Ich meine ja auch für die Installation und Co. Damit man eben im Prinzip alle großen Plattformen nur per Gamepad bedienen kann auf SteamOS. Dazu gehört auch eine entsprechende lesbare Größe von Text usw. Klar wäre es nur mit Steam deutlich einfacher, aber ich weiß nicht, ob die anderen Publisher, sprich Ubi und EA, da mitspielen würden.
Nun, schauen wir es mal von Null auf an. Im Fall EA muss man in dessen Store welcher auch im Origin-Client mittels Webseite funktioniert ein Spiel kaufen oder Key aktivieren. Das funktioniert meines Wissens auch mit gekauften CD's. Somit ist das Spiel mit dem Account verknüpft. Dies funktioniert aber auch via in Steam ohne Client nur über die Webseite. Wie es in Uplay ist kann ich nicht sagen, müsste aber ähnlich sein.
Dann folgt das Hauptproblem, der Download und die Installation. Dafür wird der Client vorausgesetzt. In Steam-Client ist dies mit einem Klick erledigt. Bei Origin tauchen gerne AGB's, Seriennummer und noch vieles mehr während der Installation auf und fordern eine Eingabe. Bei allen aber gilt, nach der Installation kann die EXE meistens auch ohne Client ausgeführt werden. Schaut man das ganze nun unter berücksichtig einer Linux-Version an, kann man drei Punkte gleich knicken: Origin, Uplay und zig 1000 Spiele. Beide (Origin & Uplay) bieten kein Linux-Client, was soviel heisst dass diese Spiele nicht installierbar bleiben. Diese Spiele müssen erst Linuxfähig gemacht werden und das ist der grösste Knackpunkt.
Indie-Entwickler nutzen die meisten zum Beispiel die sehr gute Unity Engine. Die Engine stellt unter anderem Linux bereit... sh.
Unity - Multiplatform - Publish your game to over 10 platforms Die grossen Entwicklerstudios aber nutzen andere Engines welche voll auf DirectX ausgelegt sind und auch dort ihre wahre Pracht entfalten. Sie müssen also erst mal ihre Engines für Linux vorbereiten und dann auch noch gewillt sein die Spiele dafür zu liefern. Neue Spiele werden sie vermutlich liefern doch was ist mit den jetzt oder vor ein paar Jahren erschienenen? Welcher Entwickler will da noch Manpower und Geld investieren um "alte" Spiele für SteamOS zu unterstützen? ...zumal ja das ganze auch schon unter Windows funktioniert und verkauft? Sehr schwierig bis fast unmöglich mag ich mal zu behaupten.
Ein System was ich sofort unterschreiben würde, wäre wenn die Spiele-Keys Clientübergreifend funktionieren würden. Sprich Battlefield 3 Key in Steam eingeben und dort verwenden. Nutzt man lieber Origin, was ich mir zwar nicht vorstellen kann

dann gibt man seinen Half-Life Key dort ein. Das müsste eigentlich ohne grossen Aufwand realisierbar sein da wie gesagt, die Client-Stores sind nichts anderes als HTML-Seiten. Damit ist eine einheitliche Oberfläche garantiert... jedoch das Linuxproblem bleibt.
Emulatoren für EXE-Dateien wie zB. Wine sind gut und recht. Funktionieren aber nie 100%ig und saugen zusätzlich Resourcen. Auch gibt es VMWare oder andere Software mit welcher man sich ein beliebiges System auf ein anderes Installieren kann. Unter Linux ein Windows 8 laufen lassen? Kein Problem. Jedoch macht das ganze überhaupt keinen Sinn. Dann kann man gleich bei Windows 8 bleiben. Oder mal ander gesagt: Warum kauft man sich einen Mac wenn man dann doch nur Windows darauf installiert?
Was bleibt? Grosse Entwickler müssen ihren Engines Linux beibringen und die Spiele liefern. Indie-Spiele ist nur für wenige der Hauptgrund für den kauf einer Plattform. Will Valve den Durchbruch mit SteamOS gelingen, ihre vermutlich teuren SteamMachines und Controller in das Wohnzimmer buxieren, ist ein krasses Start-Line-Up auf Linuxbasis notwendig. Kommt da nix, wird's auch nix
