• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank

Coollaboratory Liquid Pro - erfahrungen

  • Ersteller Ersteller ruyven_macaran
  • Erstellt am Erstellt am
R

ruyven_macaran

Gast
da ja einige an dem zeug sehr interessiert waren und ich eh bald neue paste brauche, hab ich mal ne mail an den hersteller geschrieben und das zeug bestellt.

hier erstmal aussagen vom hersteller&ausm datenblatt:

(das übliche nicht-giftig,... aus den faqs spar ich mir)

mit alu: normalerweise langsam reagierend, in verbindung mit wasser stark exotherm, was die bilder des teilweise aufgelösten zalman kühlers erklärt, die durchs netz geistern - der benutzer hatte versucht, das zeug vom aluminium abzuspülen und die reaktion damit extrem beschleunigt.

von kupfer: verschiedene seiten berichten über entfernungsprobleme bei kupferkühlern. offizielle aussage:
das zeug reagiert zwar nicht direkt mit kupfer, entzieht aber kupferatome und bildet damit nach einiger zeit eine sehr dünne legierungsschicht auf dem kupfer. diese schicht hat einen deutlich höheren schmelzpunkt, ist somit fest und dementsprechend nicht mittels reinigungsmitteln entfernbar - entweder man schleift/poliert sie ab, laut mail soll es aber auch möglich sein, sie mit nem tempo drauf abzubügeln, der schmelzpunkt ist nicht extrem hoch.
allerdings ist die leitfähigkeit dieser schicht nochmals besser als die der liquid pro, kann also eigentlich auch dran bleiben.
ähnliche reaktionen mit nickel (heatspreader sind i.d.r. vernickelt) gibt es nicht, es besteht also nicht gefahr eines verklebens von cpu/gpu und kühlkörper.
i.d.r. sollte es zu folgendem aufbau kommen: heatspreader-flüssiges liquid pro-ausgehärtete liquid pro/kupferlegierung-kupferkühler
kurzfristig, beim auftragen -also vor aushärtung soll sich das ganze einfach abwischen lassen.


meine erfahrungen bezüglich der verabeitbarkeit, experimentell an nem stück kupferrohr (werde das zeug enventuell auf meiner graka einsetzen, die ist aber immer noch nicht hier, also bleibts erstmal bei tests):

man braucht wirklich nur extrem geringe mengen. in der spritze sind ca. 160µl (laut skala), ich hab mit 15µl rund 0,8cm² kupferrohr bestrichen, aber nur ne zahnstocher zum verteilen genommen. für 4 cpus sollte eine spritze demnach locker reichen, vermutlich kann man sie danke der da deutlich glatteren oberfläche und bei auftragen mit nem pinsel sogar noch weiter verteilen, 5-6heatspreader sollten drin sein.
das verteilen läuft deutlich anders ab als bei normaler paste:
das zeug haftet kaum am kupfer, man kann es also nicht einfach drüberschmieren - die extrem dünne schicht würde man gerade wieder wegschieben. wenn man also keinen pinsel nimmt, taucht man eher ganz flach ein und versucht, das zeug weiterzuziehen.
"extrem dünn" ist übrigens die absolut treffende bezeichnung. ein haar ist dicker. (ca. 2mal so dick, aber ich hab jetzt keine lust, ne lupe rauszuholen)
entsprechend ist auch die kleinste unebenheit sichtbar, polierte kühler sind sicherlich keine schlechte idee - wer ernsthafte kratzer aufzufüllen hat, muss deutlich mehr von dem zeug nehmen.
verlaufen tut es übrigens so gut wie gar nicht, wenn es erstmal dünn gestrichen ist, nur größere tropfen folgen der schwerkraft. (größer heißt in dem fall: vielleicht 6µl pro tropfen. der sonst immer empfohlene "stecknadelkopf" wlp dürfte locker das 4fache volumen haben)
entfernen lässt sich das noch frische zeug aber doch eher schlecht:
die obere, nicht mit dem kupfer in kontakt getretene schicht lässt sich problemlos wegwischen, aber entweder legiert das zeug darunter sehr schnell oder es bleibt wirklich in jeder ritze hängen, jedenfalls ist man ziemlich lang am rumrubbeln, um auch nur den kleinsten bereich freizulegen.

