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Crowdfunding vor dem Aus? Vertrauensbruch und Mainstream-Wahn auf Kickstarter - Shut Up and Take My Money #20

Selten so einen geschickt inszenierten Ausschnitt gesehen. Bringt bestimmt ne Menge Klicks, lenkt aber unheimlich vom Inhalt ab. :D

äh naja, vielleicht von Leuten die in der Klosterschule grade Informatik haben, aber für den Rest von Deutschland war da jetzt echt nichts besonders außergewöhnliches dabei
 
Also ich bin mittlerweile auch ein Gegner von Kickstarter geworden. Viele schreiben hier das sie in erster Linie das Spiel veröffentlicht sehen wollen. Falsch. In erster Linie wollen sie das Spiel selbst spielen oder würde hier einer Geld geben wenn es die Rewards nicht gäbe?

Ich sehe auch die Spiele auf Kickstarter auch nicht gerade als "neu" oder innovativ an. Hauptsächlich werden alte Spielideen aufgegriffen in neuer Auflage. Oder die verschiedenen Stretchgoals wie mehrere Sprachen oder eine Quya-Version. Interessiert mich doch garnicht denn was ich gerne sehen würde wäre dann mehr Kampagne, Einheiten, Modding, Quests. Doch diese Ziele sind die oberen Stretchgoals damit die auch nicht so schnell erreicht werden und nur wenige Titel das höchste der Goals erreicht.

Shadowrun Returns hat Kickstarter in meinen Augen sehr wohl geschadet den nich habe alleine das ich schon Steam gelesen habe einen Pledge für ein Spiel wieder storniert! Kickstarter ist für mich eine moderne Eintagsfliege die bald wieder verschwinden wird unter dem Vorwand das die Spiele wohl DRM-Frei seien aber die Spiele die kommen trotzdem sehr alt sind!

Wenn ein Entwickler es nicht schafft ein Spiel zu entwickeln dann soll er es einstampfen oder sich ein anderes Aufgabengebiet suchen und nicht die Gamer um Geld bitten die dann doch bloss verkohlt werden!!

Innovativ ist das nicht unbedingt, das stimmt schon, aber ohne Kickstarter hätte solche Spiele wie Wasteland 2, Project Eternity oder Torment die nächsten 10-15 Jahre nicht gegeben, weil kein Publisher sowas unterstützt. Es gibt aber viele Leute, die gerne mal wieder so ein Spiel zocken möchten und in der Hinsicht ist es doch was feines. Natürlich gibt es da auch negative Sachen. Wenn z.B. bei Shadowrun versprochen wurde, dass es DRM-frei kommt und es dann nicht so sein sollte, dann ist das ja im Grunde eine Art Vertragsbruch. Bin kein Rechtsanwalt oder sowas, aber ich denke es sollte möglich sein, dann sein Geld wieder zurückzubekommen.
 
Kickstarter ist einerseits ein Risiko aber andererseits auch eine riesen Chance für den "Käufer". Auf diese Weise kann sich jeder an der hoffentlich erfolgreichen Umsetzung seines Traumprojekts beteidigen. Ich verstehe hier die Kritik nur sehr bedingt. Solange das Projekt nah an der Projektbeschreibung bleibt ist doch alles super. Schließlich könnte es auch ganz scheitern und man geht dieses Risiko voll und ganz ein. Wenn nun ein DRM einem Spiel hinzugefügt wird ist es sehr ärgerlich, aber in Rahmen von Kickstarter hinzunehmen. Ich erinnere nochmal, das Risiko geht man mit vollem Bewusstsein ein.
Das Tolle ist dass man ja auch warten kann, bis dass Spiel/Projekt in den Handel kommt. Wenn es denn jemals überhaupt umgesetzt wird. Damit sind wir wieder bei meinen ersten Sätzen und dem Traum und dem Risiko. Seht also Kickstarter als Chance, als Möglichkeit und nicht als Verkaufsplattform.
 
Stichwort Risiko: Gehen die Käufer nicht schon genug Risiko ein bei einem Kauf eines normal entwickelten Spiels? Reicht das denn nicht schon das wenn man ein verbugtes Spiel oder ein Spiel das man in den ersten Tagen nicht spielen kann wegen dem Online- und Accountzwang? Reicht es denn nicht das der Kunde sogut wie kein Rückgabe-Recht hat?

Nein Danke, diese Risiken sind schon genug!

Wenn ich alte Spiele spielen will krame ich sie raus und dann habe ich das Original und den unverfäschten Spielspass! Wieso nochmal Geld ausgeben und schon wieder Risiken eingehen??
 
Wenn ich alte Spiele spielen will krame ich sie raus und dann habe ich das Original und den unverfäschten Spielspass! Wieso nochmal Geld ausgeben und schon wieder Risiken eingehen??

Es werden keine alten Spiele geliefert, sondern neue Spiele in Anlehnung an die alten Spiele (Spielmechaniken etc. )
Solche Spiele, die heutzutage vielen zu komplex sind und deshalb auch so gut wie gar nicht mehr erscheinen, weil sie den Publishern nicht tauglich genug für den Massenmarkt erscheinen.

