RedDragon20
Spiele-Professor/in
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Bisher hab ich das lediglich von Bioware mitbekommen, dass die einem Political Correctness so um die Ohren hauen. Es ist plump und nicht gerade subtil.Was mich so stört ist, das viele westliche Entwickler dazu gebracht werden, aktuelle politische Temen in ihre Spiele zu packen (gab ja schon Kommentare von DA4 Entwicklern das es natürlich politische Themen gibt) und dies dann quasi per Vorschlaghammer dem Spieler um die Ohren gehauen wird.
Aber davon ab...in einem Fantasy-Game kann man ja einbauen, was man will. Diese Freiheit bietet das Genre ja. In Kingdom Come z.B. hätte sowas aber eher nicht funktioniert, da sich das Spiel Realismus auf die Fahne schrieb und zu der Zeit Dunkelhäutige, Asiaten und Amerikaner in Europa doch eher eine Seltenheit waren.
Das Spiel hat sich ja auch trotz aller Kritik dies bezüglich dennoch gut verkauft. Persona 5 ist wohl beispielhaft.Warum sind derzeit asiatische RPGs so erfolgreich? Weil dort die Spiele schlicht entwicklet werden, die Spaß machen sollen (auf den Game Awards 2018 waren in der Kategorie RPG nur asiatische Spiele vertreten). Für mich als persönliches Beispiel: Persona 5. Ja, die Charaktere sind mit animeklischees beladen aber super geschrieben, die Story an sich ist klasse, Grafik und Musik top und die DLC Politik ist auch ok. Ich konnte das Spiel kaum beiseite legen. Aber vielleicht liegts auch daran, das ich eher Mangas und Anime mag![]()
Aber im Sumpf der Japano-Games gibt es genug anderen Scheiß. Als ich damals die Beta zu Tera Online gespielt habe, dachte ich mir beim Anblick eines der spielbaren Völker, die Elin, nur noch "WTF?!". Denn die sehen aus, wie kleine Mädchen mit Tierohren und tragen (in der asiatischen Version) keine Hosen. Solche Beispiele sind nicht selten in diesem Raum. Ich bin nicht sicher, inwieweit das für das Spiel oder für die Geschichte, die im Spiel erzählt wird, förderlich sein soll. Wenn nicht befremdlich, dann aber definitiv oft ziemlich lächerlich und lässt, auch wenn die Geschichte noch so gut ist, an der Glaubwürdigkeit des Ganzen zweifeln.
Deswegen konnte ich mich übrigens auch gut am vergleichsweise "bodenständigeren" Stil von Final Fantasy 15 erfreuen.
Dass das aber einfach nur am schlechten Editor liegen könnte und nicht an irgendeiner Political Correctness, ist dir nie in den Sinn gekommen? Ich will mal ganz stark bezweifeln, dass da irgendjemand saß und sich dachte: "Ey, geben wir den weiblichen Spielfiguren doch die gleichen Frisuren, wie den Typen, weil es ja sonst ungerecht wäre." Es sah vermutlich eher so aus: "Zusätzliche Frisuren für die Frauen? Nein, dazu reicht die Zeit und das Geld nicht. Was da ist, muss reichen." Das ist nur ein Beispiel, da sich Männlein und Weiblein in Bioware-Games gern auch mal Assets teilen. Aber ich denke mal, du weißt, worauf ich hinaus will.Und vor allem, beim Charaktereditor bzw. den NPCs im Spiel zwar hübsche und sexy Männer erlauben aber keine sexy Frauen, etwa indem alle Frauen nur progressive Kurzhaarfirsuren oder sonstwie geschorene Haare haben und ähnlicher Firlefanz. Was habe ich in Mass Effect Andromeda gekämpft um eine halbwegs hübsche Frau hinzukriegen. Dass man insbesondere weibliche Spielerinnen vor den Kopf stösst wenn sie ihnen nicht erlauben sich hübsche Avatare zu machen merken die Entwickler in ihrem SJW-Wahn nicht mal.
Übrigens fand ich die Figuren in DAO z.B. am seltsamsten. Die sahen teilweise aus, wie gruselige, leere Puppen. Und das Spiel ist mittlerweile 10 Jahre alt. Bessere Gesichter wären damals schon technisch möglich gewesen. An Policital Correctness liegt es also eher nicht. Wenn überhaupt, eher an der Unfähigkeit der Entwickler, lebendig wirkende Charaktere zu erstellen.
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