gewesen, wenn es damals bessere Publisher gehabt hätte. Ja, @Homerclon , dann war Jowood bei Gothic1 eben noch nicht im Boot. Aber sie hatten ja dann später genug Gelegenheit es besser zu machen....haben es aber nicht getan.
 
Nein, darin erst recht nicht.
Also nix für ungut, aber .... hahaha! :D

Spaß bei Seite. Morrowind war schon geil, oft angeschmißen und auch viel rumgeturnt, aber ganz ehrlich, eigentlich nie so gewußt was da so abgeht. Ich fand es trotzdem gut.

So unrund und nicht eben leicht Gothic 1 war, so klar, geschloßen und "laufend" war es, wenn man den Griff mal raus hatte. Da konntest dich jetzt auch ohne "Guides" reinfuchsen und wurdest zum "Pro". :D Das war damals extrem immersiv und sah halt auch so geil aus. Gothic 1 jetzt weniger, das war ja alles eher so braun in grau, im Minental. Aber dann Gothic 2, die Insel, das Meer, der Wald, ein Traum. :D

Wenn man ehrlich ist, dann ist Bethesda halt mit seinen Spielen immer durchschnitt bis gut (auch Fallout 3, wobei das halt von der Idee und dem Setting in Richtung geilst abdriftet, da haben se halt Glück gehabt). Das bekommt man halt nicht kommuniziert, da man hier allem was aus Übersee kommt erstmal ganz tief in den A. kriechen muß.

Gothic 1 und Gothic 2 waren damals einfach Meilensteine. Anstatt den Erfolg weiterzufahren, immer etwas mehr und runder, Mannschaft immer weiter ausbauen kam eigentlich schon mit Gothic 3 der Wendepunkt. Davon hat sich PB nie mehr wirklich erholt. An diesem Wendepunkt haben jetzt höchst durchschnittliche Gesellen wie Bethesda oder die geilen Schnittchen von CD Project Red weitergemacht und wurden zu Milliardenunternehmen.

Und beide Spiele, der Witcher 1 (der eigentlich sogar der beste Teil der Reihe ist, von der Atmo her) wie auch Morrowind sind schlechter als die beiden ersten Gothic Teile.

Ja, so läfut das noch hier in der Bananenrepublik. Es ist schon fast symptomatisch. Aber das wird auch gerade wieder besser.
 
Danke für den Lacher! Unrealistische Einschätzungen helfen dem Spiel / der Marke aber auch nicht weiter.
Von welchem Lacher redest du? Ich habe überhaupt keinen eingefügt, sondern lediglich das Faktum benannt, dass Gothic damals mit Morrowind den Boden gewischt hat.
Im Detail wären das: eine vollständige Sprachausgabe, ein ausgeklügeltes, adaptives Kampfsystem, (fast) keine Ladebildschirme, tägliche Routinen von NSCs, nichtskalierende Gegner etc.
Im Gegensatz dazu bekam man bei Morrowind lediglich seitenweise Text zu lesen, ein würfelbasiertes Kampfsystem, wo man sich fragte, warum man dauernd nicht trifft, und NSCs, die dumm in der Gegend herumstanden. In Sachen Grafik und Musik waren beide Spiele ungefähr gleich.
Nahtlose Welt ohne Ladebildschirme. In den frühen 2000ern war das die absolute Speerspitze der Videospieletechnologie...und Bethesda kriegt das bis heute nicht hin.
Das ist nur einer der vielen Punkte, bei denen Gothic Morrowind meilenweit überlegen war.
 
Nahtlose Welt ohne Ladebildschirme. In den frühen 2000ern war das die absolute Speerspitze der
Komplett ohne Ladebildschirme nicht, aber um ein vielfaches weniger - so viel weniger, das es einem im Vergleich so vorkommen könnte es gäbe keine.

Es gibt 4 Ladebildschirme in G1 (Oberwelt -> Alte Mine / Ork-Friedhof / Freie Mine / Schläfer-Tempel) , in G2 dann noch drei (mit DNdR; Khorinis Umland -> Minental / Jharkendar / Irdorath).
Erst in G3 gabs keine Ladebildschirme mehr, dafür leider häufige Nachladeruckler.
 
Komplett ohne Ladebildschirme nicht, aber um ein vielfaches weniger - so viel weniger, das es einem im Vergleich so vorkommen könnte es gäbe keine.