Kickstarter gibt den Fans solcher Spiele eben die Möglichkeit dazu, Spieleentwicklung in diesem Bereich zu unterstützen.
Natürlich wird niemand gezwungen, diese Projekte zu unterstützen - man kann genauso gut warten bis die Spiele erscheinen. Im Fall von Shadowrun ist es natürlich ärgerlich, wenn sich nachher rausstellt, dass spätere Add-Ons nur via Steam erhältlich sein werden.
Ich schätze bzw. hoffe aber, dass dies ein Einzelfall ist und die Kommunikation mit den Backern / potenziellen Kunden im Normalfall doch sehr transparent abläuft. Ansonsten würden sich die Firmen selbst ins Knie schießen - sollte sich herausstellen, dass solche Dinge an der Tagesordnung stehen, würden sich auf längerfristige Zeit wohl nicht mehr so viele Projekte mit Hilfe von Kickstarter realisieren lassen.
Und das wollen glaube ich weder die Developer noch die Fans.
 
Crowdfunding geht halt langsam in den Mainstream über und da muss man Abstriche machen und Kompromisse.
Das widerfährt jedem Nischenprodukt das große Aufmerksamkeit erlangt, früher oder später. Die Frage ist halt ob es sich halten kann bzw eine Brücke zwischen alt und neu.
 
Also ich bin mittlerweile auch ein Gegner von Kickstarter geworden. Viele schreiben hier das sie in erster Linie das Spiel veröffentlicht sehen wollen. Falsch. In erster Linie wollen sie das Spiel selbst spielen oder würde hier einer Geld geben wenn es die Rewards nicht gäbe?

Ich sehe auch die Spiele auf Kickstarter auch nicht gerade als "neu" oder innovativ an. Hauptsächlich werden alte Spielideen aufgegriffen in neuer Auflage. Oder die verschiedenen Stretchgoals wie mehrere Sprachen oder eine Quya-Version. Interessiert mich doch garnicht denn was ich gerne sehen würde wäre dann mehr Kampagne, Einheiten, Modding, Quests. Doch diese Ziele sind die oberen Stretchgoals damit die auch nicht so schnell erreicht werden und nur wenige Titel das höchste der Goals erreicht.

Shadowrun Returns hat Kickstarter in meinen Augen sehr wohl geschadet den nich habe alleine das ich schon Steam gelesen habe einen Pledge für ein Spiel wieder storniert! Kickstarter ist für mich eine moderne Eintagsfliege die bald wieder verschwinden wird unter dem Vorwand das die Spiele wohl DRM-Frei seien aber die Spiele die kommen trotzdem sehr alt sind!

Wenn ein Entwickler es nicht schafft ein Spiel zu entwickeln dann soll er es einstampfen oder sich ein anderes Aufgabengebiet suchen und nicht die Gamer um Geld bitten die dann doch bloss verkohlt werden!!
Kaum ein Entwickler kann ein Spiel ohne externen Geldgeber (Publisher) produzieren, also sollten alle Studios keine Spiele mehr produzieren?

Crowdfunding scheint außerdem zu bleiben, wenn man von den 2 größeren Projekten ausgeht die nach der SR:R Problematik kamen. Beide erreichten ihre Stretchgoals und eins davon stellte sogar einen Rekord für Spiele auf.

Zudem erhielten alle Backer die von ihrem Pledge zurücktreten wollten, einen Refund von HBS. Obwohl sich, die Nummer wohl scheinbar in Grenzen hielt. (btw MS hat die SR Lizenz und sie haben drm verlangt nicht HBS)

Crowdfunding hat auch nicht zum Ziel irgendwelche höheren Ziele zu verteidigen, sondern nur ein Projekt, dass gewünscht wird, mit finanziellen Mitteln zu versorgen. Und das Unvermögen des Publishermarktes diese old-school rpgs bereitzustellen, festigt die Position von KS ohne Probleme.

Womit wir auch schon bei einem weiteren Punkt sind. Es gibt durchaus 'innovative' Spiele auf KS aber die haben meistens keinen großen Zulauf, da einfach keine 'Fanbase' existiert wie zum Beipiel von old-school rpgs. Und wenn etwas schon old-school genannt wird, müsste man schon lobotomisiert worden sein, um 'Innovation' zu erwarten. Was mich auch wieder zur Frage bringt: Das Spiel, dem du den Pledge entzogen hast, war es ein oldschool oder ein innovatives Spiel? :-)


Stichwort Risiko: Gehen die Käufer nicht schon genug Risiko ein bei einem Kauf eines normal entwickelten Spiels? Reicht das denn nicht schon das wenn man ein verbugtes Spiel oder ein Spiel das man in den ersten Tagen nicht spielen kann wegen dem Online- und Accountzwang? Reicht es denn nicht das der Kunde sogut wie kein Rückgabe-Recht hat?

Nein Danke, diese Risiken sind schon genug!

Wenn ich alte Spiele spielen will krame ich sie raus und dann habe ich das Original und den unverfäschten Spielspass! Wieso nochmal Geld ausgeben und schon wieder Risiken eingehen??
Du sagst also tatsächlich, dass du lieber den Müll des heutigen Marktes für 40 bis 60 Euro akzeptierst (über den lauthals viele schreien, meisten auch noch diesselben, die über KS jammern), als ein Risiko einzugehen (meisten in der Höhe von 15 bis 25 $) mit der Möglichkeit, dass es mitunter nicht das überragende Spiel wird, dass du erwartest? :rolleyes:
Zudem lässt selbst BG2 oder FO2 nach, wenn man es zum 10ten Mal durchspielt...glaub mir...
Und noch zum ersten Punkt: Vielleicht sollte man bei den normal gepublishten Spielen, einfach mal die ersten 2 Wochen abwarten und sehen, ob es sich lohnt das Spiel zu kaufen, denn im Gegensatz von KS, kommen die Spiele dort auch ohne Vorbestellung raus, komme was wolle.
 
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