über die langzeitwirkung werd ich am wochenende nochmal was sagen, laut hersteller soll das aushärten 2tage dauern - ich lass das stück rohr mal so lange liegen und berichte dann nochmal.

temperaturtests sind übrigens nicht geplant - hab quasi keine arctic silver mehr, das bißchen heb ich für die cpu auf (alcu kühler)
 
ich brauch son mist nicht! meine arctic silver 5 leistet immernoch gute dienste und ist nach 40 cpu einstrichen immernoch halbvoll. sie lässt sich drauftun und entfernen. und wer unbedingt 2 oder 3 grad noch mehr kühlung rausholen will, der sollte nicht zur liquid pro greifen sondern zu nen zusätzlichen gehäuselüfter ;-)
 
mcwild am 13.01.2006 11:00 schrieb:
ich brauch son mist nicht! meine arctic silver 5 leistet immernoch gute dienste und ist nach 40 cpu einstrichen immernoch halbvoll. sie lässt sich drauftun und entfernen. und wer unbedingt 2 oder 3 grad noch mehr kühlung rausholen will, der sollte nicht zur liquid pro greifen sondern zu nen zusätzlichen gehäuselüfter ;-)

was machen leute, die 2-3° bei gleicher lautstärke rausholen wollen? :ugly:
im ernst: extra neue paste kaufen lohnt sich imho nie, aber wenn man schon welche bestellt, warum nicht die beste?

p.s.: 40cpus aus ner halben spritze as?
respekt.
ich hab die vielleicht 5-6mal genutzt (as1 - 5ml spritze, as5 wird afaik normalerweise 2ml weise verkauft) und obowohl ich sie so dünn auftrage, dass ich fast noch die cpu beschriftung lesen kann, ist sie fast alle..
 
so, zwei tage sind rum - und das zeug ist immer noch zumindest teilweise flüssig, lässt sich einfach abwischen. lediglich an zwei relativ kleinen stellen gabs hartnäckige reste, ich gehe aber mal davon aus, dass das dann wirklich in ritzen hängendes material war (da liquid pro von papier nicht aufgesogen wird ist die tiefenreinigung natürlich recht gering), da ein großteil der fläche halt unverändert blieb und auf so nem ollen stück heizungsrohr findet sich ja dann doch immer die ein oder andere ritze.

entventuell werd ich das zeug morgen mal auf der gainward ausprobieren - für den einbau der wakü fehlt mir die zeit, aber der original kühler ist trotz enorrmer lautstärke nicht ausreichend, vielleicht kann das zeug da was dran ändern.


edit:
konnte natürlich nicht bis morgen warten :ugly:

erstmal die gute nachricht:
gestern, 3dmark05: 93°@ultra takt
jetzt, 3dmark05: 68°@ultra takt.
zugegeben: der raum mag gestern 2° wärmer gewesen sein, das system war diesmal nicht aufgeheizt (aber beide mal offen) und ich hab die metallleiste an der oberseite der karte bei der gelegenheit gleich umgedreht, so dass die abluft jetzt besser wegkommt.
aber satte 25° unterschied, bei den zugrunde liegenden 23° raumtemperatur eine verbesserung um sage und schreibe 35% muss wohl auch irgendwo aus der paste resultieren.
gainward scheint irgend ne normale silikonpaste zu verwenden (die offensichtlich absolut unzureichend ist - das nvidia logo vom DIE ist bereits auf dem kühlerboden zu erkennen), was natürlich nen denkbar miesen vergleich abgibt, aber die liquid pro ist definitiv nicht schlecht.

nun die schlechte: die verarbeitung ist riskanter, als gedacht.
die sprizte benötigte anfangs einen sehr hohen kraftaufwand - und dann kams mitm ruck, einmal flüssiges, leitfähiges metall von der gpu bis zum ramkühler verspritzt..
ich hab ne halbe stunde ins putzen investiert, ohne lupe (10fach) hätte ich die letzten tropfen unterm ramkühler (hatte keine lust, den zu demontieren und weitere 8 bausteine mit paste zu behandelen..) garantiert nicht entdeckt und ohne spitze pinzette (spitz=bleibt ab fallhöhe 50cm aufrecht in linoleum stecken) hätte ich sie auch nicht mehr wegbekommen.
bei den letzten resten hilft alkohol übrigens doch.

das auftragen an sich ging mit nem kurzen borstenpinsel allerdings recht leicht und die benötigte menge ist -obwohl noch recht viel im pinsel hängt- ziemlich gering. habe insgesamt rund 25µl gebraucht (also ca. 15% des inhaltes) und damit gpu und kühler und eine nicht ganz unerhebliche menge küchenpapier bzw. graka behandelt ;)
n großteil ging dabei übrigens für den kühler drauf, der einen äußerst rauhen boden hatte.
bei poliertem kühlerboden und polierter gpu (erstaunlich, wie blank son nv40 ist, kein vergleich mit dem pIII oder dem t-bird, die ich mal hatte) dürfte noch deutlich weniger reichen.
 