Es gibt 4 Ladebildschirme in G1 (Oberwelt -> Alte Mine / Ork-Friedhof / Freie Mine / Schläfer-Tempel) , in G2 dann noch drei (mit DNdR; Khorinis Umland -> Minental / Jharkendar / Irdorath).
Erst in G3 gabs keine Ladebildschirme mehr, dafür leider häufige Nachladeruckler.
Korrekt, die Ladebildschirme gab es beim Wechsel zwischen der Hauptwelt und den Dungeons. Aber eben nicht wie bei Bethesda an jeder Ecke.
 
JoWooD ist bei G1 unschuldig, die übernahmen den Vertrieb erst zusammen mit Gothic 2.
Wie ich auch schon in Beitrag #14 - also direkt über deinem - geschrieben hatte.

Auf der Packung meiner G1-Version ist kein JoWooD-Logo, Und wenn ich das Abspielen der Logo-Videos bei Spielstart nicht deaktiviert hätte, würde mir auch dort kein JoWooD-Video vorgespielt.

Es gab zwar Verhandlungen mit JoWooD als Co-Publisher für die englischsprachige Version, es wurde dann jedoch Xicat.
Es war durch Xicat eine Xbox-Fassung auch angekündigt, und soll gar von der ESRB geprüft worden sein, aber nie veröffentlicht.
Um dem Ganzen noch etwas mehr Infos hinzuzufügen. Gothic 1 wurde von Egmont Interactive gepublished. Das war der damals frisch gegründete Spiele-Publisher des Egmont-Ehapa-Verlags. (Mickey Mouse & Co.).
Im Laufe der Entwicklung gründeten die gemeinsam mit dem deutschen Publisher dtp das Label "Shoebox". Das ist auch das Logo, das in der Release-Version von Gothic auftaucht.
Erst bei Gothic 2 kam dann Jowood ins Spiel.

Nein, darin erst recht nicht.
Nun, für die Aussage hast du ja schon ein paar Lacher bekommen. Und das zurecht. ^^
Ein Jahr VOR Morrowind konnte Gothic schon seine komplette Welt nahtlos streamen (mit Ausnahme der größeren Dungeons). Mit allen Innenräumen, NPCs, Monstern und mehr.
Alle NPCs hatten eine komplette Sprachausgabe - sogar für Ambient-Dialoge. Die Tagesabläufe waren auch ausgefeilt.

Währenddessen hatte Morrowind ein Jahr später noch an jeder Ecke Ladezeiten - sogar innerhalb der Open World, wenn ich mich richtig erinnere. Die NPCs sahen aus wie Streuselkuchen und man musste eine ganze Menge lesen, weil nur Einstiegsdialoge vertont waren.

Morrowind war auch sehr braun, da nehmen sich die beiden also nicht viel. Das Einzige, was man Morrowind zugutehalten kann, ist: Es war kreativ in der Gestaltung seiner Welt. Da bietet Gothic - zumindest anfangs - eher eine klassische Fantasy.
 
Währenddessen hatte Morrowind ein Jahr später noch an jeder Ecke Ladezeiten - sogar innerhalb der Open World, wenn ich mich richtig erinnere.

Du erinnerst dich richtig.
Es gab da ein Stiefel-Item in Morrowind, ich glaube „7-Meilen-Stiefel“ oder so ähnlich im Deutschen, die gaben +200 auf Speed und haben als Nebeneffekt nahezu blind gemacht.
Na jedenfalls konnte man mit einem bekannten Glitch und den Stiefeln auch über mehr als die halbe Karte springen.
Während der Sprünge überquerte man mitunter mehrere Gebiete, die alle natürlich nacheinander geladen werden mussten, obwohl man in ihnen gar nicht landete.
Mitunter dauerte so ein Sprung gute 10 Minuten, je nachdem wieviel RAM man im Rechner hatte. 😂
 
Morrowind hatte allerdings doch auch schon das Itemsytem, welches bekannt ist für Bethesda-Games: Man kann mit JEDEM Objekt interagieren.
Ich spiele grad Gothic 2. Ind da fällt mir grad extrem auf zu Beginn: Schränke sind einfach 3D-Obejkte wie eine Wand. Nix zum durchsuchen, ausser Kisten.
Da muss man schon fair vergleichen.
 
Nun, für die Aussage hast du ja schon ein paar Lacher bekommen. Und das zurecht. ^^
Ein Jahr VOR Morrowind konnte Gothic schon seine komplette Welt nahtlos streamen (mit Ausnahme der größeren Dungeons). Mit allen Innenräumen, NPCs, Monstern und mehr.
Alle NPCs hatten eine komplette Sprachausgabe - sogar für Ambient-Dialoge. Die Tagesabläufe waren auch ausgefeilt.

