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Frontal 21: Redaktion rechtfertigt umstrittenen TV-Beitrag zu Free2Play-Spielen

Ehrlich, was hat sich seit CoD4 über die Jahre geändert? (Ich bin/war CoD-Spieler, insbesondere CoD4-ESL, daher kann ich das wohl sehr gut einschätzen) Das betrifft natürlich nicht nur CoD sondern auch viele andere Spiele. Es muss nur ein bekannter Name darauf stehen und es wird gekauft, obs nun besser oder schlechter ist, interessiert erstmal keinen.

Was das Arbeiten zum Hobby angeht; warum nicht? Dazumal war es ein Hobby von Spieleentwicklern. Daraus wurden ja erst all diese tollen Spielkonzepte zum Leben erweckt.Heute wird nur noch kopiert, ein anderer Name, selbe Perks, nur umbenannt und fertig ist das Spiel und wird alls neuer Vollpreistitel verkauft. Ich möchte/versuche Dir nur begreiflich zu machen, das Spiele zur Unterhaltung dienen sollen und nicht zur Geldmacherei. Schau Dir die alten Tomb Raider Teile an (1-3 z.B.) daran saß man mehere Wochen, weil es anspruchsvoll war und NICHT ständig Popups aufsprangen um einem zu sagen, wie man sich duckt, wie man spring, wo man lang muss. Nein! Man wurde einfach ins kalte Wasser geworfen. Das Spieleniveau ist bei heutigen Spielen (wie gesagt, es gibt Ausnahmen wie überall) einfach grottenschlecht. Man hat das Gefühl, man ist total labil im Kopf und man wird ständig nur an der Hand gehalten. Eben WEIL man nur an die breite Masse geht und nicht Innovativ denkt. Würden Entwickler die Spielebranche mehr zu einem Hobby machen (Nicht ausschließlich, das geht in der Tat nicht, denn das wäre wirklich katastrophal, wie Du bereits erwähntes @louplex) dann würden mit Sicherheit auch bessere Spiele wieder zustande kommen.

Es scheint mir so, als wären wir grundlegend ganz ähnlicher Auffassung. Ich bin auch absolut kein Freund der ständig vorgekauten Tutorials und das ich in einem Spiel so ziemlich alles immer sofort haben kann. Dadurch habe ich oft das Gefühl, dass mich die Spieleentwickler für viel zu dämlich halten und mich an die Hand nehmen müssen. Meine liebste Spielereihe dieser Generation sind Demon´s Souls und Dark Souls... Spiele, die einen ins kalte Wasser schmeissen und ohne eigene Recherche ziemlich hilflos zurück lassen. Man muss sich diese Spiele "erarbeiten".

Allerdings sehe ich den Punkt der Vergangenheit etwas anders und ich bilde mir ein, auch etwas reflektierter als Du. Ich bin der Meinung, dass ein Großteil der positiven Gefühle, die man den ganzen alten Spieleperlen entgegen bringt, in erster Linie Nostalgie geschuldet sind. Die Spiele waren damals nicht besser, sie waren nur neu, unverbraucht, innovativ... wir waren jünger und leichter zu begeistern. Was habe ich ein Wing Commander oder ein Pirates gefeiert, heute würde mich das nicht mehr hinterm Ofen hervorlocken.

Der Punkt ist: Natürlich konnten Entwickler früher ihre Visionen umsetzen, viel mehr als heute (zumindest im Rahmen der damals ziemlich eingeschränkten technischen Möglichkeiten), damals wurden überhaupt erst die heutigen Spielegenres begründet. Das war revolutionär, anders, innovativ. Im Laufe von knapp vierzig Jahren und einer unzähligen Masse neuer Spiele wird es aber sehr schwierig, wirklich neue Ideen und gänzlich neuartige Konzepte zu entwickeln. Denn letztendlich hat sich an dem Medium an sich, also dem Schwerpunkt der Interaktion sehr wenig verändert. Noch immer haben wir Maus/Tastatur/Controller und einen Bildschirm, "ein Shooter ist ein Shooter, ist ein Shooter..." heute wie damals, alles irgendwo Urenkel von Wolfenstein 3D.

