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Debatte über Spiele-Tests: Stimmen aus der PC Games-Community

Man bedenke: bei einigen Titeln macht die Grafik 50 Prozent der Gesamtwertung aus. Bspl: Crysis1 Storytechnisch mal total daneben aber da die Technick überzeugt bekommt es Wertungen über 90%. habs 1er kurz angezockt da es mich aber 0 motiviert hat gabs kein reiz weiter zu spielen, beim 2. hat mich das Storytelling zwar mehr überzeugt aber der Hit war es auch nicht.
Oder Call of Duty: 1+2 waren genial danach ging diese Serie einfach den Bach runter! Warum? Weil das meiste Geld in den Multiplayer fliesst -> da braucht man keine gute Story o. Atmosphäre
Insgesamt sollte man den technischen Aspekt nicht so hoch bewerten... das führt zu immer mehr Grafikhuren und irgendwann braucht man nurnoch 2 Std um ein Vollpreis-Spiel durchzuspielen aber das is ja dann egal weil die Grafik toll ist und DX11 und Physik und und und
Ausserdem unterscheiden sich Geschmäcker -> aber 90% der Spieleredakteure bewerten Pc-Spiele mit dem gleichen System.
 
"zudem würden sich die meisten Spiele gar nicht dazu eignen, sich ihnen wie von Schmidt gefordert zu näheren, da der überwiegende Teil eher der leichten Unterhaltung dient und keinen Subtext enthält, der einer tiefgehenden Analyse bedarf."

was für Spiele testet ihr den in eurer Zeitschrift? "Deutschland Spielt", "Browsergames", "Flashgames"? Oder Testet ihr 50€ teure Pc-Spiele in die hunderttausende an Euros floss um sie zu Programmieren? Für ein Spiel das der leichten Unterhaltung dient zahlt man 79cent. Für 50 Euro erwarte ich zumindest ein Kunstwerk, ein Medium das mich Unterhält und zwar für Stunden, eines das mich in seinen Bann zieht, wovon man evtl sogar Nachts träumt. Da muss einfach alles passen. Wenn ich dann solche Kommentare wie veraltete Grafik oder miese Technik lese platzt mir der kragen. Ein neues spiel muss nicht Fotorealistisch aussehen oder Hunderte Items bieten. Das was es bietet muss einfach Überzeugen und muss zur gesamten Stimmung passen. Bulletstorm als Beispiel ist mir immer noch unbegreiflich warum Crysis2 eine bessere Wertung bekommen hat.
Wertungen von Bulletstorm:
PCG-Wertung: 84%
Leser-Wertung: 91%
Wertungen von Crysis:
PCG-Wertung: 90%
Leser-Wertung: 82%
Ich fände eine Änderung der bewerteten Kriterien angebracht.
 
Statt Prozentwertung und Pro-/Contra-Bewertung solle man die Spiele als großes Ganzes begreifen, "Geschichten über Spiele und nicht aus Spielen" erzählen, das Spiel in den Gesellschaftskontext setzen und den künstlerischen Gehalt analysieren

Das ist zwar ein guter Punkt den Schmidt anspricht, auch wenn ich ihm sonst nur wenig zustimmen kann, aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann ist mir die
Auseinandersetzung mit den Features des Spiels
doch wichtiger.
Schmidts Variante würde einen Spieletest wahrscheinlich interessanter gestalten und auch mehr unterhalten. Ein interessanter und unterhaltsamer Text ist wohl auch das Ergebnis, das jeder Redakteur beim Schreiben eines Tests im Auge hat, aber in der Realität ist das eben schwer umzusetzen, da Faktoren wie Zeitdruck, Platzmangel etc noch dazukommen.
Und wie oben schon erwähnt: Ein Spieletest kann ohne tiefgehende Interpretation in Bezug auf Gesellschaft und Kultur auskommen, aber nicht ohne Beschreibung der Features. Die Basis eines Tests stellt immernoch die Informationsdarlegung des Spiels dar, eben was es zu bieten hat, alles darüber hinaus ist zwar schön, aber eben kein Grundkriterium
 
Natürlich sollten Spiele wie Filme besprochen werden und da brauch keiner mit Begriffen wie "Kunstwerk" um die Ecke kommen sondern ganz einfach mit "Unterhaltungswert".
Bei Filmen wie Spielen kann ruhig ein großer Augenmerk auf Technik gegegen werden, wenn die eingesetzte Technik nicht für sich allein steht sondern stimming zum Unterhaltungswert des Produktes beiträgt.

Genauso das Aufzählen von Features: allen das Aufzählen ist kompletter Unsinn, es muss immer die Info bei sein, ob das Feature Spaß macht ob es "sinnig" oder "unsinnig" ist, ob es ggf nur Augenwischerei ist (wie ne der Betitelung nach total coole Waffe oder Fähigkeit im Spiel, die aber nur einmal im Spiel für 3 Sekunden zum Einsatz kommt um sagen wir "ne Tür zu öffnen".