*mal an den alten thread zurück erinner und aktualisier*

mitlerweile ist die grafikkarte verkauft, langzeitergebnisse gibts so schnell also nicht, allerdings hab ichs jetzt auch mal auf der cpu eingesetzt.

fazit: auf vernickelten heatspreadern ist das verteilen deutlich umständlicher als auf silizium, man braucht entsprechend auch größere mengen - hab rund 1/4tel des inhaltes auf einem p4 verbraten.

zur kühlleistung kann ich diesmal aber keine werte liefern - habe zeitgleich auf wasserkühlung umgerüstet und das gesamtergebniss ist zu gut, als dass ich der temperaturdiode weiter vertrauen könnte:
bei 37,8° am boden des cpu kühlers zeigt mir pc probe 36° für die cpu (idle) an.

selbst unter volllast bekomm ich die cpu temperatur maximal 4K, i.d.r. eher 2K über die wassertemperatur - wenn man bedenkt, dass der nachfolger meines heatkiller 2.0 im test bei watercoolplanet eine differenztemperatur von 15K erbrachte, lässt sich als nur sagen, dass ich keine ahnung hab, wie gut liquid pro leitet - aber es muss verdammt gut sein ;-)
 
sooo, mit leichter verzögerung (3wochen urlaub/ohne pc/keine zeit) hier nochn update:

vor 3wochen musste ich nämlich zu meiner überraschung feststellen, dass mein nb-wasserkühler 2 halteösen ausm mobo gerissen hat (nach bisherigen forumsantworten wohl eine asus-spezifisches problem..) - blöd, aber bedeutet auch ein blick auf ~2-3 monate alte liquid pro (k.a., wann sich das ding gelöst hat. hoffe, ich habs mit nicht alzu großer verzögerung bemerkt)

ergebniss:

-verkleben tut das ding scheinbar gar nicht, jedenfalls hat sich der kühler wunderbar gelöst und die reste waren auch gleichmäßig auf beiden seiten zu finden (gewaltsam entfernte, verklebte kühler zeigen ja eher eine reihe von flatschen auf beiden seiten)
-wirklich flüssig war es aber auch nicht mehr (was an der geringen restdicke, dem betrieb mit losem kühler und enventuellem staubeintrag liegen kann)
-entfernen lassen sich die überstände von silizium leicht, von kupfer gut.
-aber: wie erwartet und mehrfach von anderen testern beschrieben:
ein teil des flüssigmetalls ligiert mit dem kupferboden und lässt sich so ohne weiteres nicht mehr entfernen, vergleichbar z.b. einer oxidschicht auf kupfer oder aluminium: wenn man nur lange genug drauf rumreibt, würde man sie auch mit nem stofftuch wegbekommen, besser gehts aber mit richtigen polierpasten/pads.
-allerdings: dem rasierklingentest nach ist dieser ligierte bereich quasi genauso eben wie der vorherige kühlerboden und bildet auch sonst keinerlei erhebung aus - es klebt also wirklich keine schicht auf dem kühler fest sondern es dringt halt ein teil des metalls in den kühler ein.
von daher sah ich keinen bedarf für eine restlose entfernung, das wäre allenfalls bei wechsel des wärmeleitmittels nötig - aber so hab ich wieder liquid pro draufgeschmiert, entfernen und neu auftrag hätte ja eh nach kurzer zeit wieder genauso ausgesehen.


randbemerkung:
meine obige mengenangabe zur cpu war klar zu hoch.
bei näherer betrachtung hab ich ein paar tropfen liquid pro am rand des heatspreaders unterm kühler gefunden - anscheinend wurde eine nicht unerhebliche menge wieder rausgedrückt.
das ganze klebte aber aufgrund der enormen oberflächenspannung sicher am metall fest, keine gefahr von tropfen auf anderer hardware.
und:
es war auch nach 2,5monaten "tocknungszeit" noch vollkommen flüssig und ich konnte einen großteil wieder mit der sprizte aufsaugen (an den rest kommt ich ohne kühlerdemontage nicht ran)
auch die reste in pinsel&co machen keinerlei anzeichen einzutrocknen.
 
Ich hab auch so meine Erfahrungen mit der Liquid Pro gesammelt, allerdings eher durchwachsen ;-(
Ich hab das Zeug einfach nicht aufm CPU verteilen können, da hab ich die Reste von meiner Acrtic Silver 5 genommen, Ende September(wenn die nächste Umbau Aktion startet) werd ichs nochma probieren, ich weiß ja jetzt von jemandem der es geschafft hat!
 
cheesyproduction am 20.08.2006 12:09 schrieb:
Ich hab auch so meine Erfahrungen mit der Liquid Pro gesammelt, allerdings eher durchwachsen ;-(
Ich hab das Zeug einfach nicht aufm CPU verteilen können, da hab ich die Reste von meiner Acrtic Silver 5 genommen, Ende September(wenn die nächste Umbau Aktion startet) werd ichs nochma probieren, ich weiß ja jetzt von jemandem der es geschafft hat!


du warst nur nicht geduldig genug!! und nicht genug ausdauerhaft!! am anfang hab ich das zeug ich kaufm verteilen können!! hab wirklich minuten lang mit dem pinsel verteilt... aber zum schluss: richig schön glänzend spiegelnde oberfläche!! schööön!! und das mir nur 2 kleinen tropfen!!
 
Zurück