Wenn man sich die Kostenverteilung einer AAA-Produktion anschaut, sagt man ja Pi mal Fensterbrett, dass 50% der Kosten ins Marketing fliessen, 40% in Grafik, 10% in die eigentliche "Spieleentwicklung". Bei einer gänzlich neuen IP steigt der Anteil für Werbung, Marketing, Marktforschung und -positionierung noch mal drastisch an.
Da diese Kosten bei einem zweiten, dritten und x-ten Teil einer Reihe so minimal wie möglich gehalten werden können (Bekanntheitsgrad ist vorhanden, sämtliche Lizenzen auch, Programmbibliotheken und Assets können recycled werden), gleichzeitig das Risiko dadurch minimiert wird, dass man aufgrund vergangener Erfahrung sehr präzise Absatzprognosen stellen kann (elementar wichtig für Investoren, um überhaupt die Kohle für eine solche Produktion zu bekommen), ist es auch eine rein logische Folge, dass diese Formel gilt: je teurer eine Produktion, desto mehr wird auf Bewährtes zurückgegriffen.

Aus diesem Teufelskreislauf können entweder blinde Hühner laufen, die mal ein Korn finden (Persson) oder Spielentwickler und Firmen mit einem unerhört guten Ruf. Alle anderen müssen den sicheren Weg gehen oder mit dem erhöhten Risiko leben, auf die Schnauze zu fallen.

Zur Hobby-Sache: Es gibt ja heute mehr denn je kleine Entwickler, die ihre Projekte umsetzen können, der Independent Bereich im Spielesektor ist um das Vielfache größer als früher. Allerdings MUSS es zwingend sauteure AAA-Produktionen geben, um das gesamte Medium, die gesamte Technik, die Zukunft dieses Marktes am Leben zu erhalten. Hätten wir nur kleine Independent-Hobby-Entwickler, würden wir heute alle noch vor unseren Taschenrechner sitzen und kleine Basicprogramme schreiben.

Oder ketzerisch formuliert: Ohne Call of Duty würde es kein Minecraft geben.

Daher kann ich diese Hetze gegen die ganzen großen, "bösen" Spielefirmen nicht verstehen, denn schliesslich sind sie es, die unser Hobby zu einem milliardenschweren Markt gemacht haben, der stätig wächst.
Das ist im Filmbereich nicht anders. Ja, es nervt, die 528 Comicverfilmung, den 14ten Teil einer erfolgreichen Reihe oder immer wieder Reboots alter Filme zu sehen. Aber ohne diese würden wir nicht in den Genuss kommen, die wirklich wertvollen Filme auf einer 700 m² Leinwand mit atemberaubenden Bild und Ton zu sehen.
 

Ich glaube auch, das wir beide das gleiche meinen, es jedoch nur anders auffassen bzw. anders formulieren aber wie gesagt im Grunde das gleiche meinen. :-)

Das Nostalgie-Argument ist ein wirklich guter Punkt, den ich mir ehrlichgesagt auch eingestehen muss.:-D
Ich hab mir vor einigen Tagen bei STEAM die Tomb Raider Teile gekrallt und es ist in der Tat noch gut; vielleicht wirklich wegen der Nostalgie hinter dem Ganzen. Jedoch würde ich behaupten, das ich dazumal....... enthusiastischer bei dem Spiel war. Genauso verhällt es sich mit Rayman 1 (Obwohl ich da einfach die Musik so toll finde. xD)

Bleiben wir bei dem Punkt: Wo es Licht gibt, gibt es auch Schatten und wie es so ist, verändern sich Geschmäcker und Eindrücke mit der Zeit. Immerhin ist es nunmal so, das "Routine" bei Spielkonzepten irgendwann ausgelutscht sind, egal wie toll sie am Anfang waren und ich denke, an diesen Punkt sind wir (zumindest was die ältere Generation angeht) angekommen. Würde es heute eine Zeitmaschine geben oder ein Illusionscomputer wie im Film "Total Recall", dann wäre das vielleicht am Anfang phänomenal aber nach zig Jahren ist das dann genauso normal, wie das Hände waschen nachm Klogang. Vielleicht sind die heutigen Spiele wirklich super, nur bemerken wir es nicht, weil wir die Konzepts schon kennen und dies für uns nichts Neues ist sondern alter Schman. Für Neulinge, die gerade erst anfangen mit dem Computerspielen, für die ist das natürlich unglaublich interessant. Wer weiß, vielleicht gibt es desshalb soviele... junge Spieler in den neuen Multiplayerspielen. ;-)

Hand zum Gruß
Bulle
 
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Vielleicht sind die heutigen Spiele wirklich super, nur bemerken wir es nicht, weil wir die Konzepts schon kennen und dies für uns nichts Neues ist sondern alter Schman.
Wenn dies so wäre müsste dies dann nicht auf alle Spiele zutreffen die man früher gespielt hat und nicht nur auf ein paar? ;-)

Ein ganz einfaches Beispiel für die Veränderungen sind die fehlenden Handbücher bzw. die Umwandlung in die digitale Form und auf ein paar Seiten gekürzt. Dieses ist ein Fakt und hat nichts mit Nostalgie zu tun. Und genau so wie diese mehr oder weniger wegrationalisiert wurden, ist dies auch bei Spieltiefe, Variation usw. betrieben worden.

