Unter anderem deshalb, weil es die gesamte Spielebranche und damit auch die Spieler betrifft, wenn jemand wie Pfeiffer mit solchen Aussagen ein Unterhaltungsmedium und dessen Anhänger in einem schlechten Licht dastehen lässt. Es geht nicht darum, ihm eine Plattform zu geben, schließlich wurde er von PC Games nicht zu einer Podiumsdiskussion geladen, auf der er sämtliche seiner Ansichten verbreiten darf, wonach alle wortlos nach Hause gehen.
Viele Spieler interessiert es, was abseits von neuen Patches und beknackten Downgrade-Debatten abgeht, die das ausgeprägte Jammerbedürfnis auf Mikroebene vieler Gamer nähren. Pauschalisierende Aussagen wie die von Pfeiffer, die kurzerhand sämtliche Games mit Gewaltdarstellung beschuldigen, Mitschuld an der Radikalisierung von jungen Muslimen zu tragen, kann in gewissen Personengruppen, die sich außerhalb der Grenzen der Gamer-Szene befinden durchaus Tragweite haben. So entstehen Vorurteile, Killerspiel-Debatten, Forderungen nach Verboten selbiger und sind nicht förderlich, wenn Videospiele jemals vollwertig als Kulturgut und weiterhin in der Gesellschaft als legitimes Hobby anerkannt werden sollen. Wenn da kein sinnvoller Dialog mit beiden Parteien, also Videospielgegnern und -enthusiasten geführt wird, oder es zumindest versucht wird, dann werden solche Aussagen wie die von Herrn Pfeiffer häufiger und nicht weniger. Wenn Gamer aber nicht informiert werden (wollen) und stattdessen lieber Shitstorms anzetteln, weil die Steuerung von Fallout 4 nicht perfekt an den PC angepasst wurde, dann werden die Videospielgegner eben ohne Gegenwind weiter das sagen, was sie sagen und es wird Leute geben, die ihnen zuhören und es ihnen ohne Widerwort glauben, weil niemand versucht, ihnen dabei noch die andere Seite der Medaille aufzuzeigen und ihre Thesen zu widerlegen. Kann man machen, wenn man informiert wurde, dass da überhaupt Bedarf besteht.
Vielleicht wollen wir Schweine aber auch nur Klicks...