Flops generell: Zuviel Casual-Kram... Smartglass, Sportspiele, Nintendo (Allgemein... Nintendo)... Dazu muss man sagen, dass es sich bei der E3 natürlich um eine Messe handelt, bei denen alle Unternehmen versuchen jeglichen Spielertyp anzusprechen und dazu gehören auch Eltern mit Kindern, etc ...Eine Vorgehensweise, die vielleicht nett angedacht, doch eigentlich falsch ist. Mal ehrlich, wer, außer den wirklich informierten Core-Gamern wie uns, schaut sich die Pressekonferenzen der E3 an? Und wenn man schon neue kommerzielle Features präsentieren will, mit denen man die Zielgruppe erweitern will (Smartglass, Nintendoland, Wii U Controller, dieses Augmented Reality Book von Sony...) dann fasst man sich damit doch wenigstens kurz, da (behaupte ich jetzt mal) 80% der Zuschauer Core-Gamer wie wir sind, die auf neuen Stoff für ihre Konsole hoffen.
Dieser Textblock verdient meine absolute Zustimmung...
Langsam gehts mir aber sehr auf die Nerven, wie alle über Call of Duty herziehen. Vorher zu sagen, dass ich keinen Multiplayer spiele, finde ich die neusten Ableger der Serie immer wieder aktuell. Das Gameplay ist stets abwechslungsreich und innovativ, unvergleichlich präsentiert, mit einer super Story bestückt und auch die Grafik finde ich immer noch sehr gut. Ich verstehe einfach nicht, wie verwöhnt jemand sein muss, um die Grafik von Call of Duty als "schlecht" zu bezeichnen. Vielleicht bin ich aber auch einer der wenigen Menschen auf der Welt, denen Gameplay und Story vor Grafik geht. Und mit Black Ops 2 hat Treyarch es dieses Mal ja nun wirklich versucht, mit einem neuen Setting, mehr Freiheit, einer unlinearen Story und mehr viel frischen Wind in die Serie zu bringen. Es ist einfach unfair, dass ihnen dies nun nicht anerkannt wird, wo doch alle immer behaupten, die Serie würde nie einen Schritt nach vorne machen. Ich denke, viele sind inzwischen nur so festgefahren, dass sie das schon nicht mehr würdigen können.
Ich muss allerdings zugeben, dass sich jeglicher Hass auf die Serie seit MW2 durchaus verringert hat. Dieser war und ist auch heute immer noch völlig unangebracht. Und mit pädagogischem Wert will ich hier nicht anfangen, wir reden über ein Videospiel, also ein Medium, dass mich in erster Linie unterhalten und nicht belehren soll.
...dieser allerdings nicht.
Das Gameplay ist nicht abwechslungsreich und innovativ. Seit CoD 1 läuft man einen festgelegten Weg entlang und klickt Gegnermassen zu Tode. Zum Railshooter fehlt nicht mehr viel. Was ist daran abwechslungsreich und innovativ? Das einzige, was ich noch als abwechslungsreich durchgehen lasse, sind die Schauplätze.
Zur Story zitiere ich einen alles sagenden Dialog aus "Duty Calls":
Here's your objective:
- Blah blah blah secret base
- Blah blah blah nuclear missile bomb
- Blah blah blah counting on you
Good luck
Zur Grafik: Verschwommene Texturen, kantige und detailarme 3D-Modelle, zweitklassige Lichteffekte, pixelige Schatten, nicht angewandte Grafiktechniken (z. B. POM).. Die Liste kann ich ewig weiter führen. Alleine aufgrund des Alters der Engine (über 10 Jahre) wirkt CoD im Gegensatz zu anderen Games sehr trist. Es befindet sich nun mal auf einem grafischen Niveau, wie es 2006/2007 noch Standard war (Auch, wenn bereits 2007 Crysis das Niveau für die CoD-Engine in unerreichbare Höhe anhob). Daher ist es einfach falsch, im Jahre 2012 von guter Grafik zu sprechen.
Wie sehr sich CoD : BO2 von seinen Vorgängern unterscheiden wird, wird sich noch herausstellen. Klar mussten sie allmählich etwas ändern, denn inzwischen ist die Thematik "Moderne Kriegsführung" so ausgelutscht, wie es vor ein paar Jahren noch der Zweite Weltkrieg war.
Ich rechne damit, dass BO2 genauso wird wie alle anderen CoDs, nur "ein bisschen anders". So, wie es eben auch bei den Vorgängern der Fall war.
Die Beliebtheit CoDs erkläre ich mir mit dem Porno-Effekt.
Das Produkt ist vollkommen anspruchslos, objektiv betrachtet stinklangweilig, es ist immer nur das selbe, die Technik ist unterirdisch schlecht, das eine Produkt unterscheidet sich kaum vom anderen, aber dennoch finden es viele geil, weil es ihnen positive Gefühle verschafft.
Im Falle von CoD sind es beispielsweise die Gefühle, ein Gewinner und cooler Elitesoldat zu sein oder die "Boah ey"-Effekte der Skripts.
Klar hat CoD eine Daseinsberechtigung, aber auch die Wut vieler Spieler ist berechtigt. Denn viele Spiele entwickeln sich in der Hoffnung, ähnlich erfolgreich wie CoD zu sein, ebenfalls in die richtung "Pornoshooter", was jeden Gamer mit etwas höheren Ansprüchen an sein Hobby einfach nur verärgert.
Zum Thema: Von Nintendo hätte ich mehr erwartet.