Das ist einfach objektiv so und hat mit einer Verklärung der Vergangenheit nichts zu tun. Ich würde auch nicht auf die Idee kommen zu behaupten, dass sich an den Spielen des C64 orientiert werden sollte, auch wenn ich diese damals ausgiebig gespielt habe.
 
Wenn dies so wäre müsste dies dann nicht auf alle Spiele zutreffen die man früher gespielt hat und nicht nur auf ein paar? ;-)

Hmh... stimmt auch wieder. :-D

Ein ganz einfaches Beispiel für die Veränderungen sind die fehlenden Handbücher bzw. die Umwandlung in die digitale Form und auf ein paar Seiten gekürzt. Dieses ist ein Fakt und hat nichts mit Nostalgie zu tun. Und genau so wie diese mehr oder weniger wegrationalisiert wurden, ist dies auch bei Spieltiefe, Variation usw. betrieben worden. [...]

Ach Gott, Handbücher in dieser Form hab ich schon seit..... keine Ahnung wievielen Jahren nicht mehr in der Hand gehalten. Erstaunlich, das man bei den digitalen Handbüchern noch das Wort "Hand" benutzt; wohl eher Digibook oder sowas. Es war immer schön bei der Installation im Handbuch zu schmökern. Weiß noch ganz genau, wie ich bei Gothic 2 das Handbuch förmlich verschlungen hab dabei. Werte von Waffen, Informationen über Kreaturen und Persönlichkeiten... hach, war das schön gewesen. =)

Ich glaube Handbücher in dieser Form gibts jetzt nur bei diesen Special-Super-Duba-Premium-Editionen. Was dazumal Gang und Gebe war und eine reine Selbstverständlichkeit, ist heute ein Privileg geworden, soetwas zu besitzen. :-|

Hand zum Gruß
Bulle
 
Wenn dies so wäre müsste dies dann nicht auf alle Spiele zutreffen die man früher gespielt hat und nicht nur auf ein paar? ;-)

Ein ganz einfaches Beispiel für die Veränderungen sind die fehlenden Handbücher bzw. die Umwandlung in die digitale Form und auf ein paar Seiten gekürzt. Dieses ist ein Fakt und hat nichts mit Nostalgie zu tun. Und genau so wie diese mehr oder weniger wegrationalisiert wurden, ist dies auch bei Spieltiefe, Variation usw. betrieben worden.

Das ist einfach objektiv so und hat mit einer Verklärung der Vergangenheit nichts zu tun. Ich würde auch nicht auf die Idee kommen zu behaupten, dass sich an den Spielen des C64 orientiert werden sollte, auch wenn ich diese damals ausgiebig gespielt habe.

Natürlich müsste das nicht auf alle Spiele zutreffen, da weder damals noch heute alle Spiele entweder gut oder schlecht waren. Man muss es im Kontext der Zeit sehen.

Fehlende Handbücher mit weniger Spieltiefe gleichzusetzen ist ein haltloser Äpfel/Birnen Vergleich, das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. Ein Buch mit schmückendem Hardcover und Umschlag hat auch nicht mehr und besseren Inhalt als die Neuauflage im Taschenbuchformat.
 
Natürlich müsste das nicht auf alle Spiele zutreffen, da weder damals noch heute alle Spiele entweder gut oder schlecht waren. Man muss es im Kontext der Zeit sehen.
Ich gehe davon aus, dass man die Spiele die man früher intensiv gespielt hat auch gut fand. Und wenn es sich nur um nostalgische Gefühle handelte, dann würde man diese auch nennen, mache ich aber wie gesagt bei den C 64 Spielen nicht, auch wenn ich die damals sehr gerne gespielt habe.

Fehlende Handbücher mit weniger Spieltiefe gleichzusetzen ist ein haltloser Äpfel/Birnen Vergleich, das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. Ein Buch mit schmückendem Hardcover und Umschlag hat auch nicht mehr und besseren Inhalt als die Neuauflage im Taschenbuchformat.
Ganz im Gegenteil, viele Handbücher zu Spielen können nur deshalb fehlen oder so klein sein, eben weil das Spiel so wenig Tiefe beinhaltet.