Das Beschreiben des Spiels sollte eine gut ausgeprägte Fähigkeit des Spieletesters sein, ne blose Fleißarbeit sollte unter seinem Niveau sein. Es geht ja nicht darum ob ein Spiel läuft wie ein Auto wenn man es startet, sondern es sollte vermitteln wieviel Spaß man dabei hat und hey wenn sogar Autotester es schaffen "Fahrspaß" in Worte zu fassen und die Leser das mögen, dann sollten sich Spieletester vor allem um das in Worte fassen von Spielspaß beschäftigen.
 
@Der-Jan: genau. Und am Ende muss trotzdem nicht jedes Spiel oder jeder Film mit einer guten Wertung auch jedem gleichgut gefallen. Selbst die Filme mit tausenden Top-Wertungen bei Zuschauern, wie man zB bei ofdb.de schauen kann, haben auch immer einen Anteil von 5-10%, die dem Film maximal 5 von 10 Punkten geben. Es ist am Ende halt auch noch Geschmackssache, und vielleicht auch oft zu hohe Erwartung, wenn man den "Kultfilm" sich dann mal selber anschaut. Bei Spielen ist das nochmal krasser: die beste Rundenstrategie aller Zeiten wird einem, der Action liebt, nunmal zu 99% nicht gefallen.

Oder Spieler zB wie pucc, der Cryis nur wegen der Story unmotiviert direkt zur Seite zu legt. Das zeigt, dass er scheinbar gar keinen großen Spaß an der eigentlichen Spiel-Herausforderung hat und offenbar extrem viel Wert auf die Story legt. Wenn man so "drauf ist", kann man natürlich aus den gängigen Tests schwer herausfinden, ob das Spiel einem Spaß machen wird. Das entscheidende bei Crysis ist aber für die weitaus größere Mehrzahl der Spieler ja die Herausforderung, die Ziele zu erreichen, die Gegner zur besiegen und selber zu überleben. Im Moment der Kämpfe ist mir die Story in dem Moment herzlich egal. Eine gute Story macht das ganze halt dann nochmal besser, ebenso wie eine tolle Grafik und eine herausforderndes Gameplay eine nicht so gute Story vergessen lässt.

Ich selber stehe da wohl zwischen den Parteien: eine tolle Story ist mir zwar wichtiger als Grafik und Technik, aber ich spiele auch durchaus gerne Spiele, wenn ich "sportlich" herausgefordert werde, obwohl es da keine oder nur eine miese Story gibt. Ein Spiel mit einer guten Story spiel ich aber natürlich eher und schneller durch, das ist klar.

Aber Spiele machen vielen Leuten selbstverständlich auch Spaß, wenn sie keine oder keine gute Story haben - ansonsten müsste man ja, nebenbei gesagt, das gesamte Sportgenre inklusive Rennspielen in die Tonne treten... und die MP-Modi von Shootern ebenfalls ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Spiel ist kein Buch und kein Film. Dann würden Dinge wie Gameplay ja in den Hintergrung rücken. Bei einem Spiel ist es nunmal wichtig was das Spiel bietet und welche Features es gibt. Das ist kein Film wo man den Umfang ausser Acht lässt weil die meisten Filme um die 90 Minuten gehen und einen das nicht interessiert.
 
Ich grübele gerade in welchen gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang ich FIFA, PES oder Dirt3 sehen soll und was es mir vermitteln will?^^

Ganz ehrlich: die meisten Spiele taugen nicht zu einer künstlerischen Rezension. Der 37. Nachfolger eines Spieles muss nun mal mit neuen Features glänzen und genau die will ich wissen.
 
@Der-Jan: genau. Und am Ende muss trotzdem nicht jedes Spiel oder jeder Film mit einer guten Wertung auch jedem gleichgut gefallen.
Wertung egal ob als Zahl oder in Worte sollte in nem Spieletest immer nachvollziehbar sein, so daß jemand mit anderen Geschmack trotzdem mit dem Text was anzufangen weiß im Sinne von: der Tester kommt mit seiner Sicht aus diesen und Gründen zu seinem Urteil, ich bin aber jemand anderes und ich werte die angeführten Gründe anders...

Mit plumpen Featuresaufzählen kommt man als Kunde nicht weit, sogar bei Sport und Rennspielen muss die Information kommen, ob das neue Feature gut umgesetzt und in Spiel passt oder nur "Ein neuer Hut für Malibu Stacy" ist (Simpsons Referenz, falls es welche gibt, die es nicht einordnen können ;-) )
 
@Rodweiler79:
Niemand hat behauptet, dass Dirt 3 oder Fifa gesellschaftliche Zusammenhänge vermitteln wollen. Aber es ist ja auch nicht so, dass Filme und Bücher nur intelektuell herausfordernde Lehrstücke sind. Die meisten Filme sind auch nur seichte Komödien oder generische Actionfilme, trotzdem findet man in diesem Bereich meistens wesentlich geistreichere, relevantere und wirklich lesenswerte Rezensionen.