Währenddessen hatte Morrowind ein Jahr später noch an jeder Ecke Ladezeiten - sogar innerhalb der Open World, wenn ich mich richtig erinnere. Die NPCs sahen aus wie Streuselkuchen und man musste eine ganze Menge lesen, weil nur Einstiegsdialoge vertont waren.

Morrowind war auch sehr braun, da nehmen sich die beiden also nicht viel. Das Einzige, was man Morrowind zugutehalten kann, ist: Es war kreativ in der Gestaltung seiner Welt. Da bietet Gothic - zumindest anfangs - eher eine klassische Fantasy.
Wenn man seine Argumentation ausschließlich auf genehme Aspekte aufbaut, mag das schon hinkommen ;)
 
Da muss man schon fair vergleichen.
Ein komplett fairer Vergleich ist ohnehin kaum möglich, weil hinter den Spielen nahezu komplett entgegengesetzt Designphilosophien stecken.

Gothic will eine handgemachte Narration erzählen. Die Spielsysteme sollen das unterstützen. Emergente Momente existieren zwar (Tiere in der Welt jagen einander etc.) aber stehen im Hintergrund.

Morrowind dagegen steht in der Tradition der ersten beiden Elder Scrolls Spiele: prozedural generierte Welten, in der der Spieler sich seine eigenen Ziele sucht. Das Spiel bietet nur den systemischen Unterbau dafür. Der Rest ist emergent. Auch wenn nominell eine Hauptstory existiert ist die nur die Schleife auf dem Paket, nicht der Hauptinhalt.

Das bringt natürlich auch ganz andere Anforderungen mit sich. Jeden Schrank durchwühlen zu können ist für ein Elder Scrolls unumgänglich. Für ein Gothic völlig egal. Eine nahtlose Welt, ohne Ladezeiten, ist allerdings für BEIDE Designansätze ein Vorteil. Und genau deshalb kann man diesen Punkt auch an Morrowind kritisieren.
 
Ein komplett fairer Vergleich ist ohnehin kaum möglich, weil hinter den Spielen nahezu komplett entgegengesetzt Designphilosophien stecken.

Gothic will eine handgemachte Narration erzählen. Die Spielsysteme sollen das unterstützen. Emergente Momente existieren zwar (Tiere in der Welt jagen einander etc.) aber stehen im Hintergrund.

Morrowind dagegen steht in der Tradition der ersten beiden Elder Scrolls Spiele: prozedural generierte Welten, in der der Spieler sich seine eigenen Ziele sucht. Das Spiel bietet nur den systemischen Unterbau dafür. Der Rest ist emergent.

Das bringt natürlich auch ganz andere Anforderungen mit sich. Jeden Schrank durchwühlen zu können ist für ein Elder Scrolls unumgänglich. Für ein Gothic völlig egal. Eine nahtlose Welt, ohne Ladezeiten, ist allerdings für BEIDE Designansätze ein Vorteil. Und genau deshalb kann man diesen Punkt auch an Morrowind kritisieren.
Nix destotrotz fällt einem das bei Gothic aber sehr wohl auf, grade, wenn man hier über Technik redet (Ladescreens, etc). Ich nenne hier mal die berühmte "Immersion in Spielen" .
Ich war noch nie ein grosser Gothic-Fan und eher vertraut mit Bethesta-Spielen.
Eben, weil sie so viel Freiheiten bieten durch ihre Technik.

Wie oben genannt, spiele ich grade G2.
Und EIGENTLCH wird einem da eine enorme Freiheit suggeriert, welche mMn nicht eingehalten werden kann.
Nicht falsch verstehen: Ich liebe diese Dialoge und den langsamen Spielablauf.
Aber wenn man Morrowind, welches schon starke (neben-)Quests hat , als "schlechter" dazustellen als G1/2, finde ich wirklich unfair.

Und ich spielte Morrowind (mit Grafikmods) vor ziemlich genau zwei Jahren und das fühlte sich spielerisch für mich runder und offener an. Vielleicht sogar ZU offen. Trotzdem:

Wenn wir hier von Technik reden, war das Grundgerüst (!) für die Gothic-Reihe nicht das Nonplusultra
 
Wenn wir hier von Technik reden, war das Grundgerüst (!) für die Gothic-Reihe nicht das Nonplusultra

Die Herleitung deiner Schlussfolgerung erschließt sich mir nicht. Ist ja schön für dich, wenn du lieber Ladezeiten in Kauf nimmst, nur um dann in Schränken zu wühlen...aber das ändert nix daran, dass eine große Welt ohne Ladezeiten damals eine große technische Leistung war. Viele tausend kleine Einzelmaps dagegen...nicht. Auch nicht mit benutzbaren Schränken.
 