Man glaubt es vielleicht nicht, aber es gab mal Spiele die waren so komplex, da wäre es undenkbar gewesen, wenn das Handbuch nur in digitaler Form mitgeliefert worden wäre. Denn um das Spiel zu spielen, wäre es nicht praktikabel gewesen, dieses jedes mal zu beenden um im Handbuch nach zuschauen.
 
Ich gehe davon aus, dass man die Spiele die man früher intensiv gespielt hat auch gut fand. Und wenn es sich nur um nostalgische Gefühle handelte, dann würde man diese auch nennen, mache ich aber wie gesagt bei den C 64 Spielen nicht, auch wenn ich die damals sehr gerne gespielt habe.

Klar fand man sie gut, aber wie eben schon gesagt, im Kontext der Zeit. Sicherlich gibt es da ein paar wenige Ausnahmen, wie beispielsweise Rundenstrategiespiele wie Empire, die es heute so nicht mehr gibt, weil der Markt dafür zu klein ist.
Man könnte den Versuch jetzt einfach mal machen und eine Umfrage bei Spielern machen, die jetzt vielleicht 12-16 Jahre alt sind. Man könnte sie Spiele spielen lassen, die bedeutend älter sind als sie und sie fragen, ob sie bereit dazu wären, für dieses Spiel den vollen Preis zu bezahlen. Geben wir diesen Spielern Call of Duty: Modern Warfare und Halflife zu spielen. Wofür würden sie sich vermutlich entscheiden? Einem anderen geben wir Maniac Mansion und The Whispered World. Wieder einem anderen geben wir Planescape Torment und The Witcher 2. Wohl gemerkt alles junge Spieler, die die alten Schinken nicht kennen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Großteil der "Tester" sich für die neuen Spiele entscheiden würde, alleine schon aufgrund der audiovisuellen Überlegenheit.

Ganz im Gegenteil, viele Handbücher zu Spielen können nur deshalb fehlen oder so klein sein, eben weil das Spiel so wenig Tiefe beinhaltet.

Man glaubt es vielleicht nicht, aber es gab mal Spiele die waren so komplex, da wäre es undenkbar gewesen, wenn das Handbuch nur in digitaler Form mitgeliefert worden wäre. Denn um das Spiel zu spielen, wäre es nicht praktikabel gewesen, dieses jedes mal zu beenden um im Handbuch nach zuschauen.

Nein, absolut nicht. Du kannst diesen Vergleich nicht ziehen, er ist einfach nicht zutreffend. Die komplexesten Spiele, die auf Handbücher zwingend angewiesen sind, werden vermutlich Flugsimulatoren sein. Die gab es früher, die gibt es heute. und heute sind sie gewiss nicht weniger komplex als früher.

Rollenspiele hatten immer sehr dicke Handbücher, ich kann mich da noch gut an Ultima erinnern, das war ein Riesenschinken. Klar war das eine schöne Zeit mit Baldur´s Gate, Neverwinter Nights und Konsorten, aber auch diese Spiele waren nicht komplexer als einige der heutigen Rollenspiele. Sie waren in erster Linie nur sperriger, aufgrund der DSA und D&D Regelwerke, die zugrunde lagen.

Du kannst Dich auch heute monatelang mit den Spielmechaniken von Dark Souls, World of Warcraft oder Diablo beschäftigen und auch wenn es sich für Dich ver"casualisiert" anfühlt, heisst es nicht, dass es dadurch weniger komplex ist.

Weltraumspiele wie Eve Online oder X3 sind ebenfalls komplex, bieten aber bedeutend umfangreichere Tutorials, als das früher üblich war.

Gran Turismo 5, Project Cars... vergleiche das mal mit der Simulationsauthentizität früherer Rennspiele.

Ich kann vermutlich aus jedem Genre heutige Vertreter nennen, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht weniger komplex sind als ihre Urahnen von vor 30 Jahren, aber nenne mir doch einfach mal ein paar dieser komplexen Spiele und sage, warum ein dickes Handbuch dafür notwendig war.
Und bedenke: Nur weil sich ein Spiel sperrig anfühlt und sich dem Spieler nur unzureichend erklärt, ist es noch nicht komplex, es ist teilweise auch nur benutzerunfreundlich.

Solltest Du aber mit "komplex" meinen: "schwerer", dann stimme ich Dir zu. Jump´Runs der 8-Bit-Ära waren knallhart, Actionspiele wie Turrican oder Shadow of the Beast haben einen verzweifeln lassen, ein Freund von mir hat neulich mal das alte Panzer General reingelegt und wurde in der ersten Runde auf dem normalen Schwierigkeitsgrad komplett auseinander genommen... ja, heute sind leider die meisten Spiele deutlich leichter, weil sie eine Zielgruppe ansprechen sollen, die keine drei Jahrzehnte Zockerfahrung haben wie ich oder andere Nerds. Daher sagte ich vorhin ja auch, dass ich momentan die Souls Reihe so toll finde, weil es eben ein bisschen ruppiger, und schwerer ist.
 
