BiJay
Spiele-Kenner/in
Es gibt einige Firmen, die rein auf F2P Titel setzen und damit gut zu fahren scheinen. Und schließ nicht von dir gleich auf andere. Zwar bist du nicht der Fan von F2P, andere könnten davon aber mehr überzeugt sein. Bei F2P kann man auch immer gut ausprobieren, ob einem das Spiel zusagt, bevor man da Geld investiert. Bei Vollpreistiteln hingegen kann man auch mal daneben greifen. Und EA wird sich nicht rein auf F2P konzentrieren, wie auch im Interview gesagt wird. Wenn es sich nicht rentiert, wird da auch EA wieder zurück rudern.Deine Argumentation in allen Ehren, aber ich halte es für nicht rentabel für eine Firma, sich rein auf F2Play zu stützen.
Aus folgendem Grund: Der Hardcore Gamer will das Spiel mit seinen Fähigkeiten spielen und selbst was schaffen. F2Play/Pay2Win ist also nichts für ihn. Der Casual Gamer spielt ein bisschen, vielleicht ne Stunde das nur 2-3x in der Woche. Er wird sich vielleicht ein Item kaufen. Oder lediglich größere Erweiterungen, die sicher nicht jede Woche released werden.
Freilich gibt es auch noch die ganz Extremen, die viel Geld in ein solches Spiel investieren. Aber das sind a.) eher die Minderheiten und b.) wird der Kunde nicht für mehrere Spiele gleichzeitig blechen wollen, nur um weiter zu kommen. Wenn man nicht aufpasst, bezahlt man im Endeffekt mehr für so einen Titel, als für ein Vollpreis-Spiel. Die Firma müsste sich demnach verstärkt auf Ingame-Werbung verlassen.
Mir ist durchaus bewusst, dass Free2Play kein Genre ist. Soviel Intelligenz und Wissen kannst du mir schon zutrauen.![]()
Aber genau wie es bei den Genres der Fall ist, wird der Markt von F2Play-Titeln irgendwann gesättigt sein. Unabhängig vom Genre. Ich z.B. wäre nicht bereit, sowohl für das eine Game, als auch für das andere Game zu blechen, nur damit ich weiter komme. Das ist, als würde man das Ende eines Spiels per kostenpflichtigen DLC anbieten. Und genau so wird es EA machen. "Kauft und kommt im Spiel weiter. Kauft nicht und ihr kommt nicht weiter."
Und gerade da F2P Titel ein breites Spektrum von Spielern zugänglich ist, sind Minderheiten, die deutlich mehr reinstecken als in ein Vollpreis Spiel, dann doch schon mehr als man glaubt.
Klar wird es schwerer für die Spielefirmen, wenn immer mehr F2P Titel auf den Markt kommen, da noch gut Gewinn zu machen, aber Konkurenz ist immer gut für den Kunden (wie auch im Interview gesagt). So stechen dann die qualitativ besseren Spiele hervor. Die Spielefirmen sind sich bestimmt bewusst, was für ein Risiko dahinter steckt, und das ist deren Job das einzuschätzen und zu bewältigen, wenn es nach hinten losgeht. Da sollte man sich als Kunde keine Sorgen machen.
Ja, und? DLCs gabs davor auch schon in (vielleicht größerer) Form von Add-Ons. Wird alles nur neu verpackt. Erst gab es nur Vollpreis-Titel. Dann kamen die Erweiterungen oder Add-Ons. Danach widerum die DLCs und nun eben F2P.Was das fett angezeigte angeht...das existiert bereits in anderer Form: DLCs.
Aber es ist leider so, wie ich es sage. Alles andere wäre in meinen Augen recht naives Denken, weil Kundendaten heutzutage ein sehr wertvolles Gut für derartige Firmen sind.