Das stimmt natürlich.
In der heutigen SSD-Zeit, blendet man die Ladezeiten aus 😀

Müsste mal U9 wieder starten.
Das war (in Erinnerung) technisch, das Beste beider Welten, solange es funktionierte.
 
Es gibt Mods für G2, die Schränke als durchsuchbaren Stauraum hinzufügen.
Kein Limitierung der Engine, einfach eine Designentscheidung von PB.

In G1 konnte man auch schon mit vielen Objekten interagieren, die effektiv keine Funktion haben.
Oder Anders: Alles womit die NPCs interagieren, kann man auch als Spieler interagieren.
In G2 bekamen diese vereinzelt auch Funktionen (Tränke brauen), bzw. wurde es mit Mods nochmal erweitert (bspw. Kochen, nicht nur Fleisch braten).


Das Gothic (1+2) ein Story-Driven RPG ist, und bei Morrowind man sich seine eigenen Ziele steckt, sind einfach zwei völlig verschiedene Game Designs. Beides hat seine Vor- und Nachteile, in dieser Hinsicht sollte man Spiele nicht vergleichen, da es verschiedene Geschmäcker anspricht.
Wer den "Sandkasten" wie in Morrowind liebt, wird mit einem Story-Driven wie Gothic nie wirklich warm werden, und umgekehrt genauso.
 
Wenigstens bringe ich ein paar Argumente. Du hast bisher noch gar nichts gesagt. ;)
Ich wollte das zunächst einmal schlicht nicht so stehen lassen, sonst glaubt das noch jemand. Ich verdiene im Vergleich zu dir meine Brötchen nicht hiermit und habe dementsprechend wenig Zeit für Gaming-Foren.

Eine kurze Recherche mit (zugegeben) ChatGPT bestätigt meinen Eindruck, dass deine Aussage "Ein Jahr VOR Morrowind konnte Gothic schon seine komplette Welt nahtlos streamen (mit Ausnahme der größeren Dungeons). Mit allen Innenräumen, NPCs, Monstern und mehr." so nicht stimmen kann. Wenn da Streaming möglich war, wieso dann doch separate Areale, die nachzuladen waren? Dazu sind die Größenverhältnisse beider Open-Worlds ein klitzekleines bisschen unterschiedlich. ChatGPT sagt hier:

Gothic 1 hatte keine echte environmental streaming engine.
Es war eher ein clever gebauter, relativ kleiner, komplett geladener Open-World-Level mit Culling und separaten Ladezonen für große Innenbereiche.

Bei deiner Aussage "Alle NPCs hatten eine komplette Sprachausgabe - sogar für Ambient-Dialoge. Die Tagesabläufe waren auch ausgefeilt." sollte man die schiere Anzahl beachten. Morrowind hatte 5x soviele NPC. Teilweise auch mit gewissen Routinen. Wenn man ehrlich ist, waren die Tagesabläufe bei Gothic zwar vorhanden, aber auch keine technische Revolution.

Zur Sprachausgabe: Die Lore in Morrowind ist sehr ausgefeilt, es werden viel mehr Informationen vermittelt, während diese in Gothic ja schon äußerst, sagen wir mal, zweckmäßig ist. Die zwei Sätze, die bei den meisten Dialogen in Gothic gesprochen werden sind da halt besser zu stämmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese "separate Ladezonen für große Innenbereiche", beschränken sich jedoch auf exakt 4 "Innenbereiche".
Alte Mine, Orkfriedhof, Freie Mine und dem Schläfertempel. Das sind große Dungeons.

Von einer technischen Revolution bei den Tagesabläufe hat nie jemand gesprochen. Sondern das es etwas ist, das man selbst 25 Jahre später nur sehr selten sieht.

Ob es in Morrowind überhaupt irgendwelche Tagesabläufe gab - die über herumstehen und schlafen hinaus gehen -, erinnere ich mich nicht. Hab es nur ein paar Stunden gespielt mit 2-3 Anläufen. Ich fand es nicht gut, und konnte nicht nachvollziehen warum es so beliebt war.
 
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