Ich kann vermutlich aus jedem Genre heutige Vertreter nennen, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht weniger komplex sind als ihre Urahnen von vor 30 Jahren, aber nenne mir doch einfach mal ein paar dieser komplexen Spiele und sage, warum ein dickes Handbuch dafür notwendig war.
Und bedenke: Nur weil sich ein Spiel sperrig anfühlt und sich dem Spieler nur unzureichend erklärt, ist es noch nicht komplex, es ist teilweise auch nur benutzerunfreundlich.
Zum Beispiel Fallout 1 und Baldur's Gate 2. Wobei es mir nicht vorrangig um die Dicke des Handbuchs geht, sondern wie ich geschrieben habe, um die Praktikabilität.
Und natürlich waren diese Spiele sperrig, aber nicht aufgrund der Benutzerunfreundlichkeit. Oder wie willst du mal eben rund 300 Zaubersprüche aus BG 2 erklären. Ist für ein Tutorial überhaupt nicht geeignet, man kann nicht 300 Zaubersprüche mal so einfach verinnerlichen.

Und da ist das D&D Regelwerk noch nicht einmal wirklich dabei.

Oder auch die Perks von Fallout, die bei manchen bestimmte Attributwerte voraussetzen um diese überhaupt erhalten zu können.

Das sind jetzt 2 Spiele in welchen ich regelmäßig ins Handbuch schauen musste. Bei den neueren RPGs musste ich das kein einziges mal, die Handbücher zu z. B. Drakensang, was ja noch ein relativ komplexes RPG war, habe ich nicht einmal benötigt.

Wobei ich einmal hätte nachschauen können, aber das hatte nichts mit der Komplexität zu tun, wäre mit 7 Zeichen als Tooltip erklärt gewesen.

Aber nachdem du Diablo(ich nehme an du meinst den dritten Teil) genannt hast, hat sich die Diskussion eigentlich erledigt. Ein Spiel bei dem die Attributwerte automatisch verteilt werden, mit der Begründung, damit sich die Spieler nicht verskillen können, ist ein Musterbeispiel für die Simplifizierung in Spielen die ich meine.

Wenn ich es nicht übersehen habe gibt es nicht einmal mehr passive Fähigkeiten, zumindest war es beim Barbaren wohl der Fall.
 
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Und natürlich waren diese Spiele sperrig, aber nicht aufgrund der Benutzerunfreundlichkeit. Oder wie willst du mal eben rund 300 Zaubersprüche aus BG 2 erklären. Ist für ein Tutorial überhaupt nicht geeignet, man kann nicht 300 Zaubersprüche mal so einfach verinnerlichen.

300 Zaubersprüche machen ein Spiel an sich nicht komplexer, nur größer und sperriger. Das meinte ich ja mit D&D Regelwerk (ok eigentlich AD&D). Komplexität wäre die Art und Weise der Interaktion mit der Welt, Reaktionen der Spielwelt auf eigene Aktionen, nicht eine x-beliebige Anzahlt an Zaubern, von denen man sowieso nur einen Bruchteil im Spiel verwendet hat.
Du sprichst von Praktikabilität. 300 Zauber sind nicht praktikabel. Ebensowenig wie eine Millionen Zeilen Text bei einem Spiel wie Planescape Torment (das hatte auch ähnlich viele Zauber wie Baldur´s Gate, wenn ich mich recht erinnere). Da wurde einfach nur mit Umfang und Größe geprotzt.
Ich will die beiden Spiele auch auf keinen Fall schlecht reden, ich habe sie selbst sehr ausgiebig gespielt und das auch sehr gerne.

Gran Turismo 4 beinhaltet über 700 Autos, dadurch wird die Spielmechanik aber nicht komplexer oder gar besser, es sind einfach nur ein paar "Wow!! So viele?" Verkaufsargumente, nichts weiter. Natürlich war das Spiel zusätzlich dazu auch komplex, weil der Grad der Simulation sehr hoch war, aber das lag nun mal nicht an den 700 Karren.