Tatsächlich kann man auch über dumme Spiele, Filme usw. schlaue Artikel schreiben. Ein Beispiel wäre Call of Duty, das zu Betrachtungen über xenophobe Amerikaner geradezu einlädt.

Wenn Christian Schmidt fordert, dass in Spielezeitschriften öfter als bisher auch die Metaebene behandeln soll, dann heißt das nicht, dass nur noch über Spiele mit philosophischen Untertönen behandelt werden sollen, sondern es soll mehr über den Kontext geschrieben werden, in dem die Spiele erscheinen. Wenn man zum Beispiel Diablo 2 und 3 vergleicht, kann man an den Veränderungen sehr treffend eine ganze Reihe von Veränderungen in der Spielelandschaft ausmachen (Trend zur Vereinfachung, neue Geschäftsmodelle, Verlagerung ins Internet).
Stattdessen beschränken sich die Spielezeitschriften zur Zeit nur darauf, den Spielern zu erklären, ob, sie denn nun für diesen Titel eine permanente Internetverbindung brauchen. Wirkliche Hintergrund-Artikel zu solchen Entwicklungen gibt es selten, statt Einordnung gibt es Tunnelblick.
Die Veröffentlichung von Deus Ex Human Revolution wäre eine passende Gelegenheit, noch einmal auf den ersten Teil zurückzublicken, aber außer kleinen Infokästen oder irgendwelchen Bildergalerien (bin ich eigentlich der einzige, den diese ganzen endlosen Bildergalerien nerven?) gab es das nirgendwo.

@ Philipp141294:
Natürlich würde das Gameplay bei manchen Spielen etwas in den Hintergrund rücken, aber wenn, dann doch nur, weil das Gameplay es nicht schafft, interessanter als die Story zu sein. Bei fast allen aktuellen Ego-Shootern ist die Erläuterung des Gameplays obsolet, da die Unterschiede marginal sind. In den letzten vier CoD-Teilen gab es keine einzige spielerische Neuerung im Single-Player, die wirklich irgendjemanden interessiert hat. Und auch Rennspiele werden in den nächsten 10 Jahren nichts Fundamentales an ihrem Grundprinzip ändern. Mehr als ein oder zwei Eigenheiten auf einmal finden sich in keinem Spiel, und die müssen doch nun wirklich nicht die ganze Rezension für sich beanspruchen.
 
Ich denke das es einen Unterschied zwischen einem Spieletest und einer Spielekritik gibt. Zur Zeit werden Spiele "nur" getestet. Es wird versucht objektiv den Kontext zu erfassen, die Features und die Mechaniken des Spiels. Es wird auf die Technik, die Umsetzung und auf sehr viele andere skalierbare Eigenschaften des Games geachtet. (In einem vorigen Post wollte ich darauf heraus das diese Bewertung nach vielen gelesenen, austauschbarer und immer nichtssagender werden kann.)

Eine Spielekritik, genau wie eine Filmkritik, traut sich viel eher das persönliche Empfinden des Redakteurs zu beinhalten. Der zigste Aufguss eines COD kann einen Redakteur auf die Nerven gehen! In einen Spieletest darf so etwas nicht einfliessen, aber in einer Kritik schon! Ich lese eine Kritik auch nicht um eine Kaufberatung oder Ähnliches zu bekommen. Eine Kritik lese ich von bestimmten Redakteuren, wo es mich interessiert wie er das sieht. Umso mehr ich von einem Kritiker gelesen habe, umso besser kann ich ihn einschätzen, und weiss wo ich ihm im allgemeinen Recht gebe und wo nicht. (Manche Filme sind miserabelst bewertet und ich finde sie trotzdem genial. Genauso andersrum)

Kritiken gibt es aber leider nur ganz wenig. Es wird sich nur selten die Zeit genommen ein mehrseitigen Bericht über das eigene Erlebnis zu schreiben. Meistens wird sich auch nicht getraut Dinge zu sagen wie "Das ist doch alles Müll!!!". In einer Kritik würde ich sowas erwarten. Da erwarte ich auch das es nicht immer objektiv zugeht. In einem Test wäre das natürlich undenkbar.

Spiele werden aber getestet und nicht kritisiert! Es fängt schon damit an das sich Spielemagazine Testversionen zuschicken lassen. Oder die Entwickler im vorhinein besuchen. Nicht falsch verstehen, das ist natürlich super. Der Test wird damit verbessert! Eine Kritik würde aber verlangen es genauso zu erleben wie jeder andere Kunde auch. Man müsste sich das Spiel genauso im Laden bei Erscheinung holen. Man würde in einer Kritik auch mehr spoilern, da man mehr über das Erlebnis etc. schreibt.

Die Liste der Unterschiede zwischen Kritik und Test ist glaube ich noch sehr sehr lang. Die Magazine der heutigen Zeit testen meistens, was zwar wichtig ist, aber Spiele Kritiken vermisse ich weitgehend in der gesamten Landschaft der Magazine.
 
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