Wenn wir aber von Komplexität reden, sollten wir Wirtschaftssimulationen nicht vergessen. Und da gebe ich Dir recht, die waren früher komplexer als heute. Spiele wie Fugger 2 oder Transport Tycoon waren unfassbar komplex. Das aber zu einem Grad, der wirklich nur sehr wenige Spieler, eigentlich Freaks, ansprechen konnte. Sowas eignet sich einfach nicht für die "breite Masse". Aber auch da gibt es mit den heutigen Anno und Siedler Spielen ausreichend Material. Ein Minecraft ist ebenfalls ein sehr komplexer Sandkasten.

Die Sache ist: Es gab früher komplexe Spiele, ja. Aber das ist heute auch noch so und ich kann Deine Ausführungen, dass heutige Spiele zu simplifiziert sind nicht teilen. Sicherlich ist es bei vielen so, aber alleine durch die schiere Menge der heutzutage verfügbaren Spiele gibt es genug Auswahl an wirklich komplexen Titeln, die man spielen kann. Vielleicht fallen Dir die nur nicht so auf, da der Anteil der "simplen" Spiele so groß ist.

Ein gutes Beispiel für eine sehr komplexe Spielmechanik, die sich dem Spieler aber im Spiel besser erklärt, als es früher der Fall war, wird das kommende Sim City sein. Die Berechnungen und Simulationen in den Städten sollen laut Angaben von Maxis noch umfangreicher und komplexer sein als früher, sie erklären sich dem Spieler aber besser durch optimierte Anzeigen und einfach mehr Praktikabilität.
 
300 Zaubersprüche machen ein Spiel an sich nicht komplexer, nur größer und sperriger. Das meinte ich ja mit D&D Regelwerk (ok eigentlich AD&D).
Wenn alle Zauber nur Schaden verursacht hätten, würde ich dir zustimmen. Aber die Fülle die einem dadurch unterschiedliche Taktiken im Kampf ermöglicht haben ist für mich entscheidend.

Und ob man das jetzt D&D Regelwerk oder wie auch immer nennt ist für mich irrelevant. Wichtig sind mir nur die vielen unterschiedlichen Vorgehensweisen die es dadurch für mich ermöglicht hat.

Obwohl ich Transport Tycoon auch relativ oft gespielt habe, geht dieses Spiel für mich eher in die Richtung sperrig. Aber das ist jetzt ehrlich gesagt doch etwas zu lange her, dass ich da eine explizite Aussage machen kann.

Anno ist für mich ebenfalls die gleiche Richtung, macht mir aber ebenfalls Spaß. Nur die Komplexität die ich meine, nämlich eine die direkt ein komplexeres spielen ermöglicht, ist da eben nicht vorhanden.
 
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naja, ganz ehrlich, aber jetzt versuchst du dir etwas schön zu reden, denn auch wenn man das aufsplittet und dreht und wendet, es gibt immer noch Doppelte und dreifach Belegte Sprüche oder irgendwelche Zauber, sei es Buff/Debuff, Heil oder Schadenszauber, dann machen bei so vielen an der Zahl auch nicht jeder Sinn

Und nja, es ist schon ein Unterschied zwischen Komplex und Aufgeblasen
 
Ganz ehrlich muss ich dem -ZDF teilweise Recht geben. Zum einen ist es wirklich Aufgabe der Eltern sich mal damit auseinanderzusetzen was Kind so spielt. Es kann nicht angehen, dass man denen einfach so Spiele erlaubt, nur weil sie ein ab12 Siegel haben. Nein Eltern haben die Pflicht sich mit dem Spiel auseinanderzusetzen...

Natürlich wird von Fanboys jetzt gewettert, ZDF hat keinen Schimmer und selber Schuld. Solche Argumente lassen mich aber nur den Kopf schütteln und zeigen welches Niveau wir heute leider schon erreicht haben. Viele Eltern interessiert es nicht mehr, was die Kinder spielen - hauptsache sie sind beschäftigt und geben Ruhe.

Vielen Kindern würde es viel besser tun, wenn sich die Eltern mal mit ihnen hinsetzen würden und Grammatik lernen würden anstatt das Kind einfach vor den PC zu hocken...
 
naja, ganz ehrlich, aber jetzt versuchst du dir etwas schön zu reden, denn auch wenn man das aufsplittet und dreht und wendet, es gibt immer noch Doppelte und dreifach Belegte Sprüche oder irgendwelche Zauber, sei es Buff/Debuff, Heil oder Schadenszauber, dann machen bei so vielen an der Zahl auch nicht jeder Sinn

Und nja, es ist schon ein Unterschied zwischen Komplex und Aufgeblasen
Das schöne ist ja gerade bei BG2, viele Zauber machen Sinn, denn es kann den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage im Kampf ausmachen welche man wählt.

Außerdem sind diese ca. 300 Zauber auch noch auf unterschiedliche Klassen aufgeteilt. Würde mich mal interessieren in welche von dir genannte Kategorie du den folgenden Zauber einordnen würdest. :-]
Der Kombinierte Notfall kanalisiert einen Teil der magischen Energie des Zaubernden und setzt diese unter bestimmten Bedingungen frei. Der Magier wählt drei Zauber aus und setzt dann eine Bedingung fest, wann diese drei Zauber ausgelöst werden. Ein Bedingung wäre beispielsweise, wenn der Magier von einem Feind getroffen wird.
 
Das schöne ist ja gerade bei BG2, viele Zauber machen Sinn, denn es kann den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage im Kampf ausmachen welche man wählt.

Außerdem sind diese ca. 300 Zauber auch noch auf unterschiedliche Klassen aufgeteilt. Würde mich mal interessieren in welche von dir genannte Kategorie du den folgenden Zauber einordnen würdest. :-]

Ganz offenkundig ist der von Dir genannte Zauber ein Buff.

Ich glaube dennoch irgendwie, dass Du den Unterschied zwischen sinnvoll komplex und unnötig viel nicht so ganz sehen kannst.

Zauber sind eigentlich immer in vier Klassen unterteilt: Schaden, Heilung, Verstärken, Schwächen. Und da gibt es dann wieder zig Unterkategorien.
Nehmen wir mal Dragon Age Origins als Beispiel, das hatte auch so ungefähr 100 verschiedene Zaubersprüche, die hat man aber im Endeffekt nie verwendet, weil man auch sehr locker mit einer Handvoll auskommen konnte. Neben den einzelnen Zaubersprüchen gab es dann auch noch Zauberkombinationen und die waren so mächtig, dass man eigentlich auf die "normalen" Sprüche verzichten konnte.

Ich kann mich wirklich nicht mehr gut an Baldur´s Gate 2 erinnern, aber ich bin mir sehr sicher, dass bei der Vielzahl der Zaubersprüche nicht alle davon ausbalanciert waren. Es gab immer welche, die jeder benutzt hat und einen Großteil, der zwar programmiert wurde, die aber total überflüssig waren.Auch da konnte man das Spiel mit einer niedrigen zweistelligen Zahl Zaubersprüche ohne Probleme durchspielen.

Wenn man diese Form der "Komplexität" (so wie Du es nennst) jetzt mal auf Shooter ummünzt, dann müsste ein Call of Duty oder Battlefield ja ebenfalls ein sehr komplexes Spiel sein, da es da jeweils auch ziemlich viele Waffen, mit modifizierbaren Anbauteilen gibt, die sehr viele Kombinationen zulassen. Und dann leveln die Waffen auch noch mit. Im Endeffekt sind diese Waffen in einem Shooter nichts anderes als Zaubersprüche in einem Rollenspiel. Benutzt man die alle? Nein. Ist das Spiel komplexer, wenn es mehr Waffen gibt? Nein. Es ist nur eine Zahl, mit der man um sich werfen kann.

Die komplexesten Spiele nach Deiner Logik müssten übrigens Diablo 3 und Borderlands 2 sein. Und ich nehme an, wir sind uns einig, dass dem nicht so ist.
 
Ganz offenkundig ist der von Dir genannte Zauber ein Buff.
Nach der Definition die ich für Buff kenne, ist es keiner. Denn theoretisch könnte dieser Zauber auch nie ausgelöst werden.
Ich glaube dennoch irgendwie, dass Du den Unterschied zwischen sinnvoll komplex und unnötig viel nicht so ganz sehen kannst.
Da bin ich erstaunlicherweise anderer Meinung. :-D ;-)
Ich kann mich wirklich nicht mehr gut an Baldur´s Gate 2 erinnern, aber ich bin mir sehr sicher, dass bei der Vielzahl der Zaubersprüche nicht alle davon ausbalanciert waren. Es gab immer welche, die jeder benutzt hat und einen Großteil, der zwar programmiert wurde, die aber total überflüssig waren.Auch da konnte man das Spiel mit einer niedrigen zweistelligen Zahl Zaubersprüche ohne Probleme durchspielen.
Nach dieser Argumentation kann man die Zauber auch gleich ganz weglassen, denn man konnte das Spiel auch ohne Magie durchspielen.

Und es ist für mein Spielerlebnis vollkommen egal, wie andere Leute die Spiele spielen. Ausschlaggebend ist für mich wie variierend ich die Spiele spielen kann.
Ob es einen Unterschied ausmacht wie ich vorgehe.

Wenn man diese Form der "Komplexität" (so wie Du es nennst) jetzt mal auf Shooter ummünzt, dann müsste ein Call of Duty oder Battlefield ja ebenfalls ein sehr komplexes Spiel sein, da es da jeweils auch ziemlich viele Waffen, mit modifizierbaren Anbauteilen gibt, die sehr viele Kombinationen zulassen. Und dann leveln die Waffen auch noch mit. Im Endeffekt sind diese Waffen in einem Shooter nichts anderes als Zaubersprüche in einem Rollenspiel. Benutzt man die alle? Nein. Ist das Spiel komplexer, wenn es mehr Waffen gibt? Nein. Es ist nur eine Zahl, mit der man um sich werfen kann.

Die komplexesten Spiele nach Deiner Logik müssten übrigens Diablo 3 und Borderlands 2 sein. Und ich nehme an, wir sind uns einig, dass dem nicht so ist.
Wenn es mir nur um die Zahl alleine ginge, dann wäre es so. Aber es zählt nicht nur die Quantität sondern natürlich auch die Qualität. Und bei CoD sind die Unterschiede zwischen den Waffen alleine auf Reichweite, Schaden und noch auf die Geschwindigkeitsabfolge der Schüsse begrenzt.
 
Alles in allem ein guter Beitrag. Die Fehler wurden eingestanden und berichtigt (in der Stellungnahme, nicht in der Sendung) und der Grund für den Beitrag wurde, wie ich finde, logisch erklärt.
Vielleicht würde es helfen, die Bezeichnung "Free2Play" etwas genauer zu definieren, sodass auch Kinder verstehen, was dahinter steckt. (Meiner Ansicht nach passt "Pay2Win" ohnehin besser, wenngleich es Ausnahmen gibt, wie man hört. Ich spiel weder F2P- noch P2W-Titel, von daher bin ich auf Vorurteile und die Trashnight bei PietSmiet angewiesen.)
Eine Lösung könnte vielleicht darin liegen, einfach nur Bezahlmöglichkeiten zuzulassen, bei denen einwandfrei gewährleistet ist/werden kann, dass sie nur von Personen über 18 Jahren durchgeführt werden können.
 
Alles in allem ein guter Beitrag. Die Fehler wurden eingestanden und berichtigt (in der Stellungnahme, nicht in der Sendung) und der Grund für den Beitrag wurde, wie ich finde, logisch erklärt.
Vielleicht würde es helfen, die Bezeichnung "Free2Play" etwas genauer zu definieren, sodass auch Kinder verstehen, was dahinter steckt. (Meiner Ansicht nach passt "Pay2Win" ohnehin besser, wenngleich es Ausnahmen gibt, wie man hört. Ich spiel weder F2P- noch P2W-Titel, von daher bin ich auf Vorurteile und die Trashnight bei PietSmiet angewiesen.)
Eine Lösung könnte vielleicht darin liegen, einfach nur Bezahlmöglichkeiten zuzulassen, bei denen einwandfrei gewährleistet ist/werden kann, dass sie nur von Personen über 18 Jahren durchgeführt werden können.

Tut mir leid, aber das sehe ich anders. Die Stellungnahme verteidigt nur einen Teil der Anschuldigungen. Das der ganze Bericht journalistisch schlecht ist, eine gewiße Meinung anstatt informationen dargestellt werden und nur angebliche Experten vom Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen befragt wurden. Der ganze Bericht ist einfach so falsch und so schlecht und so übel auf eine Richtung getrimmt, dass es schon weh tut und dazu hat sich Frontal 21 nicht geäußert. Darüber hinaus ist es kein guter Stil Videos aus dem Zusammenhang zu reißen und noch anders zu vertonen.
Einen schönen Bericht dazu gibt es bei Youtube: Endlich Montag: Frontal21 gegen Free2Play (ca. ab Minute 8:45).

Der ganze Bericht wiederspricht dem angeblichen Mantra der öffentlich Rechtlichen, nämlich: unabhängig, informativ usw.. Der Bericht informiert nicht sondern will Leute in eine gewiße Richtung lenken und leider hatte das der Bericht bei mir auch fast geschafft. Leider muss man mittlerweile bei Frontal 21 alles hinterfragen. Früher konnte man denen vielleicht vertrauen, aber heute ist es oft auch bei den Öffentlich Rechtlichen üblich Berichte in eine gewiße Richtung zu lenken.
Schaut euch das Video von High5TV und Sebastian an und euch wird klar wie mieß Frontal21 hier gespielt hat. So eine Stellungsnahme reicht da in meinen Augen nicht aus, aber bei denen scheint Hopfen und Malz verloren zu sein.
 
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